Roter Mond
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Miranda Gray (*1964) ist Bestseller-Autorin aus England. Sie setzt sich für die Anerkennung der zyklischen Natur von Frauen ein. Sie ist Buchillustratorin, Autorin, Heilerin und Leiterin internationaler Workshops. Sie hat diverse Artikel über Spiritualität, Sexualität und das Wohl der Frauen veröffentlicht und gibt Kurse zu alternativen Heilmethoden, Reiki und Meditation.
Beiträge
Pure Esoterik
Ich kämpfe schon Zeit meines Lebens mit üblen Periodenschmerzen. Ich bin großer Verfechter von Schulmedizin (und auch pro Impfung!!), aber das ist ein Feld, dass so untererforscht ist, dass mir unentwegt die Pille als einzig existierendes Allheilmittel präsentiert wird. Also hab‘ ich begonnen selbst zu den Zyklusphasen zu recherchieren, wann man was am besten macht und wie man sich ernähren soll, um es zu unterstützen. Das hätte ich mir von dem Buch erwartet. War’s nur leider nicht. Es steigt ein mit einem mehr als fragwürdigen „Märchen“ über ein Mädchen, dass einen (Fieber- denn so hat es sich gelesen) Traum vor seiner ersten Periode hat und allen möglichen Sagengestalten begegnet. Dem folgt dann eine Analyse der Figuren und Tiere (ja es gibt Tiere, die mit der Periode assoziiert werden) die so schlecht recherchiert ist, dass es sich wie eine Anreihung von Fun Facts liest, die die Autorin irgendwo anbringen wollte. Inklusiver faktischer Fehler (nein, Hera ist keine Mondgöttin). Die fehlende Recherche zeigt sich auch in der Auswahl der Sagengestalten, denn es sind immer nur welche aus griechisch/römischen, ägyptischen oder keltischen Sagenkreisen, ein anderer Kulturkreis finden in dem ganzen Buch keine Erwähnung. Auch das unentwegte Jammern, dass die Frauen früher im Einklang mit ihrer Periode gelebt haben, ging mir auf die Nerven. Was heißt früher? Es wird die ganze Zeit wage aber doch faktisch in den Raum geworfen ohne einmal zu klarifizieren, wann diese „tolle“ Zeit denn war. Dann kommt der tatsächliche Praxisteil, der voraussetzt, dass man über Monate seine Stimmung, Gesundheit, … mitschreibt, um diese den Phasen zuordnen zu können. Auf Seite 100 müsst man also ein Viertel- bis halbes Jahr pausieren, um den weiteren Teil mitmachen zu können. Brauchbar sind diese Teile dann auch nicht, abseits der eigenartigen Umschreibungen der Phasen (nenn es doch Luteal- und Follikelphase so schwer ist das nicht) war das der Teil, der wirklich gefährlich war: Auf Seite 147 wird berichtet, dass ein Unterdrücken der Energien der „Zauberinphase“ zu Essstörungen, Selbstverletzung und Manie führen. Da war ich gedanklich dann endgültig raus. Tja, nach einer Auflistung kreativer Hobbys, in denen man seine Energien freien Lauf lassen kann, wird noch empfohlen, einen Initiationsritus mit seiner erstmals menstruierenden Tochter abzuhalten. (Man kann auch – so eine Internetrecherche – ihr ein „Womb blessing“ für 130 Euro zahlen). Aja, und Tampons sind böse, weil man das Blut dann nicht fließen fühlen kann. Ich lass das mal so stehen. Dem Buch konnte ich nichts Positives abgewinnen. Denn Aussagen wie auf Seite 147 sind einfach nur unfassbar toxisch und gefährlich. Punkt.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Miranda Gray (*1964) ist Bestseller-Autorin aus England. Sie setzt sich für die Anerkennung der zyklischen Natur von Frauen ein. Sie ist Buchillustratorin, Autorin, Heilerin und Leiterin internationaler Workshops. Sie hat diverse Artikel über Spiritualität, Sexualität und das Wohl der Frauen veröffentlicht und gibt Kurse zu alternativen Heilmethoden, Reiki und Meditation.
Beiträge
Pure Esoterik
Ich kämpfe schon Zeit meines Lebens mit üblen Periodenschmerzen. Ich bin großer Verfechter von Schulmedizin (und auch pro Impfung!!), aber das ist ein Feld, dass so untererforscht ist, dass mir unentwegt die Pille als einzig existierendes Allheilmittel präsentiert wird. Also hab‘ ich begonnen selbst zu den Zyklusphasen zu recherchieren, wann man was am besten macht und wie man sich ernähren soll, um es zu unterstützen. Das hätte ich mir von dem Buch erwartet. War’s nur leider nicht. Es steigt ein mit einem mehr als fragwürdigen „Märchen“ über ein Mädchen, dass einen (Fieber- denn so hat es sich gelesen) Traum vor seiner ersten Periode hat und allen möglichen Sagengestalten begegnet. Dem folgt dann eine Analyse der Figuren und Tiere (ja es gibt Tiere, die mit der Periode assoziiert werden) die so schlecht recherchiert ist, dass es sich wie eine Anreihung von Fun Facts liest, die die Autorin irgendwo anbringen wollte. Inklusiver faktischer Fehler (nein, Hera ist keine Mondgöttin). Die fehlende Recherche zeigt sich auch in der Auswahl der Sagengestalten, denn es sind immer nur welche aus griechisch/römischen, ägyptischen oder keltischen Sagenkreisen, ein anderer Kulturkreis finden in dem ganzen Buch keine Erwähnung. Auch das unentwegte Jammern, dass die Frauen früher im Einklang mit ihrer Periode gelebt haben, ging mir auf die Nerven. Was heißt früher? Es wird die ganze Zeit wage aber doch faktisch in den Raum geworfen ohne einmal zu klarifizieren, wann diese „tolle“ Zeit denn war. Dann kommt der tatsächliche Praxisteil, der voraussetzt, dass man über Monate seine Stimmung, Gesundheit, … mitschreibt, um diese den Phasen zuordnen zu können. Auf Seite 100 müsst man also ein Viertel- bis halbes Jahr pausieren, um den weiteren Teil mitmachen zu können. Brauchbar sind diese Teile dann auch nicht, abseits der eigenartigen Umschreibungen der Phasen (nenn es doch Luteal- und Follikelphase so schwer ist das nicht) war das der Teil, der wirklich gefährlich war: Auf Seite 147 wird berichtet, dass ein Unterdrücken der Energien der „Zauberinphase“ zu Essstörungen, Selbstverletzung und Manie führen. Da war ich gedanklich dann endgültig raus. Tja, nach einer Auflistung kreativer Hobbys, in denen man seine Energien freien Lauf lassen kann, wird noch empfohlen, einen Initiationsritus mit seiner erstmals menstruierenden Tochter abzuhalten. (Man kann auch – so eine Internetrecherche – ihr ein „Womb blessing“ für 130 Euro zahlen). Aja, und Tampons sind böse, weil man das Blut dann nicht fließen fühlen kann. Ich lass das mal so stehen. Dem Buch konnte ich nichts Positives abgewinnen. Denn Aussagen wie auf Seite 147 sind einfach nur unfassbar toxisch und gefährlich. Punkt.





