Experte in Sachen Mord

Experte in Sachen Mord

Hardcover
4.023

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Beschreibung

März 1934. Josephine Tey fährt mit dem Highland Express von Schottland nach London, um den Triumph ihres Theaterstücks zu feiern – doch ihre Ankunft wird von dem Mord an einer jungen Mitreisenden überschattet. Detective Inspector Archie Penrose ist überzeugt, die Tat stehe in Verbindung mit Josephine. Irgendwo in der extravaganten Theaterwelt lauere ein skrupelloser Mörder darauf, sie zum Opfer ihres eigenen Erfolgs zu machen. Können die beiden den Fall lösen, bevor er erneut zuschlägt? Während ihrer Ermittlungen tauchen sie tief ein in das Londoner West End mit all seinen Intrigen und Verlockungen. Sie merken: Je tiefer sie graben, desto häufiger stoßen sie auf Geheimnisse aus der Vergangenheit, die für immer hätten verborgen bleiben sollen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Historisch
Format
Hardcover
Seitenzahl
480
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Nicola Upson wurde 1970 in Suffolk, England, geboren und studierte Anglistik in Cambridge. Ihr Debüt Experte in Sachen Mord bildet den Auftakt der erfolgreichen, mittlerweile zehnbändigen Krimireihe. Bei deren Hauptfigur Josephine Tey handelt es sich um eine der bekanntesten Krimiautorinnen des Britischen Golden Age. "Mit dem Schnee kommt der Tod" war nominiert für den CWA Historical Dagger Prize (2021). Nicola Upson lebt in Cambridge und Cornwall.

Beiträge

7
Alle
5

Stellt euch vor, ihr habt eine nicht nur innige Vorliebe für Großbritannien, sondern auch für britische Kriminalromane, egal ob sie nun klassisch die Königin des Genres Agatha Christie schreibt, ob sie in der weit entfernten Vergangenheit spielen oder in der Gegenwart, so bald ein fiktionales Vebrechen auf britischen Boden trifft, müsst ihr euch drauf freuen, es haben und lesen wollen. Dann geht eine Autorin hin und schreibt eine britische Kriminalroman Serie und lässt als Hauptfigur und Teil des Ermittlerduos eine real existierende britische Kriminalautorin darin erscheinen, der erste Teil dieser Serie beginnt in einem Zug, der aus den schottischen Highlands auf dem Weg nach London ist und am Ende dieser Reise geschieht ein Mord. Man liegt also völlig richtig mit der Behauptung, dass Nicola Upson's und das Licht meiner Wenigkeit von Anfang an unter einem sehr guten Stern standen - und am Ende der Lektüre von "Experte in Sachen Mord" sitz ich nun hier mit meinem ersten begeisterten Jahreshighlight. Letztes Jahr habe ich mit Freuden und einem permanenten Ausdruck von Glück die britisch-schottische Autorin Josephine Tey, Pseudonym von Elizabeth MackIntosh für mich entdeckt. Mit "Der letzte Zug nach Schottland" hat sie mir nicht nur einen spannenden Kriminalroman, sondern auch einen empathischen, innovativen und mit allen Konventionen des damaligen Genres 'Kriminalroman' brechenden Ermittler Alan Grant geschenkt. Aber genauso fasziniert von der Geschichte, war ich von Tey selbst. Eine introvertierte Frau, die trotz ihrer großen schriftstellerischen Erfolge nie das Leben in der Großstadt wie London gesucht, sondern bis zu ihrem Tod in ihrer schottischen Heimatstadt Iverness gelebt hat. Glücklicherweise hat sie der Nachwelt ein Gesamtwerk hinterlassen, das ich gerade dabei bin mir zusammen zu sammeln. Umso gespannter war ich dann natürlich auf "Experte in Sachen Mord" und ich kann der Autorin wirklich nur applaudieren. Dieser Roman ist ein Meisterstück der Kriminalliteratur geworden, ohne Zweifel. Nicht nur das typisch und mir sehr geliebte Britische hat die Autorin perfekt eingefangen, sondern auch einen unglaublich spannenden Plot erschaffen und Figuren, denen man größtenteils nie so recht trauen mag und wenn sie dir lediglich lächelnd die Hand mit einem Getränk reichen. Es geht ums Kreativ sein, ums Theater, um die Liebe und Leidenschaft, die London verkörpert aber auch die Dunkelheit und Düsternis. Um Schuld, Geheimnisse, Lügen und Intrigen und um die Nachwirkungen des ersten Weltkrieges, die das Theater doch so wunderbar in den Hintergrund treten lassen, bis sie wieder hervorkommen und Erinnerungen vergiften können. Eine vielschichtige, eine großartige Geschichte ist "Experte in Sachen Mord" geworden, doch es hebt sich sogar noch etwas von vergleichbaren Werken aus dem Genre ab und das in einer Kategorie, die dem Genre größtenteils eigentlich fremd ist. Upson hat unglaublich viel Empathie, Tiefe und Intensität in den Auftakt ihrer Kriminalreihe gelegt und das hat hauptsächlich mit ihren Hauptfiguren zu tun. Josephine Tey's Wesen, ihre Introvertiertheit, aber genauso ihre Klug- und Scharfsinnigkeit wird genauso hervorragend eingefangen, wie den kleinen schriftstellerischen Kniff, den sich Upson bei der Charakterisierung ihres Ermittlers Archie Pembrose einfallen gelassen hat. Diesen hat die dieses Mal 'fiktive' Josephine Tey als Vorlage für ihren fiktiven Ermittler in ihren eigenen Romanen als Vorlage genommen und der hat sich schon in "Der letzte Zug nach Schottland" in mein Herz geschlichen. Alan Grant und somit auch Archie Pembrose ist ein empathischer, selbstreflektierender, kluger und nachdenklicher Charakter, jemand, der nicht nur die Tat sieht, sondern auch das Opfer dahinter und somit einen viel weitläufigeren Blick auf eine Ermittlung bekommt. All das spürt man auf jeder Seite in "Experte in Sachen Mord". Ob es nun an meiner Vorliebe für britische Kriminalromane liegt, an meiner vor kürzlich erwachten Faszination von Josephine Tey und der unwiderruflichen Tatsache wie sehr ich mich mit ihrem Wesen verbunden fühle, ich habe jede Seite von "Experte in Sachen Mord" geliebt und gefeiert und kann es natürlich nicht erwarten die Reihe weiter zu lesen. "Wenn die Freude stirbt, so ist es für immer, doch das Glück, es lässt sich wieder lernen." S. 437

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4

Mord im Theatermileu Josephine Tey ist Theater- und Romanautorin. Ihr sehr erfolgreiches Theaterstück „Richard von Bordeaux“ wird schon seit einer gefühlten Ewigkeit in London aufgeführt und hat Josephine berühmt gemacht. Nun reist sie wieder einmal aus ihrer schottischen Heimat Inverness mit dem Zug nach London und lernt während ihrer Fahrt die reizende junge Elspeth kennen, die ein großer Fan ist und nach Ankunft des Zuges ermordet aufgefunden wird. Josephine‘s guter Freund und Detective Inspector Archie Penrose ermittelt in dem Mordfall, der, so wird ihm schnell klar, eng mit der Theaterwelt London‘s in Zusammenhang gebracht werden kann. Auch die Schrecken des zurückliegenden Krieges werden immer wieder thematisiert. Genau wie ich es mir gewünscht hatte, ist der Krimi „very british“. Die Autorin nimmt sich viel Zeit eine authentische Atmosphäre zu schaffen. Wir befinden uns in der Zeit zwischen den Weltkriegen, die Zeit, in der auch die Krimis von Agatha Christie spielen. ( Und A. Christie Vibes spürt man beim Lesen auf jeden Fall.) Es ist ein Cosy Crime, es geht nicht allzu blutrünstig zu und der Krimiplot ist auch nicht extrem spannend. Wenn man aber gerne in diese Theaterwelt und das England der 30erJahre etwas tiefer eintauchen möchte, macht das Buch wirklich Spaß. Es ist der 1. Band einer Reihe, und interessanterweise erfährt man im Nachwort, dass es Josephine Tey wirklich gegeben hat. Gerade zu Beginn des Buches musste ich mich schon sehr konzentrieren, um alle Details mitzubekommen, und an den sehr ruhigen Schreibstil musste ich mich erst einmal gewöhnen. Als ich dann aber in die Geschichte eingetaucht bin, habe ich es sehr gemocht. Das Schöne an einer Reihe ist ja, dass es mit den Protagonisten, der selbstbewussten, freundlichen Josephine und dem ein klein wenig in sie verliebten Archie ein Wiedersehen geben kann, wenn man das möchte. Weitere Bände der Reihe sind nämlich auf Deutsch schon erschienen. Fazit: netter 1. Band einer Cosy Crime Reihe im Agatha Christie Stil, sehr gemütlich und atmosphärisch erzählt mit Theaterflair und ohne Riesenspannung. Wunderbar für zwischendurch.

5

Mord im Theatermilieu. Ich finde immer mehr Gefallen an der Reihe!

5

Der grandiose Beginn einer Krimireihe mit interessanten Figuren und viel Zeitkolorit.

4

✏️ Meinung: Habe gerade die Reihe um die Schriftstellerin Josephine Tey und den Detektive Archie Penrose entdeckt, zum Glück. Der erste Band spielt in Theatermilieu Londons und die Handlung greift zurück auf die grausamen Handlungen des ersten Weltkriegs. Ich musste mich anfangs etwas konzentrieren, weil doch einige Darsteller vorkommen. Die Handlung ist weder blutrünstig, noch super spannend, plätschert eher so dahin. Mir hat aber der Schreibstil sehr gefallen, sehr detailverliebt und einfach eine schöne Sprache (sehr gute Übersetzung). Band zwei ist schon gekauft.

5

Es brauchte einen Moment um in die Geschichte reinzukommen, aber dann war sie fesselnd und ich wollte das Buch mit den so gut beschriebenen Figuren nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

3

Durchwachsen

Ich muss ehrlich sagen, dass ich einige begeisterte Rezensionen zu diesem Buch kaum nachvollziehen kann. Ja, es ist wunderbar flüssig und ruhig erzählt und die Beschreibungen sind plastisch genug, um zumindest teilweise niedlich-altmodische Bilder heraufzubeschwören. Der Zug ist natürlich ein Dampfzug, die Damen tragen bestimmt nichts anderes als adrette Kostümchen. Alles selbstverständlich in der very britischen Variante. So weit, so stimmig. Aber bei jeder Einführung eines weiteren Charakters - und die treten phasenweise sehr gehäuft auf - wird konsequent der gute alte Grundsatz "show, don't tell" ignoriert. Die jeweilige Figur wird einmal beschrieben, Eigenschaften benannt, ein paar Eckdaten der Lebensgeschichte umrissen, und auf zur nächsten neuen Figur. Bei keiner einzigen Figur hatte ich das Gefühl, sie einfach durch ihr eigenes Auftreten und Handeln kennenzulernen, sondern die Figuren werden einmal erklärt und dann sind sie halt da. Das fand ich so plump, dass es mir Teile des Buchs wirklich verleidet hat. Ich denke nicht, dass ich weitere Bände dieser Reihe lesen werde.

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