Projekt Sodom

Projekt Sodom

Paperback
4.03
PsychothrillerEntführungUnterwerfungDominanz

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Beschreibung

Robert Merat, Spross einer alten Autodynastie und technischer Leiter des Konzerns, ist wegen der Diesel-Affäre in Ungnade gefallen und muss untertauchen. Während eines überstürzt gebuchten Pauschalurlaubs in einem kleinen Ferienhotel an der türkischen Küste fällt ihm ein junges Studentenpaar auf, Lisa und Ben. Robert entführt die beiden und hält sie in einer verlassenen Fabrik im wilden Murgtal gefangen. Mit Experimenten an den beiden will er die Möglichkeiten einer schrankenlosen Dominanz erforschen und damit das Jahr der beruflichen Untätigkeit überbrücken. Im hermetisch abgeriegelten Fabrikgebäude, weitab von jeglicher Hilfe, scheint ein Entkommen für Lisa und Ben völlig ausgeschlossen zu sein …

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Tatsachenberichte
Format
Paperback
Seitenzahl
255
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Es gibt Macher und es gibt Schreiber. Erstere schaffen Fakten, letztere beobachten, analysieren, saugen Informationen auf, um dann aus der Distanz zum realen Geschehen heraus eigene, virtuelle Welten zu beschreiben. Gerwalt ist beides: Macher UND Schreiber. Die Distanz zum Leben geht ihm notgedrungen ab. So sind seine Romane nichts anderes als die Fortsetzung seiner realen Gestaltungen, jedoch mit erweiterten Mitteln: kreiert mit den Freiheitsgraden vergangener Welten oder denen außerhalb von Gesetz und Moral. Folgerichtig sind Gerwalts Geschichten keine Fiktionen sondern eher Pläne. Gerwalt reproduziert dabei keine Plots aus dem Allgemeingut, sondern er hat den Selbstanspruch innovativ zu sein. Und er verlangt dem Leser ab, zwischen den Zeilen zu lesen, versucht komplexe Zusammenhänge quasi neben den Buchstaben des Geschriebenen zu transportieren. Gerwalt buhlt definitiv nicht um die Gunst des Lesers, seine Twists sind bisweilen hart und werden nicht in Gänze erklärt, die Handlung ist streckenweise als brutal zu bezeichnen, und das Böse steht stets gleichwertig neben dem Guten. Denn Gerwalt sieht sich in einer Mission: die Abspaltung des Bösen aufzuheben, um zumindest literarisch den ganzheitlichen Menschen herzustellen. Die Dunkelangst weg zu leuchten. So ist der Sieg des Guten aus seiner Sicht KEIN Happy End. Natürlich steht Gerwalt damit deutlich neben dem Mainstream. Da er zudem völlig unfähig zur gewinnenden Selbstvermarktung ist, wird er absehbar ein Nischen-Autor bleiben. Aber das ist in Ordnung so.

Beiträge

1
Alle
5

Zuerst eine Warnung das Buch ist aus der Redrum Hardcore Reihe und definitiv nichts für schwache Nerven. Das Buch handelt von Entführung, BDSM und schreckt auch nicht vor Gewalt, die sich physisch wie auch psychisch zeigt, zurück. Mich hat das Buch regelrecht gefangen genommen. Ich konnte es kaum noch weglegen. Ich konnte die Entwicklung der Figuren gut nachvollziehen zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Robert verkörpert hier den dominanten Part, der durch den ungewollten MacheEntzug auf der beruflichen Ebene einen Ausgleich sucht und ihn in der Entführung und gefügig machen von Ben und Lisa finden will. Dabei macht er vor so gut wie nichts halt. Die Story hat mich regelrecht gefesselt (was für ein Wortspiel :-DD) ich flog nur so durch die Kapitel die eine angenehme Länge hatten. Auch an Spannung mangelte es nicht. Ich hab mit Lisa mitgefiebert ob sie den Machenschaften von Robert nicht doch entkommen kann und am Ende gab es dann die ein oder andere Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet habe. Die männlichen Protas kommen hier jedoch durch die Bank nicht gut weg, bis auf Randfiguren, sind sie wie der große böse Wolf der wenig Sympathiepunkte sammelt. Ich will jedoch nicht zu viel verraten. Wer sich traut, soll das Buch einfach selber lesen. Insgesamt fand ich das Buch wirklich gut, allerdings muss man das Thema mögen bzw. dafür offen sein.

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