Freischwimmer
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Es gibt Zeiten im Leben, auf die man zurückblickt und begreift, dass sie alles verändert haben – für Donnie Frey ist diese Zeit sein 21. Sommer. Eine einzige schicksalhafte Begegnung reicht aus, um Donnie völlig aus der Bahn zu werfen. Plötzlich sieht er sich mit Fragen konfrontiert, denen er bislang erfolgreich ausgewichen ist. Was bedeutet es, eigene Entscheidungen zu treffen und mit den Konsequenzen zu leben? Wie weit würde er gehen, um für seine Überzeugungen einzustehen? Antworten auf diese Fragen findet er dort, wo er sie am wenigsten erwartet hätte: in Zimmer 311 eines Altenheimes, auf dem Fahrersitz eines Buchanka und in einem malerischen Hotel in Südfrankreich.
»Ein leichter Sommerroman mit Abgründen: Gabriel Herlich hat ein trickreiches literarisches Debüt verfasst.« Florian Balke | FAZ
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gabriel Herlich wurde 1988 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Besuch einer jüdischen Schule studierte er Betriebswirtschaftslehre in Wien und Grenoble. Seit 2014 arbeitet er in der Tech-Branche und lebt mit seiner Familie in Hamburg. »Freischwimmer« ist sein Debütroman.
Beiträge
„Der Sommer 1999 war voller Dummheiten. Meiner Dummheiten. Als Nichtschwimmer ins Freibad zu gehen, war nur eine davon.“ Der Autor Gabriel Herlich ist in jüdischen Gemeinden aufgewachsen. In seinem im Pendragon Verlag erschienenen Debüt „Freischwimmer“ schreibt er aus Sicht eines Rechtsradikalen: Der künstlerisch begabte Donnie Frey wächst in einer Familie auf, in der Geld und Tradition an erster Stelle stehen. Seine Sehnsucht nach Anerkennung ist groß, aber unerfüllt. Auch in der Schule und zu Beginn seines Kunststudiums erlebt er nur Ausgrenzung und Einsamkeit und er läuft unverstanden, naiv und orientierungslos durchs Leben. Doch im Sommer ´99 scheint sich das Blatt für ihn zu wenden, denn zum ersten mal findet er in Alvin und Marlon Freunde und er verliebt sich in Meggie. Diese neuen, für ihn unbekannten Gefühle und Emotionen berauschen ihn, machen ihn blind für die Realität und ehe er sich versieht, taucht er tief ein in eine Welt voller (verbaler) Gewalt, Wut und Frustration. Donnie ist Nichtschwimmer und der Strudel zieht ihn förmlich hinab. Als er nach einer schlimmen Eskalation Sozialstunden in einem Altenheim leisten muss und dort auf die Großmutter seiner großen Liebe trifft, rückt sich ein Weltbild nach und nach zurecht. Er schwimmt sich frei und ehe er sich versieht, befindet er sich mit Meggie auf einem Roadtrip in die Vergangenheit und sie lüften ein düsteres Familiengeheimnis. Gabriel Herlich schreibt über Ängste und Einsamkeit, über Familie, falsche Freunde und negative Beeinflussung - und wie empfänglich man dafür gerade in der Adoleszenz ist. Aber er greift auch ein anderes wichtiges Thema auf: die Enteignungen jüdischen Eigentums im Nationalsozialismus und die persönliche Bereicherung durch Raubkunst. Das ist nun natürlich eine sehr umfangreiche Thematik, der man bezüglich der Tiefe in einem Roman schwerlich gerecht werden kann. Aber Herlich gelingt es, hier einen wichtigen Denkanreiz zu setzen und zu sensibilisieren. #Freischwimmen ist ein gelungener Entwicklungsroman, der durch seine unprätentiöse und dennoch temporeiche Erzählweise hervorsticht. Auch wenn die Geschichte an manchen Stellen etwas subtiler hätte sein dürfen, ist es ein lesenswerter Coming-of-age-Roman, der auch sehr gut als Jugendroman gelesen werden kann. „Obwohl sie nur wenige Meter entfernt war, hörte es sich an, als würde sie mir ihre Worte aus einer fremden Galaxie zurufen. Ich konnte schwimmen. Allein. Es fühlte sich unglaublich an, frei und schwerelos, und ich wollte gar nicht mehr aufhören.“

Kunststudent Donnie ist durch seine Freunde in die rechte Szene gerutscht. Die abzuleistenden Sozialstunden, ein Mädchen und eine alte jüdische Dame haben einigen Einfluss darauf, dass er sein Handeln hinterfragt. Das Buch ist locker-flockig und knallhart zugleich, denn neben dem Wohlfühlteil, in dem sich der Protagonist mit Meggie nach Frankreich auf die Suche nach ihrem Großvater begibt, werden wir auch mit dem Unrecht, das den Juden widerfahren ist, und mit rassistischer Gewalt konfrontiert. Von ein paar Zufällen im Handlungsverlauf abgesehen, ist der Roman authentisch und mitreißend, besonders da die Ich-Perspektive Einblicke in die Verarbeitung des aufregenden Sommers erlaubt. „Hätte sie mir zehn Minuten gegeben, wäre ich ins Wohnzimmer gegangen, hätte mir ein paar Notizen gemacht und wäre mit einer wohlartikulierten Antwort zurückgekommen, die sowohl ihre Situation als auch meine Meinung einbezog.“ Das hat mir auch sprachlich richtig gut gefallen und macht eine lohnenswerte Lektüre für mich aus.
Beeindruckend, kurzweilig, gefühlvoll und doch nicht zu kitschig. Von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert!
Das Buch habe ich in einer Leserunde gewonnen und habe einzelne Abschnitte rezensiert. In die Geschichte stolpert man relativ schnell hinein. Wir lernen Donnie in seinem 21. Sommer kennen, seine Freunde und seine großen Schwächen. Dass das Buch vor fast 25 Jahren spielt, habe ich während des Lesens nicht gemerkt, spielte für mich allerdings auch keine Rolle. Da im Klappentext absichtlich wenig vom eigentlichen Thema erzählt wird, möchte ich dies hier auch nicht tun. Für mich war das Buch innerhalb eines Tages gut lesbar. Die Charaktere finde ich teilweise nicht tief genug vorgestellt oder gezeichnet, da sie so manchmal etwas platt oder zu fremd wirken. Gefühle kamen bei mir trotzdem auf - Angst, Panik, Geborgenheit, Hass, Unverständnis und Liebe auf vielen Ebenen. Für das Thema selbst hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht, da es auf knapp 300 Seiten stellenweise doch schnell abgehandelt wird. Trotzdem wird mir diese Geschichte im Gedächtnis sein und ich bedanke mich für die tolle Unterhaltung! Den Autor merke ich mir auf jeden Fall :) Das Buch empfehle ich Menschen, die gerne über Freundschaft, Ausgrenzung und Ahnenforschung lesen, auch mit ernsteren Themen kein Problem haben und sich auf einen Pageturner einlassen möchten.
Ein guter Coming-of-Age-Roman
Donnie, Mitte zwanzig, Kunststudent, hat die falschen Freunde, was ihm einige Probleme einbringt. Seine eigene Unsicherheit und die Eindrücke seiner Kindheit und Jugend ohne Freunde und als Außenseiter lassen ihn an diesen beiden Nazi-Freunden festhalten. Er weiß, dass es falsch ist, was sie tun und irgendwann entscheidet er sich doch gegen die beiden einzustehen und ein Mädchen vor ihnen zu verteidigen. In kleinen Schritten beginnt er sich zu verändern. Der Roman ist sprachlich sicherlich keine schwere Kost und es gibt ein paar inhaltliche Ungereimtheiten. Aber trotzdem hat er mich gefesselt und gerührt. Eine schöne Geschichte, gut erzählt. Auch wenn Donnie mich immer wieder etwas wütend gemacht hat und ich ihn gerne manchmal hätte schütteln können, um ihn vor irgendwelchen Dummheiten und Fehler zu bewahren. Aber auch solche Emotionen sprechen doch für ein Buch. Und so waren die 256 Seiten in wenigen Tagen gelesen. Insgesamt eine klare Leseempfehlung .
Beschreibung
Es gibt Zeiten im Leben, auf die man zurückblickt und begreift, dass sie alles verändert haben – für Donnie Frey ist diese Zeit sein 21. Sommer. Eine einzige schicksalhafte Begegnung reicht aus, um Donnie völlig aus der Bahn zu werfen. Plötzlich sieht er sich mit Fragen konfrontiert, denen er bislang erfolgreich ausgewichen ist. Was bedeutet es, eigene Entscheidungen zu treffen und mit den Konsequenzen zu leben? Wie weit würde er gehen, um für seine Überzeugungen einzustehen? Antworten auf diese Fragen findet er dort, wo er sie am wenigsten erwartet hätte: in Zimmer 311 eines Altenheimes, auf dem Fahrersitz eines Buchanka und in einem malerischen Hotel in Südfrankreich.
»Ein leichter Sommerroman mit Abgründen: Gabriel Herlich hat ein trickreiches literarisches Debüt verfasst.« Florian Balke | FAZ
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gabriel Herlich wurde 1988 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Besuch einer jüdischen Schule studierte er Betriebswirtschaftslehre in Wien und Grenoble. Seit 2014 arbeitet er in der Tech-Branche und lebt mit seiner Familie in Hamburg. »Freischwimmer« ist sein Debütroman.
Beiträge
„Der Sommer 1999 war voller Dummheiten. Meiner Dummheiten. Als Nichtschwimmer ins Freibad zu gehen, war nur eine davon.“ Der Autor Gabriel Herlich ist in jüdischen Gemeinden aufgewachsen. In seinem im Pendragon Verlag erschienenen Debüt „Freischwimmer“ schreibt er aus Sicht eines Rechtsradikalen: Der künstlerisch begabte Donnie Frey wächst in einer Familie auf, in der Geld und Tradition an erster Stelle stehen. Seine Sehnsucht nach Anerkennung ist groß, aber unerfüllt. Auch in der Schule und zu Beginn seines Kunststudiums erlebt er nur Ausgrenzung und Einsamkeit und er läuft unverstanden, naiv und orientierungslos durchs Leben. Doch im Sommer ´99 scheint sich das Blatt für ihn zu wenden, denn zum ersten mal findet er in Alvin und Marlon Freunde und er verliebt sich in Meggie. Diese neuen, für ihn unbekannten Gefühle und Emotionen berauschen ihn, machen ihn blind für die Realität und ehe er sich versieht, taucht er tief ein in eine Welt voller (verbaler) Gewalt, Wut und Frustration. Donnie ist Nichtschwimmer und der Strudel zieht ihn förmlich hinab. Als er nach einer schlimmen Eskalation Sozialstunden in einem Altenheim leisten muss und dort auf die Großmutter seiner großen Liebe trifft, rückt sich ein Weltbild nach und nach zurecht. Er schwimmt sich frei und ehe er sich versieht, befindet er sich mit Meggie auf einem Roadtrip in die Vergangenheit und sie lüften ein düsteres Familiengeheimnis. Gabriel Herlich schreibt über Ängste und Einsamkeit, über Familie, falsche Freunde und negative Beeinflussung - und wie empfänglich man dafür gerade in der Adoleszenz ist. Aber er greift auch ein anderes wichtiges Thema auf: die Enteignungen jüdischen Eigentums im Nationalsozialismus und die persönliche Bereicherung durch Raubkunst. Das ist nun natürlich eine sehr umfangreiche Thematik, der man bezüglich der Tiefe in einem Roman schwerlich gerecht werden kann. Aber Herlich gelingt es, hier einen wichtigen Denkanreiz zu setzen und zu sensibilisieren. #Freischwimmen ist ein gelungener Entwicklungsroman, der durch seine unprätentiöse und dennoch temporeiche Erzählweise hervorsticht. Auch wenn die Geschichte an manchen Stellen etwas subtiler hätte sein dürfen, ist es ein lesenswerter Coming-of-age-Roman, der auch sehr gut als Jugendroman gelesen werden kann. „Obwohl sie nur wenige Meter entfernt war, hörte es sich an, als würde sie mir ihre Worte aus einer fremden Galaxie zurufen. Ich konnte schwimmen. Allein. Es fühlte sich unglaublich an, frei und schwerelos, und ich wollte gar nicht mehr aufhören.“

Kunststudent Donnie ist durch seine Freunde in die rechte Szene gerutscht. Die abzuleistenden Sozialstunden, ein Mädchen und eine alte jüdische Dame haben einigen Einfluss darauf, dass er sein Handeln hinterfragt. Das Buch ist locker-flockig und knallhart zugleich, denn neben dem Wohlfühlteil, in dem sich der Protagonist mit Meggie nach Frankreich auf die Suche nach ihrem Großvater begibt, werden wir auch mit dem Unrecht, das den Juden widerfahren ist, und mit rassistischer Gewalt konfrontiert. Von ein paar Zufällen im Handlungsverlauf abgesehen, ist der Roman authentisch und mitreißend, besonders da die Ich-Perspektive Einblicke in die Verarbeitung des aufregenden Sommers erlaubt. „Hätte sie mir zehn Minuten gegeben, wäre ich ins Wohnzimmer gegangen, hätte mir ein paar Notizen gemacht und wäre mit einer wohlartikulierten Antwort zurückgekommen, die sowohl ihre Situation als auch meine Meinung einbezog.“ Das hat mir auch sprachlich richtig gut gefallen und macht eine lohnenswerte Lektüre für mich aus.
Beeindruckend, kurzweilig, gefühlvoll und doch nicht zu kitschig. Von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert!
Das Buch habe ich in einer Leserunde gewonnen und habe einzelne Abschnitte rezensiert. In die Geschichte stolpert man relativ schnell hinein. Wir lernen Donnie in seinem 21. Sommer kennen, seine Freunde und seine großen Schwächen. Dass das Buch vor fast 25 Jahren spielt, habe ich während des Lesens nicht gemerkt, spielte für mich allerdings auch keine Rolle. Da im Klappentext absichtlich wenig vom eigentlichen Thema erzählt wird, möchte ich dies hier auch nicht tun. Für mich war das Buch innerhalb eines Tages gut lesbar. Die Charaktere finde ich teilweise nicht tief genug vorgestellt oder gezeichnet, da sie so manchmal etwas platt oder zu fremd wirken. Gefühle kamen bei mir trotzdem auf - Angst, Panik, Geborgenheit, Hass, Unverständnis und Liebe auf vielen Ebenen. Für das Thema selbst hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht, da es auf knapp 300 Seiten stellenweise doch schnell abgehandelt wird. Trotzdem wird mir diese Geschichte im Gedächtnis sein und ich bedanke mich für die tolle Unterhaltung! Den Autor merke ich mir auf jeden Fall :) Das Buch empfehle ich Menschen, die gerne über Freundschaft, Ausgrenzung und Ahnenforschung lesen, auch mit ernsteren Themen kein Problem haben und sich auf einen Pageturner einlassen möchten.
Ein guter Coming-of-Age-Roman
Donnie, Mitte zwanzig, Kunststudent, hat die falschen Freunde, was ihm einige Probleme einbringt. Seine eigene Unsicherheit und die Eindrücke seiner Kindheit und Jugend ohne Freunde und als Außenseiter lassen ihn an diesen beiden Nazi-Freunden festhalten. Er weiß, dass es falsch ist, was sie tun und irgendwann entscheidet er sich doch gegen die beiden einzustehen und ein Mädchen vor ihnen zu verteidigen. In kleinen Schritten beginnt er sich zu verändern. Der Roman ist sprachlich sicherlich keine schwere Kost und es gibt ein paar inhaltliche Ungereimtheiten. Aber trotzdem hat er mich gefesselt und gerührt. Eine schöne Geschichte, gut erzählt. Auch wenn Donnie mich immer wieder etwas wütend gemacht hat und ich ihn gerne manchmal hätte schütteln können, um ihn vor irgendwelchen Dummheiten und Fehler zu bewahren. Aber auch solche Emotionen sprechen doch für ein Buch. Und so waren die 256 Seiten in wenigen Tagen gelesen. Insgesamt eine klare Leseempfehlung .











