Et j'ai cessé de t'appeler Papa: Quand la soumission chimique frappe une famille
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Beschreibung
Caroline Darian, femme debout, raconte cette déflagration, le périlleux vertige de découvrir qu’une personne aimée, son père, est capable du pire.
Elle alerte aussi sur la soumission chimique, quand l’armoire à pharmacie du foyer se transforme en arme préférée des violeurs...
Une voix forte, exceptionnellement courageuse, qui révèle une autre facette des violences faites aux femmes.
Buchinformationen
Beiträge
Ein starkes Buch
Nachdem ich im Frühjahr bereits Gisèle Pelicots Buch und direkt im Anschluss Manon Garcias Essays über den Pelicot-Prozess gelesen hatte, sprang mich jüngst in der Buchhandlung auch noch das Buch von Gisèles Tochter Caroline Darian an. Ich fand dieses Buch nochmal eine gute Ergänzung, nochmal eine andere Perspektive. Vieles davon einfach unvorstellbar schlimm, wie sehr den Kindern der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, als aufkam, dass ihr Vater ein Vergewaltiger ist und dass sich der Missbrauch an ihrer Mutter zum Teil direkt unter der eigenen Nase abgespielt hatte. Dieses Buch hier erzählt fast tagebuchartig und man hat den Eindruck, dass Caroline sich das Ganze hier von der Seele geschrieben hat, also dass es für sie einen katharsischen Effekt hatte. Falls sich jemand mehrere Bücher zu dem Thema "antun" möchte (schon wirklich heftig), finde ich tatsächlich alle drei Bücher zusammen empfehlenswert: - Gisèle Pelicot für die Gesamtgeschichte - Caroline Darian für die Perspektive der Tocher und einen Blick auf einiges, das die Mutter nicht wahrhaben wolle / konnte, aber mit starkem Fokus auf das eigene Gefühlsleben. - Manon Garcia für die journalistische und philosophische Betrachtung des Prozesses aus feministischer Sicht, den Blick über den Tellerrand Mutter und Tochter hatten sehr unterschiedliche Reaktionen. Bei Gisèle Pelicot ging es viel um Stärke zeigen und Würde wahren, was von ihrer Tochter als Verdrängung und vom Täter eingewickelt worden sein gesehen wird. Caroline Darian dagegen zeigt die Wut, die ich persönlich in Gisèles Buch vermisst hatte, und wird dafür im Buch ihrer Mutter als hysterisch und emotional labil dargestellt. Als Außenstehende: schade, dass man einander hier nur schwer unterschiedlichen Reaktionen zugestehen kann und sich auf nicht auf den Täter konzentriert statt in der Reaktion der Opfer eine Schuld zu suchen. Aber ist wahrscheinlich auch schwierig, das besser zu machen.
Beschreibung
Caroline Darian, femme debout, raconte cette déflagration, le périlleux vertige de découvrir qu’une personne aimée, son père, est capable du pire.
Elle alerte aussi sur la soumission chimique, quand l’armoire à pharmacie du foyer se transforme en arme préférée des violeurs...
Une voix forte, exceptionnellement courageuse, qui révèle une autre facette des violences faites aux femmes.
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Ein starkes Buch
Nachdem ich im Frühjahr bereits Gisèle Pelicots Buch und direkt im Anschluss Manon Garcias Essays über den Pelicot-Prozess gelesen hatte, sprang mich jüngst in der Buchhandlung auch noch das Buch von Gisèles Tochter Caroline Darian an. Ich fand dieses Buch nochmal eine gute Ergänzung, nochmal eine andere Perspektive. Vieles davon einfach unvorstellbar schlimm, wie sehr den Kindern der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, als aufkam, dass ihr Vater ein Vergewaltiger ist und dass sich der Missbrauch an ihrer Mutter zum Teil direkt unter der eigenen Nase abgespielt hatte. Dieses Buch hier erzählt fast tagebuchartig und man hat den Eindruck, dass Caroline sich das Ganze hier von der Seele geschrieben hat, also dass es für sie einen katharsischen Effekt hatte. Falls sich jemand mehrere Bücher zu dem Thema "antun" möchte (schon wirklich heftig), finde ich tatsächlich alle drei Bücher zusammen empfehlenswert: - Gisèle Pelicot für die Gesamtgeschichte - Caroline Darian für die Perspektive der Tocher und einen Blick auf einiges, das die Mutter nicht wahrhaben wolle / konnte, aber mit starkem Fokus auf das eigene Gefühlsleben. - Manon Garcia für die journalistische und philosophische Betrachtung des Prozesses aus feministischer Sicht, den Blick über den Tellerrand Mutter und Tochter hatten sehr unterschiedliche Reaktionen. Bei Gisèle Pelicot ging es viel um Stärke zeigen und Würde wahren, was von ihrer Tochter als Verdrängung und vom Täter eingewickelt worden sein gesehen wird. Caroline Darian dagegen zeigt die Wut, die ich persönlich in Gisèles Buch vermisst hatte, und wird dafür im Buch ihrer Mutter als hysterisch und emotional labil dargestellt. Als Außenstehende: schade, dass man einander hier nur schwer unterschiedlichen Reaktionen zugestehen kann und sich auf nicht auf den Täter konzentriert statt in der Reaktion der Opfer eine Schuld zu suchen. Aber ist wahrscheinlich auch schwierig, das besser zu machen.





