Ostblockherz
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Beschreibung
Zwischen Ostblock und Westen, Patriarchat und Aufbruch, Sprachlosigkeit und Nähe
Seit Jahren hat Didi kein Wort mit ihrem Vater gewechselt. Da meldet er sich plötzlich bei ihr und bittet um Hilfe: Er ist schwer erkrankt. Im Krankenhaus übernimmt Didi, denn noch immer spricht ihr Vater wenig Deutsch. Sie kaum noch Slowakisch. Und in den kommenden Tagen lernt sie mehr über sich und ihn als in all den Jahren zuvor. Über Stolz und vertane Chancen, über ihre Familie, Migration und Hoffnung, über sich als Tochter und ihn als Vater. Es ist eine zaghafte, einmal mehr unausgesprochene Annäherung, in der immer deutlicher wird, was sie bei allen Unterschieden eint: ihr Ostblockherz.
»Gefühlvoll, doch ohne Kitsch, zart, doch voller Schmerz: Didi Drobnas ›Ostblockherz‹ ist ein scharfsinniger, empfindsamer Roman über Väter und Töchter, lieben und loslassen, Wut und Vergebung.« Tijan Sila
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Didi Drobna wurde 1988 in Bratislava geboren und lebt seit 1991 in Wien. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Germanistik an der Universität Wien, außerdem Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Ihre literarische Arbeit wurde mit mehreren Stipendien und Literaturpreisen ausgezeichnet. Daneben war sie auch als Jurorin für Literaturpreise und -stipendien tätig, ab 2018 lehrt sie an der Universität für angewandte Kunst. Didi Drobna arbeitet seit Jahren hauptberuflich in der IT-Branche und leitet derzeit die Kommunikation & Presse für ein IT-Forschungszentrum.
Beiträge
Autobiographische Annäherung an Themen wie Migration, Sprachverlust und die Macht der Familie
Als Didis schwer kranker Vater ins Krankenhaus muss, ist sie wieder die Migrantentochter, die übersetzen muss, die sich kümmern muss, die alles wissen muss. Von klein auf hat Didi diese Rolle und die immer sehr hohen Erwartungen der Eltern sind auch heute nicht geringer geworden. Während Didi also mit dem österreichischen Gesundheitssystem kämpft, in dem ihr Vater immer wieder von Ärzten vergessen und nicht angemessen behandelt wird, denkt sie auch immer wieder an ihre Kindheit und Jugend als slowakische Migrantin in Österreich. Endlich setzt sie sich mit den Kränkungen und Verletzungen in der Familie auseinander. Ein Weg, um Zugang zu ihrem Vater zu erlangen und die Eltern besser zu verstehen. Das Buch ist kurz und intensiv. Mich konnte Didis Geschichte sofort fesseln. Ihre Migrationserfahrung ist die vieler Zuwandererkinder, auch wenn sie die Herkunft aus einem Ostblockstaat immer wieder hervorhebt. Es ist meiner Meinung nach auch einiges an Klischees dabei, die jedoch auch auf der persönlichen Erfahrung der Autorin fußen. Aber Bildungsorientierung und Leistungsdruck kommen nicht nur in osteuropäischen Ländern vor und sind auch nicht durchgehend in der Bevölkerung vorhanden. Die Autoron hat einen eingängigen, präzisen Schreibstil und das Buch lässt sich leicht lesen. Manche Szenen sind schon unfreiwillig komisch, was ihre migrantischen Erfahrungen noch unterstreicht. Ich mochte sehr den zunehmend differenzierten Blick auf ihre Familie, aber auch auf ihre eigene Rolle. Ich habe das Buch gern gelesen und kann es insbesondere Menschen, die mit Migrant:innen arbeiten ans Herz legen.
Große Liebe für dieses Buch- jeder der diesen Beitrag liest: lies das Buch.
Nüchterne Sprache mit kleinen Sprenkeln an Alltags-Poesie, schwieriges Thema: Vater-Töchter Beziehungen, die ohnehin nicht bekannt sind als super unkompliziert, gepaart mit Migrationserfahrungen. Lieblingszitat aus dem Buch: man stolpert durchs Leben und dann stirbt man. ❤️

Beschreibung
Zwischen Ostblock und Westen, Patriarchat und Aufbruch, Sprachlosigkeit und Nähe
Seit Jahren hat Didi kein Wort mit ihrem Vater gewechselt. Da meldet er sich plötzlich bei ihr und bittet um Hilfe: Er ist schwer erkrankt. Im Krankenhaus übernimmt Didi, denn noch immer spricht ihr Vater wenig Deutsch. Sie kaum noch Slowakisch. Und in den kommenden Tagen lernt sie mehr über sich und ihn als in all den Jahren zuvor. Über Stolz und vertane Chancen, über ihre Familie, Migration und Hoffnung, über sich als Tochter und ihn als Vater. Es ist eine zaghafte, einmal mehr unausgesprochene Annäherung, in der immer deutlicher wird, was sie bei allen Unterschieden eint: ihr Ostblockherz.
»Gefühlvoll, doch ohne Kitsch, zart, doch voller Schmerz: Didi Drobnas ›Ostblockherz‹ ist ein scharfsinniger, empfindsamer Roman über Väter und Töchter, lieben und loslassen, Wut und Vergebung.« Tijan Sila
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Didi Drobna wurde 1988 in Bratislava geboren und lebt seit 1991 in Wien. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Germanistik an der Universität Wien, außerdem Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Ihre literarische Arbeit wurde mit mehreren Stipendien und Literaturpreisen ausgezeichnet. Daneben war sie auch als Jurorin für Literaturpreise und -stipendien tätig, ab 2018 lehrt sie an der Universität für angewandte Kunst. Didi Drobna arbeitet seit Jahren hauptberuflich in der IT-Branche und leitet derzeit die Kommunikation & Presse für ein IT-Forschungszentrum.
Beiträge
Autobiographische Annäherung an Themen wie Migration, Sprachverlust und die Macht der Familie
Als Didis schwer kranker Vater ins Krankenhaus muss, ist sie wieder die Migrantentochter, die übersetzen muss, die sich kümmern muss, die alles wissen muss. Von klein auf hat Didi diese Rolle und die immer sehr hohen Erwartungen der Eltern sind auch heute nicht geringer geworden. Während Didi also mit dem österreichischen Gesundheitssystem kämpft, in dem ihr Vater immer wieder von Ärzten vergessen und nicht angemessen behandelt wird, denkt sie auch immer wieder an ihre Kindheit und Jugend als slowakische Migrantin in Österreich. Endlich setzt sie sich mit den Kränkungen und Verletzungen in der Familie auseinander. Ein Weg, um Zugang zu ihrem Vater zu erlangen und die Eltern besser zu verstehen. Das Buch ist kurz und intensiv. Mich konnte Didis Geschichte sofort fesseln. Ihre Migrationserfahrung ist die vieler Zuwandererkinder, auch wenn sie die Herkunft aus einem Ostblockstaat immer wieder hervorhebt. Es ist meiner Meinung nach auch einiges an Klischees dabei, die jedoch auch auf der persönlichen Erfahrung der Autorin fußen. Aber Bildungsorientierung und Leistungsdruck kommen nicht nur in osteuropäischen Ländern vor und sind auch nicht durchgehend in der Bevölkerung vorhanden. Die Autoron hat einen eingängigen, präzisen Schreibstil und das Buch lässt sich leicht lesen. Manche Szenen sind schon unfreiwillig komisch, was ihre migrantischen Erfahrungen noch unterstreicht. Ich mochte sehr den zunehmend differenzierten Blick auf ihre Familie, aber auch auf ihre eigene Rolle. Ich habe das Buch gern gelesen und kann es insbesondere Menschen, die mit Migrant:innen arbeiten ans Herz legen.
Große Liebe für dieses Buch- jeder der diesen Beitrag liest: lies das Buch.
Nüchterne Sprache mit kleinen Sprenkeln an Alltags-Poesie, schwieriges Thema: Vater-Töchter Beziehungen, die ohnehin nicht bekannt sind als super unkompliziert, gepaart mit Migrationserfahrungen. Lieblingszitat aus dem Buch: man stolpert durchs Leben und dann stirbt man. ❤️






