Jenseits der Tränen
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Erika Pattis, geboren 1980 in Bozen, ist ausgebildete Maschinenbaumechanikerin und war jahrelang als Fachkraft für Metallverarbeitung im Werkzeug- und Maschinenbau tätig. 2023 begann sie einen Lehrgang der Wirtschaftspsychologie. Darauf wagte sie sich in die Selbstständigkeit und ist seitdem als Unternehmensberaterin tätig. Heute widmet sie sich ganz der Zusammenarbeit mit Menschen. „Jenseits der Tränen“ ist ihr Debütwerk.
Beiträge
"Es sind die Flügel gewachsen. Fliegen musst du alleine."
Enthält mögliche Spoiler!!! Nach wahren Begebenheiten... Kapitel 1-5 Das kleine Mädchen Anne, so voller Freude geht sie anfänglich durchs Leben, immer optimistisch dem heranwachsenden Leben gegenüber. Man fühlt so sehr mit. Sie weiß gar nicht wie ihr geschieht, was richtig und falsch ist, wie funktioniert das nun im Hier und jetzt. Man will die kleine Anne, mitsamt ihrem Lieblingsteddy Abby in den Arm nehmen, behüten, schützen vor der Überforderung und der Ungerechtigkeit der Mutter. Was für eine Unsicherheit musste es der kleinen Anne vermitteln, wenn die eigene Mutter über Selbstmord spricht, grausam. So fühlt das Kind instinktiv etwas stimmt nicht, kann es nicht beschreiben und nicht benennen, kann nicht helfen, dabei möchte sie doch so gerne. Immer mehr und mehr wird Anne in ihrer Kindlichkeit von der eigenen Mutter begreiflich gemacht, wie unerwünscht diese ist. Ich kann den Schmerz für dieses heranwachsende Mädchen kaum in Worte fassen. Wie schön, dass Anne trotz aller Grausamkeiten ihrer Mutter, den Zauber des Unbekannten und Neuen kennenlernen darf. Bisher fehlt mir aber etwas die Zeitangaben, in welcher Zeit die Geschichte spielt, ich würde gefühlt sagen in den 70er Jahre? Ebenfalls frage ich mich, warum der Vater nie ins Geschehen eingreift, wenn er sein Mädi doch so liebt? Kapitel 6-10 Anne darf die erste Liebe kennenlernen, die Umschreibungen sind hier sehr gering gehalten. Nunmehr waren sie und Jens bereits 3 Jahre zusammen. Anne ist berauscht als plötzlich ein anderer junger Mann in ihr Leben tritt, sie lässt sich darauf ein, aber auch diese Zeit vergeht. Voller Trauer steht sie plötzlich mit einem anderen Mann vor dem Alter. Recht schnell wird geschrieben, wie sie bereits ihr zweites Kind bekommt, das ging etwas zu schnell in der Erzählung. Man merkt ganz klar, die ständige Suche nach Liebe, Anne weiß nicht wo und wie sie Ankommen soll, sie fühlte sich nie am richtigen Ort angekommen. Mich beeindruckt ihre unglaubliche beeindruckte Empathie für andere Menschen. Die Ehe von Anne und Dieter, entspricht wohl einer früheren Zeit, in der das so wohl ganz oft der Tagesordnungen angehörte. Schlimm, wie unglaublich allein Anne sich fühlt. Im weiteren Verlauf ist es kaum auszuhalten was Anne in dieser Ehe erleiden muss. Es ist für mich unglaublich heftig diese Zeilen im letzten Kapitel zu lesen. Weck mich bitte auf aus dieser Hölle...arme Anne! Der etwas kindlichere Schreibstil bleibt in gewisser Weise bestehen, dass ist manchmal etwas befremdlich. Kapitel 11 - 15 + Nachwort Wie erniedrigend geht das Leben für Anne weiter. Auf der Flucht zu ihrem Elternhaus, hat Anne von Anfang ein kein gutes Gefühl, aber es muss sein. Es ist unbegreiflich wie eine Frau und Mutter so mit ihrem eigenen Kind umgehen kann. Es ist kaum auszuhalten Anne's Geschichte zu lesen, es macht ohnmächtig und nachdenklich, so frage ich mich, wie oft mussten Frauen in damaliger Zeit genau solche und ähnliche Dinge erledigen, leider auch noch heute..m Von meiner eigenen Oma weiß ich, wie sehr sie verurteilt wurde, weil sie meinen Opa aufgrund von mehrmaligem Betrugs verlassen hat. Anne ist irgendwann eine gestandene Frau, sie weiß wie man im Leben möglicherweise zu kämpfen hat, dennoch ist aufgeben niemals eine Option für sie. "Es sind die Flügel gewachsen. Fliegen musst du alleine." Ich bewundere Frau S. sehr, Danke für ihren Mut. Ich bin tiefster Dankbarkeit, dass sie das Glück und die Freiheit noch erleben durfte. Etwas schade finde ich es, dass Frau S. das Gefühl hat, wenn sie da draußen irgendwo noch einen Mann findet, ist sie noch glücklicher. Frau S. sie können und dürfen auch so glücklich sein, der wichtigste Mensch ist und bleibt man immer selbst, positive Emotionen kann man immer nur selbst hervorrufen. Wie Julia Ganterer in ihrem Epilog schon umschreibt, Anne konnte niemals ein Urvertrauen aufbauen. Anne hat Trauma erlitten, sich geschlechterdiskriminierende Stereotypisierungen unterwerfen müssen, ich denke auch daran muss sie noch heute arbeiten um weiterhin eine Balance im Leben gewährleisten zu können. Danke für die wertvolle Arbeit von Dr. Julia Ganterer, ich hoffe Deutschland zieht da noch in vielerlei Hinsicht weiterhin mehr mit. Das Buch bringt so wichtige Aspekte ans Tageslicht, finde es aber insgesamt zu kurz gefasst, manches ist nur schwer greifbar.

Nach wahren Begebenheiten Ich finde es sehr schwer, ein Buch zu bewerten, dass auf wahren Begebenheiten beruht. Ich hab wirklich hohen Respekt vor der Lebensgeschichte von Frau S. und es schmerzt mich zu wissen, dass es einige Frauen wie Frau S. gibt, die schon als Kind keine bedingungslose Liebe erfahren durften, psychische und physische Gewalt erleben mussten und ihr Leben lang auf der Suche nach Liebe sind. Und trotzdem muss ich dieses Buch bewerten und so ist meine Bewertung nur ein Spiegel dafür, wie ich mit dem Geschriebenen zurechtgekommen bin. Zum Inhalt, Anne erfährt schon direkt nach der Geburt, wie unerwünscht sie als Mädchen ist. Ihre Mutter macht ihr immer wieder klar, dass sie sich einen Jungen gewünscht hat und so kann Anne machen, was sie will, sie bekommt nie die Anerkennung und Liebe, die ein Kind von ihrer Mutter erfahren sollte. Anders als ihr jüngerer Bruder. Schnell merke ich, dass Anne ein gestörtes Urvertrauen hat und ihre eigene Wertigkeit als Person anzweifelt. Dieses fehlende Urvertrauen macht sich meinem Erachten nach auch bei der Wahl ihrer Ehepartner bemerkbar. Sie sucht sich nicht die liebevollsten Partner aus und erträgt psychische und physische Gewalt viel zu lange. Und trotzdem trägt Anne auch eine Stärke in sich, die sie aus so manchen Situationen herausgeführt hat. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen. Ich hab es innerhalb eines Tages fertig gelesen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und kindlich, damit schafft es Erika Pattis, dass ich die volle Härte der Szenen aushalten kann, auch wenn einige fast unerträglich erscheinen. Es wird hier in Episoden erzählt und so wird nicht die Lebensgeschichte in der Gänze erzählt, sondern all die wichtigen Ereignisse, die Anne zu dem machen, was sie ist. Allerdings hat mir dadurch ein wenig Inhalt gefehlt und ich konnte Anne nicht so nah kommen, wie ich es mir persönlich gewünscht hätte. So kann ich für mich sagen, das Buch war okay, ich bin froh, dass Erika Pattis die Lebensgeschichte von Frau S. aufgeschrieben hat und ich sie lesen durfte, aber für ein wirkliches Highlight hat es nicht gereicht. S.140 „In diesen wenigen Minuten lief ihr Leben wie ein Film vor ihrem inneren Auge ab und ihr wurde schlagartig bewusst, wie abhängig und unterwürfig sie Dieter gegenüber hier gelebt hatte.“
Trigger: sexuelle Gewalt im Erwachsenenalter, psychische Gewalt in der Kindheit durch die Mutter
Die ansich interessante Lebensgeschichte von Frau S. könnte besser beschrieben werden. Liest sich wie ein Aufsatz eines Schülers. Viele Wiederholungen... missglückte Silbentrennung. Leider kann ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Erika Pattis, geboren 1980 in Bozen, ist ausgebildete Maschinenbaumechanikerin und war jahrelang als Fachkraft für Metallverarbeitung im Werkzeug- und Maschinenbau tätig. 2023 begann sie einen Lehrgang der Wirtschaftspsychologie. Darauf wagte sie sich in die Selbstständigkeit und ist seitdem als Unternehmensberaterin tätig. Heute widmet sie sich ganz der Zusammenarbeit mit Menschen. „Jenseits der Tränen“ ist ihr Debütwerk.
Beiträge
"Es sind die Flügel gewachsen. Fliegen musst du alleine."
Enthält mögliche Spoiler!!! Nach wahren Begebenheiten... Kapitel 1-5 Das kleine Mädchen Anne, so voller Freude geht sie anfänglich durchs Leben, immer optimistisch dem heranwachsenden Leben gegenüber. Man fühlt so sehr mit. Sie weiß gar nicht wie ihr geschieht, was richtig und falsch ist, wie funktioniert das nun im Hier und jetzt. Man will die kleine Anne, mitsamt ihrem Lieblingsteddy Abby in den Arm nehmen, behüten, schützen vor der Überforderung und der Ungerechtigkeit der Mutter. Was für eine Unsicherheit musste es der kleinen Anne vermitteln, wenn die eigene Mutter über Selbstmord spricht, grausam. So fühlt das Kind instinktiv etwas stimmt nicht, kann es nicht beschreiben und nicht benennen, kann nicht helfen, dabei möchte sie doch so gerne. Immer mehr und mehr wird Anne in ihrer Kindlichkeit von der eigenen Mutter begreiflich gemacht, wie unerwünscht diese ist. Ich kann den Schmerz für dieses heranwachsende Mädchen kaum in Worte fassen. Wie schön, dass Anne trotz aller Grausamkeiten ihrer Mutter, den Zauber des Unbekannten und Neuen kennenlernen darf. Bisher fehlt mir aber etwas die Zeitangaben, in welcher Zeit die Geschichte spielt, ich würde gefühlt sagen in den 70er Jahre? Ebenfalls frage ich mich, warum der Vater nie ins Geschehen eingreift, wenn er sein Mädi doch so liebt? Kapitel 6-10 Anne darf die erste Liebe kennenlernen, die Umschreibungen sind hier sehr gering gehalten. Nunmehr waren sie und Jens bereits 3 Jahre zusammen. Anne ist berauscht als plötzlich ein anderer junger Mann in ihr Leben tritt, sie lässt sich darauf ein, aber auch diese Zeit vergeht. Voller Trauer steht sie plötzlich mit einem anderen Mann vor dem Alter. Recht schnell wird geschrieben, wie sie bereits ihr zweites Kind bekommt, das ging etwas zu schnell in der Erzählung. Man merkt ganz klar, die ständige Suche nach Liebe, Anne weiß nicht wo und wie sie Ankommen soll, sie fühlte sich nie am richtigen Ort angekommen. Mich beeindruckt ihre unglaubliche beeindruckte Empathie für andere Menschen. Die Ehe von Anne und Dieter, entspricht wohl einer früheren Zeit, in der das so wohl ganz oft der Tagesordnungen angehörte. Schlimm, wie unglaublich allein Anne sich fühlt. Im weiteren Verlauf ist es kaum auszuhalten was Anne in dieser Ehe erleiden muss. Es ist für mich unglaublich heftig diese Zeilen im letzten Kapitel zu lesen. Weck mich bitte auf aus dieser Hölle...arme Anne! Der etwas kindlichere Schreibstil bleibt in gewisser Weise bestehen, dass ist manchmal etwas befremdlich. Kapitel 11 - 15 + Nachwort Wie erniedrigend geht das Leben für Anne weiter. Auf der Flucht zu ihrem Elternhaus, hat Anne von Anfang ein kein gutes Gefühl, aber es muss sein. Es ist unbegreiflich wie eine Frau und Mutter so mit ihrem eigenen Kind umgehen kann. Es ist kaum auszuhalten Anne's Geschichte zu lesen, es macht ohnmächtig und nachdenklich, so frage ich mich, wie oft mussten Frauen in damaliger Zeit genau solche und ähnliche Dinge erledigen, leider auch noch heute..m Von meiner eigenen Oma weiß ich, wie sehr sie verurteilt wurde, weil sie meinen Opa aufgrund von mehrmaligem Betrugs verlassen hat. Anne ist irgendwann eine gestandene Frau, sie weiß wie man im Leben möglicherweise zu kämpfen hat, dennoch ist aufgeben niemals eine Option für sie. "Es sind die Flügel gewachsen. Fliegen musst du alleine." Ich bewundere Frau S. sehr, Danke für ihren Mut. Ich bin tiefster Dankbarkeit, dass sie das Glück und die Freiheit noch erleben durfte. Etwas schade finde ich es, dass Frau S. das Gefühl hat, wenn sie da draußen irgendwo noch einen Mann findet, ist sie noch glücklicher. Frau S. sie können und dürfen auch so glücklich sein, der wichtigste Mensch ist und bleibt man immer selbst, positive Emotionen kann man immer nur selbst hervorrufen. Wie Julia Ganterer in ihrem Epilog schon umschreibt, Anne konnte niemals ein Urvertrauen aufbauen. Anne hat Trauma erlitten, sich geschlechterdiskriminierende Stereotypisierungen unterwerfen müssen, ich denke auch daran muss sie noch heute arbeiten um weiterhin eine Balance im Leben gewährleisten zu können. Danke für die wertvolle Arbeit von Dr. Julia Ganterer, ich hoffe Deutschland zieht da noch in vielerlei Hinsicht weiterhin mehr mit. Das Buch bringt so wichtige Aspekte ans Tageslicht, finde es aber insgesamt zu kurz gefasst, manches ist nur schwer greifbar.

Nach wahren Begebenheiten Ich finde es sehr schwer, ein Buch zu bewerten, dass auf wahren Begebenheiten beruht. Ich hab wirklich hohen Respekt vor der Lebensgeschichte von Frau S. und es schmerzt mich zu wissen, dass es einige Frauen wie Frau S. gibt, die schon als Kind keine bedingungslose Liebe erfahren durften, psychische und physische Gewalt erleben mussten und ihr Leben lang auf der Suche nach Liebe sind. Und trotzdem muss ich dieses Buch bewerten und so ist meine Bewertung nur ein Spiegel dafür, wie ich mit dem Geschriebenen zurechtgekommen bin. Zum Inhalt, Anne erfährt schon direkt nach der Geburt, wie unerwünscht sie als Mädchen ist. Ihre Mutter macht ihr immer wieder klar, dass sie sich einen Jungen gewünscht hat und so kann Anne machen, was sie will, sie bekommt nie die Anerkennung und Liebe, die ein Kind von ihrer Mutter erfahren sollte. Anders als ihr jüngerer Bruder. Schnell merke ich, dass Anne ein gestörtes Urvertrauen hat und ihre eigene Wertigkeit als Person anzweifelt. Dieses fehlende Urvertrauen macht sich meinem Erachten nach auch bei der Wahl ihrer Ehepartner bemerkbar. Sie sucht sich nicht die liebevollsten Partner aus und erträgt psychische und physische Gewalt viel zu lange. Und trotzdem trägt Anne auch eine Stärke in sich, die sie aus so manchen Situationen herausgeführt hat. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen. Ich hab es innerhalb eines Tages fertig gelesen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und kindlich, damit schafft es Erika Pattis, dass ich die volle Härte der Szenen aushalten kann, auch wenn einige fast unerträglich erscheinen. Es wird hier in Episoden erzählt und so wird nicht die Lebensgeschichte in der Gänze erzählt, sondern all die wichtigen Ereignisse, die Anne zu dem machen, was sie ist. Allerdings hat mir dadurch ein wenig Inhalt gefehlt und ich konnte Anne nicht so nah kommen, wie ich es mir persönlich gewünscht hätte. So kann ich für mich sagen, das Buch war okay, ich bin froh, dass Erika Pattis die Lebensgeschichte von Frau S. aufgeschrieben hat und ich sie lesen durfte, aber für ein wirkliches Highlight hat es nicht gereicht. S.140 „In diesen wenigen Minuten lief ihr Leben wie ein Film vor ihrem inneren Auge ab und ihr wurde schlagartig bewusst, wie abhängig und unterwürfig sie Dieter gegenüber hier gelebt hatte.“
Trigger: sexuelle Gewalt im Erwachsenenalter, psychische Gewalt in der Kindheit durch die Mutter
Die ansich interessante Lebensgeschichte von Frau S. könnte besser beschrieben werden. Liest sich wie ein Aufsatz eines Schülers. Viele Wiederholungen... missglückte Silbentrennung. Leider kann ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen.






