Macht und Gewalt

Macht und Gewalt

Taschenbuch
3.95

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Beschreibung

Macht und Gewalt sind Gegensätze
Hannah Arendt hat dieses Buch, das 1970 erstmals erschien, im Angesicht des Vietnamkrieges und unter den Eindruck weltweiter Studentenunruhen geschrieben.

In diesem Essay zeigt sie die Abgrenzungen und Überschneidungen der politischen Schlüsselbegriffe Macht und Gewalt. Sie analysiert die theoretischen Begründungen von Gewalttätigkeit und die gewalttätigen Aktionen in Vietnam, in den Rassenkonflikten der USA und bei den Studentenrevolten in aller Welt. Die alte Theorie von Krieg und Gewalt als Ultima ratio der Macht wurde - wenigstensim zwischenstaatlichen Bereich - durch die Kernwaffen ad absurdum geführt. Hannah Arendt formuliert scharf und provozierend aus unserer Wirklichkeit gewonnene Erkenntnisse über die Funktionen von Macht und Gewalt in der Politik.

Mit einem Nachwort von Prof. Dr. Christine Blättler

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Philosophie
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
208
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Hannah Arendt, am 14. Oktober 1906 im heutigen Hannover geboren und am 4. Dezember 1975 in New York gestorben, studierte unter anderem Philosophie bei Martin Heidegger und Karl Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte. 1933 emigrierte Arendt nach Paris, 1941 nach New York. Von 1946 bis 1948 arbeitete sie als Lektorin, danach als freie Autorin. Sie war Gastprofessorin in Princeton und Professorin an der University of Chicago. Ab 1967 lehrte sie an der New School for Social Research in New York.

Beiträge

1
Alle
4.5

In ihrem Essay Macht und Gewalt aus dem Jahr 1969 setzt sich Hannah Arendt mit der weit verbreiteten Annahme auseinander, Macht und Gewalt seien identisch oder zumindest eng miteinander verknüpft. Sie widerspricht dieser Auffassung entschieden und entwickelt eine präzise begriffliche Unterscheidung. Macht entsteht für Arendt dort, wo Menschen gemeinsam handeln und sich gegenseitig anerkennen. Sie beruht auf Zustimmung, Kommunikation und kollektiver Beteiligung und ist daher an das Bestehen einer Gemeinschaft gebunden. Gewalt hingegen ist stets instrumentell, sie dient als Mittel zum Zweck und ist auf äußere Werkzeuge wie Waffen oder technische Apparate angewiesen. Sie macht wirklich, zwar in verschachtelten Sätzen ihren Standpunkt klar. Auch all die zitierten Denker bindet sie geschickt ein und analysiert sie auf ihre eigene Weise. Es zwar sehr theoretisch, aber gut lesbar! Wenn man sich mit allen Denker zuvor befasst hätte, würde man nochmal ein ganz anderes Verständnis zu dieser Thematik haben. Ich werde es aufjedenfall nochmal in die Hand nehmen und lesen.

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