Genug

Genug

Hardcover
3.54
KörperErwachsenwerdenKindheitAnorexie

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Beschreibung

Nach einem mit Bravour absolvierten Schulabschluss entgleist das Leben einer jungen Erwachsenen, die sich in der Obsession verfängt, weniger werden zu wollen. Innerhalb eines Jahres verliert sie mehr als die Hälfte ihres Körpergewichts. Was folgt, sind wiederholte Aufenthalte in Kliniken und ein mühevoller Weg zurück.Louise Juhl Dalsgaards poetische und wunderbar verwickelte Erinnerungstableaus erzählen von dem problematischen Verhältnis zu den Eltern, von Enttäuschungen, aber auch von herzerwärmenden und komischen Momenten. Anhand nüchterner Krankenakten skizziert sie das durchaus hoffnungsvolle Bild einer Genesung. Zugleich unsentimental und gefühlsgeladen, voll Wärme und Leben: Ein eindrucksvoller und immer wieder erstaunlich humorvoller Roman über eine Frau, der das Leben beinahe entgleitet.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
192
Preis
1.00 €

Autorenbeschreibung

Louise Juhl Dalsgaard, geboren 1973, ist ausgebildete Bibliothekarin. Sie schreibt Lyrik und Kurzprosa und unterrichtet kreatives Schreiben. Sie hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht. Ihr Romandebüt »Genug« erschien 2017 in Dänemark, 2019 folgte ein weiterer Roman. Louise Juhl Dalsgaard lebt und arbeitet in Skanderborg bei Aarhus.

Beiträge

2
Alle
2

Was war das bitte??

3

Louise Juhl Dalsgaards „Genug“, aus dem Dänischen übersetzt von Gerd Weinreich, beschreibt den Weg einer jungen Frau in eine Essstörung und ihren Weg der Genesung zurück ins Leben. Die Handlung wird dabei nicht linear erzählt, sondern besteht vielmehr aus Anekdoten und kurzen Einschüben. Immer wieder werden diese dabei von Einschätzungen von Ärzt:innen und Sozialarbeiter:innen unterbrochen. Mich hat das Buch sehr berührt, denn ich habe zwischen den Zeilen durchaus die Verzweiflung der Protagonistin gespürt, nicht genug zu sein und dem zu entsprechen, was von ihr verlangt wird. Für mich war das Buch sehr gefühlsbasiert. Es wird kaum von einer bestimmten Handlung berichtet und wenn, wird diese in langen Schachtelsätzen schnell abgearbeitet. So habe ich als Leserin den Fortschritt der Protagonistin nur durch die Arztberichte wahr genommen. Diese klangen leider, egal wer darunter „unterzeichnet“ hat, immer gleich; es war keine Veränderung im Ton zu erkennen. Gleichzeitig waren sie aber auch durch die Wortwahl unglaubwürdig, da sie stark umgangssprachlich gefärbt und wenig wissenschaftlich beschrieben waren. Es fällt mir schwer, das Buch zu bewerten, da mir die anekdotenhafte Art gleichzeitig gut gefallen hat, ich mir aber trotzdem mehr Handlung an sich gewünscht hätte, als nur Einblicke in eine Gefühlswelt. Darüber hinaus haben mich die Einschübe der Mediziner:innen nur wenig überzeugt. Ich denke, das Buch wird nicht für jede Person etwas sein. Leser:innen sollten sich bewusst sein, dass hier ganz klar das Innere einer Person im Vordergrund steht.

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