Gott höchstselbst

Gott höchstselbst

Buch
3.05
Gott HöchstselbstGraphic NovelPhilosophieGerichte

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Beschreibung

Gott ist Mensch geworden. Nach anfänglichen Zweifeln an seiner Wahrhaftigkeit wird der unscheinbare Mann über Nacht zum Medienhype, von Wissenschaftlern und Philosophen gnadenlos vermessen. Doch die Ankunft Gottes auf Erden hat vor allem einen Effekt: Gott wird zum universellen Sündenbock, der für das Unglück in der Welt verantwortlich gemacht wird. Schon bald findet sich der Allmächtige auf der Anklagebank wieder, und ein spektakulärer Gerichtsprozess soll die Frage der Fragen klären: Gibt es einen Gott? Nüchtern und ironisch distanziert inszeniert Mathieu diese Groteske über die existenziellen Fragen der Ontologie und Theodizee, die uns seit Menschengedenken umtreiben.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Comics
Sub-Genre
Graphic Novel
Format
Buch
Seitenzahl
124
Preis
20.60 €

Beiträge

2
Alle
3

Ich bin ein bisschen verwirrt, finde aber sie Idee spannend

Ganz unverhofft erscheint Gott auf der Erde und löst einen Rummel um seine Person aus. Während er einerseits die Wirtschaft ankurbeln (mit jeder Menge Merch) und die Wissenschaft voranbringt, stellt sich bald auch schon die Frage, wie er all das Leid auf der Welt zulassen könne. So wird Gott der Prozess gemacht, während die Menschen weiter diskutieren, was oder wer Gott denn nun eigentlich für die Menschheit ist. Wunderbar verworren, mit jeder Mengen ironischer Spitzen beleuchtet die Graphic Novel das Sein oder Nicht-Sein Gottes.

3

"Gott höchstselbst" von Marc-Antoine Mathieu ist eine intelligente, elegante und überraschend sanfte Auseinandersetzung mit dem Göttlichen in einer säkularisierten Welt. Mathieu zeigt, wie wenig wir vorbereitet wären, wenn das Absolute tatsächlich in unsere Realität träte – und wie sehr wir es doch herbeisehnen. Mathieu wagt sich an ein Sujet, das in der Literaturgeschichte meist mit Pathos, Dogmatik oder Satire überladen ist: Gott tritt als reale Figur in der Welt auf, und die Menschheit muss damit umgehen. Doch statt religiöser Polemik oder plumper Blasphemie wählt Mathieu einen kühlen, fast bürokratischen Blick. Gott wird zum Verwaltungsproblem, zum Medienphänomen, zum Objekt politischer und ökonomischer Interessen. Gerade diese Nüchternheit macht das Buch so wirkungsvoll. Mathieu entzieht dem Thema jede Mystik und zeigt, wie moderne Gesellschaften selbst das Transzendente in ihre Funktionslogiken pressen würden.

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