Schwarzlicht
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
"Ein Sammler kauft keine Kunst, er kauft die gesellschaftliche Bestätigung seiner Investition." Dieser Roman über eine geheimnisvolle Kunstfälscherbande ist wahrlich so speziell wie seine Protagonist:innen. Zynisch und poetisch zeichnet 'Schwarzlicht' die exzentrischen Mitglieder der Bande der melancholischen Fälscher und trifft mit seiner Erzählung an vielen Stellen unvermittelt und direkt die dunklen Flecken einer Gesellschaft. Die klare, maliziöse und künstlerische Sprachgestaltung des Romans hat mich entzückt, obwohl mich die Geschichte immer wieder abschweifen ließ und forderte. Durch die komplexe Darstellung einer simplen Handlung wurde der Titel langatmig und schwer. So konnte 'Schwarzlicht' mich leider nur mit seinen sprachlich herausragenden, kritischen Dimensionen gewinnen. "Sind unsere Schwächen nicht ohnehin schöner als unsere Stärken?" Wer sonst käme auf die Idee, einen Hangover als "Moment der äthylischen Schwäche" zu bezeichnen?
María, eine junge Frau, tritt in die Kunstwelt ein und wird von der renommierten Kunstexpertin Enriqueta Macedo unterrichtet. Enriqueta enthüllt María das Geheimnis, wie man Kunstfälschungen erkennt, während sie selbst Teil einer Bande ist, die Fälschungen als Originale verkauft. Innerhalb dieser Band geht es immer wieder um eine verschwundene Meisterfälscherin, die Gemälde im Stil einer berühmten Porträtmalerin kreiert. Davon fasziniert, begibt sich María auf die Spuren dieser ominösen Fälscherin. Mit „Schwarzlicht“ entführt María Gainza ihre Leser*innen in die schillernde Welt der Kunst und Fälschung. Durch die Augen von María, einer leidenschaftlichen Kunstliebhaberin, taucht man tief in die Szene ein und entdeckt eine Welt voller Gauner, Künstler und geheimnisvoller Persönlichkeiten. Gainza kreiert eine rätselhafte Atmosphäre und lässt ihre mysteriöse Erzählerin mit geschickter Handlungsführung durch die Straßen von Buenos Aires streifen. Dabei gelingt es ihr meisterhaft, die Grenzen zwischen Originalität und Fälschung zu verwischen. Ihre Sprache ist präzise und poetisch zugleich, gekonnt führt sie durch die Grauzonen der Kunst, wo nichts so ist, wie es scheint. Eine fesselnde Hochstaplergeschichte voller skurriler Charaktere und unerwarteter Wendungen, die einen die Kunstwelt mit neuen Augen sehen lässt. Aus dem argentinischen Spanisch von Peter Kultzen.

Maria Gainza verzaubert mit ihrer Sprache. Ein ganz wunderbares Buch!
„Es gibt einen Ort im Inneren des Orkans, wo völlige Stille herrscht. Dort bin ich starr sitzen geblieben. Enriquetas Welt zieht stoßweise, in Schüben, an meinen Augen vorbei, doch ich rühre mich nicht vom Fleck.“ (S.30) María, die Erzählerin dieser Geschichte, wird von der Kunstgutachterin Enriqueta Macedo in die Welt der Kunstfälschung eingeführt. Macedo gehört einer melancholischen Bohème in Buenos Aires an, die sich im Verborgenen trifft und deren Meisterfälscherin das Werk einer ganz bestimmten Künstlerin imitiert . Eines Tages, viele Jahre nach den Treffen in dem kleinen Hotel Meláncolio, soll María diese Meisterkünstlerin finden. Doch die Künstlerin ohne eigenes Werk ist im Nebel der Vergangenheit verschwunden und María auf jede Hilfe angewiesen. Dabei gibt sie uns Einblick in eine verborgene Welt der Kunstszene und macht uns bekannt mit einzigartigen Persönlichkeiten. María Gainza hat mich mit ihrem sprachgewaltigen Roman voll und ganz begeistern können. „Schwarzlicht“ war für mich sowohl sprachlich als auch thematisch eine einzigartige Erfahrung und die verblüffende, originelle Geschichte mit ihren schillernden Charakteren hat mich ganz für sich eingenommen. Gainza zeichnet drei einzigartige Frauen: María, mit ihrer eindringlichen Erzählung und ihrem Witz, Enriqueta mit ihrem exzentrischen Charakter und zitatreifen Aussagen und natürlich die Negra, die als Underground-Mythos die Kernfigur der Handlung darstellt . Sie drei verbindet die argentinische Kunstszene, eine Bande melancholischer Fälscher und eine grandiose Geschichte über Hochstapelei. Wer ist das wahre Genie? Die Künstlerin oder die Fälscherin, die das Werk dieser Künstlerin perfekt studiert, übernimmt und in die Welt hinausträgt? Doch was bleibt von einer Fälscherin, die nie ihr eigenes Werk hatte? Das Verbrechen der Hochstapelei hat mich schon immer faszinieren können, da es sich für mich von anderen Verbrechen abhebt. Es geht nicht um Schmerz, Tod und Gewalt. Es geht um die Kunst, Menschen auf das äußerste zu täuschen. Jedes Detail muss blickdicht sein und darf keinen Zweifel zulassen. Dieser Roman ist rätselhaft, witzig und authentisch und ich kann ihn euch nur bestens empfehlen!
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"Ein Sammler kauft keine Kunst, er kauft die gesellschaftliche Bestätigung seiner Investition." Dieser Roman über eine geheimnisvolle Kunstfälscherbande ist wahrlich so speziell wie seine Protagonist:innen. Zynisch und poetisch zeichnet 'Schwarzlicht' die exzentrischen Mitglieder der Bande der melancholischen Fälscher und trifft mit seiner Erzählung an vielen Stellen unvermittelt und direkt die dunklen Flecken einer Gesellschaft. Die klare, maliziöse und künstlerische Sprachgestaltung des Romans hat mich entzückt, obwohl mich die Geschichte immer wieder abschweifen ließ und forderte. Durch die komplexe Darstellung einer simplen Handlung wurde der Titel langatmig und schwer. So konnte 'Schwarzlicht' mich leider nur mit seinen sprachlich herausragenden, kritischen Dimensionen gewinnen. "Sind unsere Schwächen nicht ohnehin schöner als unsere Stärken?" Wer sonst käme auf die Idee, einen Hangover als "Moment der äthylischen Schwäche" zu bezeichnen?
María, eine junge Frau, tritt in die Kunstwelt ein und wird von der renommierten Kunstexpertin Enriqueta Macedo unterrichtet. Enriqueta enthüllt María das Geheimnis, wie man Kunstfälschungen erkennt, während sie selbst Teil einer Bande ist, die Fälschungen als Originale verkauft. Innerhalb dieser Band geht es immer wieder um eine verschwundene Meisterfälscherin, die Gemälde im Stil einer berühmten Porträtmalerin kreiert. Davon fasziniert, begibt sich María auf die Spuren dieser ominösen Fälscherin. Mit „Schwarzlicht“ entführt María Gainza ihre Leser*innen in die schillernde Welt der Kunst und Fälschung. Durch die Augen von María, einer leidenschaftlichen Kunstliebhaberin, taucht man tief in die Szene ein und entdeckt eine Welt voller Gauner, Künstler und geheimnisvoller Persönlichkeiten. Gainza kreiert eine rätselhafte Atmosphäre und lässt ihre mysteriöse Erzählerin mit geschickter Handlungsführung durch die Straßen von Buenos Aires streifen. Dabei gelingt es ihr meisterhaft, die Grenzen zwischen Originalität und Fälschung zu verwischen. Ihre Sprache ist präzise und poetisch zugleich, gekonnt führt sie durch die Grauzonen der Kunst, wo nichts so ist, wie es scheint. Eine fesselnde Hochstaplergeschichte voller skurriler Charaktere und unerwarteter Wendungen, die einen die Kunstwelt mit neuen Augen sehen lässt. Aus dem argentinischen Spanisch von Peter Kultzen.

Maria Gainza verzaubert mit ihrer Sprache. Ein ganz wunderbares Buch!
„Es gibt einen Ort im Inneren des Orkans, wo völlige Stille herrscht. Dort bin ich starr sitzen geblieben. Enriquetas Welt zieht stoßweise, in Schüben, an meinen Augen vorbei, doch ich rühre mich nicht vom Fleck.“ (S.30) María, die Erzählerin dieser Geschichte, wird von der Kunstgutachterin Enriqueta Macedo in die Welt der Kunstfälschung eingeführt. Macedo gehört einer melancholischen Bohème in Buenos Aires an, die sich im Verborgenen trifft und deren Meisterfälscherin das Werk einer ganz bestimmten Künstlerin imitiert . Eines Tages, viele Jahre nach den Treffen in dem kleinen Hotel Meláncolio, soll María diese Meisterkünstlerin finden. Doch die Künstlerin ohne eigenes Werk ist im Nebel der Vergangenheit verschwunden und María auf jede Hilfe angewiesen. Dabei gibt sie uns Einblick in eine verborgene Welt der Kunstszene und macht uns bekannt mit einzigartigen Persönlichkeiten. María Gainza hat mich mit ihrem sprachgewaltigen Roman voll und ganz begeistern können. „Schwarzlicht“ war für mich sowohl sprachlich als auch thematisch eine einzigartige Erfahrung und die verblüffende, originelle Geschichte mit ihren schillernden Charakteren hat mich ganz für sich eingenommen. Gainza zeichnet drei einzigartige Frauen: María, mit ihrer eindringlichen Erzählung und ihrem Witz, Enriqueta mit ihrem exzentrischen Charakter und zitatreifen Aussagen und natürlich die Negra, die als Underground-Mythos die Kernfigur der Handlung darstellt . Sie drei verbindet die argentinische Kunstszene, eine Bande melancholischer Fälscher und eine grandiose Geschichte über Hochstapelei. Wer ist das wahre Genie? Die Künstlerin oder die Fälscherin, die das Werk dieser Künstlerin perfekt studiert, übernimmt und in die Welt hinausträgt? Doch was bleibt von einer Fälscherin, die nie ihr eigenes Werk hatte? Das Verbrechen der Hochstapelei hat mich schon immer faszinieren können, da es sich für mich von anderen Verbrechen abhebt. Es geht nicht um Schmerz, Tod und Gewalt. Es geht um die Kunst, Menschen auf das äußerste zu täuschen. Jedes Detail muss blickdicht sein und darf keinen Zweifel zulassen. Dieser Roman ist rätselhaft, witzig und authentisch und ich kann ihn euch nur bestens empfehlen!






