Reaktoren explodieren nicht

Reaktoren explodieren nicht

Hardcover
4.33

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Beschreibung

Tschernobyl ist nicht einfach nur eine Stadt oder ein Kernkraftwerk, sondern auch eine Sperrzone, eine Tragödie, ein Symbol und eine historische Erfahrung, die es wert ist, anerkannt zu werden. „Reaktoren explodieren nicht" erzählt allen ab zwölf Jahren, was damals geschah: klar, verständlich und zugleich vielschichtig. In Text und Bild machen die Autor*innen deutlich, wie Technik, Politik und Verantwortung ineinandergreifen - und warum Wissen und Erinnerung so wichtig sind. Ein Buch über Verantwortung und den Wert des menschlichen Lebens, das „Recht auf Wissen", Heldentum, totalitäre Regime und Ökologie.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Jugendbücher
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
140
Preis
25.70 €

Autorenbeschreibung

Kateryna Michalizyna ist eine ukrainische Schriftstellerin, Übersetzerin, Literaturredakteurin, Kolum­ nistin und Mitglied des PEN Ukraine. Sie ist preisgekrönte Autorin von mehr als 20 Kinderbüchern. Michalizyna lebt in Lwi

Beiträge

1
Alle
4.5

»Es hat sich niemand in vollem Umfang vergegenwärtigt, dass die fehlende Übernahme der Verantwortung für das Begangene zu einer Wiederholung der Straftat und nicht zu einer „Befriedung" führt.« Dieses Buch ist eigentlich ein Kinder- und Jugendbuch ab 10 Jahren. Jedoch merkt man dies nur an der Aufmachung und mancher Erklärungen von Wörtern in den erzählenden Kapiteln. Schließlich widmet sich das Buch einer schwerwiegenden Katastrophe, stellt diese in den Zusammenhang mit Russland, bzw. der ehemaligen Sowjetunion und erklärt technische und chemische Details. Dass Letzteres von Kindern und Jugendlichen verstanden werden kann, wage ich jedoch stark zu bezweifeln, da – neben mir – sicherlich auch andere Erwachsene zu kämpfen haben, das logisch nachzuvollziehen und überhaupt zu verstehen. Ich habe es viel mehr als Buch für alle – unabhängig des Alters –, die sich mit der Thematik auseinandersetzen wollen, wahrgenommen. Wie bereits anfangs erwähnt, macht dieses Buch deutlich, wie Russland die Ukraine nicht nur nachhaltig, sondern für sich einnehmen wollend prägt. So habe ich z.B. selbst bisher nicht gewusst, dass die Stadt eigentlich Tschornobyl heißt und nur im Russischen Tschernobyl. Das sollte einem zum Denken geben, nicht erst nach dem Angriff auf die Ukraine, der mit der beabsichtigen Zerstörung von Kultur und eigens geprägter Geschichte einhergeht. Da mein chemisches Wissen noch nie wirklich vorhanden war und mir das Verständnis fehlt, fielen mir dementsprechend die gelben Seiten, die sich mit dem Aufbau von Atomen bis hin zur Funktion von Atomkraft und Bomben auseinandersetzt, schwer. Trotz mehrmaligem Lesens, weil ich es verstehen wollte, konnte ich es nicht. Nichtsdestotrotz ist das Buch und dessen Gestaltung auf vielfältige Weise sehr gelungen und empfehlenswert für alle, die sich nun, nach über 40 Jahren, mit der Reaktorexplosion, wie es dazu kommen konnte sowie den Folgen zu beschäftigen. Zugleich ist es ein Weckruf, dass wir Verantwortung dafür tragen, damit so etwas nie wieder passiert.

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