Hätt' ich ein Kind

Hätt' ich ein Kind

Hardcover
4.313
UngewolltFreundschaftEndometrioseMütter Und Literatur

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Beschreibung

»Sie werden keine Kinder bekommen.«

Dieser Satz stellt Kathis Leben auf den Kopf. Sie ist Mitte dreißig, promoviert über Grimms Märchen und lebt mit ihrem Freund in einer kleinen Wohnung in Berlin. Keine Kinder zu haben, war nie eine Option. Als ihre beste Freundin Effi schwanger wird, ausgerechnet ihre Effi, ihre zuverlässigste Verbündete, stellt Kathi sich der Wahrheit – und einen Adoptionsantrag.
Die beiden Freundinnen tragen sich gegenseitig durch die folgenden Monate, lachen, auch wenn es manchmal zum Heulen ist, und werden zu Müttern.

Jede auf ihre Art.


»Ein lustiges, trauriges, wütendes und kluges Buch über die Frage, ob ein Mensch ein Kind gebären muss, um eine Mutter zu sein. Spoiler: Muss mensch nicht.« (Mareice Kaiser)

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
224
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

Lea Streisand, geboren 1979 in Berlin, studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik. Sie schreibt Kolumnen für die taz und hat eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins. Ihre Romane erscheinen bei Ullstein, zuletzt Hätt‘ ich ein Kind (2022). Im Wintersemester 2022/23 übernimmt Streisand die Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller an der Universität Paderborn, eine der traditionsreichsten Poetikdozenturen Deutschlands. Die Autorin lebt in ihrer Heimatstadt Berlin.

Beiträge

5
Alle
5

Irgendwie hatte ich nach dem Klappentext etwas anderes erwartet. Was ich dann aber las, war witzig, emotional ,einfühlsam und informativ. Wir begleiten die Protagonistin Kathi und ihren Mann David, die sich ein Kind wünschen, aber keins bekommen können auf dem Weg zur Adoption. Kein einfacher Weg, trotzdem unterhaltsam und flüssig geschrieben. Parallel dazu die Geschichte ihrer Freundin Effi, die schwanger wird .Und auch ein Einblick in die Kulturgeschichte der Mütter in den Grimmschen Märchen, über die Kathi ihre Doktorarbeit schreibt. Ich konnte oft lachen, aber auch mitfühlen. Ich werde mir sicher noch die anderen Bücher von Lea Streisand holen, da ich von diesem begeistert war und ich es weiter empfehle.

4

Als Lea- Fan der ersten Stunde, habe ich mich auf was neues gefreut

Lea Streisand hat enormes Talent zum Fabulieren, wie schon viele große Namen vor ihr, bedient sie sich traditioneller Literatur und baut ihren Wissensschatz überall ein. Auch in diesem Roman über zwei Freundinnen, die über das Mutterwerden und den tiefsitzenden Kinderwunsch philosophieren, baut sie gekonnt ihr Wissen über Grimmsche Märchen ein. Die Handlung erscheint zwar etwas konstruiert, ist aber für diesen Zweck in Ordnung, man muss nicht immer Abenteuer und Fantasie einbauen, manchmal reicht auch der Besuch beim Amt...

Wenn man ein Buch in der Buchhandlung sieht und es perfekt zur eigenen Situation passt … Entweder ich werde nur heulen oder es spendet ein bisschen Hoffnung.

Wenn man ein Buch in der Buchhandlung sieht und es perfekt zur eigenen Situation passt … Entweder ich werde nur heulen oder es spendet ein bisschen Hoffnung.
4

Beschreibung Kathi ist Mitte dreißig als sie die ernüchternde Botschaft erhält, dass sie keine eigenen Kinder haben kann: Diagnose frühzeitige Wechseljahre. Neben ihrer Promotion über die Märchen der Gebrüder Grimm, steht für sie fest, dass sie ihren Kinderwunsch mit Partner David dennoch nicht aufgibt. So wagt das Pärchen das langwierige Abenteuer Adoption. Als Kathis beste Freundin Effi schwanger wird, ist die Geduld mit dem Warten zu Ende und Kathi bemüht sich aktiv um das Vorankommen ihres Adoptionsverfahrens. Gemeinsam stehen die Freundinnen in ihren unterschiedlichen Wegen zur Familiengründung zusammen und werden jede auf ihre Art Mutter. Meine Meinung Mit ihrem neuesten Roman »Hätt‘ ich ein Kind« trifft die Kolumnistin und Autorin Lea Streisand ein Thema, welches mich bereits einige Jahre beschäftigt, nämlich der Kinderwunsch. Genau wie Hauptprotagonistin Kathi bin ich bald Mitte dreißig und genau wie ihre beste Freundin Effi hatte ich bereits eine Fehlgeburt, vielleicht konnte ich mich auch deshalb so gut in den Frauen, ihren Gedanken und Gefühlen wiederfinden, da ich viele der Erfahrungen teile und mir genau dieselben Fragen gestellt habe und noch stellen werde. Das Thema Adoption wird bei Kathi durch die Diagnose frühzeitige Wechseljahre und die damit verbundene Unfruchtbarkeit präsent und ich war sehr gespannt, ihren Weg zu verfolgen. Ich fand es sehr interessant, durch diesen Roman, einen Einblick in den unglaublich bürokratischen Weg eines Adoptionsverfahrens in unterhaltsamer Form aufbereitet zu erhalten. Die lockere Erzählweise von Lea Streisand vermittelt das Gefühl, man steckt mitten in Kathis Leben, mit all ihren Sorgen, Ängsten und natürlich immer präsent – der unerfüllte Kinderwunsch. Der Kontrast zu Kathis Weg wird durch Effi präsent, die auf natürlichem Weg schwanger wird und somit eine Brücke zum Thema Mutterschaft und der Betrachtung der Mutterrolle schlägt. Lea Streisand unterfüttert in literaturwissenschaftlicher Herangehensweise und anhand der Entwicklung von Grimms Märchen, wie die Rolle der Mutter durch das Bürgertum geprägt wurde und beantwortet die Frage: Warum nicht nur eine leibliche Mutter das Beste für ihr Kind ist. Die Fokussierung im Roman ist stark auf Kathi ausgerichtet, dabei finde ich, dass heutzutage auch mehr die Rolle der Männer mit in die Familienplanung einbezogen werden sollte, daher fand ich es sehr schade, dass über Davids Gefühlsleben so gut wie überhaupt nichts eingebunden wurde. Kinderwunsch im 21. Jahrhundert also nur eine Frauensache? Bis auf diesen Kritikpunkt konnte mich Lea Streisand mit ihrem Roman auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen, die für mich noch nicht zu Ende ist. Fazit Ein bestärkendes Buch für alle Frauen, die den üblichen Phrasen zum Thema Kinderwunsch überdrüssig sind. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 05.06.2022

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Beschreibung Kathi ist Mitte dreißig als sie die ernüchternde Botschaft erhält, dass sie keine eigenen Kinder haben kann: Diagnose frühzeitige Wechseljahre. Neben ihrer Promotion über die Märchen der Gebrüder Grimm, steht für sie fest, dass sie ihren Kinderwunsch mit Partner David dennoch nicht aufgibt. So wagt das Pärchen das langwierige Abenteuer Adoption. Als Kathis beste Freundin Effi schwanger wird, ist die Geduld mit dem Warten zu Ende und Kathi bemüht sich aktiv um das Vorankommen ihres Adoptionsverfahrens. Gemeinsam stehen die Freundinnen in ihren unterschiedlichen Wegen zur Familiengründung zusammen und werden jede auf ihre Art Mutter. Meine Meinung Mit ihrem neuesten Roman »Hätt‘ ich ein Kind« trifft die Kolumnistin und Autorin Lea Streisand ein Thema, welches mich bereits einige Jahre beschäftigt, nämlich der Kinderwunsch. Genau wie Hauptprotagonistin Kathi bin ich bald Mitte dreißig und genau wie ihre beste Freundin Effi hatte ich bereits eine Fehlgeburt, vielleicht konnte ich mich auch deshalb so gut in den Frauen, ihren Gedanken und Gefühlen wiederfinden, da ich viele der Erfahrungen teile und mir genau dieselben Fragen gestellt habe und noch stellen werde. Das Thema Adoption wird bei Kathi durch die Diagnose frühzeitige Wechseljahre und die damit verbundene Unfruchtbarkeit präsent und ich war sehr gespannt, ihren Weg zu verfolgen. Ich fand es sehr interessant, durch diesen Roman, einen Einblick in den unglaublich bürokratischen Weg eines Adoptionsverfahrens in unterhaltsamer Form aufbereitet zu erhalten. Die lockere Erzählweise von Lea Streisand vermittelt das Gefühl, man steckt mitten in Kathis Leben, mit all ihren Sorgen, Ängsten und natürlich immer präsent – der unerfüllte Kinderwunsch. Der Kontrast zu Kathis Weg wird durch Effi präsent, die auf natürlichem Weg schwanger wird und somit eine Brücke zum Thema Mutterschaft und der Betrachtung der Mutterrolle schlägt. Lea Streisand unterfüttert in literaturwissenschaftlicher Herangehensweise und anhand der Entwicklung von Grimms Märchen, wie die Rolle der Mutter durch das Bürgertum geprägt wurde und beantwortet die Frage: Warum nicht nur eine leibliche Mutter das Beste für ihr Kind ist. Die Fokussierung im Roman ist stark auf Kathi ausgerichtet, dabei finde ich, dass heutzutage auch mehr die Rolle der Männer mit in die Familienplanung einbezogen werden sollte, daher fand ich es sehr schade, dass über Davids Gefühlsleben so gut wie überhaupt nichts eingebunden wurde. Kinderwunsch im 21. Jahrhundert also nur eine Frauensache? Bis auf diesen Kritikpunkt konnte mich Lea Streisand mit ihrem Roman auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen, die für mich noch nicht zu Ende ist. Fazit Ein bestärkendes Buch für alle Frauen, die den üblichen Phrasen zum Thema Kinderwunsch überdrüssig sind. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 05.06.2022

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