Herzlandschaft
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Beschreibung
1924 folgt die ausgebildete Buchhändlerin Marie Luise Kaschnitz ihrem Mann nach Rom. Sie schreibt Kurzgeschichten und Gedichte und sammelt Ideen für einen Roman: »Liebe beginnt«. Er spielt im faschistischen Italien und weist deutliche Parallelen zu ihrem Leben auf: Ein Mann, fast schon besessen von seiner wissenschaftlichen Arbeit. Eine Frau, die ihn begleitet, ihr Leben ganz auf ihn ausrichtet. Im Laufe der Geschichte emanzipiert sich die Protagonistin zusehends und befreit sich aus alten Rollen – ähnlich wie Marie Luise Kaschnitz selbst. Als sie Anfang der 1950er-Jahre nach Rom zurückkehrt, ist sie eine berühmte Autorin.
Juliane Ziegler beschreibt Kaschnitz’ Leben in Italien anhand zahlreicher, zum Teil bisher unveröffentlichter Originaldokumente – zwischen Dolce Vita und Politik, Antike und Gegenwart. Eine wunderbare literarische Reise in die italienische »Herzlandschaft« auf den Spuren einer herausragenden Autorin, die es wiederzuentdecken gilt. Mit zahlreichen s/w-Fotos und mit bislang unveröffentlichten Faksimiles.
»Das Alter ist für mich kein Kerker, sondern ein Balkon, von dem man zugleich weiter und genauer sieht.« Marie Luise Kaschnitz
»Diese deutsche Dichterin ist zur Hälfte eine Römerin.« Hermann Kesten über Marie Luise Kaschnitz
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Juliane Ziegler ist Journalistin für Print und Hörfunk/Podcasts in Frankfurt am Main. Sie arbeitet für den Hessischen Rundfunk, ORF, BR, chrismon und als Redakteurin für ARD Online. Studium der Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Romanistik in Osnabrück, Siena und Buenos Aires. »Herzlandschaft« ist ihr erstes Buch.
Beiträge
"Ich lebte in einer Zeit, Die hob sich in Wellen Kriegauf und Kriegab (...) Und rasch war die Zeit meine Zeit, Wer von Pferden gezogen zur Welt kam, verließ sie im Raumschiff." Marie Luise Kaschnitz ist vielen vermutlich für ihre Nachkriegsliteratur bekannt, vielleicht auch für ihre Lyrik. Ich habe sie im Germanistik-Studium 'kennengelernt' und hab mich nach vielen Jahren des Vergessens sehr gefreut, als ich auf diese kurze Biographie von Kaschnitz, geschrieben von Juliane Ziegler, gestoßen bin. Auf knapp 140 Seiten skizziert Ziegler das Leben der Autorin und setzt den Fokus auf bedeutsame Umbruchstellen, wie erste Auslandsaufenthalte, den Ersten und Zweiten Weltkrieg, diverse Umzüge zwischen Italien und Deutschland oder auch den Erhalt des Georg-Büchner-Preises 1955. Sehr angenehm kurzweilig erzählt Ziegler, wie Kaschnitz nicht nur die Liebe zum Schreiben entdeckte, sondern auch, wie sich diese wandelte, genauso wie ihr politisches Engagement. Man erfährt auch einiges über andere berühmte Autor*innen wie Ingeborg Bachmann, die Kaschnitz sehr nahe stand. Zwischendrin finden sich immer wieder Fotos sowie Zitate und Auszüge aus Briefen. Spannend fand ich zudem das sich wandelnde Verhältnis von Kaschnitz zu Italien, ihrer Wahlheimat für viele Jahre, der sie sich nie so ganz zu- und auch nicht abwenden konnte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich vorher so gut wie nichts über Marie Luise Kaschnitz wusste. Hat sich trotzdem gelohnt und mir Lust auf mehr Literatur von Kaschnitz gemacht! CN: Dr0gensucht, Depr3ssion, Z-Wort, T0d, Trauer
Beschreibung
1924 folgt die ausgebildete Buchhändlerin Marie Luise Kaschnitz ihrem Mann nach Rom. Sie schreibt Kurzgeschichten und Gedichte und sammelt Ideen für einen Roman: »Liebe beginnt«. Er spielt im faschistischen Italien und weist deutliche Parallelen zu ihrem Leben auf: Ein Mann, fast schon besessen von seiner wissenschaftlichen Arbeit. Eine Frau, die ihn begleitet, ihr Leben ganz auf ihn ausrichtet. Im Laufe der Geschichte emanzipiert sich die Protagonistin zusehends und befreit sich aus alten Rollen – ähnlich wie Marie Luise Kaschnitz selbst. Als sie Anfang der 1950er-Jahre nach Rom zurückkehrt, ist sie eine berühmte Autorin.
Juliane Ziegler beschreibt Kaschnitz’ Leben in Italien anhand zahlreicher, zum Teil bisher unveröffentlichter Originaldokumente – zwischen Dolce Vita und Politik, Antike und Gegenwart. Eine wunderbare literarische Reise in die italienische »Herzlandschaft« auf den Spuren einer herausragenden Autorin, die es wiederzuentdecken gilt. Mit zahlreichen s/w-Fotos und mit bislang unveröffentlichten Faksimiles.
»Das Alter ist für mich kein Kerker, sondern ein Balkon, von dem man zugleich weiter und genauer sieht.« Marie Luise Kaschnitz
»Diese deutsche Dichterin ist zur Hälfte eine Römerin.« Hermann Kesten über Marie Luise Kaschnitz
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Juliane Ziegler ist Journalistin für Print und Hörfunk/Podcasts in Frankfurt am Main. Sie arbeitet für den Hessischen Rundfunk, ORF, BR, chrismon und als Redakteurin für ARD Online. Studium der Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Romanistik in Osnabrück, Siena und Buenos Aires. »Herzlandschaft« ist ihr erstes Buch.
Beiträge
"Ich lebte in einer Zeit, Die hob sich in Wellen Kriegauf und Kriegab (...) Und rasch war die Zeit meine Zeit, Wer von Pferden gezogen zur Welt kam, verließ sie im Raumschiff." Marie Luise Kaschnitz ist vielen vermutlich für ihre Nachkriegsliteratur bekannt, vielleicht auch für ihre Lyrik. Ich habe sie im Germanistik-Studium 'kennengelernt' und hab mich nach vielen Jahren des Vergessens sehr gefreut, als ich auf diese kurze Biographie von Kaschnitz, geschrieben von Juliane Ziegler, gestoßen bin. Auf knapp 140 Seiten skizziert Ziegler das Leben der Autorin und setzt den Fokus auf bedeutsame Umbruchstellen, wie erste Auslandsaufenthalte, den Ersten und Zweiten Weltkrieg, diverse Umzüge zwischen Italien und Deutschland oder auch den Erhalt des Georg-Büchner-Preises 1955. Sehr angenehm kurzweilig erzählt Ziegler, wie Kaschnitz nicht nur die Liebe zum Schreiben entdeckte, sondern auch, wie sich diese wandelte, genauso wie ihr politisches Engagement. Man erfährt auch einiges über andere berühmte Autor*innen wie Ingeborg Bachmann, die Kaschnitz sehr nahe stand. Zwischendrin finden sich immer wieder Fotos sowie Zitate und Auszüge aus Briefen. Spannend fand ich zudem das sich wandelnde Verhältnis von Kaschnitz zu Italien, ihrer Wahlheimat für viele Jahre, der sie sich nie so ganz zu- und auch nicht abwenden konnte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich vorher so gut wie nichts über Marie Luise Kaschnitz wusste. Hat sich trotzdem gelohnt und mir Lust auf mehr Literatur von Kaschnitz gemacht! CN: Dr0gensucht, Depr3ssion, Z-Wort, T0d, Trauer





