Lebenslektionen meiner Mutter
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Trauerbewältigung
Die Mutter der Ich-Erzählerin war bis zur plötzlichen Hirnblutung das extravagante Oberhaupt der Familie. Für die Modedesignerin Mevrouw war die alljährliche Modemesse in Paris bislang der Höhepunkt des Jahres. Auch die drei Kinder wirken im Familienunternehmen mit. Der abrupte Einschnitt versetzt die eloquente und lebensbejahende Mutter erst ins Koma und dann, durch den Einsatz der ganzen Familie, langsam wieder zurück ins Bewusstsein. Doch nichts ist mehr wie vorher... Wie Abschied nehmen von einer Person, die noch immer da ist, aber eben nicht mehr dieselbe? Wie kümmert man sich um eine geliebte Person, deren Äußerungen man nicht mehr eindeutig interpretieren kann? Mit diesen Fragen muss sich die Familie nun auseinandersetzen. Während die Ich-Erzählerin Abschied von ihrer Mutter nehmen muss, wird sie selber Mutter. Ein Familienmitglied geht, ein anderes betritt die Bühne... In diesem schmalen Buch von gerade mal knapp 133 Seiten gelingt es Fen Verstappen in kurzen, knackigen Kapiteln eine komplexe Familiengeschichte voller Emotionen, kluger Gedanken und Poesie zu erzählen.
⭐⭐⭐⭐⭐ Absolute Leseempfehlung Fen Verstappen erzählt in kurzen Kapiteln wie wichtig Familienzusammenhalt ist, besonders in schwierigen Zeiten. Als nach einer Gehirnblutung bei der Mutter das gewohnte Leben und der Alltag so nicht mehr stattfinden können, bilden die Geschwister eine Front, um ihre Mutter und sich gegenseitig zu unterstützen. Zwei Erzählstränge, die das Vorher- Nachher noch stärker verdeutlichen. Sehr behutsam, aber ehrlich geschrieben begleiten wir die Geschwister dabei, wie sie versuchen, ihre pflegebedürftige Mutter in ihr Leben zu integrieren.
„Lebenslektionen meiner Mutter“ umfasst 136 Seiten und na ja, wenn ich ehrlich bin war mein erster Gedanke: Was soll da schon groß passieren? Tja, am Ende des Buches hab ich geweint! Weil da so viel drin steckt! Weil es mich so berührt hat! Weil Fen Verstappen es einfach drauf hat. „Wie soll man alles wieder ins Lot bringen, wenn mit der Mutter eine ganze Familie untergeht?“ (S. 30). Zur jährlich stattfindenden Modemesse in Paris kommt die ganze Familie zusammen. Gemeinsam stellen sie dort einen Showroom aus: Die Mutter ist Modedesignerin, Tochter Biek fertigt Taschen an, Sohn Tijn macht Schmuck – und die Erzählerin, eine Werbetexterin orgranisiert im Hintergrund. Doch durch den Schlaganfall der Mutter verändert sich alles – aus einer Frau, die Mitten im Leben steht wird ein Pflegefall. Das Buch ist geprägt von einem starken, familiären Zusammenhalt. Dieser steht nicht nur bei der Modemesse in Paris im Vordergrund, sondern auch bei der Versorgung der Mutter nach dem Insult, da dieser starke Beeinträchtigungen mit sich zieht. „Sie ist wach geworden in einem Körper. der ihr den Dienst verweigert, sie ist wach geworden und kann in ihrem Kopf all die Worte, mit denen sie früher ihre Wünsche, Wut und Verzweiflung ausdrückte, nicht mehr finden, egal wie sehr sie auch sucht und egal wie lange andere sie anstarren“ (S. 106/107). In knappen Kapitel verarbeitet Fen Verstappen ihr eigenes Erleben, dadurch entsteht ein zarter Familienroman, welcher eine autobiografische Färbung enthält. Die Kapitel wirken auf mich wie Fragmente über einzelne Lebensmomente, die bis in die Kindheit der Autorin zurückreichen. Die kurzen Kapitel sind sehr emotional und laden zum Mitfühlen ein. Mich hat dieses schmale Buch sehr berührt und ich empfehle es euch sehr gerne.
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Trauerbewältigung
Die Mutter der Ich-Erzählerin war bis zur plötzlichen Hirnblutung das extravagante Oberhaupt der Familie. Für die Modedesignerin Mevrouw war die alljährliche Modemesse in Paris bislang der Höhepunkt des Jahres. Auch die drei Kinder wirken im Familienunternehmen mit. Der abrupte Einschnitt versetzt die eloquente und lebensbejahende Mutter erst ins Koma und dann, durch den Einsatz der ganzen Familie, langsam wieder zurück ins Bewusstsein. Doch nichts ist mehr wie vorher... Wie Abschied nehmen von einer Person, die noch immer da ist, aber eben nicht mehr dieselbe? Wie kümmert man sich um eine geliebte Person, deren Äußerungen man nicht mehr eindeutig interpretieren kann? Mit diesen Fragen muss sich die Familie nun auseinandersetzen. Während die Ich-Erzählerin Abschied von ihrer Mutter nehmen muss, wird sie selber Mutter. Ein Familienmitglied geht, ein anderes betritt die Bühne... In diesem schmalen Buch von gerade mal knapp 133 Seiten gelingt es Fen Verstappen in kurzen, knackigen Kapiteln eine komplexe Familiengeschichte voller Emotionen, kluger Gedanken und Poesie zu erzählen.
⭐⭐⭐⭐⭐ Absolute Leseempfehlung Fen Verstappen erzählt in kurzen Kapiteln wie wichtig Familienzusammenhalt ist, besonders in schwierigen Zeiten. Als nach einer Gehirnblutung bei der Mutter das gewohnte Leben und der Alltag so nicht mehr stattfinden können, bilden die Geschwister eine Front, um ihre Mutter und sich gegenseitig zu unterstützen. Zwei Erzählstränge, die das Vorher- Nachher noch stärker verdeutlichen. Sehr behutsam, aber ehrlich geschrieben begleiten wir die Geschwister dabei, wie sie versuchen, ihre pflegebedürftige Mutter in ihr Leben zu integrieren.
„Lebenslektionen meiner Mutter“ umfasst 136 Seiten und na ja, wenn ich ehrlich bin war mein erster Gedanke: Was soll da schon groß passieren? Tja, am Ende des Buches hab ich geweint! Weil da so viel drin steckt! Weil es mich so berührt hat! Weil Fen Verstappen es einfach drauf hat. „Wie soll man alles wieder ins Lot bringen, wenn mit der Mutter eine ganze Familie untergeht?“ (S. 30). Zur jährlich stattfindenden Modemesse in Paris kommt die ganze Familie zusammen. Gemeinsam stellen sie dort einen Showroom aus: Die Mutter ist Modedesignerin, Tochter Biek fertigt Taschen an, Sohn Tijn macht Schmuck – und die Erzählerin, eine Werbetexterin orgranisiert im Hintergrund. Doch durch den Schlaganfall der Mutter verändert sich alles – aus einer Frau, die Mitten im Leben steht wird ein Pflegefall. Das Buch ist geprägt von einem starken, familiären Zusammenhalt. Dieser steht nicht nur bei der Modemesse in Paris im Vordergrund, sondern auch bei der Versorgung der Mutter nach dem Insult, da dieser starke Beeinträchtigungen mit sich zieht. „Sie ist wach geworden in einem Körper. der ihr den Dienst verweigert, sie ist wach geworden und kann in ihrem Kopf all die Worte, mit denen sie früher ihre Wünsche, Wut und Verzweiflung ausdrückte, nicht mehr finden, egal wie sehr sie auch sucht und egal wie lange andere sie anstarren“ (S. 106/107). In knappen Kapitel verarbeitet Fen Verstappen ihr eigenes Erleben, dadurch entsteht ein zarter Familienroman, welcher eine autobiografische Färbung enthält. Die Kapitel wirken auf mich wie Fragmente über einzelne Lebensmomente, die bis in die Kindheit der Autorin zurückreichen. Die kurzen Kapitel sind sehr emotional und laden zum Mitfühlen ein. Mich hat dieses schmale Buch sehr berührt und ich empfehle es euch sehr gerne.







