Generation Beleidigt

Generation Beleidigt

Paperback
3.918
Falsche SensibilitätAktueller DiskursUsaStudenten

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Beschreibung

Die feministische Publizistin Caroline Fourest setzt sich anhand konkreter Vorkommnisse und Debatten mit einer gefährlich irrationalistischen Strömung der Identitätspolitik auseinander, die inzwischen auch an europäischen Unis die Hegemonie zu erlangen versucht.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Paperback
Seitenzahl
200
Preis
18.50 €

Beiträge

5
Alle
5

Ungleichheit bekämpft man nicht mit safe spaces

Es kann nicht darum gehen, aus dem Kampf gegen sogenannte Mikroagressionen und die Flucht in Safe spaces, wo es keine Debattenkultur gibt, eine bessere Welt herbeizuwünschen. Denn die wirklichen Probleme geraten dadurch in den Hintergrund und Typen wie Musk können durch diese Selbstbeschränkung von Zensur reden. Im konservativen Lager prangert man eine „Tyrannei der Minderheiten“ an, um die Herrschaft der Privilegierten wiederherzustellen, und kehrt die Probleme des Multikulturalismus nur deswegen hervor, um den Monokulturalismus als besser darzustellen. Allerhöchste Zeit also für eine Abrechnung mit sogenannter Identitätspolitik der Linken oder der politischen Korrektheit. Das durchaus wütende Buch ist notwendig, aber leider fast zu spät, wenn man sieht, was die Trumps und Orbans und Ficos dieser Welt treiben. Und: Die notwendige Kritik musste von der Linken kommen, und das ist der Jüdin, Lesbierin und Feministin Caroline Forrest gelungen. Lesenswert. Gelesen in der Edition Zeitkritik der wunderbaren Büchergilde.

5

Ein Buch über die Mikrobefindlichkeiten der einzelnen. Wo überall Rassismus, Diskriminierung etc entdeckt werden kann, wenn man es entdecken will. Es ist erschreckend, wie weit dieser "Trend" schon fortgeschritten ist. Absolute Leseempfehlung!

4

Traduction a la fin. Liest man den langen Titel inkl. Untertitel des Buchs, könnte man der Auffassung sein, dass dies ein Pamphlet eines politischen Lagers gegen den politischen Gegner ist. Doch hier wettert nicht Rechts gegen Links, was das eigentlich Traurige an dem Buch ist. Caroline Fourest ist eine französische Autorin und Filmemacherin, eine lesbische Feministin, die sich selbst in die politische Linke einordnet. Sie stellt in ihrem Buch dar, wie sich universalistischer von identitärem Antirassismus unterscheiden. Wie bitte? Es gibt verschiedene Arten von Antirassismus? Noch vor einem Jahr hätte ich in meiner Naivität dies nicht für möglich gehalten. Erst zwei gelesene Antirassismus-Bücher in den letzten Monaten, deren Argumentation mich als weißen Mann pauschal anklagend in eine Ecke stellten, in der ich meiner Meinung nach nicht hingehöre, zeigten mir, dass Fronten zwischen mir und anderen Menschen vorhanden scheinen, die ich eigentlich als Brüder und Schwester im Geiste bezeichnet hätte. Aber Links ist nicht gleich Links. Weiße Fragilität, weiße Privilegierung, kulturelle Aneignung. Ich habe viel dazugelernt und verstehe langsam, warum mir soviel Aggressivität entgegenschlug nach der schlechten Bewertung eines der Antirassismus-Bücher. Ich verstehe die Welt nicht mehr, wenn selbsternannte identitäre Antirassisten gegen eine Yoga-Lehrerin in Kanada vorgehen und ihr kulturelle Aneignung eines asiatischen Kulturgutes vorwerfen. Caroline Fourest führt die verrücktesten Beispiele an, bei der selbst sie als Kämpferin für die Gleichheit als Unterdrückerin und Rassistin beschimpft und fast schon körperlich angegriffen wurde. Statt gemeinsam gegen die Diskriminierung vorzugehen und für eine multikulturelle Welt zu kämpfen, wie sie sich Martin Luther King erträumt hatte, streiten wir uns über darüber, wer überhaupt zu dem Thema etwas sagen darf. Als weißer Mann hat man da schlechte Karten. Da muss man sich nur manche Buchtitel ansehen, um festzustellen, warum manche People of Color jetzt nicht mehr mit mir reden wollen oder zu wissen meinen, was ich nicht mehr über Rassismus hören will. Wenn ich etwas an dem Buch von Caroline Fourest zu kritisieren habe, dann ist es ihr zorniger Ton, der sich durch das ganze Buch zieht. Da hat sich offensichtlich viel Wut angestaut, die heraus muss. Doch so finden wir nicht zueinander. Da kann sie auch keine Lösung oder eine Vision bieten, wie sich eine gemeinsame Sprache finden lässt. Insofern machte dieses Buch mich schon sehr traurig, denn auf der einen Seite sehe ich die Linke sich selbst zerfleischen, während dieses Aufbauschen von Nebensächlichkeiten (gerade eben wurde ein Sky-Sportreporter entlassen, der Japan als „Land des Sushi“ bezeichnete) den identitären Rechten in die Karten spielt und sie Wahlen gewinnen läßt. „Es ist Zeit, Luft zu holen und von Neuem zu lernen, die Gleichheit zu verteidigen, ohne der Freiheit zu schaden.“ ———————————————— Si l'on lit le long titre incluant le sous-titre du livre, on pourrait être d'avis qu'il s'agit d'un pamphlet d'un camp politique contre l'opposant politique. Mais la droite contre la gauche n'est pas une balustrade ici, ce qui est en fait le plus triste du livre. Caroline Fourest est une écrivaine et cinéaste française, une féministe lesbienne qui se place sur la gauche politique. Dans son livre, elle montre à quel point l'antiracisme universaliste et identitaire diffère. Je vous demande pardon? Existe-t-il différents types d'antiracisme? Il y a un an, dans ma naïveté, je n'aurais pas cru cela possible. Seuls deux livres contre le racisme que j'ai lus ces derniers mois, dont les arguments me placent en tant qu'homme blanc dans un coin auquel je ne pense pas appartenir, m'ont montré qu'il semble y avoir des fronts entre moi et d'autres personnes qui Je crois réellement les frères et sœurs appelés dans l'esprit. Mais tous les liens ne sont pas identiques. Fragilité blanche, privilège blanc, appropriation culturelle. J'ai beaucoup appris et je comprends lentement pourquoi j'ai été confronté à tant d'agressivité après la mauvaise note d'un des livres anti-racisme. Je ne comprends plus le monde lorsque des antiracistes identitaires autoproclamés agissent contre un professeur de yoga au Canada et l'accusent de s'approprier un bien culturel asiatique. Caroline Fourest cite les exemples les plus fous dans lesquels même elle, en tant que combattante pour l'égalité, a été insultée en tant qu'oppresseur et raciste et presque physiquement attaquée. Au lieu de travailler ensemble contre la discrimination et de lutter pour un monde multiculturel comme celui que Martin Luther King a imaginé, nous nous disputons pour savoir qui est autorisé à dire quelque chose sur le sujet. En tant qu'homme blanc, vous avez de mauvaises cartes. Il suffit de regarder certains titres de livres pour savoir pourquoi certaines personnes de couleur ne veulent plus me parler ou pensent savoir ce que je ne veux plus entendre sur le racisme. Si j'ai quelque chose à critiquer sur le livre de Caroline Fourest, c'est son ton de colère qui traverse tout le livre. De toute évidence, il y a eu beaucoup de colère qui doit sortir. Mais ce n'est pas ainsi que nous nous trouvons. Il ne peut pas offrir une solution ou une vision de la manière de trouver un langage commun. À cet égard, ce livre m'a rendu très triste, car d'une part je vois la gauche se déchirer en morceaux tandis que cette bouffée de trivialités (un journaliste sportif de Sky qui appelait le Japon le «pays des sushis» vient d'être écarté) le le droit d'identité joue dans les cartes et leur permet de gagner des élections. "Il est temps de respirer profondément et de réapprendre à défendre l'égalité sans nuire à la liberté."

1

Wenn ich könnte, würde ich dem Buch 0 Sterne geben.

Du willst linke Identitätspolitik kritisieren? Go for it. Aber lange war ich nicht mehr so genervt von einem Buch, der Argumentationsweise und dem Stil. Die Autorin wirft linker Identitätspolitik Polarisierung vor. Und was macht sie? Genau das. Der Schreibstil ist polemisch, herablassend und undifferenziert. Natürlich hat mich das Buch auch bisschen hinterfragen lassen, aber sonderlich überzeugen konnte mich die Autorin mit ihren Argumenten nicht.

Wenn ich könnte, würde ich dem Buch 0 Sterne geben.
4

Traduction a la fin. Liest man den langen Titel inkl. Untertitel des Buchs, könnte man der Auffassung sein, dass dies ein Pamphlet eines politischen Lagers gegen den politischen Gegner ist. Doch hier wettert nicht Rechts gegen Links, was das eigentlich Traurige an dem Buch ist. Caroline Fourest ist eine französische Autorin und Filmemacherin, eine lesbische Feministin, die sich selbst in die politische Linke einordnet. Sie stellt in ihrem Buch dar, wie sich universalistischer von identitärem Antirassismus unterscheiden. Wie bitte? Es gibt verschiedene Arten von Antirassismus? Noch vor einem Jahr hätte ich in meiner Naivität dies nicht für möglich gehalten. Erst zwei gelesene Antirassismus-Bücher in den letzten Monaten, deren Argumentation mich als weißen Mann pauschal anklagend in eine Ecke stellten, in der ich meiner Meinung nach nicht hingehöre, zeigten mir, dass Fronten zwischen mir und anderen Menschen vorhanden scheinen, die ich eigentlich als Brüder und Schwester im Geiste bezeichnet hätte. Aber Links ist nicht gleich Links. Weiße Fragilität, weiße Privilegierung, kulturelle Aneignung. Ich habe viel dazugelernt und verstehe langsam, warum mir soviel Aggressivität entgegenschlug nach der schlechten Bewertung eines der Antirassismus-Bücher. Ich verstehe die Welt nicht mehr, wenn selbsternannte identitäre Antirassisten gegen eine Yoga-Lehrerin in Kanada vorgehen und ihr kulturelle Aneignung eines asiatischen Kulturgutes vorwerfen. Caroline Fourest führt die verrücktesten Beispiele an, bei der selbst sie als Kämpferin für die Gleichheit als Unterdrückerin und Rassistin beschimpft und fast schon körperlich angegriffen wurde. Statt gemeinsam gegen die Diskriminierung vorzugehen und für eine multikulturelle Welt zu kämpfen, wie sie sich Martin Luther King erträumt hatte, streiten wir uns über darüber, wer überhaupt zu dem Thema etwas sagen darf. Als weißer Mann hat man da schlechte Karten. Da muss man sich nur manche Buchtitel ansehen, um festzustellen, warum manche People of Color jetzt nicht mehr mit mir reden wollen oder zu wissen meinen, was ich nicht mehr über Rassismus hören will. Wenn ich etwas an dem Buch von Caroline Fourest zu kritisieren habe, dann ist es ihr zorniger Ton, der sich durch das ganze Buch zieht. Da hat sich offensichtlich viel Wut angestaut, die heraus muss. Doch so finden wir nicht zueinander. Da kann sie auch keine Lösung oder eine Vision bieten, wie sich eine gemeinsame Sprache finden lässt. Insofern machte dieses Buch mich schon sehr traurig, denn auf der einen Seite sehe ich die Linke sich selbst zerfleischen, während dieses Aufbauschen von Nebensächlichkeiten (gerade eben wurde ein Sky-Sportreporter entlassen, der Japan als „Land des Sushi“ bezeichnete) den identitären Rechten in die Karten spielt und sie Wahlen gewinnen läßt. „Es ist Zeit, Luft zu holen und von Neuem zu lernen, die Gleichheit zu verteidigen, ohne der Freiheit zu schaden.“ ———————————————— Si l'on lit le long titre incluant le sous-titre du livre, on pourrait être d'avis qu'il s'agit d'un pamphlet d'un camp politique contre l'opposant politique. Mais la droite contre la gauche n'est pas une balustrade ici, ce qui est en fait le plus triste du livre. Caroline Fourest est une écrivaine et cinéaste française, une féministe lesbienne qui se place sur la gauche politique. Dans son livre, elle montre à quel point l'antiracisme universaliste et identitaire diffère. Je vous demande pardon? Existe-t-il différents types d'antiracisme? Il y a un an, dans ma naïveté, je n'aurais pas cru cela possible. Seuls deux livres contre le racisme que j'ai lus ces derniers mois, dont les arguments me placent en tant qu'homme blanc dans un coin auquel je ne pense pas appartenir, m'ont montré qu'il semble y avoir des fronts entre moi et d'autres personnes qui Je crois réellement les frères et sœurs appelés dans l'esprit. Mais tous les liens ne sont pas identiques. Fragilité blanche, privilège blanc, appropriation culturelle. J'ai beaucoup appris et je comprends lentement pourquoi j'ai été confronté à tant d'agressivité après la mauvaise note d'un des livres anti-racisme. Je ne comprends plus le monde lorsque des antiracistes identitaires autoproclamés agissent contre un professeur de yoga au Canada et l'accusent de s'approprier un bien culturel asiatique. Caroline Fourest cite les exemples les plus fous dans lesquels même elle, en tant que combattante pour l'égalité, a été insultée en tant qu'oppresseur et raciste et presque physiquement attaquée. Au lieu de travailler ensemble contre la discrimination et de lutter pour un monde multiculturel comme celui que Martin Luther King a imaginé, nous nous disputons pour savoir qui est autorisé à dire quelque chose sur le sujet. En tant qu'homme blanc, vous avez de mauvaises cartes. Il suffit de regarder certains titres de livres pour savoir pourquoi certaines personnes de couleur ne veulent plus me parler ou pensent savoir ce que je ne veux plus entendre sur le racisme. Si j'ai quelque chose à critiquer sur le livre de Caroline Fourest, c'est son ton de colère qui traverse tout le livre. De toute évidence, il y a eu beaucoup de colère qui doit sortir. Mais ce n'est pas ainsi que nous nous trouvons. Il ne peut pas offrir une solution ou une vision de la manière de trouver un langage commun. À cet égard, ce livre m'a rendu très triste, car d'une part je vois la gauche se déchirer en morceaux tandis que cette bouffée de trivialités (un journaliste sportif de Sky qui appelait le Japon le «pays des sushis» vient d'être écarté) le le droit d'identité joue dans les cartes et leur permet de gagner des élections. "Il est temps de respirer profondément et de réapprendre à défendre l'égalité sans nuire à la liberté."

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