Ein Schimmer am Horizont: Zwischen den Welten
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Buchinformationen
Beiträge
Hoffnung und Liebe in einer schwierigen Zeit Die Geschichte beginnt mit zwei Handlungssträngen. Wir begleiten Mina in Deutschland, die als junge Frau in ärmlichen Verhältnissen und während der Hungersnot mit Roland einem Trinker und Taugenichts lebt. Dieser ist nicht nur nicht so für das Arbeiten geschaffen, sondern auch der Spielsucht verfallen und dem Alkohol zugetan. Er schlägt Mina und unterdrückt sie. Mina erträgt dieses Los, wie üblich für diese Zeit und als Roland eine große Dummheit im Dorf begangen hat, verlangt er von ihr mit ihm über Nacht abzuhauen, damit er einer Strafe entgeht. Beide machen sich also im Winter ohne genügende Vorbereitung auf den langen beschwerlichen Weg nach Bremerhaven, um dort ein Schiff nach Amerika zu besteigen. Gleichzeitig begleiten wir Davin in Irland auf seinem beschwerlichen Weg nach Dublin und Liverpool. Davin‘s Eltern sind nahe dran ihren Hof zu verlieren, da sie durch die herrschende Not die Pacht nicht zahlen können. Es gibt wenig Essen und die Engländer ziehen Lebensmittel ab. Obwohl Davin Zimmermann gelernt hat, möchte er sich dem Straßenbau unter schwersten körperlichen Verhältnissen verdingen. Davin und Mina fahren auf dem gleichen Schiff nach Amerika. Beide verlieben sich, obwohl sie beide gebunden sind. Haben sie eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft? Der Roman ist mal aus der Sicht von Mina, dann wieder aus derjenigen von Davin geschrieben. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, so dass die Geschichte zügig weitergetragen wird. Die Sprache ist sehr bildhaft und atmosphärisch, man spürt förmlich die Hungersnot, die Verzweiflung der Menschen, aber auch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Ich bin geradezu in die Geschichte abgetaucht. Die Personen und die Verhältnisse sind sehr authentisch beschrieben und die Liebesgeschichte entwickelt sich zart und schön. Die Gefühle, Gedanken werden sehr gut beschrieben, so dass die Handlungen der Personen sehr gut nachvollziehbar sind. Mina und auch Davin entwickeln sich in ihrer Persönlichkeit in dem Zeitraum der Geschichte deutlich weiter. Ich fand die jeweiligen Reisen wie auch die Überfahrt sehr spannend beschrieben, beispw. konnte ich geradezu spüren, wie sich die Menschen an Deck und auch unter Deck gefühlt haben müssen, wenn sie nicht genügend Geld hatten, um komfortabel zu reisen. Das Buch hat mir viele spannende Lesestunden gebracht, hat mir nochmal verdeutlich, was Menschen in der Not alles auf sich genommen haben. Ich empfehle es sehr gerne weiter und warte jetzt auf den zweiten Teil der Geschichte, ich möchte doch wissen, wie es mit Mina und Davin weiter geht.
Spannender Historischer Roman mit viel Tiefe
Annette Oppelanders Ein Schimmer am Horizont entführt uns in die harte Realität des 19. Jahrhunderts, eine Zeit geprägt von Armut, Hunger und sozialer Ungleichheit. Das Cover hat mich von Anfang an angesprochen – es strahlt eine Düsterheit aus, die perfekt zur Atmosphäre des Buches passt. Doch was sich hinter dem Buchdeckel verbirgt, ist noch beeindruckender. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Mina und Davin. Mina, gefangen in einer lieblosen und gewalttätigen Ehe, muss sich den Forderungen ihres tyrannischen Mannes beugen, der sie zwingt, ihre Heimat zu verlassen und mit ihm nach Amerika auszuwandern. Davin dagegen lebt noch bei seinen Eltern, die ihren Hof zu verlieren drohen. Um die Familie finanziell zu unterstützen, plant er, in Dublin für die Engländer an der Eisenbahn zu arbeiten. Unvorhergesehene Umstände zwingen ihn jedoch ebenfalls die Reise nach Amerika anzutreten. Beide Charaktere kämpfen um ihr Überleben in einer rauen und oft ungerechten Welt. Die Entwicklung der Figuren ist glaubhaft und authentisch, auch wenn ich bei Davin manchmal über seine widersprüchlichen Handlungen stolpere: Er verurteilt Alkohol, nur um wenig später betrunken seinen Lohn zu verlieren. Dieser Moment hat mich irritiert, weil er nicht ganz zu dem Davin passt, der uns zuvor vorgestellt wurde. Trotzdem macht es seine Geschichte umso menschlicher, da Fehler und Schwächen ihn nahbar machen. Ein großer Pluspunkt des Romans ist die historische Genauigkeit. Oppelander zeigt schonungslos, wie entbehrungsreich das Leben damals war – ein Kontrast, der uns heute bewusst macht, wie privilegiert unser Leben ist. Besonders beeindruckend finde ich, wie die Autorin die Normalität von Gewalt, Armut und Ungerechtigkeit beschreibt, ohne dabei zu dramatisieren. Minas Ehe und Rolands Verhalten sind ein Beispiel dafür: Was für uns heute untragbar erscheint, war damals leider Alltag. Die Begegnung von Mina und Davin ist ein zentraler Wendepunkt der Geschichte und sorgt, auch wenn er lange auf sich warten lässt, für eine Mischung aus Hoffnung und Spannung. Ihre Verbindung ist sofort spürbar, und obwohl die Umstände alles andere als romantisch sind, wünscht man den beiden ein Happy End. Aber was ist mit Kate, Davins frischgebackener Ehefrau? Die moralischen Konflikte, die sich daraus ergeben, sind interessant. Diese unvorhersehbaren Wendungen halten die Geschichte lebendig und lassen einen mitfiebern. Was mich durchgehend gestört hat, ist Minas Mann Roland. Seine Alkoholexzesse und die Gewalt lassen kaum Spielraum für Sympathie. Obwohl der Autorin hier ein realistisches Bild gelingt, hätte ich mir gewünscht, dass Roland nicht ganz so ein Arsch bleibt. Seine Art frustrierte mich durch und durch. Bravo Oppenlander: Gut hinbekommrn! Positiv hervorzuheben ist der Aufbau der Geschichte. Die kurzen Kapitel machen es leicht, durch das Buch zu kommen, ohne den Faden zu verlieren. Außerdem bleibt die Handlung durchgehend spannend, und man hat nie das Gefühl, dass es sich zieht. Fazit Ein Schimmer am Horizont ist ein bewegender Roman über Hoffnung, Überlebenswillen und die Sehnsucht nach einem besseren Leben. Trotz kleiner Schwächen in der Charakterzeichnung bietet das Buch einen tiefen Einblick in die Härte des Lebens vor 100 Jahren und zeigt, wie wichtig Menschlichkeit und Zusammenhalt in schweren Zeiten sind. Wer historische Romane mit emotionaler Tiefe mag, wird von diesem Buch begeistert sein – und vielleicht genauso wie ich auf ein Happy End für Mina und Davin hoffen.
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Beiträge
Hoffnung und Liebe in einer schwierigen Zeit Die Geschichte beginnt mit zwei Handlungssträngen. Wir begleiten Mina in Deutschland, die als junge Frau in ärmlichen Verhältnissen und während der Hungersnot mit Roland einem Trinker und Taugenichts lebt. Dieser ist nicht nur nicht so für das Arbeiten geschaffen, sondern auch der Spielsucht verfallen und dem Alkohol zugetan. Er schlägt Mina und unterdrückt sie. Mina erträgt dieses Los, wie üblich für diese Zeit und als Roland eine große Dummheit im Dorf begangen hat, verlangt er von ihr mit ihm über Nacht abzuhauen, damit er einer Strafe entgeht. Beide machen sich also im Winter ohne genügende Vorbereitung auf den langen beschwerlichen Weg nach Bremerhaven, um dort ein Schiff nach Amerika zu besteigen. Gleichzeitig begleiten wir Davin in Irland auf seinem beschwerlichen Weg nach Dublin und Liverpool. Davin‘s Eltern sind nahe dran ihren Hof zu verlieren, da sie durch die herrschende Not die Pacht nicht zahlen können. Es gibt wenig Essen und die Engländer ziehen Lebensmittel ab. Obwohl Davin Zimmermann gelernt hat, möchte er sich dem Straßenbau unter schwersten körperlichen Verhältnissen verdingen. Davin und Mina fahren auf dem gleichen Schiff nach Amerika. Beide verlieben sich, obwohl sie beide gebunden sind. Haben sie eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft? Der Roman ist mal aus der Sicht von Mina, dann wieder aus derjenigen von Davin geschrieben. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, so dass die Geschichte zügig weitergetragen wird. Die Sprache ist sehr bildhaft und atmosphärisch, man spürt förmlich die Hungersnot, die Verzweiflung der Menschen, aber auch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Ich bin geradezu in die Geschichte abgetaucht. Die Personen und die Verhältnisse sind sehr authentisch beschrieben und die Liebesgeschichte entwickelt sich zart und schön. Die Gefühle, Gedanken werden sehr gut beschrieben, so dass die Handlungen der Personen sehr gut nachvollziehbar sind. Mina und auch Davin entwickeln sich in ihrer Persönlichkeit in dem Zeitraum der Geschichte deutlich weiter. Ich fand die jeweiligen Reisen wie auch die Überfahrt sehr spannend beschrieben, beispw. konnte ich geradezu spüren, wie sich die Menschen an Deck und auch unter Deck gefühlt haben müssen, wenn sie nicht genügend Geld hatten, um komfortabel zu reisen. Das Buch hat mir viele spannende Lesestunden gebracht, hat mir nochmal verdeutlich, was Menschen in der Not alles auf sich genommen haben. Ich empfehle es sehr gerne weiter und warte jetzt auf den zweiten Teil der Geschichte, ich möchte doch wissen, wie es mit Mina und Davin weiter geht.
Spannender Historischer Roman mit viel Tiefe
Annette Oppelanders Ein Schimmer am Horizont entführt uns in die harte Realität des 19. Jahrhunderts, eine Zeit geprägt von Armut, Hunger und sozialer Ungleichheit. Das Cover hat mich von Anfang an angesprochen – es strahlt eine Düsterheit aus, die perfekt zur Atmosphäre des Buches passt. Doch was sich hinter dem Buchdeckel verbirgt, ist noch beeindruckender. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Mina und Davin. Mina, gefangen in einer lieblosen und gewalttätigen Ehe, muss sich den Forderungen ihres tyrannischen Mannes beugen, der sie zwingt, ihre Heimat zu verlassen und mit ihm nach Amerika auszuwandern. Davin dagegen lebt noch bei seinen Eltern, die ihren Hof zu verlieren drohen. Um die Familie finanziell zu unterstützen, plant er, in Dublin für die Engländer an der Eisenbahn zu arbeiten. Unvorhergesehene Umstände zwingen ihn jedoch ebenfalls die Reise nach Amerika anzutreten. Beide Charaktere kämpfen um ihr Überleben in einer rauen und oft ungerechten Welt. Die Entwicklung der Figuren ist glaubhaft und authentisch, auch wenn ich bei Davin manchmal über seine widersprüchlichen Handlungen stolpere: Er verurteilt Alkohol, nur um wenig später betrunken seinen Lohn zu verlieren. Dieser Moment hat mich irritiert, weil er nicht ganz zu dem Davin passt, der uns zuvor vorgestellt wurde. Trotzdem macht es seine Geschichte umso menschlicher, da Fehler und Schwächen ihn nahbar machen. Ein großer Pluspunkt des Romans ist die historische Genauigkeit. Oppelander zeigt schonungslos, wie entbehrungsreich das Leben damals war – ein Kontrast, der uns heute bewusst macht, wie privilegiert unser Leben ist. Besonders beeindruckend finde ich, wie die Autorin die Normalität von Gewalt, Armut und Ungerechtigkeit beschreibt, ohne dabei zu dramatisieren. Minas Ehe und Rolands Verhalten sind ein Beispiel dafür: Was für uns heute untragbar erscheint, war damals leider Alltag. Die Begegnung von Mina und Davin ist ein zentraler Wendepunkt der Geschichte und sorgt, auch wenn er lange auf sich warten lässt, für eine Mischung aus Hoffnung und Spannung. Ihre Verbindung ist sofort spürbar, und obwohl die Umstände alles andere als romantisch sind, wünscht man den beiden ein Happy End. Aber was ist mit Kate, Davins frischgebackener Ehefrau? Die moralischen Konflikte, die sich daraus ergeben, sind interessant. Diese unvorhersehbaren Wendungen halten die Geschichte lebendig und lassen einen mitfiebern. Was mich durchgehend gestört hat, ist Minas Mann Roland. Seine Alkoholexzesse und die Gewalt lassen kaum Spielraum für Sympathie. Obwohl der Autorin hier ein realistisches Bild gelingt, hätte ich mir gewünscht, dass Roland nicht ganz so ein Arsch bleibt. Seine Art frustrierte mich durch und durch. Bravo Oppenlander: Gut hinbekommrn! Positiv hervorzuheben ist der Aufbau der Geschichte. Die kurzen Kapitel machen es leicht, durch das Buch zu kommen, ohne den Faden zu verlieren. Außerdem bleibt die Handlung durchgehend spannend, und man hat nie das Gefühl, dass es sich zieht. Fazit Ein Schimmer am Horizont ist ein bewegender Roman über Hoffnung, Überlebenswillen und die Sehnsucht nach einem besseren Leben. Trotz kleiner Schwächen in der Charakterzeichnung bietet das Buch einen tiefen Einblick in die Härte des Lebens vor 100 Jahren und zeigt, wie wichtig Menschlichkeit und Zusammenhalt in schweren Zeiten sind. Wer historische Romane mit emotionaler Tiefe mag, wird von diesem Buch begeistert sein – und vielleicht genauso wie ich auf ein Happy End für Mina und Davin hoffen.





