In den Wäldern Sibiriens

In den Wäldern Sibiriens

Hardcover
3.819
ExpeditionRückzugGrenzerfahrungJon Krakauer

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Beschreibung

Einfach mal weg sein: Die Einladung, ein anderes Leben zu führen.„Fünf Tagesmärsche vom nächsten Dorf entfernt, inmitten einer unendlich weiten Natur, habe ich mich sechs Monate lang bemüht, glücklich zu sein. Zwei Hunde, ein Holzofen, ein Fenster mit Blick auf den See genügen.“ Sylvain Tessons Aufzeichnungen handeln vom Versuch, durch Weltabgeschiedenheit und Einsamkeit frei über die eigene Zeit verfügen zu können. „Ein Buch von magnetischer Anziehungskraft“ (Le Monde Des Livres), das in Frankreich Hunderttausende begeistert hat und international von Lesern und Kritik gefeiert wird. Ich hatte mir vorgenommen, vor meinem 40. Lebensjahr als Eremit in den Wäldern zu leben, und zog für sechs Monate in eine Hütte am Ufer des Baikalsees. Das nächste Dorf 120 Kilometer entfernt, keine Nachbarn, keine Zugangsstraßen, gelegentlich ein Besuch. Im Winter Temperaturen um die minus 30 Grad, im Sommer Bären an den Ufern.In dieser Wildnis schuf ich mir ein schlichtes und schönes Leben, ich machte die Erfahrung eines aus einfachen Handlungen bestehenden Daseins. Jeden Tag verzeichnete ich meine Gedanken in einem Heft. Dieses Tagebuch eines Einsiedlerlebens halten Sie in Händen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Tagebücher & Briefe
Format
Hardcover
Seitenzahl
272
Preis
18.73 €

Autorenbeschreibung

Sylvain Tesson, geboren 1972 in Paris, ist Schriftsteller, Filmemacher und ein großer Reisender. Er fuhr mit dem Fahrrad um die Welt und unternahm monatelange Expeditionen - durch den Himalaya, von Sibirien nach Indien zu Fuß und immer wieder nach Zentralasien. Für seine Reisebeschreibungen und Essays wurde er mit dem Prix Goncourt de la nouvelle und dem Prix Medicis ausgezeichnet. Zuletzt erschien „In den Wäldern Sibiriens“.

Beiträge

7
Alle

Achtung Umgang mit Alkohol

Wer Probleme hat mit exzessiven Alkoholkonsum für den ist das Buch nichts. Der Umgang mit Alkohol war mir in dem Tagebuch zu harmlos geschildert. 6 Monate verbringt der Autor am Baikalsee und erlebt diesen vom Winter bis Sommer. Die Veränderungen sind gut beschrieben auch die Abgeschiedenheit. Teilweise sehr philosophische Tagebucheinträge sind zu finden. Dies liegt aber auch an den Büchern die er mitgenommen hat. Sein Aufenthalt schwankt zwischen Alkohol, Natur, Abenteuer und Einsamkeit.

4.5

Tesson wie er leibt und lebt

Dieses Buch ist das Tagebuch, das Tesson von Februar bis Juli geschrieben hat, als er für sechs Monate in eine Holzhütte in einem Naturreservat am Baikalsee zog, um ein Einsiedlerleben zu erfahren. In seiner gewohnt mal brachialen, dann wieder poetischen Sprache teilt er dabei seine Beaobachtungen der Welt und seines Inneren während dieser Monate. Dabei zitiert er viel aus seinen Büchern, die er mitgenommen hat, Formuliert aber auch selbst zwischendurch zitatwürdige Sätze. Bspw. auf S.54 :"Die Zeit hat über die Haut die gleiche Macht wie das Wasser über die Erde. Sie gräbt Furchen, indem sie verrinnt." Auch wenn ich die Kritik, dass zu viel Alkohol vorkomme stellenweise Teile, so ist es aber halt ein Tagebuch, also gehört das auch dazu, wenn er diesem fröhnte. Die Kritik, dass er v.a. schöne Sätze aufgrund von Zitaten aufweise, und dass er nur Nudeln und Tabasco, und vielleicht zwischendurch einen Fisch gegessen habe, kann ich nun wirklich nicht teilen. Da scheinen mir gewisse nur 70 Seiten gelesen zu haben. Auch wenn man sich ein Einsiedlerleben vielleicht romantisch idyllisch vorstellt, so ist es wohl eine sehr realistische Weise, wie das heute überhaupt möglich wäre. Empfehlung für alle, die Abenteuergeschichten und phliosophische Gedankengänge mögen.

3

Eigentlich …

… ein gutes Buch, ein echter Tesson, intelligent- amüsant-geistreich. Es gibt ein Aber! Die ständige Sauferei und der ausgeprägte Alkoholismus zieht das Buch runter.

5

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

2

Ziemlich wenig Sibirien, ziemlich viel Wodka und chinesische Instant-Nudeln... Ja, ich bewundere den Autor, so lange Zeit abgeschieden leben zu können. Ich könnte wohl nicht so lange ohne andere Menschen sein, Bücher hin oder her. Ich hatte aber etwas mehr Baikalsee, etwas mehr Sibirien erwartet. Tatsächlich geht der Autor aber leider nicht über Schnee, eine Meise und eine Unmenge an Wodka hinaus. Sein Naturerlebnis wird auch sehr durch seinen Monatsvorrat an Instantnudeln und Tabasco-Sauce getrübt, trotz des ab und an gefangenen Fisches. Insgesamt leider etwas nichtssagend.

5

5 Sterne und ich möchte das irgendwann mal wieder lesen oder zumindest mehr von Tesson (Der Schneeleopard?). Ich könnte ein Dutzend Zitate aus dem Buch herausschreiben, aber ein einzelnes fasst es zu 100% zusammen: „Wie wenn das Auge in einem Buch den Satz entdeckt, auf den der Geist seit langem wartete, ohne ihn formulieren zu können”

5

Gefiel mir richtig gut und war wie eine kleine Auszeit jeden Abend und jeden Morgen, wenn ich darin gelesen habe. Tolle & liebevolle Naturbeschreibungen, gute Gedankenanstöße. Tesson als Naturfilmer & Autor schreibt, wie auch schon im Schneeleopard, deskriptiv auf eine poetische und epische Weise. Gelesen im Rahmen des Literat Themalesens “Reiseberichte”.

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