Gespenster

Gespenster

Taschenbuch
3.513
FamiliendramaGesellschaftsdramaNaturalismusKlassiker

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Beschreibung

Helene Alving will zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes ein Kinderheim eröffnen, das seinen Namen tragen soll. So ehrenhaft dieses Ansinnen ist, stellt sich doch heraus, dass ihr Mann so ehrenhaft nicht war. Er führte ein ausschweifendes Leben, was nicht ohne Folgen blieb. Helene selbst versagte sich eigene Bedürfnisse und "Pflicht", "Ideale" und "Rücksichten" wurden zum Inhalt ihres Lebens. Sie nimmt Regine, die Frucht einer außerehelichen Liebschaft ihres Mannes, in ihrem Haus auf. Gleichzeitig gab sie ihren Sohn Osvald außer Haus, damit er nichts von den "Gewohnheiten" seines Vaters mitbekommen sollte. Helenes Lebenslüge bekommt Risse, als Oswald Regine heiraten will. Die "Gespenster" sind Ibsens Abrechnung mit verlogenen Konventionen, doppelgründiger Moral und Heuchelei, die er mit diesem Drama um Inzest und Folgen von Geschlechtskrankheiten aufzeigt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Jugendbücher
Sub-Genre
Bildung
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
72
Preis
1.40 €

Beiträge

1
Alle
2

Gelesen habe ich die e-artnow-Ausgabe, die sich vermutlich aus gemeinfreien Übersetzungen bedient. Die Dialoge lesen sich vielleicht darum größtenteils albern und unfreiwillig komisch, trotz der bedrückenden Umstände der handelnden und aufgrund der gesellschaftlichen, vor allem religiös-moralischen Zwänge handlungsunfähigen Personen. Das Motiv der sich verliebenden Halbgeschwister, denen ihre nahe Verwandtschaft wegen der vermeintlichen Schande ihrer Herkunft verschwiegen wird, scheint entweder von statistischer Relevanz (gewesen) zu sein oder eine merkwürdige Faszination auszuüben. Ich habe das Drama leider nicht gemocht.

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