High-Rise

High-Rise

Taschenbuch
3.48
GroßbritannienArchitekturGegenwartsliteraturDystopie

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Beschreibung

Der Psychiater Dr. Robert Laing wohnt in einem hochtechnisierten Hochhaus mit 40 Stockwerken, das seinen Bewohnern den größten Komfort verspricht: Alles ist hier vorhanden, vom Supermarkt über Swimming-Pools bis zu Kindergärten, so dass die gutsituierten Bewohner das Haus nur noch zur Arbeit verlassen müssen. Eine perfekt scheinende »Gated Community« für die Mittelklasse. Allerdings sind die Etagen sowie die Parkplätze nach Einkommen und Status geordnet.
Laing macht nicht nur die Bekanntschaft des Fernsehjournalisten Richard Wilder, der im zweiten Stock wohnt, sondern auch die des Architekten und Schöpfers des Hochhauses, Anthony Royal, der über allen ganz oben residiert. Nachdem im Hochhaus nach und nach bestimmte Funktionen ausfallen, Aufzüge blockieren, die Müllschlucker ihren Dienst versagen, kommt es zu Konflikten zwischen den Parteien und den drei Protagonisten. Eine immer offenere Tyrannei tritt zu Tage und jeder gibt sich in der entstehenden Anarchie seinen Perversionen und Obsessionen hin. Keiner verlässt mehr das Haus, und die Zustände eskalieren in sinnloser Zerstörungswut…

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
256
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

J.G. Ballard begann als Science-Fiction-Autor in den späten 1950er-Jahren, ging aber schon sehr bald andere Wege, da die Zukunft für ihn nicht im »outer space«, sondern im »inner space« lag. In den 1970ern veröffentlichte er »Crash« (verfilmt von David Cronenberg), »High-Rise« und »Betoninsel«, später »Empire of the Sun« (verfilmt von Stephen Spielberg) und weitere Romane über die Auswirkungen technologischer und architektonischer Entwicklungen auf die Gesellschaft, mit denen er seiner Zeit immer weit voraus war.

Beiträge

2
Alle
3.5

Was würde wohl mit einer Gesellschaft passieren, wenn nach und nach die Infrastruktur wegbricht?

Nichts Gutes, ist Ballards Aussage. Auch wenn ein bisschen fehlt, warum sich die Menschen nicht einfach entschließen, das Haus zu verlassen, wird dennoch gut erkennbar, wie die sozialen Strukturen zusammenbrechen und die Leute zurück ins primitive Überlebensdenken fallen. Ein interessantes Setting mit schaurigen, wenn auch nicht abwegigen Gedanken darüber, was mit Menschen passieren kann, wenn ihr gewohnter Alltag zusammenbricht.

2

Bei 50% abgebrochen Ein Wohnhaus mit 2000 Einwohnern: nach und nach fällt die Technik aus und die Bewohner verfallen in wahnhafte, aggressive Zustände. Alles verkommt immer mehr, es bilden sich Clans und irgendwie finden alle das ok, bzw ergeben sich der Situation. Selbst als jemand in den Tod stürzt, ruft niemand die Polizei. Nachbars Hund zu ersäufen wird mal nebenbei belanglos erwähnt. Irgendwie wird das Ganze wie in einem emotionslosen Fieberwahn erzählt. Genau! Emotionslos und Wahn schließt sich eigentlich aus. Hier nicht

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