Gepäck aus Sand
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Beschreibung
Von Vernichtung, Überleben, Erinnerung: das preisgekrönte Vermächtnis der Anna Langfus
Ziellos treibt Maria, die Hauptfigur des Romans, durch die Großstadt. Ihr Alltag ist bevölkert von Spuk- und Traumgestalten, den Toten ihrer ermordeten Familie – neben denen sich die Menschen um sie herum selbst in geisterhafte Erscheinungen verwandeln. Verlust, Erinnerung und Überleben sind die Themen von Anna Langfus – und um darüber schreiben zu können, wechselte sie Land und Sprache. In einer kraftvollen, poetischen Sprache erzählt Anna Langfus von der Unmöglichkeit, der Vergangenheit zu entfliehen, vom verzweifelten Versuch, sich in der Welt zurechtzufinden und behaust zu fühlen. Ihr Werk wird heute in einem Atemzug genannt mit Autoren wie Primo Levi oder Elie Wiesel.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Anna Langfus wurde 1920 als Anna-Regina Szternfinkiel in Lublin, Polen, als Tochter einer assimilierten jüdischen Familie geboren. Nach dem Abitur ging sie mit ihrem Ehemann Jakob Rajs nach Verviers in Belgien und studierte an der dortigen Polytechnischen Hochschule Textiltechnik. Bei Kriegsausbruch 1939 befanden sich die Eheleute in Polen, sie wurden von den deutschen Besatzern ins Ghetto von Lublin deportiert. Szternfinkiels Ehemann und ihre Eltern wurden ermordet, ihr selbst gelang die Flucht. 1946 verließ sie Polen und ließ sich in Frankreich nieder, wo sie als Mathematiklehrerin arbeitete. Sie heiratete Aron Langfus, den sie bereits aus Polen kannte. Als eine der ersten jüdischen Überlebenden der Schoah begann sie, auf Französisch literarisch darüber zu schreiben. Für ihren Roman »Gepäck aus Sand« erhielt sie 1962 den Prix Goncourt. Anna Langfus starb überraschend 1966 im Alter von nur 46 Jahren. Ihr Grab ist auf dem jüdischen Friedhof in Bagneux.
Beiträge
Der Einleitungstext hat mich sehr in die Irre geführt. Ich hatte mehr Schrecken und Unbehagen erwartet, aber die ganze Handlung spielt sich viel mehr in einem sonnigen Urlaub an der Côte d’Azur ab, teilweise wirkt es wie die Geschichte einer Sommerromanze. Aber in diesem Setting sind das Unbehagen und die Erinnerungen fest verankert. Erstaunlich ist auch, dass nirgends, auch nicht im Nachwort, die intensive Auseinandersetzung mit patriarchaler Gewalt erwähnt wird. Ein wunderbares Buch, das unbedingt einen weiteren Einführungstext braucht.
Beschreibung
Von Vernichtung, Überleben, Erinnerung: das preisgekrönte Vermächtnis der Anna Langfus
Ziellos treibt Maria, die Hauptfigur des Romans, durch die Großstadt. Ihr Alltag ist bevölkert von Spuk- und Traumgestalten, den Toten ihrer ermordeten Familie – neben denen sich die Menschen um sie herum selbst in geisterhafte Erscheinungen verwandeln. Verlust, Erinnerung und Überleben sind die Themen von Anna Langfus – und um darüber schreiben zu können, wechselte sie Land und Sprache. In einer kraftvollen, poetischen Sprache erzählt Anna Langfus von der Unmöglichkeit, der Vergangenheit zu entfliehen, vom verzweifelten Versuch, sich in der Welt zurechtzufinden und behaust zu fühlen. Ihr Werk wird heute in einem Atemzug genannt mit Autoren wie Primo Levi oder Elie Wiesel.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Anna Langfus wurde 1920 als Anna-Regina Szternfinkiel in Lublin, Polen, als Tochter einer assimilierten jüdischen Familie geboren. Nach dem Abitur ging sie mit ihrem Ehemann Jakob Rajs nach Verviers in Belgien und studierte an der dortigen Polytechnischen Hochschule Textiltechnik. Bei Kriegsausbruch 1939 befanden sich die Eheleute in Polen, sie wurden von den deutschen Besatzern ins Ghetto von Lublin deportiert. Szternfinkiels Ehemann und ihre Eltern wurden ermordet, ihr selbst gelang die Flucht. 1946 verließ sie Polen und ließ sich in Frankreich nieder, wo sie als Mathematiklehrerin arbeitete. Sie heiratete Aron Langfus, den sie bereits aus Polen kannte. Als eine der ersten jüdischen Überlebenden der Schoah begann sie, auf Französisch literarisch darüber zu schreiben. Für ihren Roman »Gepäck aus Sand« erhielt sie 1962 den Prix Goncourt. Anna Langfus starb überraschend 1966 im Alter von nur 46 Jahren. Ihr Grab ist auf dem jüdischen Friedhof in Bagneux.





