Elbe 511
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Nicole Weis, geboren 1970, studierte Medizin in Hamburg und promovierte an der Universitätsklinik Tübingen. Neben ihrer Tätigkeit als Ärztin im Bereich Naturheilkunde in der Onkologie (Krebsmedizin) ist sie seit 2004 Redakteurin der "Deutschen Zeitschrift für Onkologie". Seit ihrem zwölften Lebensjahr schreibt sie Romane, Erzählungen und Gedichte.
Beiträge
Auf Empfehlung von Weinphilosoph, vielen Dank! Warum hat der Vater ein Schuhsammlung? In Bautzen, dem Gefängnis für Schwerverbrecher und Politische erhielt er nur zwei Linke Schuhe, aber das war ein guter Tag. Einzelhaft, gewalttätige Willkür und " wir finden dich" zum Abschied. Aus dem Gefängnis wird er entlassen, in das Gefängnis als dass er den DDR empfindet nicht. Was fühlt er, wenn er mit seinen Kindern regelmäßig an der selben sitzt und einfach nur angelt? Er ist auch diesem Gefängnis entkommen. Die O-Ton der Dokumente ist ernüchternd, sprachliche Diktatur. Auch der Erzählersprache mich nicht immer hatte, hatte es auch Teile meiner Erinnerung, z.B. als Gast bei Verwandten in der DDR. Meine Tante bestach den Schlachter für unser Essen. In einem Staat in dem Wohlstand und Menschenrechte umgesetzt galten...
Dieses außergewöhnliche Buch, oder sollte ich lieber Reisebericht sagen(?), ist mir schon vor ein paar Jahren aufgefallen. Das lange Warten hat sich definitiv gelohnt, denn es ist wahnsinnig lesenswert. Ein wenig unter dem Radar fährt dieses Buch größtenteils unerkannt durch die Buchhandlungen dieser Republik. Unberechtigt. Der Bericht aus fast erster Hand, gespickt mit Briefen und Aktenteilen der Staatssicherheit, über eine Flucht aus der DDR, wieder zurück und doch wieder in den Westen ist nicht nur unvergleichlich nahbar sondern auch beeindruckend zugleich. Die Schreibweise ist vergleichbar kindlich, das mag an der prägenden Vater-Tochter-Beziehung liegen, die aus Sicht der Tochter geschildert wird. Es wird so unfassbar deutlich, wie die Verhältnisse zwischen Ost- und Westdeutschland sich auch auf familiäre Beziehungen auswirken können. Man bekommt einen tiefen Einblick in die strukturellen Differenzen zwischen den deutschen Staaten, auch wenn diese Eindrücke subjektiv sind, ist diese Fluchtgeschichte von direkt Betroffenen spektakulär. Dieses Buch bietet eine nahezu perfekte Symbiose zwischen der Systemkritik an Deutscher Teilung und dem Umgang der Grenze seitens der DDR und einem Familiendrama, wie es nur in einer Ost-West-Beziehung gelebt werden konnte. Man ist aber beim Lesen durchgehend froh, dass es diese Teilung nicht mehr gibt, Ost und West müssen in den Köpfen nur noch zusammenwachsen, der Weg dahin ist aber weiterhin schwer und genau so notwendig…

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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Nicole Weis, geboren 1970, studierte Medizin in Hamburg und promovierte an der Universitätsklinik Tübingen. Neben ihrer Tätigkeit als Ärztin im Bereich Naturheilkunde in der Onkologie (Krebsmedizin) ist sie seit 2004 Redakteurin der "Deutschen Zeitschrift für Onkologie". Seit ihrem zwölften Lebensjahr schreibt sie Romane, Erzählungen und Gedichte.
Beiträge
Auf Empfehlung von Weinphilosoph, vielen Dank! Warum hat der Vater ein Schuhsammlung? In Bautzen, dem Gefängnis für Schwerverbrecher und Politische erhielt er nur zwei Linke Schuhe, aber das war ein guter Tag. Einzelhaft, gewalttätige Willkür und " wir finden dich" zum Abschied. Aus dem Gefängnis wird er entlassen, in das Gefängnis als dass er den DDR empfindet nicht. Was fühlt er, wenn er mit seinen Kindern regelmäßig an der selben sitzt und einfach nur angelt? Er ist auch diesem Gefängnis entkommen. Die O-Ton der Dokumente ist ernüchternd, sprachliche Diktatur. Auch der Erzählersprache mich nicht immer hatte, hatte es auch Teile meiner Erinnerung, z.B. als Gast bei Verwandten in der DDR. Meine Tante bestach den Schlachter für unser Essen. In einem Staat in dem Wohlstand und Menschenrechte umgesetzt galten...
Dieses außergewöhnliche Buch, oder sollte ich lieber Reisebericht sagen(?), ist mir schon vor ein paar Jahren aufgefallen. Das lange Warten hat sich definitiv gelohnt, denn es ist wahnsinnig lesenswert. Ein wenig unter dem Radar fährt dieses Buch größtenteils unerkannt durch die Buchhandlungen dieser Republik. Unberechtigt. Der Bericht aus fast erster Hand, gespickt mit Briefen und Aktenteilen der Staatssicherheit, über eine Flucht aus der DDR, wieder zurück und doch wieder in den Westen ist nicht nur unvergleichlich nahbar sondern auch beeindruckend zugleich. Die Schreibweise ist vergleichbar kindlich, das mag an der prägenden Vater-Tochter-Beziehung liegen, die aus Sicht der Tochter geschildert wird. Es wird so unfassbar deutlich, wie die Verhältnisse zwischen Ost- und Westdeutschland sich auch auf familiäre Beziehungen auswirken können. Man bekommt einen tiefen Einblick in die strukturellen Differenzen zwischen den deutschen Staaten, auch wenn diese Eindrücke subjektiv sind, ist diese Fluchtgeschichte von direkt Betroffenen spektakulär. Dieses Buch bietet eine nahezu perfekte Symbiose zwischen der Systemkritik an Deutscher Teilung und dem Umgang der Grenze seitens der DDR und einem Familiendrama, wie es nur in einer Ost-West-Beziehung gelebt werden konnte. Man ist aber beim Lesen durchgehend froh, dass es diese Teilung nicht mehr gibt, Ost und West müssen in den Köpfen nur noch zusammenwachsen, der Weg dahin ist aber weiterhin schwer und genau so notwendig…







