Flimmern im Ohr
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Beschreibung
Auch Priska wurde damals beobachtet. Die neuerliche Fichen-Affäre weckt Erinnerungen an ihre Zeit in der Clubszene und der Frauenbewegung, vor allem aber an Gina, ihr Vorbild, ihre unerschrockene Mitstreiterin und große Liebe, die ebenfalls im Visier des Staatsschutzes war. Über dreißig Jahre später denkt Priska zurück und fragt sich, wie ihr Leben wurde, was es jetzt ist.
Mit poetischen Bildern und sanfter Radikalität spürt Barbara Schibli der Frage nach, ob wir mit den Jahren immer mehr wir selbst werden oder uns in Kompromissen verlieren. Und woran wir den Unterschied erkennen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Barbara Schibli, 1975 in Baden geboren, hat Germanistik, italienische Literaturwissenschaft und Publizistik studiert. Sie lebt im Kanton Aargau und arbeitet als Gymnasiallehrerin in Baden. 2016 gewann sie den Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte Prosamanuskript. 2017 wurde sie für ihren Debütroman Flechten mit dem GEDOK Literaturförderpreis ausgezeichnet. 2018 gewann sie mit ihrem Hörspiel Marderschreck den Wettbewerb des 8. sonOhr Hörfestivals.
Beiträge
“Daheim beim Üben fühle ich mich einsam, wenn ich die Musik von damals höre, denn damals war das Hören ja immer ein kollektives Erlebnis. Wir gehörten zusammen, denn dabei ging es letztlich beim Hören dieser Musik. Aber das Hören, oder wie immer man das nennen will, was ich mit den Platten mache, lässt mich meine Einsamkeit, die ja eh schon da ist, noch deutlicher fühlen.” (S. 101) In “Flimmern im Ohr” geht es um die 53-Jährige Schweizerin Priska. Der Roman, der aus der Ich-Perspektive der Protagonistin erzählt wird, spielt im Sommer 2010, Priska ist also etwa Jahrgang 1957. Priska kämpft nach einem Unfall (welcher das ist, werden wir später im Buch erfahren) mit einem schwerwiegenden Hörverlust. Vor Kurzem wurde ihr ein sogenanntes Cochlea-Implantat eingesetzt, das ihr dank modernster Technik wieder einen Zugang zum Hören verschaffen soll. Ihre Musiktherapeutin Frau Häusermann hat ihr empfohlen, die alten Platten ihrer Jugend abzuspielen, um Musik wieder wahrnehmen zu lernen. Die Songs vergangener Zeiten triggern eine gedankliche Reise in die Vergangenheit und lassen die Eckpfeiler von Priskas Biografie für die Lesenden lebendig werden. Vor allem die Zeit der späten 1970er und frühen 1980er Jahre wird beleuchtet. Gefiltert durch Priskas Gedankenwelt werden Tabuthemen des weiblichen Intimbereichs ganz offen auf den Tisch gelegt. Scheidenflüssigkeit (bzw. ihr Fehlen), Periode, Masturbation, Wechseljahre, Hitzewallungen, Pille und diesbezügliche Trigger-Themen wie Abtreibung, (gewollte) Kinderlosigkeit und Vergewaltigung sind Schlagworte, die auf dem Tablett von Priskas Erinnerungen einen ungezwungenen Tanz tanzen. Die Lesenden hören sie förmlich rufen: Schaut uns an, hier sind wir, uns gibt es auch noch! Auch das Stichwort Bisexualität ist untrennbar mit der Protagonistin verbunden - und auch mit David Bowie, der selbst bi war und dessen Aussage “Was sind wir sexy, alle!” sich leitmotivisch durch den Roman zieht. Eigentlich vermeide ich die typische Rezi-Phrase “das liest sich flüssig”. Aber jetzt muss ich sie mal wieder aus der Mottenkiste oder dem Phrasenschwein hervorholen, denn ich kann das Lesegefühl tatsächlich nicht anders beschreiben. Hier stockt nichts, alles ist im Flow, wie bei einem guten Musikstück, von denen viele im Roman zitiert werden. Die Prosa von Schibli gibt einen gewissen Takt vor und wir als Lesende freuen uns, wenn wir den Refrain wiedererkennen. Es ist eine emotionale und interessante Reise und es macht Freude, am wechselhaften Leben der Hauptfigur Priska teilzuhaben - sowohl an ihrem gegenwärtigen mit dem Möchtegern-Dandy Bengt, als auch an ihrer bewegten Vergangenheit mit der Revoluzzerin Gina. Gina ist eine überaus spannende Frauenfigur, die den Feminismus in Reinkultur verkörpert. Dass sie dennoch enigmatisch und vielschichtig bleibt und nicht zur eindimensionalen Chiffre verkommt, ist der gekonnten Charakterisierung der Autorin zu verdanken. Die Protagonistin Priska selbst ist ohnehin sehr facettenreich und das übergeordnete Thema mit dem Hörverlust und dem Implantat ist keines, über das man in jedem zweiten Roman etwas lesen würde. Ich bin ehrlich: Mit der Schweizer Geschichte kenne ich mich so gut wie gar nicht aus. Dass es so eine Art “Stasi” gab und eben diese Fichen-Affäre, die im Jahr 2010 nochmal ein Revival erlebte, war mir völlig unbekannt. Barbara Schibli schafft es wunderbar, die historischen Zusammenhänge auch für Unkundige transparent zu machen und zwar ohne dass es je dröge oder langatmig wird. Dies ist ein Buch über weibliche Selbstbestimmung/Feminismus, versehrte Körper und einen wachen Geist, der zurückblickt auf ein Leben - voller Fülle und Musik, Liebe und Schmerz - in dem Wissen, dass da trotzdem und hoffentlich noch ganz viel Zukunft ist. Beeindruckend.

„Ich hadere mit der jetzigen Situation, mit dem Implantat. Ich möchte Musik hören, möchte mich ganz fühlen, das Gefühl haben vollständig zur hörenden Welt dazuzugehören, und gleichzeitig stört mich dieses Funktionieren müssen in unserer Gesellschaft.“ Zürich, Sommer 2010: Priska sitzt in ihrer Wohnung, die sie mit Bent, ihrem Lebensgefährten, bewohnt und übt das Hören von Musik. Aufgrund eines Unfalls, der lange zurückliegt und bei dem sie ihr Gehör fast vollständig verloren hat, unterzog sie sich kürzlich einer Operation, bei der ein Cochlea Implantat eingesetzt wurde. Priska möchte die Punkmusik ihrer Jugend – und somit den Zeitgeist von damals- wieder hören und spüren können. Damit verbindet sie einen wichtigen Teil ihrer Identität. Allerdings hört sich die Musik vor allem grell und metallisch an. Regelmäßig sucht Priska ihre Musiktherapeutin auf, um das Hören zu trainieren. Dies erweist sich allerdings als frustrierend und sie fühlt sich selbst gegenüber fremd. In diesem Sommer, geprägt von der Zeit des Übens sowie des politischen Fichenskandals kommen viele Erinnerungen in Priska hoch. Vor allem das Hörenüben ihrer Lieblingsmusik lässt sie an ihre Punk-Zeit Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre in Zürich denken. Priska, damals noch eine junge Frau, lebte in einer Wohngemeinschaft, gehörte der linken Szene an und ging auf viele Konzerte ins „Hey“ zu Bands wie „Mother's ruin“ und „Kleenex“. Schließlich erinnert sie sich an Gina, die sie damals kennenlernte, ihre erste große Liebe. Gina ist in verschiedenen linksextremen Organisationen aktiv und wird von den Züricher Behörden bespitzelt und abgehört. Durch die Beziehung zu ihr gehört Priska auch zu dem Personenkreis, der überwacht wird und es werden Fichen auch über sie angelegt. In der Beziehung zu Gina erlebt Priska viele Höhen und Tiefen. Gina verschwindet immer wieder für eine gewisse Zeit und hüllt sich darüber in Schweigen, in der Priska nur Mutmaßungen über ihren Verbleib und ihre Verstrickungen in politische Aktivitäten vermuten kann... Tätsächlich wusste ich vor dem Lesen dieses Buches kaum etwas über die sogenannten Fichenaffäre. In der Schweiz wurde von 1900 bis 1990 ca. 900.000 Staatsschutz-Fichen, also Akten, angelegt. 1989 wurde aufgedeckt, dass die Bundes- und Kantonalbehörde im geheimen Informationen über Bürger:innen sammelten. Viele Menschen stellten Anträge auf Herausgabe ihrer Fichen, wobei Kopien mit Schwärzungen dritter Personen erstellt wurden, um die Informant:innen zu schützen. Barbara Schibli gelingt es in ihrem Roman mir dieses Skandal über die persönliche Geschichte von Priska anschaulich und spannend näherzubringen. Die Schweiz der 70er und 80er, die Punk-Szene in Zürich, aber auch die gesamte linke Szene dieser Zeit werden hier sehr atmosphärisch beschrieben und fangen den damaligen Zeitgeist auf besondere Art und Weise ein. Das Buch behandelt darüber hinaus viele Themen, die mich sehr angesprochen haben. Vor allem die Entwicklung ihrer Identität zeigt deutlich, dass dies ein Prozess ist und stets im Wandel. Für mich sind Priskas Thematiken der Gegenwart Umgang mit ihrem Hörverlust, Themen als Frau in den Wechseljahren und ihrer Beziehung zu Bent als auch die Verarbeitung der Themen ihres jüngeren Ichs, Feminismus, Selbstbestimmung und politische Haltungen unglaublich nahe gebracht worden. Daher möchte ich euch dieses Buch gerne ans Herz legen möchte und spreche für „Flimmern im Ohr “ eine absolute Leseempfehlung aus.
Beschreibung
Auch Priska wurde damals beobachtet. Die neuerliche Fichen-Affäre weckt Erinnerungen an ihre Zeit in der Clubszene und der Frauenbewegung, vor allem aber an Gina, ihr Vorbild, ihre unerschrockene Mitstreiterin und große Liebe, die ebenfalls im Visier des Staatsschutzes war. Über dreißig Jahre später denkt Priska zurück und fragt sich, wie ihr Leben wurde, was es jetzt ist.
Mit poetischen Bildern und sanfter Radikalität spürt Barbara Schibli der Frage nach, ob wir mit den Jahren immer mehr wir selbst werden oder uns in Kompromissen verlieren. Und woran wir den Unterschied erkennen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Barbara Schibli, 1975 in Baden geboren, hat Germanistik, italienische Literaturwissenschaft und Publizistik studiert. Sie lebt im Kanton Aargau und arbeitet als Gymnasiallehrerin in Baden. 2016 gewann sie den Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte Prosamanuskript. 2017 wurde sie für ihren Debütroman Flechten mit dem GEDOK Literaturförderpreis ausgezeichnet. 2018 gewann sie mit ihrem Hörspiel Marderschreck den Wettbewerb des 8. sonOhr Hörfestivals.
Beiträge
“Daheim beim Üben fühle ich mich einsam, wenn ich die Musik von damals höre, denn damals war das Hören ja immer ein kollektives Erlebnis. Wir gehörten zusammen, denn dabei ging es letztlich beim Hören dieser Musik. Aber das Hören, oder wie immer man das nennen will, was ich mit den Platten mache, lässt mich meine Einsamkeit, die ja eh schon da ist, noch deutlicher fühlen.” (S. 101) In “Flimmern im Ohr” geht es um die 53-Jährige Schweizerin Priska. Der Roman, der aus der Ich-Perspektive der Protagonistin erzählt wird, spielt im Sommer 2010, Priska ist also etwa Jahrgang 1957. Priska kämpft nach einem Unfall (welcher das ist, werden wir später im Buch erfahren) mit einem schwerwiegenden Hörverlust. Vor Kurzem wurde ihr ein sogenanntes Cochlea-Implantat eingesetzt, das ihr dank modernster Technik wieder einen Zugang zum Hören verschaffen soll. Ihre Musiktherapeutin Frau Häusermann hat ihr empfohlen, die alten Platten ihrer Jugend abzuspielen, um Musik wieder wahrnehmen zu lernen. Die Songs vergangener Zeiten triggern eine gedankliche Reise in die Vergangenheit und lassen die Eckpfeiler von Priskas Biografie für die Lesenden lebendig werden. Vor allem die Zeit der späten 1970er und frühen 1980er Jahre wird beleuchtet. Gefiltert durch Priskas Gedankenwelt werden Tabuthemen des weiblichen Intimbereichs ganz offen auf den Tisch gelegt. Scheidenflüssigkeit (bzw. ihr Fehlen), Periode, Masturbation, Wechseljahre, Hitzewallungen, Pille und diesbezügliche Trigger-Themen wie Abtreibung, (gewollte) Kinderlosigkeit und Vergewaltigung sind Schlagworte, die auf dem Tablett von Priskas Erinnerungen einen ungezwungenen Tanz tanzen. Die Lesenden hören sie förmlich rufen: Schaut uns an, hier sind wir, uns gibt es auch noch! Auch das Stichwort Bisexualität ist untrennbar mit der Protagonistin verbunden - und auch mit David Bowie, der selbst bi war und dessen Aussage “Was sind wir sexy, alle!” sich leitmotivisch durch den Roman zieht. Eigentlich vermeide ich die typische Rezi-Phrase “das liest sich flüssig”. Aber jetzt muss ich sie mal wieder aus der Mottenkiste oder dem Phrasenschwein hervorholen, denn ich kann das Lesegefühl tatsächlich nicht anders beschreiben. Hier stockt nichts, alles ist im Flow, wie bei einem guten Musikstück, von denen viele im Roman zitiert werden. Die Prosa von Schibli gibt einen gewissen Takt vor und wir als Lesende freuen uns, wenn wir den Refrain wiedererkennen. Es ist eine emotionale und interessante Reise und es macht Freude, am wechselhaften Leben der Hauptfigur Priska teilzuhaben - sowohl an ihrem gegenwärtigen mit dem Möchtegern-Dandy Bengt, als auch an ihrer bewegten Vergangenheit mit der Revoluzzerin Gina. Gina ist eine überaus spannende Frauenfigur, die den Feminismus in Reinkultur verkörpert. Dass sie dennoch enigmatisch und vielschichtig bleibt und nicht zur eindimensionalen Chiffre verkommt, ist der gekonnten Charakterisierung der Autorin zu verdanken. Die Protagonistin Priska selbst ist ohnehin sehr facettenreich und das übergeordnete Thema mit dem Hörverlust und dem Implantat ist keines, über das man in jedem zweiten Roman etwas lesen würde. Ich bin ehrlich: Mit der Schweizer Geschichte kenne ich mich so gut wie gar nicht aus. Dass es so eine Art “Stasi” gab und eben diese Fichen-Affäre, die im Jahr 2010 nochmal ein Revival erlebte, war mir völlig unbekannt. Barbara Schibli schafft es wunderbar, die historischen Zusammenhänge auch für Unkundige transparent zu machen und zwar ohne dass es je dröge oder langatmig wird. Dies ist ein Buch über weibliche Selbstbestimmung/Feminismus, versehrte Körper und einen wachen Geist, der zurückblickt auf ein Leben - voller Fülle und Musik, Liebe und Schmerz - in dem Wissen, dass da trotzdem und hoffentlich noch ganz viel Zukunft ist. Beeindruckend.

„Ich hadere mit der jetzigen Situation, mit dem Implantat. Ich möchte Musik hören, möchte mich ganz fühlen, das Gefühl haben vollständig zur hörenden Welt dazuzugehören, und gleichzeitig stört mich dieses Funktionieren müssen in unserer Gesellschaft.“ Zürich, Sommer 2010: Priska sitzt in ihrer Wohnung, die sie mit Bent, ihrem Lebensgefährten, bewohnt und übt das Hören von Musik. Aufgrund eines Unfalls, der lange zurückliegt und bei dem sie ihr Gehör fast vollständig verloren hat, unterzog sie sich kürzlich einer Operation, bei der ein Cochlea Implantat eingesetzt wurde. Priska möchte die Punkmusik ihrer Jugend – und somit den Zeitgeist von damals- wieder hören und spüren können. Damit verbindet sie einen wichtigen Teil ihrer Identität. Allerdings hört sich die Musik vor allem grell und metallisch an. Regelmäßig sucht Priska ihre Musiktherapeutin auf, um das Hören zu trainieren. Dies erweist sich allerdings als frustrierend und sie fühlt sich selbst gegenüber fremd. In diesem Sommer, geprägt von der Zeit des Übens sowie des politischen Fichenskandals kommen viele Erinnerungen in Priska hoch. Vor allem das Hörenüben ihrer Lieblingsmusik lässt sie an ihre Punk-Zeit Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre in Zürich denken. Priska, damals noch eine junge Frau, lebte in einer Wohngemeinschaft, gehörte der linken Szene an und ging auf viele Konzerte ins „Hey“ zu Bands wie „Mother's ruin“ und „Kleenex“. Schließlich erinnert sie sich an Gina, die sie damals kennenlernte, ihre erste große Liebe. Gina ist in verschiedenen linksextremen Organisationen aktiv und wird von den Züricher Behörden bespitzelt und abgehört. Durch die Beziehung zu ihr gehört Priska auch zu dem Personenkreis, der überwacht wird und es werden Fichen auch über sie angelegt. In der Beziehung zu Gina erlebt Priska viele Höhen und Tiefen. Gina verschwindet immer wieder für eine gewisse Zeit und hüllt sich darüber in Schweigen, in der Priska nur Mutmaßungen über ihren Verbleib und ihre Verstrickungen in politische Aktivitäten vermuten kann... Tätsächlich wusste ich vor dem Lesen dieses Buches kaum etwas über die sogenannten Fichenaffäre. In der Schweiz wurde von 1900 bis 1990 ca. 900.000 Staatsschutz-Fichen, also Akten, angelegt. 1989 wurde aufgedeckt, dass die Bundes- und Kantonalbehörde im geheimen Informationen über Bürger:innen sammelten. Viele Menschen stellten Anträge auf Herausgabe ihrer Fichen, wobei Kopien mit Schwärzungen dritter Personen erstellt wurden, um die Informant:innen zu schützen. Barbara Schibli gelingt es in ihrem Roman mir dieses Skandal über die persönliche Geschichte von Priska anschaulich und spannend näherzubringen. Die Schweiz der 70er und 80er, die Punk-Szene in Zürich, aber auch die gesamte linke Szene dieser Zeit werden hier sehr atmosphärisch beschrieben und fangen den damaligen Zeitgeist auf besondere Art und Weise ein. Das Buch behandelt darüber hinaus viele Themen, die mich sehr angesprochen haben. Vor allem die Entwicklung ihrer Identität zeigt deutlich, dass dies ein Prozess ist und stets im Wandel. Für mich sind Priskas Thematiken der Gegenwart Umgang mit ihrem Hörverlust, Themen als Frau in den Wechseljahren und ihrer Beziehung zu Bent als auch die Verarbeitung der Themen ihres jüngeren Ichs, Feminismus, Selbstbestimmung und politische Haltungen unglaublich nahe gebracht worden. Daher möchte ich euch dieses Buch gerne ans Herz legen möchte und spreche für „Flimmern im Ohr “ eine absolute Leseempfehlung aus.






