Eine Dame mit Geheimnissen
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Beschreibung
München, 1827. Seit sieben Jahren arbeitet Nanette als Gouvernante bei den von Seybachs, seit sieben Jahren hütet sie ein düsteres Geheimnis. Als nach und nach ihre Schützlinge Johanna, Maximilian und Isabella – dank ihrer Hilfe – Glück und Liebe finden, sucht Nanette einen neuen Sinn in ihrem Leben. Heimlich beteiligt sie sich an der Veröffentlichung pikanter Fortsetzungsromane des Autors Anonymus, die für viel Empörung bei der biederen Münchner Gesellschaft sorgen und zugleich von einer wachsenden Leserschaft verschlungen werden. Nur der Zeitungsverleger Ferdinand von Rückl macht ihr das Leben schwer. Ständig fordert er sie heraus, die Diskussionen mit ihm sind hitzig. Gleichzeitig übt das Feuer, das Nanette in ihm lodern sieht, eine enorme Anziehungskraft auf sie aus. Ein prickelndes Spiel beginnt ...
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Hannah Conrad hat bereits viele erfolgreiche Romane in verschiedenen Genres veröffentlicht. Sie studierte Germanistik und Kulturjournalismus, wurde mit dem DELIA-Literaturpreis sowie dem Selfpublisher-Preis ausgezeichnet und hat einen Kurzgeschichtenwettbewerb gewonnen. Ihre Reisen nutzt sie gerne zur Recherche zu ihren Romanen, und sie ist in mehreren Städten Deutschlands zu Hause. Hinter Hannah Conrad verbergen sich vier Autorinnen: Laila El Omari, Frieda Bergmann, Monika Pfundmeier und Persephone Haasis.
Beiträge
Ein runder Abschluss der Reihe!
Nanettes Geheimnisse München, 1827: Seit acht Jahren lebt Nanette nun schon in München und arbeitet bei den von Seybachs als Gouvernante. Allerdings weiß niemand, was sie zuvor gemacht hat, woher sie kommt und warum sie mit so viel Vehemenz für ihre Schützlinge kämpft und für alle immer nur das Beste will. Eins ihrer Geheimnisse ist ihre Verkleidung, die sie älter und fülliger aussehen lässt. Auch ihre Leidenschaft für das Schreiben kennt niemand, denn der Fortsetzungsroman von ihr erscheint unter dem Namen Anonymus einmal wöchentlich in der Zeitung und der Verleger Ferdinand von Rückl kennt sie nur als Vertreterin des wahren Autors, der nicht erkannt werden möchte. Dass sie sich aber zu dem attraktiven und direkten Zeitungsverleger hingezogen fühlt, will sie sich lange Zeit selbst nicht eingestehen. Als nun eine junge Bedienstete von Burg Neuhausen im Lilienpalais anklopft und um eine Anstellung bittet, bekommt Nanette Angst um ihre Tarnung und tut alles, die junge Frau in einem anderen Haus unterzubringen. Das lässt diese neugierg werden und sie begibt sich auf die Spur der Gouvernante, dabei ist sie aber längst nicht allein... Dem Autorinnenquartett, das sich hinter Hannah Conrad verbirgt, ist mit diesem Roman ein sehr rundes Ende gelungen, das sich aber stark von den Vorgängerbänden unterscheidet. Gibt es hier doch vier Handlungsstränge, sodass vier Personen berichten, und die Ereignisse im Hause von Seybach überschneiden sich und es werden Momente erwähnt, die in der anderen Büchern bereits Thema waren. Ich muss sagen, ich war auf diesen vierten Band sehr neugierig, denn in den drei Büchern zuvor spielt Nanette immer eine Schlüsselrolle, man kann aber nie hinter die Fassade sehen und weiß nicht, warum diese so handelt und was ihre Geheimnisse sind. Nun erfährt man zwar viel über die Vergangenheit der Gouvernante, trotzdem konnte mich dieser Teil nicht so fesseln, wie erhofft und wie es mir bei den anderen Büchern zuvor ging. Gerade anfangs hatte ich so meine Probleme, in die Handlung zu finden und ein stetiger Lesefluss mit Spannung hat sich erst ab dem zweiten Drittel eingestellt. Sehr gut gefallen hat mir aber, dass man so manche Ereignisse aus der Sicht von Nanette nun nochmals erleben konnte, was für mich auch zu einem perfekten Reihenabschluss gehört.

Super Abschluss 👍
„Eine Dame mit Geheimnissen“ ist der vierte und letzte Band der Lilienpalais-Reihe“. Alle Bände sind in sich abgeschlossen, so dass sie auch losgelöst voneinander zu lesen sind. Es lohnt sich auf jeden Fall, der Reihe nach zu lesen, so lernt man die individuellen Geschichten der einzelnen wunderbaren Protagonisten am besten kennen. Der Roman überzeugt auch hier wieder mit einem leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil. Die bildhafte Ausdrucksweise sorgt für ein sehr lebendiges Kopfkino. Jedenfalls war ich sehr gespannt auf Nanette‘s Geschichte, die Gouvernante, die ihre Schützlinge Johanna, Maximilian und Isabella nebst ihren späten Angetrauten zum Glück verholfen hat. Überhaupt hat Nanette ein gewisses Maß an Einfluss in den unterschiedlichsten Personengruppen Münchens. Als Frau zu dieser Zeit mehr als bemerkenswert. Ich muss gestehen, anfangs war ich etwas irritiert, dass wir zeitmäßig wieder „auf Anfang“ zurückkehren, ungefähr in der Zeit, als Johanna im Lilienpalais ankam (Band 1) und die Handlung erstreckt sich dann praktisch über die ersten drei Bände hinaus, was ich wiederum überaus interessant fand, da man die damaligen Hauptprotas aus einer anderen Perspektive erlebt. Die Figuren sind einfach genial, viele haben wir bereits aus den Vorgängerbänden kennengelernt, hier kommen noch einige hinzu, vor allem Zeitungsverleger Ferdinand von Rückl, der Nanette‘s Gefühlswelt durcheinander bringt. Einige weitere Figuren sorgen für ordentlich Spannung, da es Nanette‘s Vergangenheit betrifft und des Weiteren kommt hier auch Carl von Seybach zu Wort bzw. man erfährt seine Gedanken und dadurch bekam ich eine völlig andere Sichtweise auf ihn und musste komplett meine Meinung über ihn über den Haufen werfen. Den Handlungsrahmen rundum Nanette hätte ich so nie erwartet und es ist eine tolle, emotionale und spannende Geschichte, die das Autorenquartett „Hannah Conrad“ perfekt eingebaut haben. Außerdem bekommt man einen großen Einblick in die „Dienstbotenetage“, zu dem Nanette schließlich gehört. Tagtäglich wird von den Dienstboten ein immenses Ausmaß an Arbeiten verrichtet und die Behandlung derer ist mitunter haarsträubend. Optisch verfügt das Buch über ein sehr gelungenes Cover und reiht sich perfekt in die anderen Bände ein. Im Buchdeckel vorn befindet sich der damalige Plan von München (sehr interessant) und im hinteren Buchdeckel ist die komplette Buchreihe mit den entsprechenden Covern abgebildet. Insgesamt wurde ich hier im Lilienpalais noch einmal mit einer außergewöhnlich spannenden Geschichte überrascht. Es ist ein toller Abschluss, der wunderbare Lesestunden bereithält. Ich empfehle „Eine Dame mit Geheimnissen“ bzw. die komplette Reihe sehr gerne weiter. Dafür gibt es fünf Sterne.
Schöner Abschluss, der mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat
[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘/ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Eine Dame mit Geheimnissen (Das Lilienpalais 4) 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Hannah Conrad 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Heyne Verlag 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. 𝔻𝕣𝕖𝕚 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: Unterhaltsam - Verwirrend - Schlagfertig 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Nanette ist die Gouvernante im Hause der von Seybachs. Jahrelang hat sie ihre Schützlinge betreut und den ein oder anderen Faden im Hintergrund gezogen. Doch ist Nanette wirklich nur eine Gouvernante? Oder steckt mehr hinter der einfachen Frau mit den ungewöhnlichen Vorstellungen? Versteckt sie gar ein dunkles Geheimnis? Und was hat der Verleger Ferdinand mit ihrer Zukunft zu tun? 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Konnte man die ersten drei Teile noch locker unabhängig voneinander lesen, würde ich das von diesem nicht behaupten. 🧐 Zu sehr ist Nanette Geschichte in die ihrer Schützlinge verwoben. Das hat bei mir einige Verwirrung hervorgerufen. Denn die Geschichte spielt während der ersten Bücher und teasert deren Handlung immer wieder an, nur um dann in Zeitsprüngen die Ereignisse aus den Bänden I - III zu überspringen. Das war mir leider ein wenig zu hektisch. Auch das Ende kam mir ein wenig zu schnell daher. 🙈 Über Nanette hat man jedoch viel erfahren und es war schön, endlich die Frau besser kennenzulernen, die in den Vorgängern so toll beschrieben wurde. ❤️ Die wortgewandten und schlagfertigen Gepräche haben mir ebenfalls super gut gefallen. Es ist gut geschrieben und leicht zu lesen. 👌🏻 Auf jeden Fall ein gutes Buch, auch wenn es meiner Meinung nach das schwächste der Reihe ist. 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Ihr habt die Vorgängern gelesen? Dann greift auch hier zu, denn es werden einige offene Fragen geklärt und ihr werden dabei auch noch gut unterhalten. 💕 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

Das ist mal ein wahres Feuerwerk an Emotionen in diesem Gefühlsfinale des Lilienpalais. Von Anfang an war Nanette meine geheime Favoritin, mit ihrer aufmerksamen, starken Persönlichkeit. Ihre Hingabe für ihre Schützlinge im Haus von Seybach, wie sie improvisiert, immer zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist und auch dem Adel souverän die Stirn bietet, hat mich einfach begeistert. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie jetzt ihre ganz persönliche Geschichte bekommen hat und die hat es wirklich in sich. Diese Frau steckt wirklich voller Geheimnisse - überraschend, erstaunlich und völlig anders als erwartet. Eine leidenschaftliche Person, die sich aber aufgrund ihrer Vergangenheit hinter hohen Mauern versteckt. Doch sie kämpft gegen Ungerechtigkeiten, kämpft für das Recht der Frauen und dies auf eine Weise, die mich immer wieder in Erstaunen versetzt hat. Diese Seite lernt auch der Zeitungsverleger Ferdinand kennen, deren Begegnung wie ein brodelnder Vulkan ist, weil sie beide ihre Vorstellungen haben, wie Dinge ablaufen sollten. Je mehr er aber Einblick hinter die Fassade dieser bemerkenswerten Gouvernante erhält und versucht, hinter ihre Geheimnisse zu kommen, desto überraschter ist er. Auch wenn ich mit meiner Vermutung recht hatte, so ist es eine Sache, etwas zu erahnen, aber etwas ganz anderes, wie es letztendlich dazu gekommen ist und sich alles entwickelt. Auch wenn ich nicht jedes Verhalten von Nanette und anderer Personen nachvollziehen konnte und manches etwas befremdlich wirkt, so ist sie dennoch eine besondere Frau, die aufgrund ihrer Vorstellungen von Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung manchmal Entscheidungen trifft, die sie in Konflikte bringt, in Situationen, die ihr über den Kopf wachsen mögen, aber dennoch merkt man mehr und mehr, wie die echte Nanette zum Vorschein kommt, was hinter ihrer Fassade steckt. In den Straßen und Adelshäusern Münchens erlebt man eine aufregende, sinnliche und ganz besondere Geschichte einer Frau, die mit Humor, Geduld, Mut und Ideenreichtum zeigt, dass man Veränderungen Chancen geben sollte. Sie zeigt, dass die Vergangenheit zwar nicht zu ändern ist, sie aber veranlassen kann, die Zukunft in die Hand zu nehmen und sich dafür einzusetzen. Die Charakterzeichnung war unglaublich gut, egal ob negative oder positive Persönlichkeiten, sie alle haben dazu beigetragen, dass die Geschichte abwechslungs-, und temporeich verlief, bedingt auch dadurch, dass sie aus der Sicht verschiedener Personen erzählt wird. So fühlt, liebt und leidet man mit und ist verzaubert von dem besonderen Flair der damaligen Zeit und dem Zauber Münchens. Zusätzlich zu einigen historischen Ereignissen, die wirklich gut recherchiert sind, ist es eine durchweg romantische, mitreißende Reihe, die man eigentlich noch gar nicht beenden möchte und gerade dieser Teil enthält so viele besondere Merksätze, die mich berührt und gleichzeitig nachdenklich gestimmt haben. Es ist nicht einfach nur eine Geschichte unter vielen, sondern nimmt gleichzeitig auch Bezug auf Missstände, die leider bis zum heutigen Tag anhalten, aber nicht verschwiegen werden dürfen. Es ist interessant, wenn auch zeitweise mit emotionalem, erschütterndem Verlauf, zeitlich aber gut angepasst. Jeder Teil ist in sich abgeschlossen, aber um einfach einen besseren Bezug zu allen Personen zu haben, empfehle ich dennoch, die Reihe von Anfang an zu lesen. Auf jeden Fall hat jedes Cover Wiedererkennungswert und wirkt edel und einladend.
Geheimnisse werden gelüftet
Ich wusste nicht was ich von diesem Band erwarten soll. Ich einfach wissen, was hinter der Geheimniskrämerei steckt und wie Nannette manche Probleme Ihrer Schützlinge lösen konnte. Nannette ist die Governante der von Seybachs. Dieser Band beginnt kurz nach Johannas Ankunft und endet kurz nachdem Isabella zu ihrer Hochzeitsreise aufbricht. Leider führt das dazu, dass einige stellen wiederholt werden. Zwar aus einer Sicht eher aus dem Hintergrund, trotzdem weiß man ja schon was passiert. In diesem Band lesen wir aus vier, statt wie gewohnt, aus zwei Sichten. Anfangs was ich etwas verdutzt, aber das klärt sich gut auf. Es ist schön auch mal aus Carl von Seybachs Sicht zu lesen und besser mitzubekommen, was er eigentlich von seinen Kindern hält. Wirklich sehr amüsant. Im Vordergrund des letzten Bands stehen weder Bälle, noch die große Liebe. Es geht einzig und alleine um Nannette und um ihre Geheimnisse auch rund um ihre Vergangenheit. Ja man bekommt auch Liebelein, allerdings nicht das große Regencyfieber. Die Dialoge sind wie immer Charmant und gewitzt. Zu Nannette konnte ich allerdings keinen bis wenig Zugang finden, da sie in den vorhergehenden Bänden schon so verschlossen war. Ihre Geheimnisse werden bis zu den letzten Seiten gehütet und ich fühle mich ein bisschen hingehalten. Auch wenn definitiv viele neue Aspekte zu der Geschichte hinzukommen kennt man bereits den Grundbaustein durch die vorhergehenden Bände. Der letzte Band ist für mich kein Muss. Lediglich wenn man den Geheimnissen auf den Grund gehen will, deren Lösungen man alle hier geboten bekommt. Mir hätte es wahrscheinlich gereicht und auch besser gefallen, wären die Kapitel in den anderen Bänden eingebaut gewesen, damit sich Dialoge und vor allem Ereignisse nicht wiederholen.
Der vierte Band war meiner Meinung nach der Schwächste der Reihe. Es ist schön, dass sich endlich das Geheimnis um Nanette lüftet, aber vieles war mir schon vor dem vierten Band klar oder wurde bereits nach wenigen Seiten schon sehr wahrscheinlich und später bestätigt. Trotzdem ein gutes Buch zum durchfliegen und genießen.
Beschreibung
München, 1827. Seit sieben Jahren arbeitet Nanette als Gouvernante bei den von Seybachs, seit sieben Jahren hütet sie ein düsteres Geheimnis. Als nach und nach ihre Schützlinge Johanna, Maximilian und Isabella – dank ihrer Hilfe – Glück und Liebe finden, sucht Nanette einen neuen Sinn in ihrem Leben. Heimlich beteiligt sie sich an der Veröffentlichung pikanter Fortsetzungsromane des Autors Anonymus, die für viel Empörung bei der biederen Münchner Gesellschaft sorgen und zugleich von einer wachsenden Leserschaft verschlungen werden. Nur der Zeitungsverleger Ferdinand von Rückl macht ihr das Leben schwer. Ständig fordert er sie heraus, die Diskussionen mit ihm sind hitzig. Gleichzeitig übt das Feuer, das Nanette in ihm lodern sieht, eine enorme Anziehungskraft auf sie aus. Ein prickelndes Spiel beginnt ...
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Hannah Conrad hat bereits viele erfolgreiche Romane in verschiedenen Genres veröffentlicht. Sie studierte Germanistik und Kulturjournalismus, wurde mit dem DELIA-Literaturpreis sowie dem Selfpublisher-Preis ausgezeichnet und hat einen Kurzgeschichtenwettbewerb gewonnen. Ihre Reisen nutzt sie gerne zur Recherche zu ihren Romanen, und sie ist in mehreren Städten Deutschlands zu Hause. Hinter Hannah Conrad verbergen sich vier Autorinnen: Laila El Omari, Frieda Bergmann, Monika Pfundmeier und Persephone Haasis.
Beiträge
Ein runder Abschluss der Reihe!
Nanettes Geheimnisse München, 1827: Seit acht Jahren lebt Nanette nun schon in München und arbeitet bei den von Seybachs als Gouvernante. Allerdings weiß niemand, was sie zuvor gemacht hat, woher sie kommt und warum sie mit so viel Vehemenz für ihre Schützlinge kämpft und für alle immer nur das Beste will. Eins ihrer Geheimnisse ist ihre Verkleidung, die sie älter und fülliger aussehen lässt. Auch ihre Leidenschaft für das Schreiben kennt niemand, denn der Fortsetzungsroman von ihr erscheint unter dem Namen Anonymus einmal wöchentlich in der Zeitung und der Verleger Ferdinand von Rückl kennt sie nur als Vertreterin des wahren Autors, der nicht erkannt werden möchte. Dass sie sich aber zu dem attraktiven und direkten Zeitungsverleger hingezogen fühlt, will sie sich lange Zeit selbst nicht eingestehen. Als nun eine junge Bedienstete von Burg Neuhausen im Lilienpalais anklopft und um eine Anstellung bittet, bekommt Nanette Angst um ihre Tarnung und tut alles, die junge Frau in einem anderen Haus unterzubringen. Das lässt diese neugierg werden und sie begibt sich auf die Spur der Gouvernante, dabei ist sie aber längst nicht allein... Dem Autorinnenquartett, das sich hinter Hannah Conrad verbirgt, ist mit diesem Roman ein sehr rundes Ende gelungen, das sich aber stark von den Vorgängerbänden unterscheidet. Gibt es hier doch vier Handlungsstränge, sodass vier Personen berichten, und die Ereignisse im Hause von Seybach überschneiden sich und es werden Momente erwähnt, die in der anderen Büchern bereits Thema waren. Ich muss sagen, ich war auf diesen vierten Band sehr neugierig, denn in den drei Büchern zuvor spielt Nanette immer eine Schlüsselrolle, man kann aber nie hinter die Fassade sehen und weiß nicht, warum diese so handelt und was ihre Geheimnisse sind. Nun erfährt man zwar viel über die Vergangenheit der Gouvernante, trotzdem konnte mich dieser Teil nicht so fesseln, wie erhofft und wie es mir bei den anderen Büchern zuvor ging. Gerade anfangs hatte ich so meine Probleme, in die Handlung zu finden und ein stetiger Lesefluss mit Spannung hat sich erst ab dem zweiten Drittel eingestellt. Sehr gut gefallen hat mir aber, dass man so manche Ereignisse aus der Sicht von Nanette nun nochmals erleben konnte, was für mich auch zu einem perfekten Reihenabschluss gehört.

Super Abschluss 👍
„Eine Dame mit Geheimnissen“ ist der vierte und letzte Band der Lilienpalais-Reihe“. Alle Bände sind in sich abgeschlossen, so dass sie auch losgelöst voneinander zu lesen sind. Es lohnt sich auf jeden Fall, der Reihe nach zu lesen, so lernt man die individuellen Geschichten der einzelnen wunderbaren Protagonisten am besten kennen. Der Roman überzeugt auch hier wieder mit einem leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil. Die bildhafte Ausdrucksweise sorgt für ein sehr lebendiges Kopfkino. Jedenfalls war ich sehr gespannt auf Nanette‘s Geschichte, die Gouvernante, die ihre Schützlinge Johanna, Maximilian und Isabella nebst ihren späten Angetrauten zum Glück verholfen hat. Überhaupt hat Nanette ein gewisses Maß an Einfluss in den unterschiedlichsten Personengruppen Münchens. Als Frau zu dieser Zeit mehr als bemerkenswert. Ich muss gestehen, anfangs war ich etwas irritiert, dass wir zeitmäßig wieder „auf Anfang“ zurückkehren, ungefähr in der Zeit, als Johanna im Lilienpalais ankam (Band 1) und die Handlung erstreckt sich dann praktisch über die ersten drei Bände hinaus, was ich wiederum überaus interessant fand, da man die damaligen Hauptprotas aus einer anderen Perspektive erlebt. Die Figuren sind einfach genial, viele haben wir bereits aus den Vorgängerbänden kennengelernt, hier kommen noch einige hinzu, vor allem Zeitungsverleger Ferdinand von Rückl, der Nanette‘s Gefühlswelt durcheinander bringt. Einige weitere Figuren sorgen für ordentlich Spannung, da es Nanette‘s Vergangenheit betrifft und des Weiteren kommt hier auch Carl von Seybach zu Wort bzw. man erfährt seine Gedanken und dadurch bekam ich eine völlig andere Sichtweise auf ihn und musste komplett meine Meinung über ihn über den Haufen werfen. Den Handlungsrahmen rundum Nanette hätte ich so nie erwartet und es ist eine tolle, emotionale und spannende Geschichte, die das Autorenquartett „Hannah Conrad“ perfekt eingebaut haben. Außerdem bekommt man einen großen Einblick in die „Dienstbotenetage“, zu dem Nanette schließlich gehört. Tagtäglich wird von den Dienstboten ein immenses Ausmaß an Arbeiten verrichtet und die Behandlung derer ist mitunter haarsträubend. Optisch verfügt das Buch über ein sehr gelungenes Cover und reiht sich perfekt in die anderen Bände ein. Im Buchdeckel vorn befindet sich der damalige Plan von München (sehr interessant) und im hinteren Buchdeckel ist die komplette Buchreihe mit den entsprechenden Covern abgebildet. Insgesamt wurde ich hier im Lilienpalais noch einmal mit einer außergewöhnlich spannenden Geschichte überrascht. Es ist ein toller Abschluss, der wunderbare Lesestunden bereithält. Ich empfehle „Eine Dame mit Geheimnissen“ bzw. die komplette Reihe sehr gerne weiter. Dafür gibt es fünf Sterne.
Schöner Abschluss, der mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat
[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘/ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Eine Dame mit Geheimnissen (Das Lilienpalais 4) 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Hannah Conrad 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Heyne Verlag 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. 𝔻𝕣𝕖𝕚 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: Unterhaltsam - Verwirrend - Schlagfertig 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Nanette ist die Gouvernante im Hause der von Seybachs. Jahrelang hat sie ihre Schützlinge betreut und den ein oder anderen Faden im Hintergrund gezogen. Doch ist Nanette wirklich nur eine Gouvernante? Oder steckt mehr hinter der einfachen Frau mit den ungewöhnlichen Vorstellungen? Versteckt sie gar ein dunkles Geheimnis? Und was hat der Verleger Ferdinand mit ihrer Zukunft zu tun? 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Konnte man die ersten drei Teile noch locker unabhängig voneinander lesen, würde ich das von diesem nicht behaupten. 🧐 Zu sehr ist Nanette Geschichte in die ihrer Schützlinge verwoben. Das hat bei mir einige Verwirrung hervorgerufen. Denn die Geschichte spielt während der ersten Bücher und teasert deren Handlung immer wieder an, nur um dann in Zeitsprüngen die Ereignisse aus den Bänden I - III zu überspringen. Das war mir leider ein wenig zu hektisch. Auch das Ende kam mir ein wenig zu schnell daher. 🙈 Über Nanette hat man jedoch viel erfahren und es war schön, endlich die Frau besser kennenzulernen, die in den Vorgängern so toll beschrieben wurde. ❤️ Die wortgewandten und schlagfertigen Gepräche haben mir ebenfalls super gut gefallen. Es ist gut geschrieben und leicht zu lesen. 👌🏻 Auf jeden Fall ein gutes Buch, auch wenn es meiner Meinung nach das schwächste der Reihe ist. 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Ihr habt die Vorgängern gelesen? Dann greift auch hier zu, denn es werden einige offene Fragen geklärt und ihr werden dabei auch noch gut unterhalten. 💕 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

Das ist mal ein wahres Feuerwerk an Emotionen in diesem Gefühlsfinale des Lilienpalais. Von Anfang an war Nanette meine geheime Favoritin, mit ihrer aufmerksamen, starken Persönlichkeit. Ihre Hingabe für ihre Schützlinge im Haus von Seybach, wie sie improvisiert, immer zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist und auch dem Adel souverän die Stirn bietet, hat mich einfach begeistert. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie jetzt ihre ganz persönliche Geschichte bekommen hat und die hat es wirklich in sich. Diese Frau steckt wirklich voller Geheimnisse - überraschend, erstaunlich und völlig anders als erwartet. Eine leidenschaftliche Person, die sich aber aufgrund ihrer Vergangenheit hinter hohen Mauern versteckt. Doch sie kämpft gegen Ungerechtigkeiten, kämpft für das Recht der Frauen und dies auf eine Weise, die mich immer wieder in Erstaunen versetzt hat. Diese Seite lernt auch der Zeitungsverleger Ferdinand kennen, deren Begegnung wie ein brodelnder Vulkan ist, weil sie beide ihre Vorstellungen haben, wie Dinge ablaufen sollten. Je mehr er aber Einblick hinter die Fassade dieser bemerkenswerten Gouvernante erhält und versucht, hinter ihre Geheimnisse zu kommen, desto überraschter ist er. Auch wenn ich mit meiner Vermutung recht hatte, so ist es eine Sache, etwas zu erahnen, aber etwas ganz anderes, wie es letztendlich dazu gekommen ist und sich alles entwickelt. Auch wenn ich nicht jedes Verhalten von Nanette und anderer Personen nachvollziehen konnte und manches etwas befremdlich wirkt, so ist sie dennoch eine besondere Frau, die aufgrund ihrer Vorstellungen von Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung manchmal Entscheidungen trifft, die sie in Konflikte bringt, in Situationen, die ihr über den Kopf wachsen mögen, aber dennoch merkt man mehr und mehr, wie die echte Nanette zum Vorschein kommt, was hinter ihrer Fassade steckt. In den Straßen und Adelshäusern Münchens erlebt man eine aufregende, sinnliche und ganz besondere Geschichte einer Frau, die mit Humor, Geduld, Mut und Ideenreichtum zeigt, dass man Veränderungen Chancen geben sollte. Sie zeigt, dass die Vergangenheit zwar nicht zu ändern ist, sie aber veranlassen kann, die Zukunft in die Hand zu nehmen und sich dafür einzusetzen. Die Charakterzeichnung war unglaublich gut, egal ob negative oder positive Persönlichkeiten, sie alle haben dazu beigetragen, dass die Geschichte abwechslungs-, und temporeich verlief, bedingt auch dadurch, dass sie aus der Sicht verschiedener Personen erzählt wird. So fühlt, liebt und leidet man mit und ist verzaubert von dem besonderen Flair der damaligen Zeit und dem Zauber Münchens. Zusätzlich zu einigen historischen Ereignissen, die wirklich gut recherchiert sind, ist es eine durchweg romantische, mitreißende Reihe, die man eigentlich noch gar nicht beenden möchte und gerade dieser Teil enthält so viele besondere Merksätze, die mich berührt und gleichzeitig nachdenklich gestimmt haben. Es ist nicht einfach nur eine Geschichte unter vielen, sondern nimmt gleichzeitig auch Bezug auf Missstände, die leider bis zum heutigen Tag anhalten, aber nicht verschwiegen werden dürfen. Es ist interessant, wenn auch zeitweise mit emotionalem, erschütterndem Verlauf, zeitlich aber gut angepasst. Jeder Teil ist in sich abgeschlossen, aber um einfach einen besseren Bezug zu allen Personen zu haben, empfehle ich dennoch, die Reihe von Anfang an zu lesen. Auf jeden Fall hat jedes Cover Wiedererkennungswert und wirkt edel und einladend.
Geheimnisse werden gelüftet
Ich wusste nicht was ich von diesem Band erwarten soll. Ich einfach wissen, was hinter der Geheimniskrämerei steckt und wie Nannette manche Probleme Ihrer Schützlinge lösen konnte. Nannette ist die Governante der von Seybachs. Dieser Band beginnt kurz nach Johannas Ankunft und endet kurz nachdem Isabella zu ihrer Hochzeitsreise aufbricht. Leider führt das dazu, dass einige stellen wiederholt werden. Zwar aus einer Sicht eher aus dem Hintergrund, trotzdem weiß man ja schon was passiert. In diesem Band lesen wir aus vier, statt wie gewohnt, aus zwei Sichten. Anfangs was ich etwas verdutzt, aber das klärt sich gut auf. Es ist schön auch mal aus Carl von Seybachs Sicht zu lesen und besser mitzubekommen, was er eigentlich von seinen Kindern hält. Wirklich sehr amüsant. Im Vordergrund des letzten Bands stehen weder Bälle, noch die große Liebe. Es geht einzig und alleine um Nannette und um ihre Geheimnisse auch rund um ihre Vergangenheit. Ja man bekommt auch Liebelein, allerdings nicht das große Regencyfieber. Die Dialoge sind wie immer Charmant und gewitzt. Zu Nannette konnte ich allerdings keinen bis wenig Zugang finden, da sie in den vorhergehenden Bänden schon so verschlossen war. Ihre Geheimnisse werden bis zu den letzten Seiten gehütet und ich fühle mich ein bisschen hingehalten. Auch wenn definitiv viele neue Aspekte zu der Geschichte hinzukommen kennt man bereits den Grundbaustein durch die vorhergehenden Bände. Der letzte Band ist für mich kein Muss. Lediglich wenn man den Geheimnissen auf den Grund gehen will, deren Lösungen man alle hier geboten bekommt. Mir hätte es wahrscheinlich gereicht und auch besser gefallen, wären die Kapitel in den anderen Bänden eingebaut gewesen, damit sich Dialoge und vor allem Ereignisse nicht wiederholen.













