Projekt Pluto

Projekt Pluto

Taschenbuch
3.514

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Beschreibung

Die Menschheit hat sich über das gesamte Sonnensystem ausgebreitet. Terraforming – die Veränderung ganzer Planeten, um sie erdähnlicher zu machen – wird von allen Kolonien betrieben. Projekt Plutoshine ist das bisher ambitionierteste Terraforming-Vorhaben: sechs Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, mit einer durchschnittlichen Oberflächentemperatur von -242° C, braucht Pluto vor allem Licht und Wärme. Beides soll durch gewaltige Spiegel im Orbit auf die Eiswelt gebracht werden. Doch jemand sabotiert das Projekt. Terraforming-Ingenieur Lucian will herausfinden, wer hinter den Anschlägen steckt – und kommt dabei einem Geheimnis auf die Spur, das unser gesamtes Universum für immer verändern wird ...

Buchinformationen

Haupt-Genre
Sci-Fi
Sub-Genre
Weltraumoper
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
544
Preis
17.50 €

Autorenbeschreibung

Lucy Kissick schrieb ihren Debütroman »Projekt Pluto«, während sie an ihrer Doktorarbeit an der University of Oxford arbeitete, in der im Labor sie Seen auf dem Mars nachbildete, um die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten genauer zu untersuchen. Inzwischen arbeitet sie als Wissenschaftlerin in der Atomindustrie und lebt zwischen Bergen und Meer im englischen Lake District.

Beiträge

5
Alle
4

Spannend und schön zu lesen

"Er war nicht dorthin gegangen, um Antworten zu finden, erkannte er. Er war dorthin gegangen, um die Realität zu verleugnen." Einen sehr schönen und menschlichen Science Fiction Roman liefert Lucy Kissick mit ihrem Buch "Projekt Pluto". (Übersetzt aus dem Englischen von Peter Robert.) Wir befinden uns in einer fernen Zukunft, in der die Menschen neue Lebensräume erschließen müssen. Und so machen sich immer wieder Terraforming-Teams mit Xenobiologen und den ersten Kolonialisten auf den Weg zu fernen Planeten und Monden, um dort zu prüfen, ob es bereits Leben bzw. Lebensformen gibt, wie man diese schützen und trotzdem einen Lebensraum für Menschen schaffen kann. Das Terraforming-Team rund um Lucien und seiner Mentorin Halley hat den Auftrag, mit ihrem Projekt "Plutoshine", aus dem unwirtlichen, eiskalten und stets dunklen Zwergplaneten Pluto einen erdenähnlichen Lebensraum mit atembarer Atmosphäre zu schaffen. Das Project ist ehrgeizig, aufwändig und gefährlich. Erst recht als sich bedrohliche Zwischenfälle, in Form von Sabotageakten, ereignen, die das Projekt zu gefährden drohen ... "Project Pluto" ist definitiv nicht das, was man unter klassischer Science Fiction versteht. Und das ist genau das, was mir daran so sehr gefallen hat. Ich brauchte weder ein Raumfahrt- noch ein Astronomiestudium um das Buch zu verstehen, da es nicht zu technisch wurde, sondern sich zwar schon mit der Idee und Wissenschaft der Besiedlung ferner Planeten beschäftigt, aber sich in erster Linie doch viel um all die menschlichen Töne und Färbungen dreht. Die Ängste und Schwierigkeiten bezüglich des Projektes aber auch die Schwierigkeiten zwischen den Menschen. Hier mochte ich ganz besonders die Geschichte über Nou und Edward, die sich erst in den Zwischenspielen allmählich entblättert. Ich finde Kissick ist mit "Projekt Pluto" eine gute Mischung zwischen Wissenschaft und menschlichen Zwischenspielen gelungen. Die Figuren mochte ich sehr gern, allen voran Lucian und Nou, die mir sehr sympathisch waren. Auch in ihrer Interaktion miteinander und mit anderen. Bei anderen Figuren, wie vor allem auch bei Moreno, hätte ich mir jedoch etwas mehr Einbindung in die Geschichte an sich gewünscht. Mir ist es auch immer wichtig, dass ich sowohl zu den "Guten" wie auch den "Bösen" eine Bindung, eine Beziehung, aufbauen kann. Und das ist auch mein einziger Kritikpunkt: Dass die Bösewichte nur am Rande da waren, aber in der Geschichte nicht viel Raum eingenommen haben. Fazit: "Projekt Pluto" ist eine lesenswerte Space Opera, die mit einer wunderschönen Kulisse und viel Menschlichkeit punktet. Ein Roman, der am Ende sogar die Möglichkeit hat fortgesetzt zu werden.

Spannend und schön zu lesen
5

Ein interessanter Einblick ins Terraforming von Planeten!

Wenn du dich schon immer gefragt hast, wie es wäre, einen ganzen Planeten umzugestalten, um ihn bewohnbar zu machen, dann ist „Projekt Pluto“ von Lucy Kissick genau das richtige Buch für dich. Dieser Science-Fiction-Roman entführt uns in eine nicht allzu ferne Zukunft, in der sich die Menschheit über das gesamte Sonnensystem ausgebreitet hat und mit Hilfe hochentwickelter Technologien Terraforming betreibt. Nach den Monden des Neptun soll nun auch der Pluto bewohnbar gemacht werden, was gar nicht so einfach ist, denn der Pluto ist ein Ort, an den kaum Sonnenlicht dringt. Aber was ist, wenn jemand eine Sabotage bei diesem gigantischen Unterfangen im Sinn hat? Und was hat ein kleines Mädchen damit zu tun, das nicht mehr spricht? Wenn es um die Besiedlung anderer Himmelskörper in unserem Sonnensystem geht, ist meist vom Mars die Rede, der vielleicht wegen seiner markanten roten Farbe und als direkter Nachbar der Erde eine besondere Faszination auf uns Menschen ausübt. Umso erfrischender ist es, dass sich „Projekt Pluto“ nicht um den Mars dreht, nicht einmal im inneren Sonnensystem spielt, sondern weit ab vom Schuss, wo kaum Sonnenlicht hinkommt, nämlich auf Pluto, einem der kältesten Orte unseres gesamten Sonnensystems. Und wer sich ein wenig auskennt, weiß, dass Temperaturen im dreistelligen Minusbereich nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für Leben sind - und damit natürlich auch nicht für die Besiedlung durch den Menschen. Und genau das ist es, was das Buch so spannend macht, denn die ganze Zeit will man wissen, ob das Team, das für das Terraforming des Pluto zuständig ist, Erfolg haben wird. Und vor allem, wie es ihnen gelingt. Die Ansätze, die im Buch verwendet werden, sind außerdem alle wissenschaftlich fundiert. Das hat mir sehr gut gefallen. Man merkt, dass Lucy Kissick, die das Buch geschrieben hat, definitiv vom Fach ist, und das macht es nur noch authentischer. Obwohl es recht wissenschaftlich zugeht, ist der Roman nicht so geschrieben, dass man ihn als Laie nicht verstehen könnte. Im Gegenteil, Lucy Kissick versteht es, die Dinge so verständlich darzustellen, dass man gut folgen kann, ohne ständig komplizierte Fachbegriffe nachschlagen zu müssen. Und in meinem Fall hat es sogar dazu geführt, dass ich mich mit bestimmten Themen wie Pluto noch intensiver beschäftigt habe, weil mich das Buch so neugierig gemacht hat. Davon abgesehen liest sich das Buch sehr wie eine Space Opera. So geht es trotz der Sabotage rund um das Projekt „Plutoshine“ eher ruhig zu und die Charaktere stehen im Vordergrund. Das heißt aber nicht, dass es keine abenteuerlicheren Szenen gibt. Der Fokus liegt nur nicht darauf und man kann auch einfach keine knallharte Action erwarten. Das würde aber auch nicht in die Handlung passen, so dass es nicht einmal schlecht ist. Die Figuren sind wirklich sehr liebevoll gestaltet. Sie sind alle sehr facettenreich und so geschaffen, dass man sehr gut nachvollziehen kann, was sie bewegt. Der Protagonist des Buches ist Lucian, der als Ingenieur am Terraforming-Projekt beteiligt ist. Vom Charakter her hat er mich sehr an Anawak aus „Der Schwarm“ von Frank Schätzing erinnert. Er ist ein herzensguter Mensch, der sich des stummen Mädchens Nou annimmt und ihm beibringt, auf andere Weise zu kommunizieren. Mit Nous Hilfe versucht er, den Sabotageakt aufzudecken, der das Projekt „Plutoshine“ gefährdet und stößt dabei auf ein Geheimnis, das alles verändern könnte. „Projekt Pluto“ ist ein spannender, einfühlsamer und wissenschaftlich fundierter Roman, der den Leser mitnimmt auf eine Reise zu einem der faszinierendsten Orte unseres Sonnensystems: Pluto. Ich kann dieses Buch sowohl alten Hasen als auch Neulingen in diesem Genre nur empfehlen. Es ist wirklich jede einzelne Leseminute wert!

5

Ein Science-Fiction-Roman nach meinem Geschmack

Der Pluto wurde inzwischen auch von Menschen besiedelt und etwa 100 Leute leben dort in einer Basis. Seit einiger Zeit ist bereits das Projekt "Plutoshine" in Planung. Ein gigantischer Spiegel im Orbit soll das Sonnenlicht reflektieren und auf den Pluto werfen. Zu diesem Zweck kommt der Terraformer Lucian mit seinem Team auf den Pluto. Doch das Projekt wird sabotiert. Auf der Station lebt auch das Mädchen Nou, das seit einem Jahr nicht mehr gesprochen hat. Seitdem sie mit ihrem Vater und ihrem Bruder auf dem Pluto unterwegs war. Ihr Vater ist ins Koma gefallen und ihr Bruder ist nicht wiederzuerkennen. Was ist dort draußen geschehen? Es geht also im Grunde um zwei Mysterien. Wir erleben das Buch aus der Sicht von Lucian und Nou und hin und wieder auch von ihrem Bruder. Der Schreibstil war anfangs gewöhnungsbedürftig, aber dann hab ich ihn geliebt. Das Buch ist recht dick und zeitweise rückt das Projekt in den Hintergrund und wir erfahren einiges über das Leben auf der Station. Lucian und Nou nähern sich an und es entwickelt sich eine zauberhafte Freundschaft zwischen den Beiden. Das nimmt zeitweise einen relativ großen Raum ein und ich fand es toll. Wie der Pluto beschrieben wurde fand ich großartig. Ich habe den Roman geliebt und fand die Geschichte von Anfang bis Ende interessant und unterhaltsam. Ich hoffe, dass Lucy Kissick noch mehr Bücher schreibt und ich würde sie mir auf jeden Fall holen.

Ein Science-Fiction-Roman nach meinem Geschmack
3

Mittelmäßiger Roman ohne starke Wendungen

Insgesamt gehe ich mit einem durchwachsenen Gefühl aus diesem Roman raus. Zunächst berichte ich, was ich positiv empfunden habe und dann, was ich negativ fand. Positiv hervorzuheben ist der sehr verständliche Schreibstil bzw. die sehr angenehme Übersetzung des Buches. Man kann stets der Geschichte folgen und kann sich die Welt auf dem Planeten Pluto gut vorstellen. Des Weiteren haben die Charaktere einen gewissen Wiedererkennungswert. Der Einstieg in die Geschichte war interessant. Es war nicht sonderlich spannend, aber man wollte trotzdem wissen, wie es weitergeht. Spätestens ab der Mitte nahm das Buch jedoch vom Niveau her meines Empfinden nach sehr ab. Dies liegt an mehreren Dingen: zunächst sind die Kapitel schlichtweg zu lang. Sie haben einen abrupten Abschluss, obwohl es innerhalb eines Kapitels mehrere Charaktersichten und Wendungen gibt, wo hingegen maximal ein Absatz ist. Dies empfand ich als störend und etwas verwirrend, weil man irgendwie nie auf das nächste Kapitel hingefiebert hat, weil es einen spannenden Abschluss des letzten Kapitels gab. Zudem empfand ich den Klappentext als echt interessant - aus meiner Sicht passiert aber im gesamten Buch deutlich mehr andere Dinge (aufgrund von Spoilern nenne ich die hier nicht), was gar nicht auf dem Klappentext stand. Mich haben diese Dinge nicht sonderlich beeindruckt. Das Ende war nicht überraschend, aber dennoch gelungen und für mich als Abschluss in Ordnung. Wer eine Sci-Welt mag und eher etwas ruhigeres möchte, wo man in eine Welt eintauchen möchte, dem kann ich das Buch empfehlen. Wenn man jedoch spannende Abschnitte oder Sci-Fi Kämpfe oder Ähnliches erwartet, ist man hier aus meiner Sicht eher falsch. Ich vergebe dennoch aufgrund der sprachlichen Gestaltung, der Grundidee und der tollen Darstellung des Plutos 3 von 5 Sternen. Ich werde die Autorin weiter verfolgen, denn per se war das Buch nicht schlecht, sondern einfach nicht das Richtige für mich.

3.5

Wer etwas eine langsame und ausschweifenden Geschichte sucht ist hier richtig. Action und Spannung gibt es eher wenig

Den Anfang fand ich noch total interessant. Dann wurden es leider sehr zäh für mich. Es war interessant aber nicht so spannend. Man begleitet die Personen auf Pluto bei ihrem Alltag und Lucian vor allem dabei wie er sich mit einem kleinen Mädchen anfreundet und dieses Mädchen dabei wie es versucht ein Trauma zu überwinden. Und Kissick erzählt das sehr langsam. Das große Geheimnis das im Klappentext erwähnt wird gibt es so nebenher und spielt erst am Ende eine wirkliche Rolle. Spannend würde es dann auch erst gegen Ende, für mich war das aber zu spät. Sehr gelungen fand ich aber das es viel Technik gibt, alles aber so nebenbei erklärt wird und man wahrscheinlich auch ohne viel Ahnung von Physik durchblickt. An Projekt Pluto hatte ich andere Erwartungen. Wer etwas in Richtung Chambers sucht ist hier sicherlich gut beraten, wer Action und Spannung sucht eher nicht.

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