Letzte zärtliche Augenblicke

Letzte zärtliche Augenblicke

Hardcover
3.89

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Beschreibung

Birgitte Solheim ist nun so alt, dass die meisten ihrer Freunde bereits verstorben sind. Einsam und gebrechlich verbringt sie den Groβteil ihrer Zeit in ihrer Pariser Wohnung. Hinter ihr liegt eine anspruchsvolle Karriere als Herzchirurgin in einer Männerdomäne. Eine Familie zu gründen, hatte für sie nie Priorität. Nun versucht sie, sich mit dem Leben zu versöhnen, während sie einen letzten Blick auf die Menschen und die Welt wirft. Trotz ihrer Lebensweisheit und ihrer Erfahrungen gibt Birgitte ihren Traum von der Liebe nicht auf. Ein liebevoller, bitterer und überraschend unterhaltsamer Roman über die Einsamkeit des Daseins, die Liebe und den Tod.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
180
Preis
23.60 €

Autorenbeschreibung

KJERSTI ANFINNSEN, Jahrgang 1975, hat sich neben ihrem Hauptberuf als Zahnärztin als Autorin und DJ in Norwegen einen Namen gemacht. Die Norwegerin mit kvenischen Wurzeln setzt sich in gesellschaftlichen Debatten für die Sichtbarmachung und Förderung der nationalen Minderheit der Kvenen ein und wurde deshalb 2022 als Kven des Jahres ausgezeichnet. Nach Studiengängen zum literarischen Schreiben in Tromsø und Bergen veröffentlichte sie 2012 ihr Erstlingswerk. Letzte zärtliche Augenblicke ist nach Übersetzungen in zahlreiche Sprachen ihre erste Publikation im deutschen Sprachraum. Kjersti Anfinnsen lebt und arbeitet in Oslo.

Beiträge

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Alle
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Birgitte Solheim, einst angesehene Herzchrirurgin, erste Frau in diesem durch und durch männerdominierten Fach, blickt hochbetagt auf die Welt und ihr Leben zurück. Fragmentarisch, kurz, fast tagebuchartig lässt sie Ihren Weg Revue passieren, erzählt aus dem Sessel ihrer Pariser Wohnung heraus. Den Vater früh verloren, die Bindung zum Rest der Familie ab dann mehr seidener Faden als festes Band. Der Weg als Ärztin ein so anderer als der, den ihre Schwester ging und die im Alter auf eine Familie zurückblickt. Birgitte hingegen ist oft begleitet von Einsamkeit. Doch im Alter findet sie nochmal die Liebe, die schöne Momente bringt, aber auch wieder Schmerz in sich trägt. Die Sprache wirkt distanziert und kühl, eher beschreibend, obwohl es doch zutiefst persönliche Dinge sind, die sie formuliert. Immer wieder blitzen auch Ironie und Zynismus durch. Und doch lese ich hinter jedem Satz die Einsamkeit, die Angst vor dem Altern und dem Moment, an dem man nicht mehr selbst entscheidet und an dem alles ein Ende findet. Ich habe diese Donnerstag Büchlein zugeklappt und erstmal sehr tief geatmet.

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Unsentimentaler, doch liebevoller Blick auf die Einsamkeit im Alter, die Sehnsucht nach Liebe bis hin zum Tod.

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