Ein verlassenes Haus
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Beschreibung
Da findet Sonja einen Job, den sie ohne Vorkenntnisse von zu Hause aus machen kann: als schöne, junge Studentin mit nichtsahnenden Männern auf einer Datingplattform chatten. Während Sonja langsam anfängt sich selbst wieder zu spüren und mit Hilfe ihres Fake-Profils an Selbstbewusstsein gewinnt, zerfällt ihre Familie. Sie entfernt sich von ihrem Mann, von den Kindern und kommt einem User näher, der ihr Ausweg sein könnte.
Ein packender Debütroman über Selbstaufgabe, Sehnsucht, weibliche Unsichtbarkeit – und die gefährliche Hoffnung, dass irgendwo da draußen ein besseres Leben wartet.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
schreibt in Hamburg. Aufgewachsen ist sie in Wien. Dort studierte sie Journalismus, arbeitete für eine Tageszeitung und ein Online-Magazin. Dann als Fulbright Stipendiatin in Maryland, USA. Veröffentlichungen in zahlreichen österreichischen, deutschen und amerikanischen Medien, Texte und Audio. Der erste Prosatext erschien 2018 im Literaturmagazin BIEST. Für die Arbeit an ihrem Debüt erhielt sie 2024 ein Arbeitsstipendium des BMKÖS. „Ein verlassenes Haus“ ist ihr erster Roman.
Beiträge
Müde, unsichtbar, ausgebrannt - 'Ein verlassenes Haus' von Lisa Wölfl hat mich tief berührt. Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker, und die Bedeutung des Titels entfaltet im Laufe der Geschichte eine bedrückende, aber unglaublich starke Wirkung. Sonja und Harald versuchen, mit zwei Kindern und schlecht bezahlten Jobs irgendwie über die Runden zu kommen. Doch als Haralds Arbeit wegen seiner gesundheitlichen Beschwerden auf der Kippe steht und Sonja nach einem Notfall ihren Job verliert, gerät ihr ohnehin fragiles Leben endgültig ins Wanken. Existenzängste und gesellschaftlicher Druck werden zur täglichen Belastung. Besonders eindringlich zeigt der Roman, wie Sonja zunehmend an der unbezahlten Care-Arbeit, den Sorgen um ihre Familie und dem ständigen Geldmangel zerbricht. Sie verliert sich selbst, wird unsichtbar - "der Körper wie ein verlassenes Haus". Als eine alte Bekannte ihr den Tipp gibt, gegen Bezahlung mit Männern zu chatten, scheint das plötzlich ein Ausweg zu sein. Doch auch das bringt neue Konflikte mit sich, besonders in ihrer Ehe. Dieses Buch erzählt ehrlich und ungeschönt von weiblicher Selbstaufgabe, von Liebe und dem schleichenden Gefühl des Entliebens, von Überforderung, Sehnsucht und dem Wunsch, endlich wieder gesehen zu werden. Trotz der schweren Themen schafft es die Autorin immer wieder, feine humorvolle Momente einzubauen, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Ich mochte 'Ein verlassenes Haus' und seine Figuren wirklich sehr und spreche von Herzen eine Leseempfehlung aus. 📚✨️

Darum geht es: Im Zentrum des Romans steht Sonja, eine Frau, deren Leben von stiller Erschöpfung und zunehmender Unsichtbarkeit geprägt ist. Während politische Debatten im Fernsehen von angeblich arbeitsscheuen Menschen handeln, besteht ihr Alltag aus harter, schlecht bezahlter Arbeit und der ständigen Verantwortung für Familie und Haushalt. Ihr Mann arbeitet unter prekären Bedingungen auf dem Bau, sie selbst verdient ihr Geld im Verkauf. Trotz aller Anstrengung bleibt jedoch das Gefühl, im eigenen Leben nur noch zu funktionieren. Schritt für Schritt verliert Sonja den Kontakt zu sich selbst, bis schließlich auch ihr Arbeitsplatz wegbricht und die fragile Ordnung ihres Alltags ins Wanken gerät. Aus dieser Krise heraus eröffnet sich ihr eine unerwartete Möglichkeit. Sie findet eine Tätigkeit, die sie von zu Hause aus ausüben kann. Unter der erfundenen Identität einer jungen Studentin beginnt sie auf einer Datingplattform mit fremden Männern zu chatten. Hinter diesem digitalen Maskenspiel entdeckt Sonja eine Seite von sich, die im realen Leben längst verschüttet schien. Sie erlebt Aufmerksamkeit und spürt langsam wieder Selbstvertrauen. Doch je intensiver sie in diese neue Rolle eintaucht, desto stärker entfernt sie sich von der Wirklichkeit ihres eigenen Lebens. Die Distanz zu ihrem Mann und ihren Kindern wächst, während die Verbindung zu einem der Nutzer immer persönlicher wird. Mein Leseeindruck: Der Schreibstil von Lisa Wölfl hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin gibt der Ich Erzählerin Sonja eine starke und sehr glaubwürdige Stimme. Viele Sätze sind kurz und prägnant. Dadurch entsteht ein gutes Tempo und man möchte immer wissen, wie es weitergeht. Ich habe Sonja sehr gern durch die Geschichte begleitet. Nach und nach gerät ihr gewohntes Leben aus dem Gleichgewicht. Sie versucht, den Spagat zwischen schlecht bezahlter Erwerbsarbeit und ihrer Carearbeit zu schaffen. Gleichzeitig wächst in ihr der Wunsch nach Anerkennung und nach mehr Selbstbestimmung. Der Roman erzählt von Pflichten und Entbehrungen, die Sonja immer weiter an den Rand ihrer eigenen Existenz drängen. Besonders eindrücklich fand ich, wie deutlich das Thema weibliche Unsichtbarkeit in der Geschichte wird. Trotz der ernsten Themen gibt es immer wieder humorvolle Momente, die die Handlung auflockern. Der Roman beginnt sehr stark und hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Im Mittelteil hat die Spannung für meinen Geschmack etwas nachgelassen. Der Schluss ist dagegen sehr mutig gewählt. Mir persönlich hat dieses Ende gut gefallen. Fazit 4/5 ⭐️ Insgesamt ist es ein bemerkenswertes Debüt, das mit einem klaren Stil, einer starken Erzählerinnenstimme und einem wichtigen Thema überzeugt.

In Ein verlassenes Haus von Lisa Wölfl geht es nicht um den großen Knall, sondern um das schleichende Verschwinden. Was Wölfl hier schreibt, ist keine Anklage, kein Pamphlet. Es ist eine präzise Beobachtung weiblicher Selbstaufgabe. Zwischen Care-Arbeit, Existenzangst und gesellschaftlichem Druck beginnt Sonja zu verschwinden – erst aus Gesprächen, dann aus sich selbst. Als fiktive Studentin chattet sie mit Männern auf einer Datingplattform. Ein Fake-Profil, das ihr paradoxerweise echte Selbstwirksamkeit schenkt. Und genau hier wird der Roman besonders stark: Er zeigt, wie brüchig Identität sein kann – und wie gefährlich die Hoffnung auf ein „besseres Leben irgendwo da draußen“ wird, wenn das eigene längst Risse hat. Ich bin Mitte zwanzig. Ich kann Sonjas Lebensrealität nicht nachempfinden. Nicht diese Form von Ehe, nicht diese Art von ökonomischer Abhängigkeit, nicht dieses stille Auflösen im Familienalltag. Und vielleicht ist genau das der Punkt meiner Lektüreerfahrung: Ich verstehe, was dieses Buch leisten kann. Ich sehe, wie Frauen* sich in diesen Seiten erkannt fühlen können. Ich spüre, dass hier etwas sehr Wahrhaftiges verhandelt wird. Aber ich habe es nicht gefühlt. Und trotzdem – oder gerade deshalb – sage ich: Es ist ein durch und durch gutes Buch. Sprachlich klar, klug gebaut, psychologisch fein. Nur glaube ich, dass es ein noch stärkeres Buch wird, wenn man sich in der Erfahrung wiederfindet (nicht zwingend in der Figur selbst, aber im Gefühl des Verschwindens). 📚 Für Leser*innen, die sich für Themen wie weibliche Unsichtbarkeit, ökonomische Prekarität und Identitätsverschiebung interessieren. 💭 Für alle, die sich fragen, wann Anpassung zur Selbstaufgabe wird.
Sonja arbeitet in einem Bio Supermarkt, deren Produkte sie sich für sich und ihre Familie nicht leisten kann. Ihr Mann arbeitet auf dem Bau und als Fahrer, mehr als gesund für ihn ist. Die Tochter ist mitten in der Pupertät und der Sohn nässt nachts regelmäßig ein. Die Verzweiflung über das eigene Leben wird immer größer und als Sonja jemand vorschlägt, Online durch Fake Chats mit Männern Geld zu verdienen, scheint ihr das einen Versuch wert. Sonja ist eine interessante Protagonistin, die mir jedoch stellenweise sehr fremd geblieben ist. Obwohl wir die Welt aus ihrer Perspektive sehen und damit ihre Probleme in erster Reihe miterleben, fand ich sie in ihren Gedanken und Handlungen nicht immer ganz nachvollziehbar. Die Thematik der permanenten Geldnot der Familie war sehr gut umgesetzt. Hier wurde mit viel Empathie und Augenmerk auf Details gearbeitet und das hat mir gut gefallen. Auch die Darstellung des Online Jobs, der Profit aus den Sehnsüchten von Menschen zieht, erschien mir gelungen und glaubhaft. Darüber hätte ich gerne mehr gelesen. Hat mich insgesamt nicht ganz überzeugt, für Menschen, die an den Themen interessiert sind, aber sicher trotzdem lesenswert.
Beschreibung
Da findet Sonja einen Job, den sie ohne Vorkenntnisse von zu Hause aus machen kann: als schöne, junge Studentin mit nichtsahnenden Männern auf einer Datingplattform chatten. Während Sonja langsam anfängt sich selbst wieder zu spüren und mit Hilfe ihres Fake-Profils an Selbstbewusstsein gewinnt, zerfällt ihre Familie. Sie entfernt sich von ihrem Mann, von den Kindern und kommt einem User näher, der ihr Ausweg sein könnte.
Ein packender Debütroman über Selbstaufgabe, Sehnsucht, weibliche Unsichtbarkeit – und die gefährliche Hoffnung, dass irgendwo da draußen ein besseres Leben wartet.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
schreibt in Hamburg. Aufgewachsen ist sie in Wien. Dort studierte sie Journalismus, arbeitete für eine Tageszeitung und ein Online-Magazin. Dann als Fulbright Stipendiatin in Maryland, USA. Veröffentlichungen in zahlreichen österreichischen, deutschen und amerikanischen Medien, Texte und Audio. Der erste Prosatext erschien 2018 im Literaturmagazin BIEST. Für die Arbeit an ihrem Debüt erhielt sie 2024 ein Arbeitsstipendium des BMKÖS. „Ein verlassenes Haus“ ist ihr erster Roman.
Beiträge
Müde, unsichtbar, ausgebrannt - 'Ein verlassenes Haus' von Lisa Wölfl hat mich tief berührt. Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker, und die Bedeutung des Titels entfaltet im Laufe der Geschichte eine bedrückende, aber unglaublich starke Wirkung. Sonja und Harald versuchen, mit zwei Kindern und schlecht bezahlten Jobs irgendwie über die Runden zu kommen. Doch als Haralds Arbeit wegen seiner gesundheitlichen Beschwerden auf der Kippe steht und Sonja nach einem Notfall ihren Job verliert, gerät ihr ohnehin fragiles Leben endgültig ins Wanken. Existenzängste und gesellschaftlicher Druck werden zur täglichen Belastung. Besonders eindringlich zeigt der Roman, wie Sonja zunehmend an der unbezahlten Care-Arbeit, den Sorgen um ihre Familie und dem ständigen Geldmangel zerbricht. Sie verliert sich selbst, wird unsichtbar - "der Körper wie ein verlassenes Haus". Als eine alte Bekannte ihr den Tipp gibt, gegen Bezahlung mit Männern zu chatten, scheint das plötzlich ein Ausweg zu sein. Doch auch das bringt neue Konflikte mit sich, besonders in ihrer Ehe. Dieses Buch erzählt ehrlich und ungeschönt von weiblicher Selbstaufgabe, von Liebe und dem schleichenden Gefühl des Entliebens, von Überforderung, Sehnsucht und dem Wunsch, endlich wieder gesehen zu werden. Trotz der schweren Themen schafft es die Autorin immer wieder, feine humorvolle Momente einzubauen, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Ich mochte 'Ein verlassenes Haus' und seine Figuren wirklich sehr und spreche von Herzen eine Leseempfehlung aus. 📚✨️

Darum geht es: Im Zentrum des Romans steht Sonja, eine Frau, deren Leben von stiller Erschöpfung und zunehmender Unsichtbarkeit geprägt ist. Während politische Debatten im Fernsehen von angeblich arbeitsscheuen Menschen handeln, besteht ihr Alltag aus harter, schlecht bezahlter Arbeit und der ständigen Verantwortung für Familie und Haushalt. Ihr Mann arbeitet unter prekären Bedingungen auf dem Bau, sie selbst verdient ihr Geld im Verkauf. Trotz aller Anstrengung bleibt jedoch das Gefühl, im eigenen Leben nur noch zu funktionieren. Schritt für Schritt verliert Sonja den Kontakt zu sich selbst, bis schließlich auch ihr Arbeitsplatz wegbricht und die fragile Ordnung ihres Alltags ins Wanken gerät. Aus dieser Krise heraus eröffnet sich ihr eine unerwartete Möglichkeit. Sie findet eine Tätigkeit, die sie von zu Hause aus ausüben kann. Unter der erfundenen Identität einer jungen Studentin beginnt sie auf einer Datingplattform mit fremden Männern zu chatten. Hinter diesem digitalen Maskenspiel entdeckt Sonja eine Seite von sich, die im realen Leben längst verschüttet schien. Sie erlebt Aufmerksamkeit und spürt langsam wieder Selbstvertrauen. Doch je intensiver sie in diese neue Rolle eintaucht, desto stärker entfernt sie sich von der Wirklichkeit ihres eigenen Lebens. Die Distanz zu ihrem Mann und ihren Kindern wächst, während die Verbindung zu einem der Nutzer immer persönlicher wird. Mein Leseeindruck: Der Schreibstil von Lisa Wölfl hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin gibt der Ich Erzählerin Sonja eine starke und sehr glaubwürdige Stimme. Viele Sätze sind kurz und prägnant. Dadurch entsteht ein gutes Tempo und man möchte immer wissen, wie es weitergeht. Ich habe Sonja sehr gern durch die Geschichte begleitet. Nach und nach gerät ihr gewohntes Leben aus dem Gleichgewicht. Sie versucht, den Spagat zwischen schlecht bezahlter Erwerbsarbeit und ihrer Carearbeit zu schaffen. Gleichzeitig wächst in ihr der Wunsch nach Anerkennung und nach mehr Selbstbestimmung. Der Roman erzählt von Pflichten und Entbehrungen, die Sonja immer weiter an den Rand ihrer eigenen Existenz drängen. Besonders eindrücklich fand ich, wie deutlich das Thema weibliche Unsichtbarkeit in der Geschichte wird. Trotz der ernsten Themen gibt es immer wieder humorvolle Momente, die die Handlung auflockern. Der Roman beginnt sehr stark und hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Im Mittelteil hat die Spannung für meinen Geschmack etwas nachgelassen. Der Schluss ist dagegen sehr mutig gewählt. Mir persönlich hat dieses Ende gut gefallen. Fazit 4/5 ⭐️ Insgesamt ist es ein bemerkenswertes Debüt, das mit einem klaren Stil, einer starken Erzählerinnenstimme und einem wichtigen Thema überzeugt.

In Ein verlassenes Haus von Lisa Wölfl geht es nicht um den großen Knall, sondern um das schleichende Verschwinden. Was Wölfl hier schreibt, ist keine Anklage, kein Pamphlet. Es ist eine präzise Beobachtung weiblicher Selbstaufgabe. Zwischen Care-Arbeit, Existenzangst und gesellschaftlichem Druck beginnt Sonja zu verschwinden – erst aus Gesprächen, dann aus sich selbst. Als fiktive Studentin chattet sie mit Männern auf einer Datingplattform. Ein Fake-Profil, das ihr paradoxerweise echte Selbstwirksamkeit schenkt. Und genau hier wird der Roman besonders stark: Er zeigt, wie brüchig Identität sein kann – und wie gefährlich die Hoffnung auf ein „besseres Leben irgendwo da draußen“ wird, wenn das eigene längst Risse hat. Ich bin Mitte zwanzig. Ich kann Sonjas Lebensrealität nicht nachempfinden. Nicht diese Form von Ehe, nicht diese Art von ökonomischer Abhängigkeit, nicht dieses stille Auflösen im Familienalltag. Und vielleicht ist genau das der Punkt meiner Lektüreerfahrung: Ich verstehe, was dieses Buch leisten kann. Ich sehe, wie Frauen* sich in diesen Seiten erkannt fühlen können. Ich spüre, dass hier etwas sehr Wahrhaftiges verhandelt wird. Aber ich habe es nicht gefühlt. Und trotzdem – oder gerade deshalb – sage ich: Es ist ein durch und durch gutes Buch. Sprachlich klar, klug gebaut, psychologisch fein. Nur glaube ich, dass es ein noch stärkeres Buch wird, wenn man sich in der Erfahrung wiederfindet (nicht zwingend in der Figur selbst, aber im Gefühl des Verschwindens). 📚 Für Leser*innen, die sich für Themen wie weibliche Unsichtbarkeit, ökonomische Prekarität und Identitätsverschiebung interessieren. 💭 Für alle, die sich fragen, wann Anpassung zur Selbstaufgabe wird.
Sonja arbeitet in einem Bio Supermarkt, deren Produkte sie sich für sich und ihre Familie nicht leisten kann. Ihr Mann arbeitet auf dem Bau und als Fahrer, mehr als gesund für ihn ist. Die Tochter ist mitten in der Pupertät und der Sohn nässt nachts regelmäßig ein. Die Verzweiflung über das eigene Leben wird immer größer und als Sonja jemand vorschlägt, Online durch Fake Chats mit Männern Geld zu verdienen, scheint ihr das einen Versuch wert. Sonja ist eine interessante Protagonistin, die mir jedoch stellenweise sehr fremd geblieben ist. Obwohl wir die Welt aus ihrer Perspektive sehen und damit ihre Probleme in erster Reihe miterleben, fand ich sie in ihren Gedanken und Handlungen nicht immer ganz nachvollziehbar. Die Thematik der permanenten Geldnot der Familie war sehr gut umgesetzt. Hier wurde mit viel Empathie und Augenmerk auf Details gearbeitet und das hat mir gut gefallen. Auch die Darstellung des Online Jobs, der Profit aus den Sehnsüchten von Menschen zieht, erschien mir gelungen und glaubhaft. Darüber hätte ich gerne mehr gelesen. Hat mich insgesamt nicht ganz überzeugt, für Menschen, die an den Themen interessiert sind, aber sicher trotzdem lesenswert.







