Miss Sara Sampson

Miss Sara Sampson

Taschenbuch
3.564
DramaEmpfindsamkeitTrauerspiel, BürgerlichesAufklärung (Epoche)

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Beschreibung

Lessings 1755 erschienenes Bühnenstück gilt als erstes bürgerliches Trauerspiel in Deutschland, spielt allerdings in England, wo sich die tugendhafte junge Miss Sara Sampson mit ihrem Geliebten Mellefont in einem Gasthof aufhält. Beide sind vor Saras Vater Sir William geflohen, der ihre Verbindung nicht gutheißt, und wollen in Frankreich heiraten, sobald Mellefont eine Erbschaft erhalten hat. Ihnen nachgereist ist nicht nur Sir William, der sich mit den beiden versöhnen möchte, sondern auch Mellefonts intrigante ehemalige Geliebte Marwood, die ihn zurückgewinnen will. Die Gedanken der Aufklärung, die das neue Bürgertum kennzeichnen – Tugend und Moral, Vernunft, auch freie Entfaltung der Persönlichkeit und Selbstbestimmung –, spielen in diesem Stück eine wesentliche Rolle, kollidieren jedoch mit den längst nicht abgelegten Verhaltensweisen der alten höfischen Welt. Die Protagonisten, von Schuldgefühlen getrieben, verzeihen einander zwar ihre Fehltritte, können das tragische Ende allerdings nicht verhindern.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
95
Preis
2.70 €

Beiträge

7
Alle
4

Bürgerliches Trauerspiel zum mitfühlen

Lessing lese ich sehr gerne! Miss Sarah Sampson mag ich gerne, vor allem die Intrigen der Marwood. Die Probleme sind logischerweise der Zeit geschuldet, weshalb ich es so faszinierend finde, wie leicht man heute (vermutlich) diese Konflikte lösen könnte. Trotzdem finde ich das Eintauchen in die Denk- und Handlungsmuster der Aufklärung spannend zu lesen. 🎭

3.5

Sehr modern

Lessingtypisch geht es auch in Miss Sara Sampson letztlich darum, dass Liebe größer und wichtiger ist als Rache und gesellschaftliche Konventionen. Die Ausgabe ist dafür, dass es eine dieser Nachdrucke gemeinfreier Werke ohne große Bearbeitung ist in Ordnung, Druck und Bindung ist gut und ich habe nur einen Rechtschreibfehler gefunden.

Sehr modern
3.5

War besser als erwartet! 🫢

Ich mochte die Charaktere tatsächlich sehr gern! Jeder hatte seinen speziellen Platz in der Handlung, die typisch für ein Bürgerliches Trauerspiel besonders dramatisch war. Vor allem die manipulative Marwood war erfrischend durchtrieben und verrückt. Sara war mir zu sprunghaft und naiv — es fiel mir schwer, sie ernst zu nehmen. 👀 Mellefont war mir auch einer! Ich fand es schade, dass man seine Zweifel und inneren Konflikte nur erahnen konnte und sie nicht weiter ausgeführt wurden. Dadurch war die Beziehung zu Sara für mich ein wenig zu flach. Dennoch muss ich sagen, dass mich die Story durch dieses Überzogene gut unterhalten hat. War ein solider Einstieg in die Weltliteratur! ☺️

3

Tea

Es ist so ein gossip buch Könnte ähnlich heute au passieren haha

4

Ich habe Miss Sara Sampson im Rahmen eines Germanistikseminars an der Universität gelesen und muss ganz klar sagen, dass es mein liebstes Werk von Lessing ist. Die Figuren sind vielschichtig und durchaus Komplex.

3

Offenbar muss jeder große Autor auch mal eine Schnulze wie Romeo und Julia abliefern. Dies hier ist Lessings Versuch einer traurigen Liebesgeschichte. Bisher das schlechteste Stück, das ich von ihm gelesen habe, weil überdramatisch, aber dennoch hat er es sich nicht nehmen lassen, auch hier den moralischen Zeigefinger zu heben. Zum Glück, denn das ist, in meinen Augen, seine größte Qualität.

3

Bewegende Geschichte über menschliche Fehlbarkeit und Vergebung, oder nervige Moralpredigt?

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