Hotel Silber – neue Zeit, alte Schuld
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Mit "Neue Zeit, alte Schuld" habe ich einen sehr besonderen Krimi gelesen. Stuttgart 1945, der zweite Weltkrieg ist gerade beendet und die Polizei soll neu aufgebaut werden. Natürlich wenn möglich, mit Beamten, die sich nicht an Naziverbrechen schuldig gemacht haben. Aber wird das gelingen? Haben wirklich alle nur Befehle ausgeführt? Paul Kramer war selbst kürzlich Insasse unter dem Nazi Regime im Hotel Silber und kehrt nun als Beamter dorthin zurück. Er soll einen Mord aus den letzten Kriegstagen aufklären. Dabei begibt er sich auch in den eigenen Reihen schnell in Gefahr. Dieser Krimi war keine leichte Kost, da er ebenfalls die damalige Situation kurz nach dem Krieg sehr anschaulich beschreibt. Dabei hat der Autor sich viel Mühe gegeben, die damaligen Täter zu zeichnen. Vom sadistischen Folterer bis zum "befehlsgewohnten Soldaten", der von nichts gewusst haben will, war alles dabei. Nicht nur wegen der einzelnen Morde, sondern auch wegen dem geschichtlichen Bezug, wirkte die Geschichte teilweise sehr beklemmend. Wem konnte man damals trauen? Hilde und Paul wirken authentisch und sympathisch. Sie tragen einen durch diesen schweren Stoff. Mich wird das Buch noch etwas beschäftigen und ich empfehle es gern weiter. Allein schon, weil es um einen Teil der Geschichte geht, den wir niemals vergessen dürfen!

Geschichte die nie vergessen werden darf
Der Polizist Paul Kramer soll im Hotel Silber, wo er kurz vor Kriegsende von der Gestapo gefoltert wurde, die neue Kriminalpolizei mit aufbauen. Dabei wird schnell klar, dass Hass und Ideologie nach der Kapitulation nicht verschwunden sind, und seine Ermittlungen werden für ihn selbst gefährlich. Das Buch beleuchtet die Geschichte des "Hotel Silber", einem Gebäude in Stuttgart, das über Jahrzehnte hinweg als Polizeidienststelle und Gestapo-Zentrale diente. Der Autor erzählt, wie das Hotel während der NS-Zeit zu einem Ort der Verfolgung und Unterdrückung wurde und Menschen von dort in Konzentrationslager deportiert wurden. Nach dem Krieg wurde das Gebäude weiter als Polizeistation genutzt, ohne dass seine dunkle Vergangenheit aufgearbeitet wurde. Der Prolog startet mit einer sehr tragischen Geschichte. Schon bald ist man richtig in der Handlung eingetaucht und es wird sehr emotional. Die Geschichte wird sehr lebendig und eindrücklich geschildert. Sehr traurig aber doch unverzichtbar um nicht zu vergessen. Die Stimmung der damaligen Zeit ist sehr gut eingefangen. Aber auch ohne große Beschreibungen gelingt es dem Autor in manchen Szenen dem Leser vor Augen zu führen was geschehen ist, manchmal bedarf es nicht vieler Worte. Sie Szenen sind überwiegend an wahren Begebenheiten angelehnt, die wirklich so geschehen sind und sehr gut recherchiert sind. Unvorstellbar was die Menschen zu dieser Zeit erlebt haben. Im Verlauf erfährt der Leser einiges über die Schwierigkeiten, das Land wieder aufzubauen und die Sorge, dass wieder die falschen Personen wichtige Posten begleiten. Die klassischen Krimielemente gehen in der emotionsgeladenen Geschichte ein wenig unter und es ist mehr Erzählung und weniger Krimi. Das Buch ist eine eindrucksvolle Mahnung, dass die Vergangenheit nicht vergessen werden darf. Egal ob als Roman oder als Krimi.
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Mit "Neue Zeit, alte Schuld" habe ich einen sehr besonderen Krimi gelesen. Stuttgart 1945, der zweite Weltkrieg ist gerade beendet und die Polizei soll neu aufgebaut werden. Natürlich wenn möglich, mit Beamten, die sich nicht an Naziverbrechen schuldig gemacht haben. Aber wird das gelingen? Haben wirklich alle nur Befehle ausgeführt? Paul Kramer war selbst kürzlich Insasse unter dem Nazi Regime im Hotel Silber und kehrt nun als Beamter dorthin zurück. Er soll einen Mord aus den letzten Kriegstagen aufklären. Dabei begibt er sich auch in den eigenen Reihen schnell in Gefahr. Dieser Krimi war keine leichte Kost, da er ebenfalls die damalige Situation kurz nach dem Krieg sehr anschaulich beschreibt. Dabei hat der Autor sich viel Mühe gegeben, die damaligen Täter zu zeichnen. Vom sadistischen Folterer bis zum "befehlsgewohnten Soldaten", der von nichts gewusst haben will, war alles dabei. Nicht nur wegen der einzelnen Morde, sondern auch wegen dem geschichtlichen Bezug, wirkte die Geschichte teilweise sehr beklemmend. Wem konnte man damals trauen? Hilde und Paul wirken authentisch und sympathisch. Sie tragen einen durch diesen schweren Stoff. Mich wird das Buch noch etwas beschäftigen und ich empfehle es gern weiter. Allein schon, weil es um einen Teil der Geschichte geht, den wir niemals vergessen dürfen!

Geschichte die nie vergessen werden darf
Der Polizist Paul Kramer soll im Hotel Silber, wo er kurz vor Kriegsende von der Gestapo gefoltert wurde, die neue Kriminalpolizei mit aufbauen. Dabei wird schnell klar, dass Hass und Ideologie nach der Kapitulation nicht verschwunden sind, und seine Ermittlungen werden für ihn selbst gefährlich. Das Buch beleuchtet die Geschichte des "Hotel Silber", einem Gebäude in Stuttgart, das über Jahrzehnte hinweg als Polizeidienststelle und Gestapo-Zentrale diente. Der Autor erzählt, wie das Hotel während der NS-Zeit zu einem Ort der Verfolgung und Unterdrückung wurde und Menschen von dort in Konzentrationslager deportiert wurden. Nach dem Krieg wurde das Gebäude weiter als Polizeistation genutzt, ohne dass seine dunkle Vergangenheit aufgearbeitet wurde. Der Prolog startet mit einer sehr tragischen Geschichte. Schon bald ist man richtig in der Handlung eingetaucht und es wird sehr emotional. Die Geschichte wird sehr lebendig und eindrücklich geschildert. Sehr traurig aber doch unverzichtbar um nicht zu vergessen. Die Stimmung der damaligen Zeit ist sehr gut eingefangen. Aber auch ohne große Beschreibungen gelingt es dem Autor in manchen Szenen dem Leser vor Augen zu führen was geschehen ist, manchmal bedarf es nicht vieler Worte. Sie Szenen sind überwiegend an wahren Begebenheiten angelehnt, die wirklich so geschehen sind und sehr gut recherchiert sind. Unvorstellbar was die Menschen zu dieser Zeit erlebt haben. Im Verlauf erfährt der Leser einiges über die Schwierigkeiten, das Land wieder aufzubauen und die Sorge, dass wieder die falschen Personen wichtige Posten begleiten. Die klassischen Krimielemente gehen in der emotionsgeladenen Geschichte ein wenig unter und es ist mehr Erzählung und weniger Krimi. Das Buch ist eine eindrucksvolle Mahnung, dass die Vergangenheit nicht vergessen werden darf. Egal ob als Roman oder als Krimi.








