Kornblumenblau
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Beschreibung
Nominiert für den NDR Sachbuchpreis 2025
Susanne Beyer hat ihren Großvater nie kennengelernt. Er starb unter mysteriösen Umständen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Wer hat ihn erschossen? Und was war eigentlich seine Aufgabe im NS-Staat?
In fast jeder Familie schlummern Geheimnisse: Haben die Eltern oder Großeltern während der NS-Zeit Schuld auf sich geladen? Was verschweigen die Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden? Susanne Beyer versucht, 80 Jahre nach dem Tod des Großvaters die Wahrheit herauszufinden. Dabei wird ihr immer klarer, welche Folgen die Vergangenheit für ihr eigenes Leben hat.
Ein bewegendes Buch über eine Spurensuche und die Auswirkungen von Familiengeheimnissen auf die Gegenwart. Mit vielen hilfreichen Hinweisen für alle, die mehr über die eigenen Vorfahren herausfinden möchten: Wie und wo recherchiere ich? Und wie gehe ich damit um, wenn sich herausstellt, dass mein Großvater Mitglied der NSDAP war?
»›Kornblumenblau‹ ist eine mutige, gut geschriebene Auseinandersetzung mit der eigenen Familie - mitreißend und anregend, nicht zuletzt auch, weil die Autorin ihren Text mit einem Anhang ergänzt, der zu eigenen Recherchen einlädt und diese erleichtert... Beyer zeigt, wie auch das Unausgesprochene uns über Generationen hinweg prägt und dass die vermeintliche Privatgeschichte eben immer auch Zeitgeschichte ist.« (Begründung der Jury zur Nominierung für den NDR Sachbuchpreis 2025)
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Susanne Beyer, geboren 1969, ist seit 1996 beim SPIEGEL tätig. Sie hat im Kultur- und Wissenschaftsressort sowie im Hauptstadtbüro gearbeitet und war vier Jahre lang stellvertretende Chefredakteurin des Nachrichtenmagazins. Heute ist sie Autorin der Chefredaktion und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt »›Mich hat Auschwitz nie verlassen‹: Überlebende des Konzentrationslagers berichten« (mit Martin Doerry, 2015) und »Kornblumenblau: Der geheimnisvolle Tod meines Großvaters 1945 und die Frage, was er mit den Nazis zu tun hatte. Eine Spurensuche« (2025).
Beiträge
Alte Geheimnisse, neue Fragen – und ein bisschen Gänsehaut
Manche Familiengeschichten kleben an einem wie alter Kellergeruch – man kann noch so oft lüften, ganz verschwindet er nie. „Kornblumenblau“ ist genau so ein Buch, das einem diesen muffigen Vorhang wegreißt und plötzlich wird’s ziemlich hell, ehrlich und unangenehm auf die beste Art. Susanne Beyer geht der Frage nach, wer ihr Großvater eigentlich war – ein Opfer, ein Mitläufer oder gar ein Täter? Und was das alles mit ihr selbst zu tun hat. Was mich richtig gepackt hat, war diese Mischung aus journalistischer Präzision und emotionaler Wucht. Beyer schreibt nicht trocken oder belehrend, sondern zieht einen mitten rein in ihre Spurensuche. Ich hatte mehrmals das Gefühl, selbst in alten Akten zu wühlen oder in vergilbten Briefen nach Hinweisen zu suchen. Dabei gelingt ihr das Kunststück, Geschichte so lebendig zu erzählen, dass sie plötzlich ganz nah wird – nicht als etwas, das „damals“ passierte, sondern als etwas, das bis heute in uns weiterwirkt. Klar, an ein paar Stellen hätte ich mir etwas weniger Wiederholungen gewünscht – manchmal dreht sich das Thema Schuld ein bisschen im Kreis. Aber das ist wohl der Preis, wenn man sich in den Nebel der Vergangenheit wagt. Dafür gibt’s viele kluge Gedanken über Verantwortung, Erinnerung und wie man mit den dunklen Schatten seiner Familie leben kann, ohne selbst darin zu versinken. Unterm Strich: ein bewegendes, ehrliches Buch, das zum Nachdenken bringt – über Geschichte, Familie und sich selbst. Kein leichter Stoff, aber genau das Richtige für alle, die wissen wollen, was in den stillen Ecken ihrer eigenen Familiengeschichte so alles schlummert. Und ja – danach guckt man alte Familienfotos garantiert mit anderen Augen an.

Beschreibung
Nominiert für den NDR Sachbuchpreis 2025
Susanne Beyer hat ihren Großvater nie kennengelernt. Er starb unter mysteriösen Umständen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Wer hat ihn erschossen? Und was war eigentlich seine Aufgabe im NS-Staat?
In fast jeder Familie schlummern Geheimnisse: Haben die Eltern oder Großeltern während der NS-Zeit Schuld auf sich geladen? Was verschweigen die Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden? Susanne Beyer versucht, 80 Jahre nach dem Tod des Großvaters die Wahrheit herauszufinden. Dabei wird ihr immer klarer, welche Folgen die Vergangenheit für ihr eigenes Leben hat.
Ein bewegendes Buch über eine Spurensuche und die Auswirkungen von Familiengeheimnissen auf die Gegenwart. Mit vielen hilfreichen Hinweisen für alle, die mehr über die eigenen Vorfahren herausfinden möchten: Wie und wo recherchiere ich? Und wie gehe ich damit um, wenn sich herausstellt, dass mein Großvater Mitglied der NSDAP war?
»›Kornblumenblau‹ ist eine mutige, gut geschriebene Auseinandersetzung mit der eigenen Familie - mitreißend und anregend, nicht zuletzt auch, weil die Autorin ihren Text mit einem Anhang ergänzt, der zu eigenen Recherchen einlädt und diese erleichtert... Beyer zeigt, wie auch das Unausgesprochene uns über Generationen hinweg prägt und dass die vermeintliche Privatgeschichte eben immer auch Zeitgeschichte ist.« (Begründung der Jury zur Nominierung für den NDR Sachbuchpreis 2025)
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Susanne Beyer, geboren 1969, ist seit 1996 beim SPIEGEL tätig. Sie hat im Kultur- und Wissenschaftsressort sowie im Hauptstadtbüro gearbeitet und war vier Jahre lang stellvertretende Chefredakteurin des Nachrichtenmagazins. Heute ist sie Autorin der Chefredaktion und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt »›Mich hat Auschwitz nie verlassen‹: Überlebende des Konzentrationslagers berichten« (mit Martin Doerry, 2015) und »Kornblumenblau: Der geheimnisvolle Tod meines Großvaters 1945 und die Frage, was er mit den Nazis zu tun hatte. Eine Spurensuche« (2025).
Beiträge
Alte Geheimnisse, neue Fragen – und ein bisschen Gänsehaut
Manche Familiengeschichten kleben an einem wie alter Kellergeruch – man kann noch so oft lüften, ganz verschwindet er nie. „Kornblumenblau“ ist genau so ein Buch, das einem diesen muffigen Vorhang wegreißt und plötzlich wird’s ziemlich hell, ehrlich und unangenehm auf die beste Art. Susanne Beyer geht der Frage nach, wer ihr Großvater eigentlich war – ein Opfer, ein Mitläufer oder gar ein Täter? Und was das alles mit ihr selbst zu tun hat. Was mich richtig gepackt hat, war diese Mischung aus journalistischer Präzision und emotionaler Wucht. Beyer schreibt nicht trocken oder belehrend, sondern zieht einen mitten rein in ihre Spurensuche. Ich hatte mehrmals das Gefühl, selbst in alten Akten zu wühlen oder in vergilbten Briefen nach Hinweisen zu suchen. Dabei gelingt ihr das Kunststück, Geschichte so lebendig zu erzählen, dass sie plötzlich ganz nah wird – nicht als etwas, das „damals“ passierte, sondern als etwas, das bis heute in uns weiterwirkt. Klar, an ein paar Stellen hätte ich mir etwas weniger Wiederholungen gewünscht – manchmal dreht sich das Thema Schuld ein bisschen im Kreis. Aber das ist wohl der Preis, wenn man sich in den Nebel der Vergangenheit wagt. Dafür gibt’s viele kluge Gedanken über Verantwortung, Erinnerung und wie man mit den dunklen Schatten seiner Familie leben kann, ohne selbst darin zu versinken. Unterm Strich: ein bewegendes, ehrliches Buch, das zum Nachdenken bringt – über Geschichte, Familie und sich selbst. Kein leichter Stoff, aber genau das Richtige für alle, die wissen wollen, was in den stillen Ecken ihrer eigenen Familiengeschichte so alles schlummert. Und ja – danach guckt man alte Familienfotos garantiert mit anderen Augen an.





