»... ich will Euch niemals verlassen«
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Beschreibung
150. Geburtstag Thomas Mann
Absolute Freiheit des Künstlers und »abenteuernde Weltkindlichkeit« nahm Thomas Mann zeitlebens für sich in Anspruch, doch mit gleicher Beharrlichkeit erwies er sich als Mann der Kontinuitäten. Eine kurze Geschichte seiner einzigartigen lebenslänglichen Verbundenheit mit Samuel Fischers Verlag erzählt Barbara Hoffmeister. Sie berichtet vom Wechselspiel zwischen Autor und Verleger, von anschwellenden und nicht gekürzten Manuskripten, kriegerischen Bocksgesängen oder der Einübung in die Weimarer Demokratie. Außerdem liest sie die nackten Zahlen, schildert Ängste und Anfechtungen, gemeinsame Erfolge und trennende Zerreißproben in einer schicksalshaften persönlichen Verflechtung noch über die Kindergenerationen und die Exilexistenz von Verlag und Autor auf verschiedenen Kontinenten hinweg.
»Unsere Charaktere passten zueinander, und ich habe immer gefühlt, dass ich der geborene Autor für ihn und er mein geborener Verleger war.« Thomas Mann über Samuel Fischer, 1934
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Barbara Hoffmeister hat Philosophie und Germanistik studiert und lebt als freie Lektorin und Autorin in Hamburg. Sie hat u. a. »Die Familie Mann. Ein Lesebuch mit Bildern« herausgegeben und zusammen mit Robert Gernhardt »Das Randfigurenkabinett des Doktor Thomas Mann«. Zuletzt erschien 2009 von ihr die große Biographie »S. Fischer, der Verleger 1859–1934«.
Beiträge
»Der S. Fischer Verlag bedeutete für Thomas Mann einen Schritt in die Welt.«
Samuel Fischer und dessen gleichnamiger Berliner Verlag sowie Thomas Mann und sein aufstrebendes literarisches Werk – zwei Visionäre, die sich gewissermaßen gesucht und gefunden haben. Trotz vermehrter Uneinigkeiten wird diese Beziehung von einer stets wertschätzenden Haltung getragen, schließlich wissen beide, was sie aneinander haben. Für Thomas Mann war der Fischer Verlag sein Einstieg in die Literaturbranche, indem er seine ersten Erzählungen in einem Novellenband veröffentlichte und vom Verleger selbst angeregt wurde, sich an einem größeren Projekt zu versuchen, woraus die „Buddenbrooks“ entstanden. Für den Verlag wurde er immer mehr zum Zugpferd. Wenngleich sich das Buch mit Thomas Mann und dem S. Fischer Verlag beschäftigt, ist diese Auseinandersetzung in geringerem Umfang, als es verspricht. So erfahren die Lesenden auch etwas über wichtige Motive und Aspekte des Werk Thomas Manns, sein Leben und seine persönlichen Sehnsüchte. Darüberhinaus wird seine persönliche Einstellung hinsichtlich des Judentums analysiert, immerhin bediente er sich gerne antisemitischer Stereotype. Dementsprechend beschäftigten sich einige Abschnitte und Kapitel Hoffmeisters nicht explizit mit Thomas Mann und seinem Verlag, sondern streifen diese Verbindung eher, was dem Text jedoch an sich keinen Abbruch tut. Und so hielten Verlag und dessen berühmtester Autor, nicht nur zeitlebens – annähernd sechzig Jahre – gegenseitige Treue, sondern auch darüberhinaus. Bis heute ist Thomas Mann einer der Hauptautoren des S. Fischer Verlags, was nicht nur in diesem Jubiläumsjahr ersichtlich ist. Manns Bekenntnis dem Verlag treu zu bleiben, schrieb er schon am 06. Februar 1906 in einen Brief an Samuel Fischer, als er selbst noch am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere und vor Herausforderungen der Zeit stand: »So wahr meine Seele lebt, ich will Euch niemals verlassen.«

Beschreibung
150. Geburtstag Thomas Mann
Absolute Freiheit des Künstlers und »abenteuernde Weltkindlichkeit« nahm Thomas Mann zeitlebens für sich in Anspruch, doch mit gleicher Beharrlichkeit erwies er sich als Mann der Kontinuitäten. Eine kurze Geschichte seiner einzigartigen lebenslänglichen Verbundenheit mit Samuel Fischers Verlag erzählt Barbara Hoffmeister. Sie berichtet vom Wechselspiel zwischen Autor und Verleger, von anschwellenden und nicht gekürzten Manuskripten, kriegerischen Bocksgesängen oder der Einübung in die Weimarer Demokratie. Außerdem liest sie die nackten Zahlen, schildert Ängste und Anfechtungen, gemeinsame Erfolge und trennende Zerreißproben in einer schicksalshaften persönlichen Verflechtung noch über die Kindergenerationen und die Exilexistenz von Verlag und Autor auf verschiedenen Kontinenten hinweg.
»Unsere Charaktere passten zueinander, und ich habe immer gefühlt, dass ich der geborene Autor für ihn und er mein geborener Verleger war.« Thomas Mann über Samuel Fischer, 1934
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Barbara Hoffmeister hat Philosophie und Germanistik studiert und lebt als freie Lektorin und Autorin in Hamburg. Sie hat u. a. »Die Familie Mann. Ein Lesebuch mit Bildern« herausgegeben und zusammen mit Robert Gernhardt »Das Randfigurenkabinett des Doktor Thomas Mann«. Zuletzt erschien 2009 von ihr die große Biographie »S. Fischer, der Verleger 1859–1934«.
Beiträge
»Der S. Fischer Verlag bedeutete für Thomas Mann einen Schritt in die Welt.«
Samuel Fischer und dessen gleichnamiger Berliner Verlag sowie Thomas Mann und sein aufstrebendes literarisches Werk – zwei Visionäre, die sich gewissermaßen gesucht und gefunden haben. Trotz vermehrter Uneinigkeiten wird diese Beziehung von einer stets wertschätzenden Haltung getragen, schließlich wissen beide, was sie aneinander haben. Für Thomas Mann war der Fischer Verlag sein Einstieg in die Literaturbranche, indem er seine ersten Erzählungen in einem Novellenband veröffentlichte und vom Verleger selbst angeregt wurde, sich an einem größeren Projekt zu versuchen, woraus die „Buddenbrooks“ entstanden. Für den Verlag wurde er immer mehr zum Zugpferd. Wenngleich sich das Buch mit Thomas Mann und dem S. Fischer Verlag beschäftigt, ist diese Auseinandersetzung in geringerem Umfang, als es verspricht. So erfahren die Lesenden auch etwas über wichtige Motive und Aspekte des Werk Thomas Manns, sein Leben und seine persönlichen Sehnsüchte. Darüberhinaus wird seine persönliche Einstellung hinsichtlich des Judentums analysiert, immerhin bediente er sich gerne antisemitischer Stereotype. Dementsprechend beschäftigten sich einige Abschnitte und Kapitel Hoffmeisters nicht explizit mit Thomas Mann und seinem Verlag, sondern streifen diese Verbindung eher, was dem Text jedoch an sich keinen Abbruch tut. Und so hielten Verlag und dessen berühmtester Autor, nicht nur zeitlebens – annähernd sechzig Jahre – gegenseitige Treue, sondern auch darüberhinaus. Bis heute ist Thomas Mann einer der Hauptautoren des S. Fischer Verlags, was nicht nur in diesem Jubiläumsjahr ersichtlich ist. Manns Bekenntnis dem Verlag treu zu bleiben, schrieb er schon am 06. Februar 1906 in einen Brief an Samuel Fischer, als er selbst noch am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere und vor Herausforderungen der Zeit stand: »So wahr meine Seele lebt, ich will Euch niemals verlassen.«





