Fremder Champagner
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
MARTINA BERSCHEID, geboren 1973 in Kaiserslautern, hat Biologie studiert und schreibt Prosa – Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane, aber auch Haikus. Sie liebt vielschichtige Figuren und hat ein Faible für Sprachbilder. In ihren Texten lotet die Autorin die Beziehungen zwischen den Menschen aus, das Ungesagte, Verborgene. Einige ihrer Kurzgeschichten wurden in Anthologien und Literaturzeitschriften publiziert. 2015 erhielt sie den Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreis der Stadt Saarbrücken. Veröffentlichungen: »Leichtgewichte« (Erzählungen, 2017), »Das Echo unseres Schweigens« (Roman, 2018, Rabenwald Verlag), »Die Klassenkameradin« (2023, Edition Schaumberg, 2020 Longlist des Blogbuster-Preises). Martina Berscheid lebt mir ihrer Familie in Homburg/Saar.
Beiträge
Netter Buchsnack
Martina Berscheids Kurzgeschichten wirken. Dringen leise nach dem Lesen in dein Unterbewusstsein ein und hallen nach. Kratzen an deiner Vorstellungkraft, passieren Revue und setzen ein „Was wäre wenn“-Szenario in Gang. Jede auf ihre unnachahmliche und dem Thema geschuldeten Art und Weise. Wie würdest du in diesen Lebenslagen reagieren, wenn du selbst wie in dem Buch betrogen, benutzt und / oder ausgenutzt bzw dir kein Glauben geschenkt wird? Inwiefern verändert sich deine Gefühlswelt zu der Liebe deines Lebens, wenn ein Fakt an Biografie hinzukommt? Egal welche Story, es geht im Großen und Ganzen bei jeder Geschichte um das Thema Vertrauen und dem darauß fortschreiten Verlauf (oder Verfall) in den unterschiedlichsten Beziehungen. Es geht um das Auskosten von Wünschen und Träumen, dem verletzten Ego, der Ohnmacht des Nichtwissens. Sei es die Familie, die Freundschaft oder die Partnerschaft. Meine Favoriten waren: „Alles gut“ „Als wären sie Verschwörerinnen“ „Passwort“ „Nighthawk“. „Was tun“ und „Flaschendrehen“
Die kleine Abgründe im Leben der Menschen
Mit Kurzgeschichten tue ich mich wirklich schwer. Mir ist das oft zu wenig und wenn ich sie lese, dann als kleine Snacks zwischendurch. So hab ich es auch mit diesem Buch gemacht. Über Wochen hab ich immer mal wieder eine Erzählung aus dieser Sammlung gelesen und die haben es tatsächlich in sich. Martina Berscheid schreibt nicht über Menschen, die unerreichbar sind. Hier geht es um Familienprobleme wie wir sie vielleicht schon selbst erlebt haben. Jede Person, schleppt irgend eine kleine, dunkle Geschichte mit sich herum. Manche davon sind größer wie zum Beispiel in „Als wären sie Verschwörerinnen“ , manche könnten tatsächlich gar nicht wirklich wahr sein, wie in „Flaschendrehen“ und manche füllen mit Kreativität die Einsamkeit wie in „Alles gut“. Die Autorin schaffte es, mich mit jeder einzelnen Geschichte zu fesseln. Beim Einstieg fackelt sie nicht lange. Wir sind sofort vertraut mit dem Problem und große Neugier war dann die treibende Kraft dran zu bleiben. Wie geht die Geschichte aus? Nicht immer wird diese Frage beantwortet. Oft musste ich mich mit einem sehr offenen Ende zufrieden geben, welches natürlich Raum für eine eigene Version bietet. Die Frage danach wie ich mich verhalten würde, in der ein oder anderen Rolle, macht das Lese Erlebnis für einen selbst spannend, denn hier findet nichts statt, was wir nicht wirklich erleben könnten. Und somit bietet dieses Buch auch viel Potenzial zur Eigenreflektion. Kurzgeschichten werden weiterhin nicht mein liebstes Genre werden, aber Martina Berscheid hat es mit ihrer Art zu schreiben es geschafft, mich bei der Stange zu halten und das will was heißen. Wenn es euch also nach einem kleinen Buchs Snack zwischendurch gelüstet, dann greift zu diesem Buch und berauscht euch am fremden Champagner.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
MARTINA BERSCHEID, geboren 1973 in Kaiserslautern, hat Biologie studiert und schreibt Prosa – Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane, aber auch Haikus. Sie liebt vielschichtige Figuren und hat ein Faible für Sprachbilder. In ihren Texten lotet die Autorin die Beziehungen zwischen den Menschen aus, das Ungesagte, Verborgene. Einige ihrer Kurzgeschichten wurden in Anthologien und Literaturzeitschriften publiziert. 2015 erhielt sie den Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreis der Stadt Saarbrücken. Veröffentlichungen: »Leichtgewichte« (Erzählungen, 2017), »Das Echo unseres Schweigens« (Roman, 2018, Rabenwald Verlag), »Die Klassenkameradin« (2023, Edition Schaumberg, 2020 Longlist des Blogbuster-Preises). Martina Berscheid lebt mir ihrer Familie in Homburg/Saar.
Beiträge
Netter Buchsnack
Martina Berscheids Kurzgeschichten wirken. Dringen leise nach dem Lesen in dein Unterbewusstsein ein und hallen nach. Kratzen an deiner Vorstellungkraft, passieren Revue und setzen ein „Was wäre wenn“-Szenario in Gang. Jede auf ihre unnachahmliche und dem Thema geschuldeten Art und Weise. Wie würdest du in diesen Lebenslagen reagieren, wenn du selbst wie in dem Buch betrogen, benutzt und / oder ausgenutzt bzw dir kein Glauben geschenkt wird? Inwiefern verändert sich deine Gefühlswelt zu der Liebe deines Lebens, wenn ein Fakt an Biografie hinzukommt? Egal welche Story, es geht im Großen und Ganzen bei jeder Geschichte um das Thema Vertrauen und dem darauß fortschreiten Verlauf (oder Verfall) in den unterschiedlichsten Beziehungen. Es geht um das Auskosten von Wünschen und Träumen, dem verletzten Ego, der Ohnmacht des Nichtwissens. Sei es die Familie, die Freundschaft oder die Partnerschaft. Meine Favoriten waren: „Alles gut“ „Als wären sie Verschwörerinnen“ „Passwort“ „Nighthawk“. „Was tun“ und „Flaschendrehen“
Die kleine Abgründe im Leben der Menschen
Mit Kurzgeschichten tue ich mich wirklich schwer. Mir ist das oft zu wenig und wenn ich sie lese, dann als kleine Snacks zwischendurch. So hab ich es auch mit diesem Buch gemacht. Über Wochen hab ich immer mal wieder eine Erzählung aus dieser Sammlung gelesen und die haben es tatsächlich in sich. Martina Berscheid schreibt nicht über Menschen, die unerreichbar sind. Hier geht es um Familienprobleme wie wir sie vielleicht schon selbst erlebt haben. Jede Person, schleppt irgend eine kleine, dunkle Geschichte mit sich herum. Manche davon sind größer wie zum Beispiel in „Als wären sie Verschwörerinnen“ , manche könnten tatsächlich gar nicht wirklich wahr sein, wie in „Flaschendrehen“ und manche füllen mit Kreativität die Einsamkeit wie in „Alles gut“. Die Autorin schaffte es, mich mit jeder einzelnen Geschichte zu fesseln. Beim Einstieg fackelt sie nicht lange. Wir sind sofort vertraut mit dem Problem und große Neugier war dann die treibende Kraft dran zu bleiben. Wie geht die Geschichte aus? Nicht immer wird diese Frage beantwortet. Oft musste ich mich mit einem sehr offenen Ende zufrieden geben, welches natürlich Raum für eine eigene Version bietet. Die Frage danach wie ich mich verhalten würde, in der ein oder anderen Rolle, macht das Lese Erlebnis für einen selbst spannend, denn hier findet nichts statt, was wir nicht wirklich erleben könnten. Und somit bietet dieses Buch auch viel Potenzial zur Eigenreflektion. Kurzgeschichten werden weiterhin nicht mein liebstes Genre werden, aber Martina Berscheid hat es mit ihrer Art zu schreiben es geschafft, mich bei der Stange zu halten und das will was heißen. Wenn es euch also nach einem kleinen Buchs Snack zwischendurch gelüstet, dann greift zu diesem Buch und berauscht euch am fremden Champagner.





