Es gibt keine Wale im Wilmersee
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Beschreibung
»Es gibt Dinge, die gehören dem Wasser.«
Wenn der Winter kalt genug ist, friert der Wilmersee zu, und man kann über das Eis bis auf die kleine Waldinsel gehen. Der Winter, als die Erzählerin acht war, war kalt. Aber nicht kalt genug. In diesem Winter verlor sie Alice und ihren Namen an den See.
Seitdem spricht man nicht mehr in ihrer Familie. Und mit der Sprache verschwinden auch die Menschen – die Mutter, der Vater, die Schwester. Die Erzählerin zieht sich ganz in ihre Erinnerungen zurück, in eine Zeit, in der die Mutter ihr Geschichten von den Walen im Wilmersee erzählte und das dunkle, leere Haus noch voller Leben war. Nur so ist sie sicher davor, noch mehr zu verlieren.
Bis eines Herbsttages Jora vor der Tür steht, eine junge, rothaarige Frau, die sich mit dem Schweigen nicht zufriedengibt. Aber es ist gefährlich, Jora und ihre Geschichten ins Haus zu lassen, denn auch sie könnte einfach wieder verschwinden.
»Die Lektüre lohnt sich.« Börsenblatt , 17.06.2021
»Der Autorin gelingt es dabei durch die poetische Qualität ihrer Sprache, solche Regungen literarisch abzubilden. Sie nähert sich auf diese Weise dem ansonsten Unaussprechlichen.« Max Eisenbarth, KommBuch , 16.02.2022
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Laura Dürrschmidt, geboren 1994 in Seligenstadt am Main, studierte Buchwissenschaft und British Studies in Mainz, wo sie sich auf Typografie spezialisierte. 2020 wurde sie beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen ausgezeichnet und nahm mit Es gibt keine Wale im Wilmersee an der Romanwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung in Edenkoben teil. Laura Dürrschmidt lebt in Leipzig.
Beiträge
"Lügen, das ist, wenn man absichtlich etwas Unwahres sagt. Geschichten hingegen können Verstecke sein." Und dieses Buch wimmelt nur so von Geschichten und Verstecken. Erzählt wird aus der Sicht der jungen Frau, die im Wilmer See nicht nur ihre Schwester, sondern auch ihren Namen verlor. Beide Zwillingsmädchen brachen mit 8 Jahren auf dem Eis ein, aber nur Alice starb dabei. Da für die Überlebende Schwester danach nichts mehr so wie vorher war, passte auch der Name nicht mehr. Als Jora in ihr Leben tritt, kommt vieles wieder an die Oberfläche, vor allem auch die Geschichten, die ihr und den beiden verbliebenen Geschwistern, vom Vater erzählt wurden. Geschichten, die aber nicht alles offenbarten, sondern vieles im Verborgenen ließen. "Aber so kann ich das nicht erzählen, so würde ich nur tun, was meine Familie immer getan hat, nämlich ihre Wahrheiten in Einmachgläsern im Regal verstauben lassen. Und wenn man die Einmachgläser dann öffnet, viele Jahre später, dann sind die Wahrheiten kaum noch zu erkennen. " Ein melancholischer Roman mit einer eindringlich bildhafte Sprache, der mich von Anfang an gefangen genommen hat. Nach und nach wird das Familiendrama aufgelöst, so daß man jedem neuen, kurzen Kapitel entgegen fiebert. Große Leseempfehlung!
Manchmal stolpert man ganz zufällig über ein Buch und verliebt sich Hals über Kopf. Die Autorin trifft für mich die perfekten Töne.
Es beginnt und endet am Wilmersee… 🐋🐋🐋 Eine Eisschicht überzieht den Wilmersee, als die Schwestern acht Jahre alt sind. Dann geschieht das Schlimmste, was eine Familie erleben kann, verkraften muss - oder niemals verkraften kann. Das Eis bricht, beide Mädchen werden in die Tiefe gerissen und nur ein Mädchen kann gerettet werden. Wie soll eine Familie das verkraften? Wie kann eine Schwester ohne die andere weiterleben? 🐋🐋🐋 Es gibt Schicksalsschläge, für die es keine Worte gibt. Dieser unendliche Schmerz erreicht mich bereits auf der ersten Seite. Doch wenn es keine Worte gibt für das Geschehene, dann ist da am Anfang nur ein riesiger Knoten, der alles einnimmt und nichts freilässt. Laura Dürrschmidt gelingt es, zusammen mit der überlebenden Schwester und zusammen mit mir als Leserin, Faden für Faden aus dem Knoten zu lösen, alles nach und nach zu entheddern, zu entzerren, zu befreien. Aus einem wirren Knäuel wird ein Netz aus hauchdünnen Fasern, so empfindlich, dass es jeden Moment reißen könnte. Doch als Jora auftaucht, kehrt endlich ein wenig Halt und Stabilität zurück. Und auch die Worte kommen langsam wieder. Der poetische Schreibstil des Romans hat so sehr meinen Geschmack getroffen, wie ich es nie für möglich gehalten hätten. So oft habe ich die Sätze mehrmals gelesen - weil sie so schön sind und weil es so viel Spaß macht, die Feinheiten zwischen den Zeilen zu suchen und zu finden. Auch wenn es wirklich keine Wale im Wilmersee gibt, ist die Natur ständig so präsent, dass sie die Fäden in den Händen hält. So ist es auch die Natur, die in einem schreiend mächtigen Bild die letzten Worte des Romans ins Eis kratzt. Und dieses allerletzte Bild ist so gigantisch, dass ich noch lange in diesem Moment verharrte - und es wirkt nach. Wow! Was für ein gewaltiger und faszinierender Roman!

Melancholisch, poetisch, tragisch..
Dieses Buch hat so viele Gefühle und Erinnerungen in mir geweckt. Die verschwunden waren wie die Gefühle und Erinnerungen der Protagonistin. Es ist so viel Leid passiert in dieser Familie. Der Text hat mich sofort in den Bann gezogen. So schöne Worte. Worte die ich so mit empfinden konnte. Worte die jeder empfindet und kaum einer so niederschreiben kann. Ich will gar nicht viel von dem Buch erzählen man muss es selbst erleben, sich darauf richtig einlassen und dann versteht man. Für mich eine klare Leseempfhelung.
Ein Roman dessen Titel mich sehr neugierig gemacht hat, der Inhalt sowieso und diesmal muss ich unbedingt auch das Cover hervorheben. Denn das passt meiner Meinung nach auch gut zur Handlung. Allerdings konnte mich Laura Dürrschmidt dann leider nicht so recht überzeugen. Vieles bleibt zu sehr in Andeutungen verhaftet und dadurch sehr wage. Man muss sich als Leser*in viel zu vieles selbst zusammenreimen. Oftmals wird Seitenweise erzählt, ohne wirklich etwas konkretes erzählt zu haben... Das Schweigen das die Familie auseinander gerissen hat: Die eigentlichen Hintergründe liegen relativ schnell offen da, anderes ist aber so versteckt, das es schwer fällt dies im Text auszugraben. Das Problem dabei ist, das dieses nicht mit einander sprechen auch dazu führt, das die Hauptfigur auch nicht wirklich mit mir als Leserin kommuniziert hat. Es wird irgendwie ständig davon ausgegangen, man wisse ja, was gemeint ist oder kann schon alles irgendwie erraten. Aber eigentlich behalten die Figuren das meiste für sich. Nach einer Weile ging mir diese Sprachlosigkeit dann ehrlich gesagt ziemlich auf die Nerven. Die Figur Jora, ändert leider nicht einmal etwas daran, weil sie kaum an Profil gewinnt. Obwohl sie Potential gehabt hätte, die Anderen aus der Stille heraus zu holen. Selbst eine überraschende Wendung ändert nicht mehr viel daran, das einfach kaum etwas passiert und um ehrlich zu sein, die Handlung bei genauerer Betrachtung irgendwie banal wirkt. So schön die Sprache des Romans ist, für mich verdeckt diese nur mit Mühe die eher substanzlose Handlung. Und das weniger das man sich zusammen reimen kann, ist mir zu sehr in Richtung Holzhammermethode: Seehet, deshalb sprechen sie nicht miteinander... Kein Flop, kein Highlight. Irgendwo zwischen den Dingen befindet sich "Es gibt keine Wale im Wilmersee" und das spiegelt sich dann wohl auch in meiner Bewertung.
Es gibt keine Wale im Wilmersee ist wieder eines dieser Bücher, deren Bewertung mir unglaublich schwer fällt. Vor Jahren ertrank die Schwester der Erzählerin im Wilmersee. Damals verlor letztere ihren Namen und die Familie brach auseinander. Nun leben die verbleibenden Geschwister alleine, die Eltern haben den Ort verlassen. Zwischen den Geschwistern wird wenig gesprochen, immer wieder verschwindet jemand. Dann taucht noch Jora auf, eine junge Frau, die von zuhause weggelaufen ist. Sie bringt Bewegung in die Geschwister und langsam beginnt die Erzählerin sich zu öffnen. Sprachlich fand ich die Geschichte wunderschön, sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Der Leser erfährt zunächst wenig von dem, was vorgefallen ist und kann sich nur langsam ein Bild machen. Am Anfang des Buchs fand ich das auch sehr gelungen, etwa zur Hälfte jedoch hätte ich oft gerne genauere Hintergründe gehabt und fand das Lesen teilweise etwas ermüdend. Auch die Passivität der Erzählerin war oft anstrengend. Erst auf den letzten Seiten konnte mich das Buch wieder richtig erreichen. Ich bin daher hin und her gerissen, wie ich es bewerten soll. Es ist aber alleine wegen der wunderbaren Sprache sehr lesenswert, sodass ich es empfehlen kann.
Beschreibung
»Es gibt Dinge, die gehören dem Wasser.«
Wenn der Winter kalt genug ist, friert der Wilmersee zu, und man kann über das Eis bis auf die kleine Waldinsel gehen. Der Winter, als die Erzählerin acht war, war kalt. Aber nicht kalt genug. In diesem Winter verlor sie Alice und ihren Namen an den See.
Seitdem spricht man nicht mehr in ihrer Familie. Und mit der Sprache verschwinden auch die Menschen – die Mutter, der Vater, die Schwester. Die Erzählerin zieht sich ganz in ihre Erinnerungen zurück, in eine Zeit, in der die Mutter ihr Geschichten von den Walen im Wilmersee erzählte und das dunkle, leere Haus noch voller Leben war. Nur so ist sie sicher davor, noch mehr zu verlieren.
Bis eines Herbsttages Jora vor der Tür steht, eine junge, rothaarige Frau, die sich mit dem Schweigen nicht zufriedengibt. Aber es ist gefährlich, Jora und ihre Geschichten ins Haus zu lassen, denn auch sie könnte einfach wieder verschwinden.
»Die Lektüre lohnt sich.« Börsenblatt , 17.06.2021
»Der Autorin gelingt es dabei durch die poetische Qualität ihrer Sprache, solche Regungen literarisch abzubilden. Sie nähert sich auf diese Weise dem ansonsten Unaussprechlichen.« Max Eisenbarth, KommBuch , 16.02.2022
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Laura Dürrschmidt, geboren 1994 in Seligenstadt am Main, studierte Buchwissenschaft und British Studies in Mainz, wo sie sich auf Typografie spezialisierte. 2020 wurde sie beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen ausgezeichnet und nahm mit Es gibt keine Wale im Wilmersee an der Romanwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung in Edenkoben teil. Laura Dürrschmidt lebt in Leipzig.
Beiträge
"Lügen, das ist, wenn man absichtlich etwas Unwahres sagt. Geschichten hingegen können Verstecke sein." Und dieses Buch wimmelt nur so von Geschichten und Verstecken. Erzählt wird aus der Sicht der jungen Frau, die im Wilmer See nicht nur ihre Schwester, sondern auch ihren Namen verlor. Beide Zwillingsmädchen brachen mit 8 Jahren auf dem Eis ein, aber nur Alice starb dabei. Da für die Überlebende Schwester danach nichts mehr so wie vorher war, passte auch der Name nicht mehr. Als Jora in ihr Leben tritt, kommt vieles wieder an die Oberfläche, vor allem auch die Geschichten, die ihr und den beiden verbliebenen Geschwistern, vom Vater erzählt wurden. Geschichten, die aber nicht alles offenbarten, sondern vieles im Verborgenen ließen. "Aber so kann ich das nicht erzählen, so würde ich nur tun, was meine Familie immer getan hat, nämlich ihre Wahrheiten in Einmachgläsern im Regal verstauben lassen. Und wenn man die Einmachgläser dann öffnet, viele Jahre später, dann sind die Wahrheiten kaum noch zu erkennen. " Ein melancholischer Roman mit einer eindringlich bildhafte Sprache, der mich von Anfang an gefangen genommen hat. Nach und nach wird das Familiendrama aufgelöst, so daß man jedem neuen, kurzen Kapitel entgegen fiebert. Große Leseempfehlung!
Manchmal stolpert man ganz zufällig über ein Buch und verliebt sich Hals über Kopf. Die Autorin trifft für mich die perfekten Töne.
Es beginnt und endet am Wilmersee… 🐋🐋🐋 Eine Eisschicht überzieht den Wilmersee, als die Schwestern acht Jahre alt sind. Dann geschieht das Schlimmste, was eine Familie erleben kann, verkraften muss - oder niemals verkraften kann. Das Eis bricht, beide Mädchen werden in die Tiefe gerissen und nur ein Mädchen kann gerettet werden. Wie soll eine Familie das verkraften? Wie kann eine Schwester ohne die andere weiterleben? 🐋🐋🐋 Es gibt Schicksalsschläge, für die es keine Worte gibt. Dieser unendliche Schmerz erreicht mich bereits auf der ersten Seite. Doch wenn es keine Worte gibt für das Geschehene, dann ist da am Anfang nur ein riesiger Knoten, der alles einnimmt und nichts freilässt. Laura Dürrschmidt gelingt es, zusammen mit der überlebenden Schwester und zusammen mit mir als Leserin, Faden für Faden aus dem Knoten zu lösen, alles nach und nach zu entheddern, zu entzerren, zu befreien. Aus einem wirren Knäuel wird ein Netz aus hauchdünnen Fasern, so empfindlich, dass es jeden Moment reißen könnte. Doch als Jora auftaucht, kehrt endlich ein wenig Halt und Stabilität zurück. Und auch die Worte kommen langsam wieder. Der poetische Schreibstil des Romans hat so sehr meinen Geschmack getroffen, wie ich es nie für möglich gehalten hätten. So oft habe ich die Sätze mehrmals gelesen - weil sie so schön sind und weil es so viel Spaß macht, die Feinheiten zwischen den Zeilen zu suchen und zu finden. Auch wenn es wirklich keine Wale im Wilmersee gibt, ist die Natur ständig so präsent, dass sie die Fäden in den Händen hält. So ist es auch die Natur, die in einem schreiend mächtigen Bild die letzten Worte des Romans ins Eis kratzt. Und dieses allerletzte Bild ist so gigantisch, dass ich noch lange in diesem Moment verharrte - und es wirkt nach. Wow! Was für ein gewaltiger und faszinierender Roman!

Melancholisch, poetisch, tragisch..
Dieses Buch hat so viele Gefühle und Erinnerungen in mir geweckt. Die verschwunden waren wie die Gefühle und Erinnerungen der Protagonistin. Es ist so viel Leid passiert in dieser Familie. Der Text hat mich sofort in den Bann gezogen. So schöne Worte. Worte die ich so mit empfinden konnte. Worte die jeder empfindet und kaum einer so niederschreiben kann. Ich will gar nicht viel von dem Buch erzählen man muss es selbst erleben, sich darauf richtig einlassen und dann versteht man. Für mich eine klare Leseempfhelung.
Ein Roman dessen Titel mich sehr neugierig gemacht hat, der Inhalt sowieso und diesmal muss ich unbedingt auch das Cover hervorheben. Denn das passt meiner Meinung nach auch gut zur Handlung. Allerdings konnte mich Laura Dürrschmidt dann leider nicht so recht überzeugen. Vieles bleibt zu sehr in Andeutungen verhaftet und dadurch sehr wage. Man muss sich als Leser*in viel zu vieles selbst zusammenreimen. Oftmals wird Seitenweise erzählt, ohne wirklich etwas konkretes erzählt zu haben... Das Schweigen das die Familie auseinander gerissen hat: Die eigentlichen Hintergründe liegen relativ schnell offen da, anderes ist aber so versteckt, das es schwer fällt dies im Text auszugraben. Das Problem dabei ist, das dieses nicht mit einander sprechen auch dazu führt, das die Hauptfigur auch nicht wirklich mit mir als Leserin kommuniziert hat. Es wird irgendwie ständig davon ausgegangen, man wisse ja, was gemeint ist oder kann schon alles irgendwie erraten. Aber eigentlich behalten die Figuren das meiste für sich. Nach einer Weile ging mir diese Sprachlosigkeit dann ehrlich gesagt ziemlich auf die Nerven. Die Figur Jora, ändert leider nicht einmal etwas daran, weil sie kaum an Profil gewinnt. Obwohl sie Potential gehabt hätte, die Anderen aus der Stille heraus zu holen. Selbst eine überraschende Wendung ändert nicht mehr viel daran, das einfach kaum etwas passiert und um ehrlich zu sein, die Handlung bei genauerer Betrachtung irgendwie banal wirkt. So schön die Sprache des Romans ist, für mich verdeckt diese nur mit Mühe die eher substanzlose Handlung. Und das weniger das man sich zusammen reimen kann, ist mir zu sehr in Richtung Holzhammermethode: Seehet, deshalb sprechen sie nicht miteinander... Kein Flop, kein Highlight. Irgendwo zwischen den Dingen befindet sich "Es gibt keine Wale im Wilmersee" und das spiegelt sich dann wohl auch in meiner Bewertung.
Es gibt keine Wale im Wilmersee ist wieder eines dieser Bücher, deren Bewertung mir unglaublich schwer fällt. Vor Jahren ertrank die Schwester der Erzählerin im Wilmersee. Damals verlor letztere ihren Namen und die Familie brach auseinander. Nun leben die verbleibenden Geschwister alleine, die Eltern haben den Ort verlassen. Zwischen den Geschwistern wird wenig gesprochen, immer wieder verschwindet jemand. Dann taucht noch Jora auf, eine junge Frau, die von zuhause weggelaufen ist. Sie bringt Bewegung in die Geschwister und langsam beginnt die Erzählerin sich zu öffnen. Sprachlich fand ich die Geschichte wunderschön, sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Der Leser erfährt zunächst wenig von dem, was vorgefallen ist und kann sich nur langsam ein Bild machen. Am Anfang des Buchs fand ich das auch sehr gelungen, etwa zur Hälfte jedoch hätte ich oft gerne genauere Hintergründe gehabt und fand das Lesen teilweise etwas ermüdend. Auch die Passivität der Erzählerin war oft anstrengend. Erst auf den letzten Seiten konnte mich das Buch wieder richtig erreichen. Ich bin daher hin und her gerissen, wie ich es bewerten soll. Es ist aber alleine wegen der wunderbaren Sprache sehr lesenswert, sodass ich es empfehlen kann.













