Lawinengespür
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Paula Schweers, geboren 1992 in Bremen, studierte Literarisches Schreiben am Literaturinstitut in Leipzig und Europäische Kulturgeschichte in Frankfurt (Oder). Sie arbeitet beim ARTE Magazin und schreibt u. a. für ZEIT Online und das ZEIT Wissen Magazin, erhielt zahlreiche Stipendien und war Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike. Paula Schweers lebt in Schwielowsee.
Beiträge
Nora und Leo wachsen in einem kleinen bayrischen Dorf auf. Der Vater kümmert sich nicht, die Mutter gibt sich dem Alkohol hin. Als ein Feuer in ihrem Elternhaus ausbricht, verschwindet Leo spurlos, lässt seine kleine Halbschwester allein. Leos Leben entwickelt sich so weiter, wie es begonnen hat… er nimmt und verkauft Drogen, sucht Stress, wo es geht, gerät immer wieder in gefährliche Kreise. Nora dagegen steht kurz vor einem Durchbruch als Geologin, kann aber ihren Ruhm nicht genießen, da sie mit einer Angststörung zu kämpfen hat. Beide wurden in frühester Kindheit darauf geschult Lawinenabgänge frühzeitig zu erkennen und so entwickeln sie ein „Lawinengespür“, dass auch andere herannahende Katastrophen ankündigt. 10 Jahre nach Leos Verschwinden hat Nora wieder so ein Gefühl… und damit liegt sie nicht falsch. - Die Geschichte läuft auf zwei Ebenen. Zum einen verfolgen wir Noras Leben, zum anderen Leos. Während Nora sich, trotz ihrer schweren Kindheit, sehr gut entwickelt hat, lebt Leo ein Leben am Limit. So nach und nach, erfährt man nicht nur die Ereignisse aus der Gegenwart, sondern es ergibt sich auch ein Bild der vergangenen Geschehnisse rund um die Kindheit und das verheerende Feuer. Trotz einiger Längen gelingt es der Autorin Spannung aufzubauen, mich als Leserin am Ball zu halten. Ich hab sowohl mit Nora gelitten, ihr gewünscht, dass sie ihre Angst besiegt und ihr Leben wieder aufnimmt, als auch über Leo des Kopf geschüttelt und gehofft, dass er die Kurve bekommt und selbst versteht, dass das, was er tut, selbstzerstörerisch ist. Am Ende musste ich einsehen, dass nicht jede Geschichte ein Happy End haben kann… so ist das Leben nun manchmal. - In meinen Augen eine realistische Erzählung ohne große Ausschmückung, die getragen wird von Paula Schweers sehr angenehmen Schreibstil. Ein Blick in andere Leben, ein Gefühl für Abgründe der menschlichen Existenz, ein Gespür für heranrollende „Lawinen“ und eine Empfehlung für euch.
Zwei Erzählebenen, die sich im Grunde nur kurz berühren und doch miteinander verstrickt sind, Einblicke in zwei Leben, die anders nicht sein könnten, und doch gleich sind. Dieses Buch hat mir richtig gut gefallen. Die Länge passt auch sehr gut zu dem, was erzählt werden soll. Sehr empfehlenswert, wenn auch sicher keine leichte Lektüre.
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Autorenbeschreibung
Paula Schweers, geboren 1992 in Bremen, studierte Literarisches Schreiben am Literaturinstitut in Leipzig und Europäische Kulturgeschichte in Frankfurt (Oder). Sie arbeitet beim ARTE Magazin und schreibt u. a. für ZEIT Online und das ZEIT Wissen Magazin, erhielt zahlreiche Stipendien und war Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike. Paula Schweers lebt in Schwielowsee.
Beiträge
Nora und Leo wachsen in einem kleinen bayrischen Dorf auf. Der Vater kümmert sich nicht, die Mutter gibt sich dem Alkohol hin. Als ein Feuer in ihrem Elternhaus ausbricht, verschwindet Leo spurlos, lässt seine kleine Halbschwester allein. Leos Leben entwickelt sich so weiter, wie es begonnen hat… er nimmt und verkauft Drogen, sucht Stress, wo es geht, gerät immer wieder in gefährliche Kreise. Nora dagegen steht kurz vor einem Durchbruch als Geologin, kann aber ihren Ruhm nicht genießen, da sie mit einer Angststörung zu kämpfen hat. Beide wurden in frühester Kindheit darauf geschult Lawinenabgänge frühzeitig zu erkennen und so entwickeln sie ein „Lawinengespür“, dass auch andere herannahende Katastrophen ankündigt. 10 Jahre nach Leos Verschwinden hat Nora wieder so ein Gefühl… und damit liegt sie nicht falsch. - Die Geschichte läuft auf zwei Ebenen. Zum einen verfolgen wir Noras Leben, zum anderen Leos. Während Nora sich, trotz ihrer schweren Kindheit, sehr gut entwickelt hat, lebt Leo ein Leben am Limit. So nach und nach, erfährt man nicht nur die Ereignisse aus der Gegenwart, sondern es ergibt sich auch ein Bild der vergangenen Geschehnisse rund um die Kindheit und das verheerende Feuer. Trotz einiger Längen gelingt es der Autorin Spannung aufzubauen, mich als Leserin am Ball zu halten. Ich hab sowohl mit Nora gelitten, ihr gewünscht, dass sie ihre Angst besiegt und ihr Leben wieder aufnimmt, als auch über Leo des Kopf geschüttelt und gehofft, dass er die Kurve bekommt und selbst versteht, dass das, was er tut, selbstzerstörerisch ist. Am Ende musste ich einsehen, dass nicht jede Geschichte ein Happy End haben kann… so ist das Leben nun manchmal. - In meinen Augen eine realistische Erzählung ohne große Ausschmückung, die getragen wird von Paula Schweers sehr angenehmen Schreibstil. Ein Blick in andere Leben, ein Gefühl für Abgründe der menschlichen Existenz, ein Gespür für heranrollende „Lawinen“ und eine Empfehlung für euch.





