Everything Is Tuberculosis: The History and Persistence of Our Deadliest Infection
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Dies ist ein sehr leicht lesbares Sachbuch, das die Geschichte der Tuberkulose beleuchtet. Gesellschaftliche Einflüsse sind genauso Thema wie Therapien und die unverhältnismäßige Verteilung der Medikamente. "Die Krankheit ist da, wo die Medikamente nicht sind. Die Medikamente sind da, wo die Krankheit nicht ist." Durch das Buch zieht sich die Geschichte des Jungen Henry aus Sierra Leone, wodurch auch ein emotionaler Bezug zum Thema hergestellt wird. Von mir eine sehr klare Empfehlung für das ungefähr 200 Seiten kurze Buch.
Selten bin ich so durch ein Sachbuch "geflogen"
Der Bestseller-Autor John Green (Die Liebe ist ein mieser Verräter) hat ein Sachbuch über die Tuberkulose-Epidemie geschrieben. Dabei schafft er es, mit zahlreichen Informationen ein Bewusstsein für eine Erkrankung zu schaffen, mit der sich die westliche, eurozentrierte Welt viel zu lange viel zu wenig beschäftigt hat. Jährlich fordert Tb immer noch ca. 1,25 Mio. Todesopfer, nicht in Europa und Nordamerika, sondern in den Ländern des globalen Südens. Diese Tatsache ist in rassistischen Denkmustern und Verteilungsungerechtigkeiten begründet. Denn es ist wirksame Medikamente auch gegen multiresistente Tb-Stämme, aber sie sind nicht dort, wo die Krankheit ist. John Green schreibt leicht zugänglich über das Stigma der Krankheit, wie sich der Blick auf Tb-Erkrankte mit der Zeit verändert hat und welche Rolle Pharmakonzerne und die WHO bei der Bekämpfung spielen. In das Buch streut er persönliche Sichtweisen und Erlebnisse ein. Das hat mich anfangs gestört, hat aber im Verlauf des Lesens dazu beigetragen, dass ich dran geblieben bin. Insbesondere die Geschichte von Henry hat es mir angetan und zeigt, dass es sich lohnt weiter zu kämpfen, um die Zahl der Sterbefälle drastisch zu reduzieren.
Einer meiner absoluten Favoriten
Ich liebe John Greens Schreibstil und in diesem Buch zeigt sich mal wieder warum. Eigentlich lese ich nicht viele Sachbücher aber er schafft es einem die Augen zu öffnen für wichtige Themen ohne Interesse zu verlieren. Ein absolutes Must read Man realisiert dadurch wie gut man es eigentlich hat und wie dankbar man sein muss
Ein überaus interessantes und seht gut recherchiertes Buch und für mich eine Auffrischung zum Thema bzw über Tuberkulose. John Green schafft es das Thema sehr spannend an die Lesenden zu bringen. Dieses schafft er, indem er den Tb- kranken Henry aus Sierra Leone während seines Krankenhausaufenthaltes ...begleitet. Was auch mir trotz medizinischem Hintergrund nicht mehr klar war, ist, dass Tb noch immer die tödlichste Infektionskrankheit darstellt obwohl es nicht mehr sein müsste. An dieser heibaren Krankheit sterben immer noch jährlich 1300 000. Nur für einen kurzen Zeitraum galt Covid 19 als tödlichste Infektionskrankheit. Der Autor spannt einen Bogen von früher zu Zeiten von James Watt um 1800, dessen Kinder u.a. auch an Tb gestorben sind, bis heute so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ein Satz aus diesem Buch zieht ist wie ein roter Faden bis zum Schluss durch: " die Medikamente sind da, wo die Krankheit nicht ist. Und wo ist die Krankheit? Die Krankheit ist da, wo die Medikamente nicht sind" Henry hatte sich mit Tb angesteckt weil er in einem armen Land wie Sierra Leone nicht angemessen behandelt wurde. Der Autor beschreibt, dass ein Kind das dort zu Welt kommt eine 100 mal höhere Wahrscheinlichkeit hat an Tb zu sterben als in den USA, Europa... " Gesundheitliche Ungleichheit wir von Armut, Rassismus, mangelnder med. Versorgung....verursacht Worauf der Autor zusätzlich hinweist ist die Preistreiberei der Pharmakonzerne...und deren Machenschaften.. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, gut wäre es auch für den schulischen Unterricht
Sachbuch mit vielen Fakten, viel Tiefe und ganz viel Herz
Es ist meiner Meinung nach spürbar, wenn der Autor eines Sachbuchs für das Thema brennt. Bei John Green ist dies bei Tuberkulose mit Sicherheit so. Das Ergebnis ist ein Buch voller Recherche zur Geschichte, sozioökonomischen Faktoren und medizinischen Hintergründen der Krankheit des Erregers und der darunter leidenden Personen. Dazu kommt noch die Geschichte von Henry dem Tuberkulose-Kranken aus Sierra-Leone, die nicht nur die Erzählungen des Buches lenkt sondern auch sehr bewegend ist und mir persönlich sehr nach gegangen ist.
Eine Eintageslektüre zu Tuberkulose sowohl als Erkrankungen als auch als Symbol für globale Ungerechtigkeit
Im Zuge meiner Forschung für meine Doktorarbeit in der Literaturwissenschaft hat sich herausgestellt, dass ich auch ein Unterkapitel zu Tuberkulose schreiben muss. Da ich Arbeit und Freizeit schlecht trennen kann, dachte ich John Greens Buch lässt mich beides auf angenehme Weise verbinden. Ich lag richtig – spannend, mitreisend, gefühlvoll und persönlich liefert das Buch einen Einblick in die Geschichte(n) die mit Tuberkulose verbunden sind. Es hat mich neugierig gemacht und ich bin jetzt richtig motiviert tiefer in die Recherche zu dieser Krankheit und ihrer Repräsentation und literarischen Werken einzusteigen.
John Greens very special interest
Mit Charme, harten Fakten und Daten bringt John Green uns sein neues Buch näher. Diesmal ist es kein Roman, sondern Greens very special interest: Tuberkulose. Durch persönliche Geschichten, Recherche und Gesprächen mit Wissenschaftlern, Ärzten und Inizierten lernen wir die Krankheit von ganz vielen neuen Seiten kennen und gleichzeitig nimmt Green den Leser*innen auch etwas die Angst davor. Auch werden Fragen beantwortet, die sich viele Menschen stellen: Woher kommt Tuberkulose? Warum gibt es sie noch und konnte noch nicht ausgerottet werden? Das alles und mehr wird in „Tuberkulose“ beantwortet. Ich persönlich mag John Greens sehr gern und habe in den sozialen Medien seinen Weg und seine Recherche zu diesem Buch verfolgt. Deshalb empfehle ich es sehr gern, da ich weiß, was für ein Herzensprojekt dieses Buch ist.
Unglaublich gut geschrieben und unglaublich wichtig!💛
Ich habe mich davor noch nie mit dem Thema beschäftigt, aber das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, und ich konnte es nicht weglegen! John Green schafft es, komplexe Themen auf eine fesselnde und berührende Weise zu erzählen. Es ist kein trockenes Sachbuch voller Zahlen und Fakten, sondern sehr emotional und verknüpft Geschichte, Medizin und persönliche Schicksale – alles mit dem Hauptthema Tuberkulose. Auch der Schreibstil trägt dazu bei, dass es spannend und einfach zu lesen ist. Im Zentrum steht Greens Begegnung mit Henry, einem jungen TB-Patienten, der ihn überhaupt erst auf das Thema brachte und dessen Geschichte wir im Buch verfolgen können. Besonders beeindruckend ist, wie Green zeigt, dass Tuberkulose nicht nur eine Krankheit, sondern eng mit Kolonialismus, Kapitalismus und gesellschaftlichen Strukturen verwoben ist – bis heute. Er zieht faszinierende Verbindungslinien zu Themen wie dem Ersten Weltkrieg und sogar zu unserem Schönheitsideal, das teilweise von der Krankheit geprägt wurde. Was dieses Buch so emotional macht, sind die Menschen, deren Geschichten erzählt werden. Besonders berührt hat mich auch die TB-Patientin, die sich mit der Protagonistin aus Das Schicksal ist ein mieser Verräter identifizierte, weil sie wie Hazel unter Atemnot litt. Es ist ein wichtiges Buch, das nicht nur informiert, sondern auch tief bewegt und zum Nachdenken anregt. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen!
Sehr informativ
Dieses Buch hat mich auf Grund von seiner Thematik angesprochen. Es behandelt eine Krankheit die Geschichte geschrieben hat. Und auch immer noch vorkommt. Wie also sollen wir damit umgehen und wie sind die Menschen früher damit umgegangen. . Am Anfang des Buches bekommen wir einen guten Überblick über die Erkrankung. Ihre Symptome, und das Krankheitsbild allgemein. Wann trat sie auf und was gab es für Heilungsmöglichkeiten. Es werden hier viele geschichtliche Hintergründe genannt, die sehr weit gefächert sind. In der Vergangenheit aber auch in der Gegenwart. Es sind zudem Bilder in dem Buch enthalten, die alles noch viel anschaulicher machen. . Wir gehen in diesem Buch über den wilden Westen, auch wird der Sklavenhandel erwähnt und ins viktorianische Zeitalter. Auch die Gegenwart spielt eine große Rolle und es ist erschreckend das es diese Krankheit immer noch gibt. Auch politische Aspekte fließen in dieses Sachbuch mit ein. Die Zusammenhänge werden sehr gut erklärt, denn alles hängt irgendwie zusammen. Der Fortschritt in unserer Welt und der Rückschritt in anderen Teilen der Welt. Die Krankheit kann sich ausbreiten und bedroht immer noch ganze Landstriche. . Das Buch ist sehr interessant. Ich habe es mit viel Interesse gelesen. Ein Buch was viele Themen abdeckt und aufzeigt. Ich kann es sehr empfehlen, denn es geht uns alle was an. Die Krankheit ist nicht ausgestorben und auch heute noch sterben viele Menschen daran. Wer sich also dafür interessiert ist hier gut beraten. Ein Sachbuch was ich weiterempfehlen kann.

Für mich in diesem Jahr, zumindest bisher, vermutlich das größte Highlight. Hätte ich auch nicht gedacht. Dem Autor gelingt es nicht nur Interesse für die Krankheit selbst zu wecken, sondern auch für ihre Rahmenbedingungen. Er macht es auf höchst empathisch Weise, ohne den Zeigefinger zu sehr zu erheben.
"Dr. Girum sagte später zu mir:'Warum sollten wir Berge versetzen, um einen einzelnen Patienten zu retten? Weil er ein Mensch ist. Er ist ein Mensch, verstehen Sie?'"
S. 160: "Dabei muss ich an meinen Bruder Hank und seine Krebsbehandlung denken. (...) Ich könnte keine Welt akzeptieren, in der man zu Hank gesagt hätte: 'Tut mir leid, bei dieser Krebsvariante besteht zwar eine 92-prozentige Heilungschance, wenn sie richtig behandelt wird, aber es gibt nicht genug Ressourcen auf der Welt, damit du die richtige Behandlung bekommst.' Diese Welt wäre schreiend ungerecht und inakzeptabel. Aber wie kann dann eine Welt akzeptabel sein, in der Henry und seine Familie genau das zu hören bekommen? Wie soll ich eine Welt akzeptieren, in der allein in diesem Jahr mehr als eine Million Menschen sterben wird, weil sie die Therapie nicht bekommt, die es seit fast einem Jahrhundert gibt?" Nichts hinzuzufügen. Ich bin dankbar für John Greens Wut, für die echte Liebe zu Menschen und für das Sachbuch das daraus entstanden ist.
„Am Ende sind wir die Ursache. Wir müssen auch die Lösung sein.“ Leider muss ich zugeben, dass ich dachte, Tuberkulose sei ausgestorben. Eine Krankheit der Vergangenheit, vielleicht frühes 20. Jahrhundert. Aus Filmen kenne ich nur das typische Anzeichen der Erkrankung: das blutige Taschentuch, das dramatisch darstellt, dass der Charakter kurz vor dem Tod steht. Umso mehr wunderte es mich, dass John Green ausgerechnet über dieses Thema schreibt. Ich habe die Videos von ihm und seinen Bruder nie geschaut, daher wusste ich nicht, wie wichtig ihm dieses Thema ist. Vor dem Lesen ging ich davon aus, dass er ein Sachbuch über eine Krankheit schreibt, die der Vergangenheit angehört. Von daher habe ich unglaublich viel aus diesem Buch mitgenommen - nicht nur über Tuberkulose, sondern auch über Sierra Leone. Denn viel hängt mit diesem Land zusammen. Hier traf John Green einen Jungen, der quasi im Mittelpunkt des Buches steht. Auf dessen Ab- und Aufwärtsspirale der Lesende mehr und mehr über die Krankheit lernt. Der Autor gibt die Historie der Krankheit wider, wie sie romantisiert wurde, wie sie entdeckt wurde, wie Impfstoffe gefunden wurden, wie man es heilen kann. Allerdings nur in reichen Ländern, denn ärmeren Gegenden sind bis heute noch schlimm betroffen. Green zeigt, wie Kolonialismus, Kapitalismus und Rassismus Hand in Hand gehen. Eine Leseempfehlung für alle, egal ob man Fan von John Green Büchern ist oder nicht.
Ein Lauf durch die Geschichte und Kultur aus der Linse einer der tödlichsten Infektionskrankheiten.
Wer mich kennt, weiß um mein großes Interesse um Infektionskrankheiten und Virologie. John Green's Büchlein (knapp 180 Seiten) richtet sich aber nicht auf die zellulären und biologischen Abläufe der Krankheit, sondern gibt eine Kulturstudie zum Besten. Abwechselnd schildert er z.B. wie heutige Großstädte einst als Tb-Sanatorien entstanden, wie die Mode der bodenlangen Röcke sich der Sorge um eingeschleppte Erreger am Saum veränderte und wie Kolonialismus und Rassismus dafür sorgten und noch immer sorgen, dass Tb in ärmeren Ländern dieser Welt unbezwingbar scheint. Dazwischen folgt die Geschichte des Tb-Erkrankten Henry, den John auf seiner Reise nach Sierra Leone kennenlernte. Er ist das Sinnbild für den Kampf gegen die Krankheit vieler. Das Bakterium selbst könnte medizinisch bezwungen werden, so wie es in den reichen Ländern der Erde (noch!) der Fall ist, doch intersubjektive Wirklichkeiten, die nur in den Köpfen der Menschen existieren, wie Rassismus, Geld, Macht und Religion, nähren das Leid der Menschen in ärmeren Ländern, nähren die Multiresistenz des Bakteriums auf Antibiotika und nähren die Auslieferung des Menschen an diese Krankheit. Obwohl so dünn habe ich recht lange für das Buch gebraucht. Die Kapitel brauchten Zeit, um reflektiert zu werden. Von mir eine Empfehlung! Wäre cool, wenn John Green eine Reihe daraus macht, danach dann SARS-Cov, HIV, Lepra, Influenza - ich würde alle lesen.
Tuberkulose ist die tödlichste Infektionskrankheit der Welt – und trotzdem spricht kaum jemand darüber. Genau das will John Green ändern. In seinem Buch Tuberkulose gelingt es ihm auf eindrucksvolle Weise, Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken, das viele längst für erledigt halten. Man denkt immer, Tuberkulose gehöre der Vergangenheit an, aber sie ist präsenter denn je. „Nichts ist so privilegiert wie die Annahme, die Geschichte wäre Vergangenheit.“ Mit einer starken Mischung aus Faktenwissen, historischen Einblicken und persönlichen Geschichten bringt Green Licht in ein komplexes und oft übersehenes Thema. Statt mit trockenen Zahlen zu langweilen, erzählt er bewegend, klug und auf Augenhöhe. Im Zentrum stehen Menschen, keine Statistiken – etwa Henry aus Sierra Leone und seine Mutter, deren Geschichte sich durch mehrere Kapitel zieht und die drastisch zeigt, was es heißt, arm und krank zu sein. Das Buch macht wütend. Wütend auf die Welt, auf das kaputte Gesundheitssystem und auf das ungerechte Machtverhältnis zwischen arm und reich. Denn: Nur wer reich ist, kann sich Gesundheit leisten. „{…} weil das Heilmittel da ist, wo die Krankheit nicht ist, und die Krankheit da ist, wo das Heilmittel nicht ist.“ Aber trotz allem gibt das Buch auch Hoffnung. Green schafft es, das Thema mit großer Menschlichkeit zu erzählen, mit Anteilnahme und Feingefühl – und ohne dabei zu verharmlosen. Er zeigt, wie sehr unsere Welt bis heute durch Tuberkulose geprägt ist. Erstaunlich: Im Laufe der Jahre und bis heute gibt es viele Alltagsdinge, die sich (unbewusst) durch Tuberkulose verändert haben – zum Beispiel, dass 1916 der Bartwuchs gegen die Glattrasur getauscht wurde, aus Angst vor Keimen. Green verknüpft Medizin, Geschichte und Gesellschaftskritik, zeigt Zusammenhänge mit Kolonialismus, Kapitalismus und unserem Schönheitsideal – und erinnert auch daran, wer alles an Tuberkulose gestorben ist: Rembrandt, Edgar Allan Poe, alle drei Brontë-Schwestern, Franz Kafka. Ein aufrüttelndes, kluges und emotionales Buch, das den Blick auf unsere Welt verändert. Eine klare Leseempfehlung – nicht nur für Fans von John Green, sondern für alle, die sich für Gerechtigkeit interessieren.
Wichtige Thematik
Ich hab sehr viel neues in dem Buch gelernt. Ich muss zugeben, dass ich das Buch vor allem gelesen habe, weil mir die Bücher von John Green immer sehr gut gefallen haben und ich seine Art zu Schreiben gerne mag. Und auch dieses Buch hat mir wieder gut gefallen. Das Buch war wie erwartet gut geschrieben, ich habe viele neue Informationen erhalten und habe mich tatsächlich sogar emotional mitgenommen gefühlt. Anstatt rein sachlich von der Krankheit Tuberkulose zu berichten, gibt uns John Green insbesondere mit dem an Tuberkulose erkrankten Henry aus Sierra Leone einen Hauptcharakter, mit dem man als Leser mitfiebern kann, ob er es trotz der schweren Bedingungen schafft, die Tuberkulose zu besiegen. Es werden Zusammenhänge zu anderen wichtigen gesellschaftlichen Thema wie Rassismus und Kolonialisierung hergestellt und die Vergangenheit und sowie die Gegenwart beleuchtet. Da ich komplett ohne Vorwissen über Tuberkulose in das Buch reingestartet bin, hätte ich mir zu Beginn des Buches einen genaueren Überblick darüber gewünscht, was Tuberkulose eigentlich ist bzw. welche Auswirkungen und Symptome Tuberkulose auf die Betroffenen hat. Mir wurde vieles erst nach und nach so richtig klar. Auf der einen Seite hat mich das natürlich dazu gebracht, unbedingt weiter Lesen zu wollen, auf der andere Seite hatte ich doch zu Beginn des Buches einige Fragen, auf die ich gerne direkt eine Antwort gehabt hätte, um alles noch besser verstehen zu können. Insgesamt fand ich es ein sehr informatives und spannendes Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Wichtiges Thema, verschenktes Potenzial
Was haben Kafka, die Brontë-Schwestern, Schiller, George Orwell und Ringo Starr gemeinsam? Sie alle waren an Tuberkulose erkrankt und die meisten von ihnen starben auch daran. Wenn ihr von dieser Krankheit - vor allem unter dem Namen Schwindsucht - hört, denkt ihr vermutlich an längst vergangene Zeiten. Doch dem ist nicht so, Tuberkulose ist noch lange nicht ausgerottet und wird es wahrscheinlich auch nie sein. Sie ist heutzutage allerdings heilbar - zumindest wenn man am richtigen Ort ist. Besonders in den armen und ärmsten Ländern der Welt ist dies jedoch häufig nicht der Fall. Jährlich sterben an dieser Krankheit noch an die 1,3 Millionen Menschen - damit ist sie die tödlichste Infektionskrankheit weltweit (nur Corona machte ihr den Rang kurzzeitig streitig). Als John Green 2019 nach Sierra Leone reist, begegnet er dem 16-jährigen Henry, der seit Jahren an Tb leidet. Daraufhin beschäftigt er sich zunehmend mit dieser Krankheit. In seinem Buch schildert er ihre Geschichte, wie sie zunächst romantisiert wurde, als Krankheit der weißen Oberschicht und von genialen Dichtern. Erst durch die Entdeckung des Bakteriums M.tubercolosis durch Robert Koch änderte sich dies. Nun wurde sie zu einer Krankheit der Armen und ging mit einer Stigmatisierung einher. John Green schreibt sehr gut lesbar. Für meinen Geschmack ist das Buch aber häufig zu simpel gehalten. Ich verstehe natürlich, dass er eine sehr breite Leserschaft erreichen möchte. Aber auch dieser hätte er weitere Informationen geben können. Für mich spricht er viele relevante Themen nicht an. Mir stellt sich die Frage nach der Herkunft der Krankheit, nach Verbreitungswegen (immerhin tragen über 30% aller Menschen das Virus in sich), nach der Vererbbarkeit (wenn du Mutter Tb-Erreger in sich trägt, werden sie an den Fötus weitergegeben?), nach Hirn- und Knochentuberkulose (Quasimodo, der Glöckner von Notre Dame, hat seinen Buckel durch letztere). Stattdessen wird zu sehr Henrys Geschichte in den Vordergrund gestellt. Natürlich ist diese schrecklich, steht mir aber zu sehr im Fokus. Auch John Greens eigene Krankheitsgeschichte (kein Tb, sondern eine Angststörung) hat meiner Ansicht nach nichts in der Geschichte verloren. John Greens Ziel ist es, auf diese Krankheit hinzuweisen. Als Bestsellerautor wird er sicher auch ein breites Publikum erreichen. Ich frage mich jedoch, warum er dies nicht mit etwas anderem verbindet. Er könnte etwa einen Spendenaufruf starten oder (am besten zusätzlich) einen Teil seiner Einnahmen an eine entsprechende Organisation spenden. Vielleicht tut er dies auch, ich konnte jedoch nichts dazu finden. Das ist schade, denn es ist eine verschenkte Chance.
Informativ und gut erzählt, aber mehr wissenswert als emotional mitreißend.
✨ „Everything Is Tuberculosis“ von John Green ohne Sterne | neuntes Buch des Jahres Ich bin ziemlich blind in dieses Buch gegangen und war dann überrascht, wie viel ich tatsächlich gelernt habe. Tuberkulose war für mich vorher so ein historisches Randthema, und das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie stark diese Krankheit bis heute mit Stigma, Armut, Politik und globaler Ungleichheit verknüpft ist. Das fand ich deutlich spannender, als ich erwartet hätte. Der Fokus auf Henry hat für mich gut funktioniert. Es macht die Fakten greifbarer und persönlicher und verhindert, dass das Ganze zu einer reinen Sachbuchabhandlung wird. Auch die historischen Bezüge, etwa zu Kriegen und gesellschaftlichen Umbrüchen, geben dem Thema Gewicht, ohne es trocken wirken zu lassen. Man merkt dem Buch an, dass es von John Green ist. Diese Mischung aus persönlicher Betroffenheit, moralischem Ernst und Erzählen kennt man auch aus The Fault in Our Stars, hier eben in einer nicht-fiktionalen Variante. Besonders das Bild mit Marco und Polo, also dieses Rufen und Gehörtwerden, fand ich als Metapher dafür stark, wie Wissen manchmal erst viel später dort ankommt, wo es gebraucht wird. Emotional hat mich das Buch allerdings weniger gepackt, als ich vielleicht erwartet hätte. Ich fand es interessant, teilweise auch erschütternd, aber nicht wirklich lebensverändernd. Ich weiß jetzt mehr über Tuberkulose und ihre gesellschaftliche Bedeutung, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sich mein Blick auf die Welt dadurch grundlegend verschoben hat. Als Goodreads-Choice-Awards-Buch war es für mich solide. Informativ, gut erzählt und stellenweise wirklich eindrücklich, aber eher etwas, das man respektiert, als etwas, das einen tief berührt.
john writes i read
And so we have entered a strange era of human history: A preventable, curable infectious disease remains our deadliest. That's the world we are currently choosing. But we can choose a different world.
Faszinierende Mischung aus rabbit hole (Was haben der Cowboy Hut, Lippenstift und Ringo Starr gemeinsam? Richtig, Tuberkulose), persönlicher Geschichte und sozialem Kommentar, das mich mit einigen philosophischen Fragen zurück gelassen hat: Was ist ein "natürlicher" Tod? Wie gehen wir mit Kranken in unserer Gesellschaft um? Wie sieht echte soziale Gerechtigkeit aus?
I really enjoyed John Green's previous non-fiction work "The Anthropocene Reviewed" for its essay structure, and while "Everything is Tuberculosis" is a work focused on only one topic, the way the chapters are structured still carries over that same feel. The chapters are shorter than in most of the non-fiction books I have read so far, which made it easy to read. Even more so, as the influence of John Green's novel-writing past is clear in the way he talks about Tuberculosis and the way he frames the history, presence, and future of Tuberculosis through the life story of Henry, a Sierra Leonean teen suffering from Tuberculosis who John Green met while traveling. While many people don't know much about Tuberculosis or that it's even still a thing (just as I didn't before picking up this book), we know many of the things that influence the state of Tuberculosis, its patients and their treatment, both in the past and in the present, and John Green does a good job at reminding us of these parallels and then explaining how exactly they relate to Tuberculosis. I can very much recommend this book, both for what it has to say about the history of disease and how racism, colonialism, poverty and other factors exacerbate disease, as well as for John Green's writing voice making this a very pleasurable read, even when the topic is not at all pleasurable.
Ein eindrucksvoller Blick auf Tuberkulose und globale Gesundheitsungleichheit In diesem Buch verknüpft John Green die Geschichte der Tuberkulose mit den persönlichen Geschichten von Menschen, die bis heute unter der Krankheit leiden – insbesondere in Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen. Dabei steht nicht nur die medizinische Seite im Fokus, sondern auch die sozialen und politischen Rahmenbedingungen, unter denen Betroffene leben und kämpfen müssen. Green lenkt den Blick unter anderem auf Sierra Leone und zeigt eindrucksvoll, wie tief die Spuren von Kolonialismus, Rassismus und sozialer Ungleichheit in den Gesundheitssystemen verwurzelt sind. Die Krankheit wird hier nicht isoliert betrachtet, sondern eingebettet in größere strukturelle Zusammenhänge, die bis in die Gegenwart reichen. Das Buch regt zum Nachdenken über globale Gerechtigkeit und den Zugang zu medizinischer Versorgung an. Es ist eine klare Leseempfehlung für alle, die sich nicht nur für Tuberkulose, sondern auch für die sozialen Dimensionen von Gesundheit und Krankheit interessieren.
Leicht verständliches Sachbuch mit sehr wichtigem Thema!
Durch den Wechsel zwischen persönlichen Schicksalen, sozialpolitischen Themen, Ungleichheit und wissenschaftlichen Aspekten liest sich das Buch ebenso flüssig und fesselnd wie ein Roman. "Die Medikamente sind da, wo die Krankheit nicht ist. Und wo ist die Krankheit? Die Krankheit ist da, wo die Medikamente nicht sind."
Das Buch ist sehr interessant und ich habe von Aspekten gelesen, die mir bisher nicht bekannt waren, obwohl ich grob über Tb informiert war. Dass es aber noch so ein massives Problem ist, habe ich nicht gewusst. Durch persönliche Erfahrungen und Begegnungen und Gespräche ist das Buch auch für Leute, die nicht gerne Sachbücher lesen interessant. Teilweise wiederholt er sich etwas und das Buch hätte eun paar Seiten weniger haben können.
Green schreibt in diesem Sachbuch über die Geschichte der Tuberkulose, verbunden mit seiner persönlichen Erlebnissen mit der Krankheit. Dabei verordnet er die Krankheit nicht in den luftleeren Raum der Medizin, sondern verankert sie in unserer Gesellschaft und zeigt insbesondere sehr beeindruckend auf, wie sehr diese Krankheit inzwischen eine Krankheit sozialen Ursprungs ist. Immer wieder wird klar, wie die Krankheit von einer Krankheit der Reichen und Genialen immer mehr mit Rassismus und Armut verknüpft wird. Eine Krankheit voller Stigmata.Dass Green das Thema am Herzen liegt, wird sehr deutlich. Und das macht das Buch auch so sehr für mich aus. Die Entrüstung, die er verspürt, die Verzweiflung, das Unglauben darüber, aber auch die Hoffnung, die er später, beschreibt, ist wirklich spürbar.Insgesamt ein unglaublich wichtiges Buch, was ich jeden und jeder weiterempfehlen werde. Auf einen Kampf gegen die Tuberkulose!
Erstes John Green Buch, das ich mag. John Green erzählt hier einen kurzen Abriss der Geschichte von Tuberkulose und ihrer Behandlung. Das alles passt auf ungefähr 250 Seiten und war wirklich ein page-turnen. Ich glaube als Medizininteressierte Person hätte ich sogar noch 1.000 Seiten gelesen und es kam mir manchmal etwas verkürzt vor. Es ist eben ein kurzweiliges Sachbuch. Ich bin zwar nicht der größte Fan seiner kitschigen Erzählweise, aber hier hat es ganz gut funktioniert. Zumal der ganze Umstand um Rassismus und Klassismus in der Medizin, die beschissene Pharamindustrie und deren Geldgeilheit ja nun mal wirklich zum Heulen sind. Gespickt ist das ganze noch mit Henrys Geschichte, einem Tb-Erkrankten, die sehr rührend und auch wichtig ist. Allerdings hat Green dann manchmal über ihn geschrieben, wie er Seiten vorher kritisiert hat: Dort hat er kritisiert, dass die Krankheit früher als Krankheit der Kreativen galt und die Schwindsucht nur Genies ergriff, um dann im nächsten Schritt zu schreiben, was für eine poetische Begabung Henry hat. Hä. Es kam dadurch auch etwas wie "white saviorism" herüber - wobei es natürlich löblich ist, dass Green sich für die Bekämpfung von Krankheiten einsetzt.
Buchinformationen
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Dies ist ein sehr leicht lesbares Sachbuch, das die Geschichte der Tuberkulose beleuchtet. Gesellschaftliche Einflüsse sind genauso Thema wie Therapien und die unverhältnismäßige Verteilung der Medikamente. "Die Krankheit ist da, wo die Medikamente nicht sind. Die Medikamente sind da, wo die Krankheit nicht ist." Durch das Buch zieht sich die Geschichte des Jungen Henry aus Sierra Leone, wodurch auch ein emotionaler Bezug zum Thema hergestellt wird. Von mir eine sehr klare Empfehlung für das ungefähr 200 Seiten kurze Buch.
Selten bin ich so durch ein Sachbuch "geflogen"
Der Bestseller-Autor John Green (Die Liebe ist ein mieser Verräter) hat ein Sachbuch über die Tuberkulose-Epidemie geschrieben. Dabei schafft er es, mit zahlreichen Informationen ein Bewusstsein für eine Erkrankung zu schaffen, mit der sich die westliche, eurozentrierte Welt viel zu lange viel zu wenig beschäftigt hat. Jährlich fordert Tb immer noch ca. 1,25 Mio. Todesopfer, nicht in Europa und Nordamerika, sondern in den Ländern des globalen Südens. Diese Tatsache ist in rassistischen Denkmustern und Verteilungsungerechtigkeiten begründet. Denn es ist wirksame Medikamente auch gegen multiresistente Tb-Stämme, aber sie sind nicht dort, wo die Krankheit ist. John Green schreibt leicht zugänglich über das Stigma der Krankheit, wie sich der Blick auf Tb-Erkrankte mit der Zeit verändert hat und welche Rolle Pharmakonzerne und die WHO bei der Bekämpfung spielen. In das Buch streut er persönliche Sichtweisen und Erlebnisse ein. Das hat mich anfangs gestört, hat aber im Verlauf des Lesens dazu beigetragen, dass ich dran geblieben bin. Insbesondere die Geschichte von Henry hat es mir angetan und zeigt, dass es sich lohnt weiter zu kämpfen, um die Zahl der Sterbefälle drastisch zu reduzieren.
Einer meiner absoluten Favoriten
Ich liebe John Greens Schreibstil und in diesem Buch zeigt sich mal wieder warum. Eigentlich lese ich nicht viele Sachbücher aber er schafft es einem die Augen zu öffnen für wichtige Themen ohne Interesse zu verlieren. Ein absolutes Must read Man realisiert dadurch wie gut man es eigentlich hat und wie dankbar man sein muss
Ein überaus interessantes und seht gut recherchiertes Buch und für mich eine Auffrischung zum Thema bzw über Tuberkulose. John Green schafft es das Thema sehr spannend an die Lesenden zu bringen. Dieses schafft er, indem er den Tb- kranken Henry aus Sierra Leone während seines Krankenhausaufenthaltes ...begleitet. Was auch mir trotz medizinischem Hintergrund nicht mehr klar war, ist, dass Tb noch immer die tödlichste Infektionskrankheit darstellt obwohl es nicht mehr sein müsste. An dieser heibaren Krankheit sterben immer noch jährlich 1300 000. Nur für einen kurzen Zeitraum galt Covid 19 als tödlichste Infektionskrankheit. Der Autor spannt einen Bogen von früher zu Zeiten von James Watt um 1800, dessen Kinder u.a. auch an Tb gestorben sind, bis heute so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ein Satz aus diesem Buch zieht ist wie ein roter Faden bis zum Schluss durch: " die Medikamente sind da, wo die Krankheit nicht ist. Und wo ist die Krankheit? Die Krankheit ist da, wo die Medikamente nicht sind" Henry hatte sich mit Tb angesteckt weil er in einem armen Land wie Sierra Leone nicht angemessen behandelt wurde. Der Autor beschreibt, dass ein Kind das dort zu Welt kommt eine 100 mal höhere Wahrscheinlichkeit hat an Tb zu sterben als in den USA, Europa... " Gesundheitliche Ungleichheit wir von Armut, Rassismus, mangelnder med. Versorgung....verursacht Worauf der Autor zusätzlich hinweist ist die Preistreiberei der Pharmakonzerne...und deren Machenschaften.. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, gut wäre es auch für den schulischen Unterricht
Sachbuch mit vielen Fakten, viel Tiefe und ganz viel Herz
Es ist meiner Meinung nach spürbar, wenn der Autor eines Sachbuchs für das Thema brennt. Bei John Green ist dies bei Tuberkulose mit Sicherheit so. Das Ergebnis ist ein Buch voller Recherche zur Geschichte, sozioökonomischen Faktoren und medizinischen Hintergründen der Krankheit des Erregers und der darunter leidenden Personen. Dazu kommt noch die Geschichte von Henry dem Tuberkulose-Kranken aus Sierra-Leone, die nicht nur die Erzählungen des Buches lenkt sondern auch sehr bewegend ist und mir persönlich sehr nach gegangen ist.
Eine Eintageslektüre zu Tuberkulose sowohl als Erkrankungen als auch als Symbol für globale Ungerechtigkeit
Im Zuge meiner Forschung für meine Doktorarbeit in der Literaturwissenschaft hat sich herausgestellt, dass ich auch ein Unterkapitel zu Tuberkulose schreiben muss. Da ich Arbeit und Freizeit schlecht trennen kann, dachte ich John Greens Buch lässt mich beides auf angenehme Weise verbinden. Ich lag richtig – spannend, mitreisend, gefühlvoll und persönlich liefert das Buch einen Einblick in die Geschichte(n) die mit Tuberkulose verbunden sind. Es hat mich neugierig gemacht und ich bin jetzt richtig motiviert tiefer in die Recherche zu dieser Krankheit und ihrer Repräsentation und literarischen Werken einzusteigen.
John Greens very special interest
Mit Charme, harten Fakten und Daten bringt John Green uns sein neues Buch näher. Diesmal ist es kein Roman, sondern Greens very special interest: Tuberkulose. Durch persönliche Geschichten, Recherche und Gesprächen mit Wissenschaftlern, Ärzten und Inizierten lernen wir die Krankheit von ganz vielen neuen Seiten kennen und gleichzeitig nimmt Green den Leser*innen auch etwas die Angst davor. Auch werden Fragen beantwortet, die sich viele Menschen stellen: Woher kommt Tuberkulose? Warum gibt es sie noch und konnte noch nicht ausgerottet werden? Das alles und mehr wird in „Tuberkulose“ beantwortet. Ich persönlich mag John Greens sehr gern und habe in den sozialen Medien seinen Weg und seine Recherche zu diesem Buch verfolgt. Deshalb empfehle ich es sehr gern, da ich weiß, was für ein Herzensprojekt dieses Buch ist.
Unglaublich gut geschrieben und unglaublich wichtig!💛
Ich habe mich davor noch nie mit dem Thema beschäftigt, aber das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, und ich konnte es nicht weglegen! John Green schafft es, komplexe Themen auf eine fesselnde und berührende Weise zu erzählen. Es ist kein trockenes Sachbuch voller Zahlen und Fakten, sondern sehr emotional und verknüpft Geschichte, Medizin und persönliche Schicksale – alles mit dem Hauptthema Tuberkulose. Auch der Schreibstil trägt dazu bei, dass es spannend und einfach zu lesen ist. Im Zentrum steht Greens Begegnung mit Henry, einem jungen TB-Patienten, der ihn überhaupt erst auf das Thema brachte und dessen Geschichte wir im Buch verfolgen können. Besonders beeindruckend ist, wie Green zeigt, dass Tuberkulose nicht nur eine Krankheit, sondern eng mit Kolonialismus, Kapitalismus und gesellschaftlichen Strukturen verwoben ist – bis heute. Er zieht faszinierende Verbindungslinien zu Themen wie dem Ersten Weltkrieg und sogar zu unserem Schönheitsideal, das teilweise von der Krankheit geprägt wurde. Was dieses Buch so emotional macht, sind die Menschen, deren Geschichten erzählt werden. Besonders berührt hat mich auch die TB-Patientin, die sich mit der Protagonistin aus Das Schicksal ist ein mieser Verräter identifizierte, weil sie wie Hazel unter Atemnot litt. Es ist ein wichtiges Buch, das nicht nur informiert, sondern auch tief bewegt und zum Nachdenken anregt. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen!
Sehr informativ
Dieses Buch hat mich auf Grund von seiner Thematik angesprochen. Es behandelt eine Krankheit die Geschichte geschrieben hat. Und auch immer noch vorkommt. Wie also sollen wir damit umgehen und wie sind die Menschen früher damit umgegangen. . Am Anfang des Buches bekommen wir einen guten Überblick über die Erkrankung. Ihre Symptome, und das Krankheitsbild allgemein. Wann trat sie auf und was gab es für Heilungsmöglichkeiten. Es werden hier viele geschichtliche Hintergründe genannt, die sehr weit gefächert sind. In der Vergangenheit aber auch in der Gegenwart. Es sind zudem Bilder in dem Buch enthalten, die alles noch viel anschaulicher machen. . Wir gehen in diesem Buch über den wilden Westen, auch wird der Sklavenhandel erwähnt und ins viktorianische Zeitalter. Auch die Gegenwart spielt eine große Rolle und es ist erschreckend das es diese Krankheit immer noch gibt. Auch politische Aspekte fließen in dieses Sachbuch mit ein. Die Zusammenhänge werden sehr gut erklärt, denn alles hängt irgendwie zusammen. Der Fortschritt in unserer Welt und der Rückschritt in anderen Teilen der Welt. Die Krankheit kann sich ausbreiten und bedroht immer noch ganze Landstriche. . Das Buch ist sehr interessant. Ich habe es mit viel Interesse gelesen. Ein Buch was viele Themen abdeckt und aufzeigt. Ich kann es sehr empfehlen, denn es geht uns alle was an. Die Krankheit ist nicht ausgestorben und auch heute noch sterben viele Menschen daran. Wer sich also dafür interessiert ist hier gut beraten. Ein Sachbuch was ich weiterempfehlen kann.

Für mich in diesem Jahr, zumindest bisher, vermutlich das größte Highlight. Hätte ich auch nicht gedacht. Dem Autor gelingt es nicht nur Interesse für die Krankheit selbst zu wecken, sondern auch für ihre Rahmenbedingungen. Er macht es auf höchst empathisch Weise, ohne den Zeigefinger zu sehr zu erheben.
"Dr. Girum sagte später zu mir:'Warum sollten wir Berge versetzen, um einen einzelnen Patienten zu retten? Weil er ein Mensch ist. Er ist ein Mensch, verstehen Sie?'"
S. 160: "Dabei muss ich an meinen Bruder Hank und seine Krebsbehandlung denken. (...) Ich könnte keine Welt akzeptieren, in der man zu Hank gesagt hätte: 'Tut mir leid, bei dieser Krebsvariante besteht zwar eine 92-prozentige Heilungschance, wenn sie richtig behandelt wird, aber es gibt nicht genug Ressourcen auf der Welt, damit du die richtige Behandlung bekommst.' Diese Welt wäre schreiend ungerecht und inakzeptabel. Aber wie kann dann eine Welt akzeptabel sein, in der Henry und seine Familie genau das zu hören bekommen? Wie soll ich eine Welt akzeptieren, in der allein in diesem Jahr mehr als eine Million Menschen sterben wird, weil sie die Therapie nicht bekommt, die es seit fast einem Jahrhundert gibt?" Nichts hinzuzufügen. Ich bin dankbar für John Greens Wut, für die echte Liebe zu Menschen und für das Sachbuch das daraus entstanden ist.
„Am Ende sind wir die Ursache. Wir müssen auch die Lösung sein.“ Leider muss ich zugeben, dass ich dachte, Tuberkulose sei ausgestorben. Eine Krankheit der Vergangenheit, vielleicht frühes 20. Jahrhundert. Aus Filmen kenne ich nur das typische Anzeichen der Erkrankung: das blutige Taschentuch, das dramatisch darstellt, dass der Charakter kurz vor dem Tod steht. Umso mehr wunderte es mich, dass John Green ausgerechnet über dieses Thema schreibt. Ich habe die Videos von ihm und seinen Bruder nie geschaut, daher wusste ich nicht, wie wichtig ihm dieses Thema ist. Vor dem Lesen ging ich davon aus, dass er ein Sachbuch über eine Krankheit schreibt, die der Vergangenheit angehört. Von daher habe ich unglaublich viel aus diesem Buch mitgenommen - nicht nur über Tuberkulose, sondern auch über Sierra Leone. Denn viel hängt mit diesem Land zusammen. Hier traf John Green einen Jungen, der quasi im Mittelpunkt des Buches steht. Auf dessen Ab- und Aufwärtsspirale der Lesende mehr und mehr über die Krankheit lernt. Der Autor gibt die Historie der Krankheit wider, wie sie romantisiert wurde, wie sie entdeckt wurde, wie Impfstoffe gefunden wurden, wie man es heilen kann. Allerdings nur in reichen Ländern, denn ärmeren Gegenden sind bis heute noch schlimm betroffen. Green zeigt, wie Kolonialismus, Kapitalismus und Rassismus Hand in Hand gehen. Eine Leseempfehlung für alle, egal ob man Fan von John Green Büchern ist oder nicht.
Ein Lauf durch die Geschichte und Kultur aus der Linse einer der tödlichsten Infektionskrankheiten.
Wer mich kennt, weiß um mein großes Interesse um Infektionskrankheiten und Virologie. John Green's Büchlein (knapp 180 Seiten) richtet sich aber nicht auf die zellulären und biologischen Abläufe der Krankheit, sondern gibt eine Kulturstudie zum Besten. Abwechselnd schildert er z.B. wie heutige Großstädte einst als Tb-Sanatorien entstanden, wie die Mode der bodenlangen Röcke sich der Sorge um eingeschleppte Erreger am Saum veränderte und wie Kolonialismus und Rassismus dafür sorgten und noch immer sorgen, dass Tb in ärmeren Ländern dieser Welt unbezwingbar scheint. Dazwischen folgt die Geschichte des Tb-Erkrankten Henry, den John auf seiner Reise nach Sierra Leone kennenlernte. Er ist das Sinnbild für den Kampf gegen die Krankheit vieler. Das Bakterium selbst könnte medizinisch bezwungen werden, so wie es in den reichen Ländern der Erde (noch!) der Fall ist, doch intersubjektive Wirklichkeiten, die nur in den Köpfen der Menschen existieren, wie Rassismus, Geld, Macht und Religion, nähren das Leid der Menschen in ärmeren Ländern, nähren die Multiresistenz des Bakteriums auf Antibiotika und nähren die Auslieferung des Menschen an diese Krankheit. Obwohl so dünn habe ich recht lange für das Buch gebraucht. Die Kapitel brauchten Zeit, um reflektiert zu werden. Von mir eine Empfehlung! Wäre cool, wenn John Green eine Reihe daraus macht, danach dann SARS-Cov, HIV, Lepra, Influenza - ich würde alle lesen.
Tuberkulose ist die tödlichste Infektionskrankheit der Welt – und trotzdem spricht kaum jemand darüber. Genau das will John Green ändern. In seinem Buch Tuberkulose gelingt es ihm auf eindrucksvolle Weise, Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken, das viele längst für erledigt halten. Man denkt immer, Tuberkulose gehöre der Vergangenheit an, aber sie ist präsenter denn je. „Nichts ist so privilegiert wie die Annahme, die Geschichte wäre Vergangenheit.“ Mit einer starken Mischung aus Faktenwissen, historischen Einblicken und persönlichen Geschichten bringt Green Licht in ein komplexes und oft übersehenes Thema. Statt mit trockenen Zahlen zu langweilen, erzählt er bewegend, klug und auf Augenhöhe. Im Zentrum stehen Menschen, keine Statistiken – etwa Henry aus Sierra Leone und seine Mutter, deren Geschichte sich durch mehrere Kapitel zieht und die drastisch zeigt, was es heißt, arm und krank zu sein. Das Buch macht wütend. Wütend auf die Welt, auf das kaputte Gesundheitssystem und auf das ungerechte Machtverhältnis zwischen arm und reich. Denn: Nur wer reich ist, kann sich Gesundheit leisten. „{…} weil das Heilmittel da ist, wo die Krankheit nicht ist, und die Krankheit da ist, wo das Heilmittel nicht ist.“ Aber trotz allem gibt das Buch auch Hoffnung. Green schafft es, das Thema mit großer Menschlichkeit zu erzählen, mit Anteilnahme und Feingefühl – und ohne dabei zu verharmlosen. Er zeigt, wie sehr unsere Welt bis heute durch Tuberkulose geprägt ist. Erstaunlich: Im Laufe der Jahre und bis heute gibt es viele Alltagsdinge, die sich (unbewusst) durch Tuberkulose verändert haben – zum Beispiel, dass 1916 der Bartwuchs gegen die Glattrasur getauscht wurde, aus Angst vor Keimen. Green verknüpft Medizin, Geschichte und Gesellschaftskritik, zeigt Zusammenhänge mit Kolonialismus, Kapitalismus und unserem Schönheitsideal – und erinnert auch daran, wer alles an Tuberkulose gestorben ist: Rembrandt, Edgar Allan Poe, alle drei Brontë-Schwestern, Franz Kafka. Ein aufrüttelndes, kluges und emotionales Buch, das den Blick auf unsere Welt verändert. Eine klare Leseempfehlung – nicht nur für Fans von John Green, sondern für alle, die sich für Gerechtigkeit interessieren.
Wichtige Thematik
Ich hab sehr viel neues in dem Buch gelernt. Ich muss zugeben, dass ich das Buch vor allem gelesen habe, weil mir die Bücher von John Green immer sehr gut gefallen haben und ich seine Art zu Schreiben gerne mag. Und auch dieses Buch hat mir wieder gut gefallen. Das Buch war wie erwartet gut geschrieben, ich habe viele neue Informationen erhalten und habe mich tatsächlich sogar emotional mitgenommen gefühlt. Anstatt rein sachlich von der Krankheit Tuberkulose zu berichten, gibt uns John Green insbesondere mit dem an Tuberkulose erkrankten Henry aus Sierra Leone einen Hauptcharakter, mit dem man als Leser mitfiebern kann, ob er es trotz der schweren Bedingungen schafft, die Tuberkulose zu besiegen. Es werden Zusammenhänge zu anderen wichtigen gesellschaftlichen Thema wie Rassismus und Kolonialisierung hergestellt und die Vergangenheit und sowie die Gegenwart beleuchtet. Da ich komplett ohne Vorwissen über Tuberkulose in das Buch reingestartet bin, hätte ich mir zu Beginn des Buches einen genaueren Überblick darüber gewünscht, was Tuberkulose eigentlich ist bzw. welche Auswirkungen und Symptome Tuberkulose auf die Betroffenen hat. Mir wurde vieles erst nach und nach so richtig klar. Auf der einen Seite hat mich das natürlich dazu gebracht, unbedingt weiter Lesen zu wollen, auf der andere Seite hatte ich doch zu Beginn des Buches einige Fragen, auf die ich gerne direkt eine Antwort gehabt hätte, um alles noch besser verstehen zu können. Insgesamt fand ich es ein sehr informatives und spannendes Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Wichtiges Thema, verschenktes Potenzial
Was haben Kafka, die Brontë-Schwestern, Schiller, George Orwell und Ringo Starr gemeinsam? Sie alle waren an Tuberkulose erkrankt und die meisten von ihnen starben auch daran. Wenn ihr von dieser Krankheit - vor allem unter dem Namen Schwindsucht - hört, denkt ihr vermutlich an längst vergangene Zeiten. Doch dem ist nicht so, Tuberkulose ist noch lange nicht ausgerottet und wird es wahrscheinlich auch nie sein. Sie ist heutzutage allerdings heilbar - zumindest wenn man am richtigen Ort ist. Besonders in den armen und ärmsten Ländern der Welt ist dies jedoch häufig nicht der Fall. Jährlich sterben an dieser Krankheit noch an die 1,3 Millionen Menschen - damit ist sie die tödlichste Infektionskrankheit weltweit (nur Corona machte ihr den Rang kurzzeitig streitig). Als John Green 2019 nach Sierra Leone reist, begegnet er dem 16-jährigen Henry, der seit Jahren an Tb leidet. Daraufhin beschäftigt er sich zunehmend mit dieser Krankheit. In seinem Buch schildert er ihre Geschichte, wie sie zunächst romantisiert wurde, als Krankheit der weißen Oberschicht und von genialen Dichtern. Erst durch die Entdeckung des Bakteriums M.tubercolosis durch Robert Koch änderte sich dies. Nun wurde sie zu einer Krankheit der Armen und ging mit einer Stigmatisierung einher. John Green schreibt sehr gut lesbar. Für meinen Geschmack ist das Buch aber häufig zu simpel gehalten. Ich verstehe natürlich, dass er eine sehr breite Leserschaft erreichen möchte. Aber auch dieser hätte er weitere Informationen geben können. Für mich spricht er viele relevante Themen nicht an. Mir stellt sich die Frage nach der Herkunft der Krankheit, nach Verbreitungswegen (immerhin tragen über 30% aller Menschen das Virus in sich), nach der Vererbbarkeit (wenn du Mutter Tb-Erreger in sich trägt, werden sie an den Fötus weitergegeben?), nach Hirn- und Knochentuberkulose (Quasimodo, der Glöckner von Notre Dame, hat seinen Buckel durch letztere). Stattdessen wird zu sehr Henrys Geschichte in den Vordergrund gestellt. Natürlich ist diese schrecklich, steht mir aber zu sehr im Fokus. Auch John Greens eigene Krankheitsgeschichte (kein Tb, sondern eine Angststörung) hat meiner Ansicht nach nichts in der Geschichte verloren. John Greens Ziel ist es, auf diese Krankheit hinzuweisen. Als Bestsellerautor wird er sicher auch ein breites Publikum erreichen. Ich frage mich jedoch, warum er dies nicht mit etwas anderem verbindet. Er könnte etwa einen Spendenaufruf starten oder (am besten zusätzlich) einen Teil seiner Einnahmen an eine entsprechende Organisation spenden. Vielleicht tut er dies auch, ich konnte jedoch nichts dazu finden. Das ist schade, denn es ist eine verschenkte Chance.
Informativ und gut erzählt, aber mehr wissenswert als emotional mitreißend.
✨ „Everything Is Tuberculosis“ von John Green ohne Sterne | neuntes Buch des Jahres Ich bin ziemlich blind in dieses Buch gegangen und war dann überrascht, wie viel ich tatsächlich gelernt habe. Tuberkulose war für mich vorher so ein historisches Randthema, und das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie stark diese Krankheit bis heute mit Stigma, Armut, Politik und globaler Ungleichheit verknüpft ist. Das fand ich deutlich spannender, als ich erwartet hätte. Der Fokus auf Henry hat für mich gut funktioniert. Es macht die Fakten greifbarer und persönlicher und verhindert, dass das Ganze zu einer reinen Sachbuchabhandlung wird. Auch die historischen Bezüge, etwa zu Kriegen und gesellschaftlichen Umbrüchen, geben dem Thema Gewicht, ohne es trocken wirken zu lassen. Man merkt dem Buch an, dass es von John Green ist. Diese Mischung aus persönlicher Betroffenheit, moralischem Ernst und Erzählen kennt man auch aus The Fault in Our Stars, hier eben in einer nicht-fiktionalen Variante. Besonders das Bild mit Marco und Polo, also dieses Rufen und Gehörtwerden, fand ich als Metapher dafür stark, wie Wissen manchmal erst viel später dort ankommt, wo es gebraucht wird. Emotional hat mich das Buch allerdings weniger gepackt, als ich vielleicht erwartet hätte. Ich fand es interessant, teilweise auch erschütternd, aber nicht wirklich lebensverändernd. Ich weiß jetzt mehr über Tuberkulose und ihre gesellschaftliche Bedeutung, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sich mein Blick auf die Welt dadurch grundlegend verschoben hat. Als Goodreads-Choice-Awards-Buch war es für mich solide. Informativ, gut erzählt und stellenweise wirklich eindrücklich, aber eher etwas, das man respektiert, als etwas, das einen tief berührt.
john writes i read
And so we have entered a strange era of human history: A preventable, curable infectious disease remains our deadliest. That's the world we are currently choosing. But we can choose a different world.
Faszinierende Mischung aus rabbit hole (Was haben der Cowboy Hut, Lippenstift und Ringo Starr gemeinsam? Richtig, Tuberkulose), persönlicher Geschichte und sozialem Kommentar, das mich mit einigen philosophischen Fragen zurück gelassen hat: Was ist ein "natürlicher" Tod? Wie gehen wir mit Kranken in unserer Gesellschaft um? Wie sieht echte soziale Gerechtigkeit aus?
I really enjoyed John Green's previous non-fiction work "The Anthropocene Reviewed" for its essay structure, and while "Everything is Tuberculosis" is a work focused on only one topic, the way the chapters are structured still carries over that same feel. The chapters are shorter than in most of the non-fiction books I have read so far, which made it easy to read. Even more so, as the influence of John Green's novel-writing past is clear in the way he talks about Tuberculosis and the way he frames the history, presence, and future of Tuberculosis through the life story of Henry, a Sierra Leonean teen suffering from Tuberculosis who John Green met while traveling. While many people don't know much about Tuberculosis or that it's even still a thing (just as I didn't before picking up this book), we know many of the things that influence the state of Tuberculosis, its patients and their treatment, both in the past and in the present, and John Green does a good job at reminding us of these parallels and then explaining how exactly they relate to Tuberculosis. I can very much recommend this book, both for what it has to say about the history of disease and how racism, colonialism, poverty and other factors exacerbate disease, as well as for John Green's writing voice making this a very pleasurable read, even when the topic is not at all pleasurable.
Ein eindrucksvoller Blick auf Tuberkulose und globale Gesundheitsungleichheit In diesem Buch verknüpft John Green die Geschichte der Tuberkulose mit den persönlichen Geschichten von Menschen, die bis heute unter der Krankheit leiden – insbesondere in Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen. Dabei steht nicht nur die medizinische Seite im Fokus, sondern auch die sozialen und politischen Rahmenbedingungen, unter denen Betroffene leben und kämpfen müssen. Green lenkt den Blick unter anderem auf Sierra Leone und zeigt eindrucksvoll, wie tief die Spuren von Kolonialismus, Rassismus und sozialer Ungleichheit in den Gesundheitssystemen verwurzelt sind. Die Krankheit wird hier nicht isoliert betrachtet, sondern eingebettet in größere strukturelle Zusammenhänge, die bis in die Gegenwart reichen. Das Buch regt zum Nachdenken über globale Gerechtigkeit und den Zugang zu medizinischer Versorgung an. Es ist eine klare Leseempfehlung für alle, die sich nicht nur für Tuberkulose, sondern auch für die sozialen Dimensionen von Gesundheit und Krankheit interessieren.
Leicht verständliches Sachbuch mit sehr wichtigem Thema!
Durch den Wechsel zwischen persönlichen Schicksalen, sozialpolitischen Themen, Ungleichheit und wissenschaftlichen Aspekten liest sich das Buch ebenso flüssig und fesselnd wie ein Roman. "Die Medikamente sind da, wo die Krankheit nicht ist. Und wo ist die Krankheit? Die Krankheit ist da, wo die Medikamente nicht sind."
Das Buch ist sehr interessant und ich habe von Aspekten gelesen, die mir bisher nicht bekannt waren, obwohl ich grob über Tb informiert war. Dass es aber noch so ein massives Problem ist, habe ich nicht gewusst. Durch persönliche Erfahrungen und Begegnungen und Gespräche ist das Buch auch für Leute, die nicht gerne Sachbücher lesen interessant. Teilweise wiederholt er sich etwas und das Buch hätte eun paar Seiten weniger haben können.
Green schreibt in diesem Sachbuch über die Geschichte der Tuberkulose, verbunden mit seiner persönlichen Erlebnissen mit der Krankheit. Dabei verordnet er die Krankheit nicht in den luftleeren Raum der Medizin, sondern verankert sie in unserer Gesellschaft und zeigt insbesondere sehr beeindruckend auf, wie sehr diese Krankheit inzwischen eine Krankheit sozialen Ursprungs ist. Immer wieder wird klar, wie die Krankheit von einer Krankheit der Reichen und Genialen immer mehr mit Rassismus und Armut verknüpft wird. Eine Krankheit voller Stigmata.Dass Green das Thema am Herzen liegt, wird sehr deutlich. Und das macht das Buch auch so sehr für mich aus. Die Entrüstung, die er verspürt, die Verzweiflung, das Unglauben darüber, aber auch die Hoffnung, die er später, beschreibt, ist wirklich spürbar.Insgesamt ein unglaublich wichtiges Buch, was ich jeden und jeder weiterempfehlen werde. Auf einen Kampf gegen die Tuberkulose!
Erstes John Green Buch, das ich mag. John Green erzählt hier einen kurzen Abriss der Geschichte von Tuberkulose und ihrer Behandlung. Das alles passt auf ungefähr 250 Seiten und war wirklich ein page-turnen. Ich glaube als Medizininteressierte Person hätte ich sogar noch 1.000 Seiten gelesen und es kam mir manchmal etwas verkürzt vor. Es ist eben ein kurzweiliges Sachbuch. Ich bin zwar nicht der größte Fan seiner kitschigen Erzählweise, aber hier hat es ganz gut funktioniert. Zumal der ganze Umstand um Rassismus und Klassismus in der Medizin, die beschissene Pharamindustrie und deren Geldgeilheit ja nun mal wirklich zum Heulen sind. Gespickt ist das ganze noch mit Henrys Geschichte, einem Tb-Erkrankten, die sehr rührend und auch wichtig ist. Allerdings hat Green dann manchmal über ihn geschrieben, wie er Seiten vorher kritisiert hat: Dort hat er kritisiert, dass die Krankheit früher als Krankheit der Kreativen galt und die Schwindsucht nur Genies ergriff, um dann im nächsten Schritt zu schreiben, was für eine poetische Begabung Henry hat. Hä. Es kam dadurch auch etwas wie "white saviorism" herüber - wobei es natürlich löblich ist, dass Green sich für die Bekämpfung von Krankheiten einsetzt.




























