Ich schau dir zu

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Taschenbuch
1.01
EheFrauenromanVoyeurE. L. James

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Beschreibung

Als die junge Künstlerin Ysé den erfahrenen Harry heiratet, scheint ihr Glück perfekt: An der Seite des fünfzehn Jahre älteren Mannes hat die Diplomatentochter endlich ein Zuhause gefunden. Doch mit der Zeit erlischt Harrys Leidenschaft – und er ersinnt ein teuflisches Spiel: Ysé darf sich Liebhaber nehmen, so viele sie will – aber Harry will immer dabei sein, ihr zuschauen bei allem, was sie tut.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
160
Preis
9.30 €

Beiträge

1
Alle
1

Wenn aus Leidenschaft blanke Demütigung wird. Ein erotischer Roman ohne Tiefgang.

Was zu Beginn wie ein klassischer Erotikroman anmutet, entwickelt sich im Verlauf der Kapitel leider in eine Richtung, die mich persönlich kaum überzeugen konnte. Die Grundidee, ein Ehemann, der die Liebhaber seiner deutlich jüngeren Frau selbst auswählt und dabei zuschaut, bietet eigentlich Potenzial für psychologische Spannung. Doch leider wandelt sich das anfängliche Liebesspiel hier konsequent in eine systematische, öffentliche Demütigung der Protagonistin um. Dabei verliert die Geschichte für mich zunehmend an Niveau: Die Szenarien wirken mit der Zeit immer abartiger und konstruierter, während die Handlung fast schon lieblos „heruntergerattert“ wird. Besonders enttäuschend empfand ich die fehlende Tiefe der Charaktere. Die Gefühle und die psychische Verfassung der Protagonistin gehen in den extremen Darstellungen völlig unter, als spielten sie für die Erzählung keine Rolle. Als Leserin hätte ich mir jedoch gewünscht, mehr über die emotionalen Vorgänge zu erfahren und zu begreifen, wie sie mit diesen Situationen innerlich umgeht. Da dieser Fokus komplett fehlt, bleibt der Roman flach und lässt den Leser ohne jegliche Bindung zu den Figuren zurück. Hintergrundinfos Der Roman thematisiert extreme Machtdynamiken und Voyeurismus. Harry, der zwanzig Jahre ältere Ehemann, übernimmt die komplette Kontrolle über das Sexualleben seiner Frau Ysé, was im Buch als „teuflisches Spiel“ inszeniert wird. Die Erzählweise ist bewusst provokativ gewählt, wird aber oft, wie auch in meiner Erfahrung, für die emotionale Kälte und die distanzierte Darstellung der weiblichen Hauptfigur kritisiert.

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