Macbeth (Penguin Popular Classics)
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
4,5 Sterne Double double toil and trouble fire burn and cauldron bubble Wow, ich hätte nicht gedacht dass ein so altes Stück einen solchen Sog entwickeln und mich vollkommen in den Bann ziehen kann. Ich bin normalerweise nicht so der Fan von Tragödien in Form von Bühnenstücken und bin in der Schulzeit größtenteils von Shakespeare verschont worden. Letztes Jahr habe ich Hamlet gelesen, zuerst parallel auf deutsch und englisch, später nur noch auf englisch weil ich die deutsche Übersetzung tatsächlich beschwerlicher fand. Auch hier hat mich das Stück mitreißen können. Bei Macbeth habe ich gar nicht erst zum deutschen Text gegriffen, sondern mir eine Version beschafft die einmal den Originaltext und darunter den Text in modernem englisch stehen hatte. Ich muss gestehen, dass ich ohne den modernen Text ziemlich aufgeschmissen gewesen wäre und mir persönlich hat die moderne Übersetzung sogar besser vom Ausdruck gefallen. Das mag natürlich auch am Verständnis liegen, aber ich fand es toll dass es nicht einfach holprig in eine aktuelle Sprache übertragen wurde, sondern die Atmosphäre in der neuen Version erhalten geblieben ist. Einige Formulierungen sind natürlich im Original weitaus toller und prägnanter, vor allem wenn die drei Hexen bzw. die Weird Sisters reden. Fun Fact, mir ist z.B. hier erst bewusst geworden, dass die Netflixserie "Chilling Adventures of Sabrina" hier eine kleine Hommage an Shakespeare schafft, neben vielen anderen Anspielungen auf Literatur und Popkultur. Außerdem wusste ich vorher nicht dass der Titel des Buches "Something wicked this way comes" von Ray Bradbury ebenfalls eine Formulierung aus Macbeth ist. Solche kleinen Anspielungen auf große Werke der Literatur in anderen Büchern oder Filmen etc. gefallen mir immer besonders gut. Jetzt habe ich auch endlich mal das Original gelesen. Die Geschichte ist bekannt und hat mich schnell gepackt. Wie es leider so oft in Bühnenstücken der Fall ist, passiert mir die Wendung von dem loyalen Macbeth in den Tyrannen Macbeth zu schnell, aber in Stücken bleibt nicht viel Raum für ausführliche innere Entwicklungen. Trotzdem fand ich die Wandlung glaubhaft, so gingen mir einige Passagen in denen Macbeth darüber sinniert, dass er bereits so tief im Blute watet, dass er nicht mehr heraus kommt oder dass eine böse Tat immer weitere nach sich zieht, sehr nahe. Lady Macbeth fand ich besonders interessant, so ist sie anfangs diejenige die ohne Skrupel vorwärts geht und ziemlich heftige Sätze von sich gibt, die damals für eine Frau wohl undenkbar waren. Später erträgt sie, wie ihr Mann, die Schuld nicht mehr und entwickelt Neurosen wie ständiges Händereiben symbolisch um ihre Schuld weg zu waschen. Im Gegensatz zu ihrem Mann, der anfängliche Skrupel hatte und jetzt nicht mehr aufhören kann, will sie nicht mehr weiter gehen als dieser eine Mord. Ein Bühnenstück das mich zwar nicht umgehauen hat (was mir bei Stücken wohl nie passieren wird) aber die Kunst geschafft hat mich zu begeistern.
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4,5 Sterne Double double toil and trouble fire burn and cauldron bubble Wow, ich hätte nicht gedacht dass ein so altes Stück einen solchen Sog entwickeln und mich vollkommen in den Bann ziehen kann. Ich bin normalerweise nicht so der Fan von Tragödien in Form von Bühnenstücken und bin in der Schulzeit größtenteils von Shakespeare verschont worden. Letztes Jahr habe ich Hamlet gelesen, zuerst parallel auf deutsch und englisch, später nur noch auf englisch weil ich die deutsche Übersetzung tatsächlich beschwerlicher fand. Auch hier hat mich das Stück mitreißen können. Bei Macbeth habe ich gar nicht erst zum deutschen Text gegriffen, sondern mir eine Version beschafft die einmal den Originaltext und darunter den Text in modernem englisch stehen hatte. Ich muss gestehen, dass ich ohne den modernen Text ziemlich aufgeschmissen gewesen wäre und mir persönlich hat die moderne Übersetzung sogar besser vom Ausdruck gefallen. Das mag natürlich auch am Verständnis liegen, aber ich fand es toll dass es nicht einfach holprig in eine aktuelle Sprache übertragen wurde, sondern die Atmosphäre in der neuen Version erhalten geblieben ist. Einige Formulierungen sind natürlich im Original weitaus toller und prägnanter, vor allem wenn die drei Hexen bzw. die Weird Sisters reden. Fun Fact, mir ist z.B. hier erst bewusst geworden, dass die Netflixserie "Chilling Adventures of Sabrina" hier eine kleine Hommage an Shakespeare schafft, neben vielen anderen Anspielungen auf Literatur und Popkultur. Außerdem wusste ich vorher nicht dass der Titel des Buches "Something wicked this way comes" von Ray Bradbury ebenfalls eine Formulierung aus Macbeth ist. Solche kleinen Anspielungen auf große Werke der Literatur in anderen Büchern oder Filmen etc. gefallen mir immer besonders gut. Jetzt habe ich auch endlich mal das Original gelesen. Die Geschichte ist bekannt und hat mich schnell gepackt. Wie es leider so oft in Bühnenstücken der Fall ist, passiert mir die Wendung von dem loyalen Macbeth in den Tyrannen Macbeth zu schnell, aber in Stücken bleibt nicht viel Raum für ausführliche innere Entwicklungen. Trotzdem fand ich die Wandlung glaubhaft, so gingen mir einige Passagen in denen Macbeth darüber sinniert, dass er bereits so tief im Blute watet, dass er nicht mehr heraus kommt oder dass eine böse Tat immer weitere nach sich zieht, sehr nahe. Lady Macbeth fand ich besonders interessant, so ist sie anfangs diejenige die ohne Skrupel vorwärts geht und ziemlich heftige Sätze von sich gibt, die damals für eine Frau wohl undenkbar waren. Später erträgt sie, wie ihr Mann, die Schuld nicht mehr und entwickelt Neurosen wie ständiges Händereiben symbolisch um ihre Schuld weg zu waschen. Im Gegensatz zu ihrem Mann, der anfängliche Skrupel hatte und jetzt nicht mehr aufhören kann, will sie nicht mehr weiter gehen als dieser eine Mord. Ein Bühnenstück das mich zwar nicht umgehauen hat (was mir bei Stücken wohl nie passieren wird) aber die Kunst geschafft hat mich zu begeistern.




