Finis Germania
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Ich habe eine 30-seitige Hausarbeit darüber geschrieben, inwiefern in diesem Buch Identität bzw. das Scheitern am selbstreflexiven Prozess der Identität und Antisemitismus verknüpft werden. Ich zitiere einfach mal ein paar Ausschnitte aus Einleitung und Fazit dieser Hausarbeit - mit der ganz klaren Empfehlung, dieses Buch nicht zu lesen. An manchen Stellen ist mir wirklich schlecht geworden, so selbstmitleidig, judenfeindlich und geschichtsrevisionistisch ist es. Es ist noch nicht mal gut geschrieben, sondern wirr, schlecht strukturiert, voller inhaltlicher Wiederholungen und pseudointellektueller Fremdwörter. Die Textsammlung "Finis Germania" von Rolf Peter Sieferle wurde insbesondere kurz nach ihrer Veröffentlichung 2017 viel diskutiert, weil sie durch die Stimmpunkte von Spiegel-Redakteur Johannes Saltzwedel Teil der Liste "Sachbücher des Monats" von NDR und Süddeutscher Zeitung wurde. Außerdem kontrovers: Dass das Buch kurz darauf zunächst auf der verkaufszahlenbasierten Spiegel-Bestsellerliste stand, aber von dieser entfernt wurde mit der Begründung: „Ohne die Empfehlung unseres Kollegen [Johannes Saltzwedel] hätte das Werk des im vergangenen Jahr verstorbenen Autors es unserer Einschätzung nach nicht in die Liste geschafft.“ Die Rezeption in neurechten Kreisen nimmt kein Ende, zum Beispiel hat Eva Herman in ihrer Youtube-Nachrichtensendung "Der andere Blick" am 12. Februar 2020 betont, Sieferles „düstere Prophezeiungen“ würden sich immer mehr bestätigen. Auch Martin Sellner, Sprecher der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreich, hatte 2017 auf seinem inzwischen gesperrten Youtube-Kanal über „den Fall Sieferle“ gesprochen und den Autoren dafür bewundert, dass er nicht so tue, „als ob Multikulti noch funktionieren würde.“ Finis Germania von Rolf Peter Sieferle kann mit gutem Gewissen als antisemitische Lektüre bezeichnet werden, das wurde bereits mehrfach nachgewiesen. Schuld daran ist auch der Zeitgeist, den er als in der Nachkriegszeit Geborener kennenlernte, aber nicht nur. Eine weiterführende Erklärung für diesen Antisemitismus ist das Scheitern des Autors, seine eigene Identität ─ als Deutscher ─ zu reflektieren und als Prozess wahrzunehmen. Er definiert die deutsche Identität stattdessen auf völkische Art und Weise, um daraus kulturrassistische Schlüsse zu ziehen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, seine eigene Gruppe zu erhöhen (denn die Zugehörigkeit zu einer Gruppe scheint die einzige Lösung für das Scheitern am Identitätsprozess zu sein) und ‚die Anderen‘ zu erniedrigen, findet er das Konzept der Täter-Opfer-Umkehr.
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Ich habe eine 30-seitige Hausarbeit darüber geschrieben, inwiefern in diesem Buch Identität bzw. das Scheitern am selbstreflexiven Prozess der Identität und Antisemitismus verknüpft werden. Ich zitiere einfach mal ein paar Ausschnitte aus Einleitung und Fazit dieser Hausarbeit - mit der ganz klaren Empfehlung, dieses Buch nicht zu lesen. An manchen Stellen ist mir wirklich schlecht geworden, so selbstmitleidig, judenfeindlich und geschichtsrevisionistisch ist es. Es ist noch nicht mal gut geschrieben, sondern wirr, schlecht strukturiert, voller inhaltlicher Wiederholungen und pseudointellektueller Fremdwörter. Die Textsammlung "Finis Germania" von Rolf Peter Sieferle wurde insbesondere kurz nach ihrer Veröffentlichung 2017 viel diskutiert, weil sie durch die Stimmpunkte von Spiegel-Redakteur Johannes Saltzwedel Teil der Liste "Sachbücher des Monats" von NDR und Süddeutscher Zeitung wurde. Außerdem kontrovers: Dass das Buch kurz darauf zunächst auf der verkaufszahlenbasierten Spiegel-Bestsellerliste stand, aber von dieser entfernt wurde mit der Begründung: „Ohne die Empfehlung unseres Kollegen [Johannes Saltzwedel] hätte das Werk des im vergangenen Jahr verstorbenen Autors es unserer Einschätzung nach nicht in die Liste geschafft.“ Die Rezeption in neurechten Kreisen nimmt kein Ende, zum Beispiel hat Eva Herman in ihrer Youtube-Nachrichtensendung "Der andere Blick" am 12. Februar 2020 betont, Sieferles „düstere Prophezeiungen“ würden sich immer mehr bestätigen. Auch Martin Sellner, Sprecher der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreich, hatte 2017 auf seinem inzwischen gesperrten Youtube-Kanal über „den Fall Sieferle“ gesprochen und den Autoren dafür bewundert, dass er nicht so tue, „als ob Multikulti noch funktionieren würde.“ Finis Germania von Rolf Peter Sieferle kann mit gutem Gewissen als antisemitische Lektüre bezeichnet werden, das wurde bereits mehrfach nachgewiesen. Schuld daran ist auch der Zeitgeist, den er als in der Nachkriegszeit Geborener kennenlernte, aber nicht nur. Eine weiterführende Erklärung für diesen Antisemitismus ist das Scheitern des Autors, seine eigene Identität ─ als Deutscher ─ zu reflektieren und als Prozess wahrzunehmen. Er definiert die deutsche Identität stattdessen auf völkische Art und Weise, um daraus kulturrassistische Schlüsse zu ziehen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, seine eigene Gruppe zu erhöhen (denn die Zugehörigkeit zu einer Gruppe scheint die einzige Lösung für das Scheitern am Identitätsprozess zu sein) und ‚die Anderen‘ zu erniedrigen, findet er das Konzept der Täter-Opfer-Umkehr.




