Joyce und die Hühner
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Anna Ballbona i Puig, geboren in Montmeló, ist eine katalanische Journalistin und Schriftstellerin, die mehrfach für ihre Texte ausgezeichnet wurde. Die Originalausgabe ihres Romans Joyce i les gallines stand auf der Shortlist für den renommierten Premi Llibres Anagrama de Novel·la
Beiträge
Mit „Joyce und die Hühner“ bin ich, glaube ich, in die skurrilste Geschichte eingetaucht, die ich je gelesen habe. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich richtig verstanden habe, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Unsere Protagonistin Dora führt ein normales Leben, mit ihrem Freund Ricard, in einem Vorort von Barcelona. Als die beiden auf eine Reise nach Dublin aufbrechen landen sie in der Apotheke von Murphy. Der nächste skurrile Typ. Der fröhnt nebenbei seiner Leidenschaft für den Autor James Joyce und dessen Buch Ulysses und lädt die beiden zu einer Lesung am selben Tag ein. Und für Hühner. Hühner, ein Trigger für unsere Dora. Musste sie nicht schon in früher Kindheit in der Schule als Huhn als Beiwerk der Schulaufführung beiwohnen, unsichtbar und langweilig. Hühner, die ihre Eltern nach wie vor zu Hause haben, wovon eines unlängst von ihrem Vater beim Schließen der Tür zu Tode gequetscht wurde. Somit ist für Dora klar: der Typ muss einen an der Waffel haben – wie kann jemand Hühner lieben? „Das Huhn spielen zu müssen, ist wie in der Pause als Letzte in die Fußballmanschaft gewählt zu werden.“ (S. 14) Als sich die Erleuchtung bei Dora einstellt und sie die Schnauze voll hat von ihrem faden Journalistinnen-Job und auch ihrem Freund Ricard, macht sie sich auf neue Wege. Sie wächst an sich selbst – wird von der schüchternen, langweiligen Dora zur selbstbewussten Frau und kostet die süße Freiheit. Wie gesagt, ob ich verstanden habe was zwischen den Zeilen schwingt weiß ich nicht. Es lässt vermuten, dass es darum geht sich im Leben etwas zu trauen, mutig zu sein, über sich hinauszuwachsen und sich auch selbst zu reflektieren. Und sich, egal wie sonderbar andere einen finden, einfach als „normal“ anzusehen. Denn wer definiert denn überhaupt was normal ist? In manchen Ländern frühstückt man Würstchen *igitt* (is ja nicht normal :-P), in wieder anderen Ländern sind es Marmeladebrot oder Gemüsesnacks. Dora springt in ihrer Gedankenwelt immer wieder zwischen vergangenen Erlebnissen und der Gegenwart hin und her und so wird eine Brücke zu ihrer Persönlichkeit gesponnen. Das Buch hat mich gut unterhalten, denn es war witzig, direkt und bodenständig. Zwischendurch dachte ich, dass in meinem Kopf auch manchmal so abgeht. Wer so etwas mag, wird auch diese Lektüre mögen. #leseempfehlung
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Anna Ballbona i Puig, geboren in Montmeló, ist eine katalanische Journalistin und Schriftstellerin, die mehrfach für ihre Texte ausgezeichnet wurde. Die Originalausgabe ihres Romans Joyce i les gallines stand auf der Shortlist für den renommierten Premi Llibres Anagrama de Novel·la
Beiträge
Mit „Joyce und die Hühner“ bin ich, glaube ich, in die skurrilste Geschichte eingetaucht, die ich je gelesen habe. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich richtig verstanden habe, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Unsere Protagonistin Dora führt ein normales Leben, mit ihrem Freund Ricard, in einem Vorort von Barcelona. Als die beiden auf eine Reise nach Dublin aufbrechen landen sie in der Apotheke von Murphy. Der nächste skurrile Typ. Der fröhnt nebenbei seiner Leidenschaft für den Autor James Joyce und dessen Buch Ulysses und lädt die beiden zu einer Lesung am selben Tag ein. Und für Hühner. Hühner, ein Trigger für unsere Dora. Musste sie nicht schon in früher Kindheit in der Schule als Huhn als Beiwerk der Schulaufführung beiwohnen, unsichtbar und langweilig. Hühner, die ihre Eltern nach wie vor zu Hause haben, wovon eines unlängst von ihrem Vater beim Schließen der Tür zu Tode gequetscht wurde. Somit ist für Dora klar: der Typ muss einen an der Waffel haben – wie kann jemand Hühner lieben? „Das Huhn spielen zu müssen, ist wie in der Pause als Letzte in die Fußballmanschaft gewählt zu werden.“ (S. 14) Als sich die Erleuchtung bei Dora einstellt und sie die Schnauze voll hat von ihrem faden Journalistinnen-Job und auch ihrem Freund Ricard, macht sie sich auf neue Wege. Sie wächst an sich selbst – wird von der schüchternen, langweiligen Dora zur selbstbewussten Frau und kostet die süße Freiheit. Wie gesagt, ob ich verstanden habe was zwischen den Zeilen schwingt weiß ich nicht. Es lässt vermuten, dass es darum geht sich im Leben etwas zu trauen, mutig zu sein, über sich hinauszuwachsen und sich auch selbst zu reflektieren. Und sich, egal wie sonderbar andere einen finden, einfach als „normal“ anzusehen. Denn wer definiert denn überhaupt was normal ist? In manchen Ländern frühstückt man Würstchen *igitt* (is ja nicht normal :-P), in wieder anderen Ländern sind es Marmeladebrot oder Gemüsesnacks. Dora springt in ihrer Gedankenwelt immer wieder zwischen vergangenen Erlebnissen und der Gegenwart hin und her und so wird eine Brücke zu ihrer Persönlichkeit gesponnen. Das Buch hat mich gut unterhalten, denn es war witzig, direkt und bodenständig. Zwischendurch dachte ich, dass in meinem Kopf auch manchmal so abgeht. Wer so etwas mag, wird auch diese Lektüre mögen. #leseempfehlung




