Erzählende Affen
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Beschreibung
Eine Geschichte kann die Welt retten – oder sie zerstören.
Eine starke Geschichte kann die Welt retten – oder sie zerstören. Sie kann Wahlen entscheiden, Menschenleben retten, aber auch Kriege auslösen und Ungerechtigkeit zementieren. Samira El Ouassil und Friedemann Karig verfolgen diese ambivalente Wirkungsmacht anhand wichtiger Narrative von der Antike bis zur Gegenwart. Und sie zeigen, welche Erzählungen uns heute gefährden und warum wir neue benötigen. Wie gelingt es, den Klimawandel so zu erzählen, dass er zum Handeln drängt? Aus welchen Überlegenheitsmythen entstehen Rassismus und Antisemitismus? Mit welchen Storys manipulierte Trump seine Anhänger, und weshalb verfangen die Lügen der Querdenker und Verschwörungsideologen? Was erzählen wir seit jeher über uns selbst ‒ als Deutsche, als Europäer, als Humanist:innen, über unsere Republik? Gibt es Alternativen dazu? Wie könnte eine wirkungsmächtige neuen Erzählung der Aufklärung aussehen? Geschichten sind ein maßgeblicher Teil unserer Sozialisation. Sie durchdringen Politik, Medien und Kultur, lehren uns, unterhalten uns, verführen uns, beeinflussen unsere Wirklichkeitswahrnehmung - vom griechischen Drama bis zur Netflix-Serie.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Samira El Ouassil, geboren 1984 in München, ist eine deutsche Autorin, Schauspielerin, Musikerin und Politikerin (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative). Seit September 2018 schreibt sie für das Onlineportal "Übermedien" die Kolumne "Wochenschau".Seit 2019 moderiert sie zusammen mit Christiane Stenger den philosophischen Audible-Podcast "Sag niemals Nietzsche". Seit 2020 schreibt sie eine Online-Kolumne beim "Spiegel". Zusammen mit Friedemann Karig moderiert sie seit 2020 den Podcast "Piratensender Powerplay". El Ouassil ist Sängerin der Band Kummer und Mitglied im Verein Mensa
Merkmale
4 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beiträge
Letztlich ist alles eine Geschichte. Es ist so unheimlich wichtig, dass wir uns darüber im Klaren, wie und warum uns Dinge so erzählt werden, wie sie erzählt werden und warum und wie wir selbst Dinge erzählen. Es gibt kaum etwas, dass wirkmächtiger ist, als eine gute Geschichte, im Guten wie im Schlechten. Und sehr häufig verwechseln wir Geschichten, die wir uns erzählen mit der Realität. Ein unglaublich wichtiges Buch, welches ich lieber gelesen, als als Hörbuch gehört hätte.
Grandios! Wahnsinnig viel Input!
Dieses Buch strotzt nur so von Ideen und Gedanken, die mich zum Nachdenken gezwungen haben. Es behandelt das Thema Narrative: wie sind klassische Bücher und Filme aufgebaut? Dieser erste Teil ist voller Aha Momente und man erkennt das Konstrukt der meisten Geschichten schnell wieder. Dann werden verschiedene Narrative erläutert und dekonstruiert wie z.B. die christliche Religion, Rassismus an sich (schon der Begriff Rasse ist nur ein Narrativ und existiert nicht), Faschismus etc. Dann erfolgt eine Erläuterung heute gängiger Narrative. Zum Schluss wird mir das Buch leider etwas zu belehrend und abgedreht. Alles in Allem aber ist es ein augenöffnendes, interessantes, lehrreiches Buch voller neuer Erkenntnisse und daher gibt es von mir eine grosse Leseempfehlung.
Ein umfangreiches Buch zum Immer-wieder-drin-Lesen mit vielen Denkanstößen und Reflexionen, das die Wirkmächte von Geschichten und Narrativen (auch) anhand vieler (weltpolitischer) Ereignisse vor Augen führt.
Sehr langwierig aber wunderbare Sprache
Ich mag die Autorin gerne, ich habe sie in Interviews gesehen und gehört und empfinde sie als sympathisch und wortgewandt. Daher habe ich mir auch dieses Buch genommen, um an ihren Gedanken teilhaben zu können. Es ist eine grundsätzlich interessante Thematik und auch der Schreibstil war elegant und wie zu erwarten wissenschaftlich geprägt, was das Lesen in mehreren Momenten zäh macht, denn solche Texte neigen dazu, alles episch in die Länge zu ziehen Es gab für mich nachvollziehbare Gedanken und auch nachhallende Denkanstöße. Alles in allem ist mein Problem, gerade bei solch gesellschafts-wissenschaftlicher Literatur, dass ich schnell das Gefühl habe, dass es sich wiederholt, nur in anderen Beispielen und die "Message" bereits zig Seiten vorher ankam. Dann bin ich leider zunehmend gelangweilt. Aber da dies trotzdem ein aufschlussreiches, gut recherchiertes Buch ist, welches Interessierte Leser von Narrativen sicherlich nicht mehr aus der Hand legen können, möchte ich keine schlechte Bewertung geben. Mich hat es einfach nur nicht "gecatched", wie man so schön sagt.
Anspruchsvolle Lektüre
Mit diesem Buch hab ich mich bis jetzt am längsten (abgesehen von „ES“ mit 1400 Seiten) beschäftigt, da es für meine Begriffe sehr anspruchsvoll in Sprache, Satzbau und Wortwahl ist. Dennoch hab ich keine Sekunde davon bereut und würde es wohl auch nochmal lesen.
Wir Menschen lieben Geschichten. Wir erzählen sie über uns selbst und andere, sie begegnen uns - natürlich - im Kino, im Fernsehen und in Büchern, aber auch in dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und spaltet. Die beiden Geisteswissenschaftler*innen Samira El Ouassil und Friedemann Karig widmen sich in ihrem Sachbuch "Erzählende Affen" der komplexen Frage, wie Geschichten unser Leben und unsere Gesellschaft prägen. Dabei geben sie in der ersten Hälfte des Buches viel Grundwissen zu modernen Literaturtheorien an die Hand und spezialisieren sich insbesondere auf die Heldenreise, die - wie ich lernen durfte - auf fast alle unsere Geschichten anwendbar ist. Beispiele für die Heldenreise geben sie zuhauf, von antiken Epen wie "Illias" und die "Odyssee" bis hin zu den modernen Sagen wie "Harry Potter" oder "Der Held der Ringe" ist alles dabei, leider spoilern die beiden auch gerne einmal die Enden der Geschichten. In der zweiten Hälfte von "Erzählende Affen" geht es um aktuelle Narrative der Politik, Klimakrise und Gesellschaft - und wie sie anders erzählt werden könnten, um Veränderungen anzustoßen. Ich fand Karigs und El Ouassils Thesen durchaus spannend und habe auch viel aus ihrem Sachbuch mitnehmen können, allerdings leidet das Buch für mich unter seiner Ausführlichkeit. Die zahlreichen Fußnoten und Exkurse haben meinen Lesefluss sehr gehemmt, auch sprachlich habe ich "Erzählende Affen" als viel zu akademisch und schwer zugänglich empfunden. Zudem hatte ich am Ende des Buchs das Gefühl, dass trotz der Seitenstärke und Themenfülle die nötige Tiefe verloren gegangen ist. Von mir gibt es daher nur eine Empfehlung, wenn ihr euch besonders für das Thema Macht von Geschichten interessiert.

Einfach wow,ein sehr lehrreiches und unterhaltsames Verknüpfungsinferno über Geschichten ,die uns an- und umtreiben ,unsere Leben bestimmen. Wird definitiv in meiner Jahres Top 10 landen.
Ein phantastisches Buch!!! Dieses Buch erklärt schwierige Theorien mit aktuellen Beispielen. So ist es witzig und denkanstoßend zu gleich. Unbedingte Leseempfehlung!!!
Vielfach unterschätze Macht der Geschichte
Sehr interessantes Buch, mit vielen Denkanstößen. Auf eindrucksvollen Art und Weise wird im Buch verdeutlicht, welche Erzählungen die Welt in die heutigen Bahnen gelenkt haben. Dabei werden nicht nur alte Texte, wie die Bibel, analysiert, sondern es wird auch ein Bezug zur Popkultur hergestellt. Zum Ende stellt sich dann die Fragen, wie die Welt, mit der Macht der Geschichte, noch gerettet werden kann. Welches Narrativ muss bedient werden, damit es mit dem Klimaschutz vorangeht? Dies wird mir einem eindrucksvollen Plot beantwortet. Leider ist das Buch auch keine leichte Kost gewesen, und dementsprechend für einen gemütlichen Leseabend nicht zu empfehlen.
Es ist die perfekte Ergänzung zu Nexus von Harari. Während dort die Informationsnetzwerke der Menschheit erklärt werden, erzählen Ouassil und Karig, was erzählt wird,mit welchen Auswirkungen: Warum wir das Klima falsch erzählen und es dadurch nicht retten, was rechte Verschwörungsnarrative und Märchen für Erwachsenen z.B. vom ewigen Fortschritt, den jeder sich erarbeiten kann sind und warum wir Deutsche so sind durch das Tiefennarrativ unserer Kultur. Normalitäre Erzählungen, die Heldenreise als Grundmuster unserer Weltsicht und unseres Scheiterns auf lange Sicht. Eine erstaunliche Verbindung von Deutsch und PGW Unterricht, warum steht es nicht auf dem Lehrplan! Dabei mussten wir gerade hier anfangen mit den neuen Erzählungen von langsamen Widerstand und dem Happy end der Menschheit um die Erschöpfung des "Erzählenden Affen" zu beenden!
Eine Analyse aller Master-Storys und Mythen die unsere Gesellschaft prägten und heute noch prägen. Leider teilweise in hochtrabend komplizierter, typisch sozialwissenschaftlicher Sprache. Edit: Wochen später hängen mir immer noch die Themen im Kopf und viele Situationen im Alltag lassen mich an Kapitel zurückdenken. Ein wichtiges Buch um aktuelle Trends kritisch durchschauen zu können!
Leider nicht mein Geschmack
Vom Cover er hat es mich verführt. Ich dachte, es ginge hier um Mythen, die aufgeklärt werden. Wurden sie auch, allerdings auf eine Art, die es für mich verdammt schwer gemacht hat dieses Buch zu lesen. Der Schreibstil war für mich dementsprechend schwergängig. Ich hab das Buch dennoch in kürzester Zeit beendet. Es gab einige interessante Kapitel, wo ich sehr aufmerksam war, bei anderen wiederum nicht. Für alle die sich mit Narrativen/Antagonisten usw. auseinandersetzen wollen, wäre das Buch auf jeden Fall was.
Bücher haben mir schon immer dabei geholfen, die Welt und die Menschen um mich herum zu verstehen. Viele Menschen denken, dass ich übertreibe, wenn ich sowas sage, aber es ist so. Und ich habe so das Gefühl, dass die Autoren dieses Buchs diese Aussage durchaus nachvollziehen könnten. Ich wollte dieses Buch lesen, weil Literatur mein Fachgebiet ist und es mich deswegen Neuerscheinungen in diesem Bereich immer interessieren. Ich war mir daher auch recht sicher, dass mir dieses Buch gefallen würde. Wie gut ich es finden würde, habe ich damals aber noch nicht geahnt. Dieses Sachbuch war in etwa so spannend wie ein gut geschriebener Krimi oder meine liebsten Fantasy-Romane. Und trotz des Themas wurde es auf eine Art geschrieben, die sicher auch für Leute geeignet ist, die sich davor noch nicht wirklich mit Literatur beschäftigt haben. Sogar der Theorieteil liest sich gut und ist unterhaltsam, unter anderem auch wegen der Beispiele, die verwendet werden: Homers "Odysee" findet ihr in diesem Buch genauso wie "Germany's Next Topmodel" oder aber auch Coronaleugner. Dieser Text hat mich ordentlich zum Nachdenken gebracht. Welche Geschichte erzähle ich mir eigentlich über mein Leben? Ich sehe da bisher eindeutig Elemente einer Coming-of-Age- und Underdog-Story, und zusätzlich gibt es da sicher auch Elemente der "Suche" und der "Metamorphose". Wenn ihr dieses Buch ebenfalls lest, solltet ihr auf jeden Fall mal ausprobieren, euer Leben im Hinblick auf diese Kategorien zu analysieren. Für mich war es interessant zu erkennen, dass Gehirne tatsächlich mit Geschichten arbeitet. Irgendwie klar war mir das zwar davor auch schon, aber ich habe das eher darauf geschoben, dass ich halt sehr viel lese und deswegen natürlich in diesen Kategorien denke. Dass das scheinbar für viele Menschen so ist, egal ob das bei ihnen bewusst oder unbewusst abläuft, war mir nicht klar. Ab Mitte dieses Texts nahm das Buch dann eine Wendung, die ich so auf keinen Fall erwartet habe. Schon im Zuge meines Studiums musste ich immer wieder feststellen, dass die Theorien und Konzepte, über die wir lernen, enger mit der Realität verknüpft sind, als ich es in der ersten Sekunde erwartet hätte. Auch hier wurden zuvor erklärte Begriffe und Konzepte dann angewendet. Da werden dann die Geschichten ans Tageslicht gebracht, die hinter Sexismus, Rassismus und Antisemitismus stehen, Faschismus wird behandelt, das Denken der Coronaleugner:innen wird erklärt und auch der Klimawandel und warum dagegen nichts geschieht, wird in einem Kapitel genauer behandelt. Ich habe über diese Probleme durch dieses Buch viel Neues gelernt. Es war für mich unglaublich zu sehen, wie logisch das alles wirkt, wenn man mehr über die Geschichten erfährt, die da bei diesen Menschen im Kopf ablaufen. Und gerade beim Klimawandel denke ich, dass die hier genannten Aspekte dabei helfen könnten, endlich mal was weiterzubringen. Mein Fazit? Unglaublich spannendes und gut geschriebenes Sachbuch darüber, welche Geschichten wir uns selbst erzählen und welche Wirkung das auf uns und unsere Welt hat.
Sehr informativ
Die Autoren beschäftigen sich mit dem Mythen, Lügen und Utopien. Es werden die Narrativen der Zeit unter die Lupe genommen aber auch aus alten Zeiten. Welche Geschichten erzählen wir uns und welche Wirkung haben sie ? Welche sind politisch interessant etc. .. Es ist sehr informativ und super interessant. Ein aha Erlebnis bleibt dabei nicht aus und vielleicht schaut man nach dem Buch von einem anderen Blickwinkel. Es ist leider nicht einfach geschrieben das ein einfach durchlesen mir nicht ermöglichte. Es ist für Menschen geeignet die sich mehr mit ihrer Umgebung auseinandersetzen möchten und über den Tellerrand hinausschauen möchten. Es lohnt sich. Viel spaß beim lesen :)
Absolutes Must-read
Dieses Buch fasst soviele Themen zusammen, wie man es sich nur vorstellen kann. Es geht um Politik, Soziologie, Geschichte, Feminismus, Ökologie, Wirtschaft, Rassismus, you name it. Es geht um das Selbst, narrative Selbsterzählungen, aber auch um identitätsstiftende und verbindende Erzählungen, die Gesellschaften formen. Das Phänomen "Trump" wird ebenso beleuchtet, wie die Schwierigkeiten, mit denen Klimaaktivist*innen zu kämpfen haben. Das Buch ist wahnsinnig spannend, informativ geschrieben. Bitte lest es! Es lohnt sich wirklich. Es gibt viele Aha-Effekte, die mir mehr Verständnis für die verfahrene Situation der Welt klarer gemacht haben.

Am Anfang war das Feuer. Und kurz darauf erzählten sich die Menschen Geschichten. Erzählungen machen uns zu dem, was wir sind und bestimmen unser Leben. Samira El Ouassil und Friedemann Karig zeigen in ihrem grossartigen Buch: eine starke Geschichte kann die Welt retten – oder sie zerstören. Mehr dazu auf dem Bücherberg-Blog: https://www.einszunull.ch/erzaehlendeaffen/
Vor allem der erste Teil ist sehr informativ und interessant. Am Ende wird es leider ein wenig langatmig.
Eines der wichtigsten Themen aller Zeiten kompakt erklärt
Unglaublich dichte und materialreiche Beschreibung eines der wichtigsten Themen aller Zeiten. Auch wenn ich bei weiten nicht mit allen Zirkelschlüssen der Autoren mitgehe, ist es zweifelsohne ein erhellendes, notwendiges und zu gewissen Teilen zeitloses Buch.
Sehr zu empfehlen, eines der besten Sachbücher die ich kenne. Am Anfang etwas zäh bzw. teils schwer den roten Faden nachzuvollziehen, aber dran bleiben lohnt sich sehr. Nicht empfehlen würde ich das von Sebastian Dunkelberg gelesene Hörbuch, da er irritierender- und ignoranterweise zahlreiche nicht deutschsprachige Begriffe und Namen falsch ausspricht.
Welchen Einfluss können Geschichten auf uns haben und wie müssen wir sie erzählen, damit es echte Veränderungen geben kann? Um diese Fragen dreht sich dieses unglaublich tiefgründige, spannende, aber auch anspruchsvolle Buch von Samira El Ouassil und Friedemann Karig. Es ist mir recht schwergefallen, in das Buch reinzukommen. Das liegt zum einen an der teils sehr verschachtelten Schreibweise, zum anderen an der zunächst sehr ausführlichen Erklärung dessen, was eine Heldenreise ist und welche Masterplots (wie Metamorphose oder Rivalität) uns begegnen können. Ich bin aber sehr froh, dass ich drangeblieben bin, denn das Buch nimmt mehr und mehr Fahrt auf und zeigt auf, wie Geschichten die wichtigsten gesellschaftlichen Pfeiler und Problematiken wie Politik, Rassismus, Medien, aber auch unser Bild von uns selbst beeinflussen. Als roter Faden durch das Buch zieht sich der Appell, dass es eine neue Art zu erzählen benötigt. Um diese Problematiken lösen zu können. Das Buch wird mich nachhaltig beschäftigen und ich werde definitiv immer mal wieder in meine Markierungen reinschauen. Während des Lesens habe ich mich immer mal wieder gefragt, ob eine einfacher zu lesende Sprache das ganze nicht etwas zugänglicher machen würde. Doch in diesem Punkt sind sich die Autor*innen treu geblieben, was jede*r weiß, die/der schon mal in ihren gemeinsam Podcast Piratensender Powerplay reingehört hat (absolute Empfehlung an dieser Stelle, sowohl für den Podcast, als auch das Buch).
Spannende Erzählung übers menschliche Bedürfnis sich selbst und die Welt zu erzählen und erzählt zu bekommen, teilweise sehr feuilletonistische Schreibe, durch die Querverweise zu (Pop)Kultur und die vielen kleinen und großen eingewebten Geschichten sowie spannende Perspektivenwechsel entwickelt das Buch einen Sog
Unglaublich dichte und materialreiche Beschreibung eines der wichtigsten Themen aller Zeiten. Auch wenn ich bei weiten nicht mit allen Zirkelschlüssen der Autoren mitgehe, ist es zweifelsohne ein erhellendes, notwendiges und zu gewissen Teilen zeitloses Buch.
This book tries to explain the power and substance of the most important resource that helped us change the world and now gets out of bounds: narratives. I found the last 30% a bit emotional and confusing and especially did not get what was promised to me: a utopian vision. Nevertheless and interesting read that absolutely rings true for me.
Merkmale
4 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beschreibung
Eine Geschichte kann die Welt retten – oder sie zerstören.
Eine starke Geschichte kann die Welt retten – oder sie zerstören. Sie kann Wahlen entscheiden, Menschenleben retten, aber auch Kriege auslösen und Ungerechtigkeit zementieren. Samira El Ouassil und Friedemann Karig verfolgen diese ambivalente Wirkungsmacht anhand wichtiger Narrative von der Antike bis zur Gegenwart. Und sie zeigen, welche Erzählungen uns heute gefährden und warum wir neue benötigen. Wie gelingt es, den Klimawandel so zu erzählen, dass er zum Handeln drängt? Aus welchen Überlegenheitsmythen entstehen Rassismus und Antisemitismus? Mit welchen Storys manipulierte Trump seine Anhänger, und weshalb verfangen die Lügen der Querdenker und Verschwörungsideologen? Was erzählen wir seit jeher über uns selbst ‒ als Deutsche, als Europäer, als Humanist:innen, über unsere Republik? Gibt es Alternativen dazu? Wie könnte eine wirkungsmächtige neuen Erzählung der Aufklärung aussehen? Geschichten sind ein maßgeblicher Teil unserer Sozialisation. Sie durchdringen Politik, Medien und Kultur, lehren uns, unterhalten uns, verführen uns, beeinflussen unsere Wirklichkeitswahrnehmung - vom griechischen Drama bis zur Netflix-Serie.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Samira El Ouassil, geboren 1984 in München, ist eine deutsche Autorin, Schauspielerin, Musikerin und Politikerin (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative). Seit September 2018 schreibt sie für das Onlineportal "Übermedien" die Kolumne "Wochenschau".Seit 2019 moderiert sie zusammen mit Christiane Stenger den philosophischen Audible-Podcast "Sag niemals Nietzsche". Seit 2020 schreibt sie eine Online-Kolumne beim "Spiegel". Zusammen mit Friedemann Karig moderiert sie seit 2020 den Podcast "Piratensender Powerplay". El Ouassil ist Sängerin der Band Kummer und Mitglied im Verein Mensa
Beiträge
Letztlich ist alles eine Geschichte. Es ist so unheimlich wichtig, dass wir uns darüber im Klaren, wie und warum uns Dinge so erzählt werden, wie sie erzählt werden und warum und wie wir selbst Dinge erzählen. Es gibt kaum etwas, dass wirkmächtiger ist, als eine gute Geschichte, im Guten wie im Schlechten. Und sehr häufig verwechseln wir Geschichten, die wir uns erzählen mit der Realität. Ein unglaublich wichtiges Buch, welches ich lieber gelesen, als als Hörbuch gehört hätte.
Grandios! Wahnsinnig viel Input!
Dieses Buch strotzt nur so von Ideen und Gedanken, die mich zum Nachdenken gezwungen haben. Es behandelt das Thema Narrative: wie sind klassische Bücher und Filme aufgebaut? Dieser erste Teil ist voller Aha Momente und man erkennt das Konstrukt der meisten Geschichten schnell wieder. Dann werden verschiedene Narrative erläutert und dekonstruiert wie z.B. die christliche Religion, Rassismus an sich (schon der Begriff Rasse ist nur ein Narrativ und existiert nicht), Faschismus etc. Dann erfolgt eine Erläuterung heute gängiger Narrative. Zum Schluss wird mir das Buch leider etwas zu belehrend und abgedreht. Alles in Allem aber ist es ein augenöffnendes, interessantes, lehrreiches Buch voller neuer Erkenntnisse und daher gibt es von mir eine grosse Leseempfehlung.
Ein umfangreiches Buch zum Immer-wieder-drin-Lesen mit vielen Denkanstößen und Reflexionen, das die Wirkmächte von Geschichten und Narrativen (auch) anhand vieler (weltpolitischer) Ereignisse vor Augen führt.
Sehr langwierig aber wunderbare Sprache
Ich mag die Autorin gerne, ich habe sie in Interviews gesehen und gehört und empfinde sie als sympathisch und wortgewandt. Daher habe ich mir auch dieses Buch genommen, um an ihren Gedanken teilhaben zu können. Es ist eine grundsätzlich interessante Thematik und auch der Schreibstil war elegant und wie zu erwarten wissenschaftlich geprägt, was das Lesen in mehreren Momenten zäh macht, denn solche Texte neigen dazu, alles episch in die Länge zu ziehen Es gab für mich nachvollziehbare Gedanken und auch nachhallende Denkanstöße. Alles in allem ist mein Problem, gerade bei solch gesellschafts-wissenschaftlicher Literatur, dass ich schnell das Gefühl habe, dass es sich wiederholt, nur in anderen Beispielen und die "Message" bereits zig Seiten vorher ankam. Dann bin ich leider zunehmend gelangweilt. Aber da dies trotzdem ein aufschlussreiches, gut recherchiertes Buch ist, welches Interessierte Leser von Narrativen sicherlich nicht mehr aus der Hand legen können, möchte ich keine schlechte Bewertung geben. Mich hat es einfach nur nicht "gecatched", wie man so schön sagt.
Anspruchsvolle Lektüre
Mit diesem Buch hab ich mich bis jetzt am längsten (abgesehen von „ES“ mit 1400 Seiten) beschäftigt, da es für meine Begriffe sehr anspruchsvoll in Sprache, Satzbau und Wortwahl ist. Dennoch hab ich keine Sekunde davon bereut und würde es wohl auch nochmal lesen.
Wir Menschen lieben Geschichten. Wir erzählen sie über uns selbst und andere, sie begegnen uns - natürlich - im Kino, im Fernsehen und in Büchern, aber auch in dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und spaltet. Die beiden Geisteswissenschaftler*innen Samira El Ouassil und Friedemann Karig widmen sich in ihrem Sachbuch "Erzählende Affen" der komplexen Frage, wie Geschichten unser Leben und unsere Gesellschaft prägen. Dabei geben sie in der ersten Hälfte des Buches viel Grundwissen zu modernen Literaturtheorien an die Hand und spezialisieren sich insbesondere auf die Heldenreise, die - wie ich lernen durfte - auf fast alle unsere Geschichten anwendbar ist. Beispiele für die Heldenreise geben sie zuhauf, von antiken Epen wie "Illias" und die "Odyssee" bis hin zu den modernen Sagen wie "Harry Potter" oder "Der Held der Ringe" ist alles dabei, leider spoilern die beiden auch gerne einmal die Enden der Geschichten. In der zweiten Hälfte von "Erzählende Affen" geht es um aktuelle Narrative der Politik, Klimakrise und Gesellschaft - und wie sie anders erzählt werden könnten, um Veränderungen anzustoßen. Ich fand Karigs und El Ouassils Thesen durchaus spannend und habe auch viel aus ihrem Sachbuch mitnehmen können, allerdings leidet das Buch für mich unter seiner Ausführlichkeit. Die zahlreichen Fußnoten und Exkurse haben meinen Lesefluss sehr gehemmt, auch sprachlich habe ich "Erzählende Affen" als viel zu akademisch und schwer zugänglich empfunden. Zudem hatte ich am Ende des Buchs das Gefühl, dass trotz der Seitenstärke und Themenfülle die nötige Tiefe verloren gegangen ist. Von mir gibt es daher nur eine Empfehlung, wenn ihr euch besonders für das Thema Macht von Geschichten interessiert.

Einfach wow,ein sehr lehrreiches und unterhaltsames Verknüpfungsinferno über Geschichten ,die uns an- und umtreiben ,unsere Leben bestimmen. Wird definitiv in meiner Jahres Top 10 landen.
Ein phantastisches Buch!!! Dieses Buch erklärt schwierige Theorien mit aktuellen Beispielen. So ist es witzig und denkanstoßend zu gleich. Unbedingte Leseempfehlung!!!
Vielfach unterschätze Macht der Geschichte
Sehr interessantes Buch, mit vielen Denkanstößen. Auf eindrucksvollen Art und Weise wird im Buch verdeutlicht, welche Erzählungen die Welt in die heutigen Bahnen gelenkt haben. Dabei werden nicht nur alte Texte, wie die Bibel, analysiert, sondern es wird auch ein Bezug zur Popkultur hergestellt. Zum Ende stellt sich dann die Fragen, wie die Welt, mit der Macht der Geschichte, noch gerettet werden kann. Welches Narrativ muss bedient werden, damit es mit dem Klimaschutz vorangeht? Dies wird mir einem eindrucksvollen Plot beantwortet. Leider ist das Buch auch keine leichte Kost gewesen, und dementsprechend für einen gemütlichen Leseabend nicht zu empfehlen.
Es ist die perfekte Ergänzung zu Nexus von Harari. Während dort die Informationsnetzwerke der Menschheit erklärt werden, erzählen Ouassil und Karig, was erzählt wird,mit welchen Auswirkungen: Warum wir das Klima falsch erzählen und es dadurch nicht retten, was rechte Verschwörungsnarrative und Märchen für Erwachsenen z.B. vom ewigen Fortschritt, den jeder sich erarbeiten kann sind und warum wir Deutsche so sind durch das Tiefennarrativ unserer Kultur. Normalitäre Erzählungen, die Heldenreise als Grundmuster unserer Weltsicht und unseres Scheiterns auf lange Sicht. Eine erstaunliche Verbindung von Deutsch und PGW Unterricht, warum steht es nicht auf dem Lehrplan! Dabei mussten wir gerade hier anfangen mit den neuen Erzählungen von langsamen Widerstand und dem Happy end der Menschheit um die Erschöpfung des "Erzählenden Affen" zu beenden!
Eine Analyse aller Master-Storys und Mythen die unsere Gesellschaft prägten und heute noch prägen. Leider teilweise in hochtrabend komplizierter, typisch sozialwissenschaftlicher Sprache. Edit: Wochen später hängen mir immer noch die Themen im Kopf und viele Situationen im Alltag lassen mich an Kapitel zurückdenken. Ein wichtiges Buch um aktuelle Trends kritisch durchschauen zu können!
Leider nicht mein Geschmack
Vom Cover er hat es mich verführt. Ich dachte, es ginge hier um Mythen, die aufgeklärt werden. Wurden sie auch, allerdings auf eine Art, die es für mich verdammt schwer gemacht hat dieses Buch zu lesen. Der Schreibstil war für mich dementsprechend schwergängig. Ich hab das Buch dennoch in kürzester Zeit beendet. Es gab einige interessante Kapitel, wo ich sehr aufmerksam war, bei anderen wiederum nicht. Für alle die sich mit Narrativen/Antagonisten usw. auseinandersetzen wollen, wäre das Buch auf jeden Fall was.
Bücher haben mir schon immer dabei geholfen, die Welt und die Menschen um mich herum zu verstehen. Viele Menschen denken, dass ich übertreibe, wenn ich sowas sage, aber es ist so. Und ich habe so das Gefühl, dass die Autoren dieses Buchs diese Aussage durchaus nachvollziehen könnten. Ich wollte dieses Buch lesen, weil Literatur mein Fachgebiet ist und es mich deswegen Neuerscheinungen in diesem Bereich immer interessieren. Ich war mir daher auch recht sicher, dass mir dieses Buch gefallen würde. Wie gut ich es finden würde, habe ich damals aber noch nicht geahnt. Dieses Sachbuch war in etwa so spannend wie ein gut geschriebener Krimi oder meine liebsten Fantasy-Romane. Und trotz des Themas wurde es auf eine Art geschrieben, die sicher auch für Leute geeignet ist, die sich davor noch nicht wirklich mit Literatur beschäftigt haben. Sogar der Theorieteil liest sich gut und ist unterhaltsam, unter anderem auch wegen der Beispiele, die verwendet werden: Homers "Odysee" findet ihr in diesem Buch genauso wie "Germany's Next Topmodel" oder aber auch Coronaleugner. Dieser Text hat mich ordentlich zum Nachdenken gebracht. Welche Geschichte erzähle ich mir eigentlich über mein Leben? Ich sehe da bisher eindeutig Elemente einer Coming-of-Age- und Underdog-Story, und zusätzlich gibt es da sicher auch Elemente der "Suche" und der "Metamorphose". Wenn ihr dieses Buch ebenfalls lest, solltet ihr auf jeden Fall mal ausprobieren, euer Leben im Hinblick auf diese Kategorien zu analysieren. Für mich war es interessant zu erkennen, dass Gehirne tatsächlich mit Geschichten arbeitet. Irgendwie klar war mir das zwar davor auch schon, aber ich habe das eher darauf geschoben, dass ich halt sehr viel lese und deswegen natürlich in diesen Kategorien denke. Dass das scheinbar für viele Menschen so ist, egal ob das bei ihnen bewusst oder unbewusst abläuft, war mir nicht klar. Ab Mitte dieses Texts nahm das Buch dann eine Wendung, die ich so auf keinen Fall erwartet habe. Schon im Zuge meines Studiums musste ich immer wieder feststellen, dass die Theorien und Konzepte, über die wir lernen, enger mit der Realität verknüpft sind, als ich es in der ersten Sekunde erwartet hätte. Auch hier wurden zuvor erklärte Begriffe und Konzepte dann angewendet. Da werden dann die Geschichten ans Tageslicht gebracht, die hinter Sexismus, Rassismus und Antisemitismus stehen, Faschismus wird behandelt, das Denken der Coronaleugner:innen wird erklärt und auch der Klimawandel und warum dagegen nichts geschieht, wird in einem Kapitel genauer behandelt. Ich habe über diese Probleme durch dieses Buch viel Neues gelernt. Es war für mich unglaublich zu sehen, wie logisch das alles wirkt, wenn man mehr über die Geschichten erfährt, die da bei diesen Menschen im Kopf ablaufen. Und gerade beim Klimawandel denke ich, dass die hier genannten Aspekte dabei helfen könnten, endlich mal was weiterzubringen. Mein Fazit? Unglaublich spannendes und gut geschriebenes Sachbuch darüber, welche Geschichten wir uns selbst erzählen und welche Wirkung das auf uns und unsere Welt hat.
Sehr informativ
Die Autoren beschäftigen sich mit dem Mythen, Lügen und Utopien. Es werden die Narrativen der Zeit unter die Lupe genommen aber auch aus alten Zeiten. Welche Geschichten erzählen wir uns und welche Wirkung haben sie ? Welche sind politisch interessant etc. .. Es ist sehr informativ und super interessant. Ein aha Erlebnis bleibt dabei nicht aus und vielleicht schaut man nach dem Buch von einem anderen Blickwinkel. Es ist leider nicht einfach geschrieben das ein einfach durchlesen mir nicht ermöglichte. Es ist für Menschen geeignet die sich mehr mit ihrer Umgebung auseinandersetzen möchten und über den Tellerrand hinausschauen möchten. Es lohnt sich. Viel spaß beim lesen :)
Absolutes Must-read
Dieses Buch fasst soviele Themen zusammen, wie man es sich nur vorstellen kann. Es geht um Politik, Soziologie, Geschichte, Feminismus, Ökologie, Wirtschaft, Rassismus, you name it. Es geht um das Selbst, narrative Selbsterzählungen, aber auch um identitätsstiftende und verbindende Erzählungen, die Gesellschaften formen. Das Phänomen "Trump" wird ebenso beleuchtet, wie die Schwierigkeiten, mit denen Klimaaktivist*innen zu kämpfen haben. Das Buch ist wahnsinnig spannend, informativ geschrieben. Bitte lest es! Es lohnt sich wirklich. Es gibt viele Aha-Effekte, die mir mehr Verständnis für die verfahrene Situation der Welt klarer gemacht haben.

Am Anfang war das Feuer. Und kurz darauf erzählten sich die Menschen Geschichten. Erzählungen machen uns zu dem, was wir sind und bestimmen unser Leben. Samira El Ouassil und Friedemann Karig zeigen in ihrem grossartigen Buch: eine starke Geschichte kann die Welt retten – oder sie zerstören. Mehr dazu auf dem Bücherberg-Blog: https://www.einszunull.ch/erzaehlendeaffen/
Vor allem der erste Teil ist sehr informativ und interessant. Am Ende wird es leider ein wenig langatmig.
Eines der wichtigsten Themen aller Zeiten kompakt erklärt
Unglaublich dichte und materialreiche Beschreibung eines der wichtigsten Themen aller Zeiten. Auch wenn ich bei weiten nicht mit allen Zirkelschlüssen der Autoren mitgehe, ist es zweifelsohne ein erhellendes, notwendiges und zu gewissen Teilen zeitloses Buch.
Sehr zu empfehlen, eines der besten Sachbücher die ich kenne. Am Anfang etwas zäh bzw. teils schwer den roten Faden nachzuvollziehen, aber dran bleiben lohnt sich sehr. Nicht empfehlen würde ich das von Sebastian Dunkelberg gelesene Hörbuch, da er irritierender- und ignoranterweise zahlreiche nicht deutschsprachige Begriffe und Namen falsch ausspricht.
Welchen Einfluss können Geschichten auf uns haben und wie müssen wir sie erzählen, damit es echte Veränderungen geben kann? Um diese Fragen dreht sich dieses unglaublich tiefgründige, spannende, aber auch anspruchsvolle Buch von Samira El Ouassil und Friedemann Karig. Es ist mir recht schwergefallen, in das Buch reinzukommen. Das liegt zum einen an der teils sehr verschachtelten Schreibweise, zum anderen an der zunächst sehr ausführlichen Erklärung dessen, was eine Heldenreise ist und welche Masterplots (wie Metamorphose oder Rivalität) uns begegnen können. Ich bin aber sehr froh, dass ich drangeblieben bin, denn das Buch nimmt mehr und mehr Fahrt auf und zeigt auf, wie Geschichten die wichtigsten gesellschaftlichen Pfeiler und Problematiken wie Politik, Rassismus, Medien, aber auch unser Bild von uns selbst beeinflussen. Als roter Faden durch das Buch zieht sich der Appell, dass es eine neue Art zu erzählen benötigt. Um diese Problematiken lösen zu können. Das Buch wird mich nachhaltig beschäftigen und ich werde definitiv immer mal wieder in meine Markierungen reinschauen. Während des Lesens habe ich mich immer mal wieder gefragt, ob eine einfacher zu lesende Sprache das ganze nicht etwas zugänglicher machen würde. Doch in diesem Punkt sind sich die Autor*innen treu geblieben, was jede*r weiß, die/der schon mal in ihren gemeinsam Podcast Piratensender Powerplay reingehört hat (absolute Empfehlung an dieser Stelle, sowohl für den Podcast, als auch das Buch).
Spannende Erzählung übers menschliche Bedürfnis sich selbst und die Welt zu erzählen und erzählt zu bekommen, teilweise sehr feuilletonistische Schreibe, durch die Querverweise zu (Pop)Kultur und die vielen kleinen und großen eingewebten Geschichten sowie spannende Perspektivenwechsel entwickelt das Buch einen Sog
Unglaublich dichte und materialreiche Beschreibung eines der wichtigsten Themen aller Zeiten. Auch wenn ich bei weiten nicht mit allen Zirkelschlüssen der Autoren mitgehe, ist es zweifelsohne ein erhellendes, notwendiges und zu gewissen Teilen zeitloses Buch.
This book tries to explain the power and substance of the most important resource that helped us change the world and now gets out of bounds: narratives. I found the last 30% a bit emotional and confusing and especially did not get what was promised to me: a utopian vision. Nevertheless and interesting read that absolutely rings true for me.

























