Eine Frau in Berlin

Eine Frau in Berlin

von
Hardcover
4.328
GedankenSelbstmordBerichtLebensgeschichte

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Beschreibung

Wer erfahren will, wie es wirklich war, wird sich an die Frauen halten müssen. Denn die Männer haben sich in den Ruinen als das schwächere Geschlecht gezeigt. So sieht es die Autorin dieses Buches, die das Ende des Krieges in Berlin erlebt hat. Ihre Aufzeichnungen sind frei von jeder Selbstzensur. Ohne die geringste Retouche sind sie 1959 in einem kleinen Schweizer Verlag erschienen. Seitdem waren sie nicht mehr zugänglich; erst nach dem Tod der Verfasserin ist eine Neuausgabe möglich geworden. Nicht das Ungewöhnliche wird in diesem einzigartigen Dokument geschildert, sondern das, was Millionen von Frauen erlebt haben: zuerst das Überleben in den Trümmern, ohne Wasser, Gas und Strom, geprägt von Hunger, Angst und Ekel, und dann, nach der Schlacht um Berlin, die Rache der Sieger. Von jenem Selbstmitleid, an dem die geschlagenen Deutschen litten, fehlt hier jede Spur. Illusionslose Kaltblütigkeit, unbestechliche Reflexion, schonungslose Beobachtung und makabrer Humor zeichnen das Tagebuch aus. Lakonisch stellt die Autorin fest: Die Geschichte ist sehr lästig. Auch darin zeigt sich ihre innere Überlegenheit, daß sie sogar unter den vergewaltigenden und plündernden russischen Soldaten noch sehr genau zu differenzieren weiß. Neben Ruth Andreas-Friedrich und Margret Boveri tritt hier eine dritte Zeugin auf, deren Bericht jahrzehntelang verschollen war. Niemand, der ihn liest, wird ihn wieder vergessen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Tagebücher & Briefe
Format
Hardcover
Seitenzahl
300
Preis
20.50 €

Beiträge

3
Alle
5

„Eine Frau in Berlin“ ist ein Buch, das mich tief bewegt und noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat. Die anonym veröffentlichte Tagebuchaufzeichnung schildert die Zeit vom 20. April bis 22. Juni 1945 aus der Sicht einer Frau Anfang dreißig in Berlin – schonungslos ehrlich, nüchtern und zugleich unglaublich eindringlich. Besonders beeindruckt hat mich die Klarheit, mit der die Autorin die Zustände dieser letzten Kriegswochen beschreibt: Hunger, Angst, Unsicherheit und die ständige Frage, wie es weitergehen soll. Vor allem die Schilderungen der Gewalt und der Schändungen durch die russischen Soldaten sind schwer zu ertragen. Gerade als Frau stellt man sich beim Lesen immer wieder die Frage: Wie hätte ich in dieser Situation gehandelt? Wie überlebt man so eine Zeit, ohne daran zu zerbrechen? Das Buch zeigt eindrucksvoll, was Krieg mit Menschen macht. Manche verlieren jede Menschlichkeit, andere wachsen über sich hinaus. Die Autorin beobachtet sehr genau, wie unterschiedlich die Menschen mit Angst, Verlust und Hoffnungslosigkeit umgehen. Dabei verfällt sie nie in Selbstmitleid. Genau das macht ihre Erzählung so glaubwürdig und kraftvoll. Sie beschreibt das Grauen sachlich, fast distanziert – und gerade dadurch trifft es einen umso mehr. „Eine Frau in Berlin“ ist keine einfache Lektüre, aber eine unglaublich wichtige. Es ist ein einzigartiges Zeitdokument, das die Perspektive einer Frau auf das Kriegsende zeigt – ehrlich, mutig und erschütternd aktuell. Für mich eine klare Leseempfehlung.

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5

DIESES BUCH MUSS JEDER GELESEN HABEN!

4

Frühling 1945. Die Aliierten sind vor Berlin und Mitten in den Wirren des Kriegsendes ist eine Frau . Eine unter vielen, aber mit dem unglaublichen Mut und der Ausdauer, jeden Tag Erlebtes in ein Tagebuch zu schreiben. Mit Galgenhumor und einem feinen Beobachtungssinn, wird der Wahnsinn und das Grauen erzählt, das damals herrschte. Und der Leser mittendrin.Zwischen den Zeilen kann man die Angst, die Ungewissheit, den Ekel, aber auch die kleinen Freuden wie fließend Wasser herauslesen. Ein Satz auf dem Umschlag trifft es ziemlich genau. "Doch statt Selbstmitleid oder Hass wächst in der jungen Frau ein unerschütterlicher Überlebenswille heran..." Ein ergreifendes Buch, das nicht wertet und nicht urteilt.

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