Ein Regenbogen für den Schah

Ein Regenbogen für den Schah

Hardcover
3.85

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Beschreibung

Köln, 1967 Kurz vor dem Schah-Besuch und dem Aufkeimen der 68-er Bewegung lernen sich die beiden Einzelgänger Lukas von Freystein und Maximilian Galiano kennen. Zwischen den jungen Männern entwickelt sich über Monate hinweg eine zarte Freundschaft. Für Lukas bietet diese zugleich einen Weg, sich peu à peu dem strikten Regiment seines Vaters zu entziehen. Viel lieber sitzt er gemeinsam mit Max unter dem Dach und hört die neuesten Scheiben von Frank Zappa oder The Doors. Als mit Roswitha Janisch eine neue Mitschülerin in Luks Klasse kommt, die ihn in die Kreise des Sozialistischen Studentenbunds einführt, verändert das nicht nur Luks Leben, sondern auch die Beziehung zwischen ihm und Max. Dieser muss sich nämlich widerstrebend eingestehen, dass die Gefühle, die er für seinen besten Freund hegt, womöglich über Freundschaft hinausgehen. Doch was bedeutet das in einer Zeit, in der noch die Nazigesetze gegen gleichgeschlechtliche Liebe gelten und Schwule für ihre Neigung nicht nur mit gesellschaftlicher Ächtung, sondern sogar mit Gefängnis zu rechnen haben? "Gerade in Tagen wie diesen, in denen Hass, Hetze und Rückschritte in ein lautes Gegeneinander unsere Zeit einfärben, brauchen wir tiefe, bewegende und echte Geschichten wie die von Luk und Galiano mehr denn je. Wir brauchen sie, um nicht zu vergessen, wie es sein kann, wenn wir rückwärtsgehen. Was das mit jedem Einzelnen von uns macht, auf ganz persönlicher Ebene wie auch mit uns als Gesellschaft. Vielleicht aber auch, wie wir uns aufs Neue auf den Weg machen können, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen." -Dr. phil. Caroline Hack (Medizinethikerin, Leiterin Stabsabteilung Klinische Ethik am Universitätsklinikum Erlangen)

Buchinformationen

Haupt-Genre
Liebesromane
Sub-Genre
Historisch
Format
Hardcover
Seitenzahl
348
Preis
29.99 €

Beiträge

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Alle
4

Das Buch hat ja gleich sehr dramatisch angefangen und ging eigentlich die ganze Zeit so weiter. Luk und Galiano sind zwei junge Männer die sich auf eine doch eher merkwürdige Art und Weise kennen gelernt. Doch aus den beiden wird mehr und das iist in ihrer Zeit noch nicht gerne gesehen und die beiden müssen immer Angst haben entdeckt zu werden. Während Galiano eine gute Familie hat ist die von Luk alles andere als gut und auch noch sehr verlogen. Sie schließen sich dem SDS an und gehen auch mit bis kurz nach dem Attentat auf Rudi Duschke. Luk lernt Galianos Nonna und Nonno kennen und versteht sich mit ihnen sehr gut und auch sie haben einiges erlebt und unterstützen die Jungs. Luk besucht seine Mutter in der Nervenheilanstalt und erfährt da dinge die sein ganzes Leben über den Haufen werfen. Gut gefallen hat mir die Beziehung zwischen den beiden Jungs und auch das sie trotz das sie total unterschiedlich sind so gut zusammen halten. Ich fand es gut das die Geschichte in die Gegebenheiten um 1968 eingeflochten wurde und das es auch einige tatsächliche Fakten gab. Das Buch ist so gesehen nur halb fiktiv und macht es daher auch um einiges interessanter

3

"Ein Regenbogen für den Schah: Luk & Galiano" von Elyseo da Silva spielt im Köln der späten 1960er Jahre. Lukas und Max lernen sich in einer Zeit des politischen Umbruchs und der aufkeimenden 68er-Bewegung kennen. Lukas kämpft mit der strengen Erziehung seines Vaters, während Max sich mit seinen aufkeimenden Gefühlen für seinen besten Freund auseinandersetzt. Die Liebesgeschichte wird zunehmend durch die politischen Unruhen und Luks neue Freundschaft mit der Sozialistin Roswitha beeinflusst. Elyseo gelingt es, die Atmosphäre der 60er Jahre authentisch einzufangen. Der Roman beleuchtet die Herausforderungen, denen homosexuelle Paare damals ausgesetzt waren, und schildert die tiefen Gefühle zwischen Lukas und Max auf eine berührende Weise. Allerdings weist die Geschichte auch Schwächen auf. Der Roman greift viele Themen auf – von politischer Gewalt bis hin zu familiären Konflikten –, die oft sprunghaft und unvollständig behandelt werden. Wichtige Szenen gehen im Erzähltempo verloren, was den Lesefluss stört. Zudem wirken die Zeitsprünge abrupt, wodurch die Handlung stellenweise fragmentarisch erscheint. Was als emotional starke Geschichte beginnt, verliert im Verlauf an Spannung. Dennoch bleibt das Buch für Lesende interessant, die sich für die 68er-Bewegung interessieren. Die Liebesgeschichte zwischen Lukas und Max berührt und bietet einen wertvollen Einblick in die Herausforderungen der damaligen Zeit. Ein Roman mit viel Potenzial, der aber unter einer Überfrachtung von Themen leidet.

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Das Buch spielt zu einer spannenden Zeit und ich war sehr auf die Umsetzung gespannt. Logischerweise wird es hier stellenweise sehr politisch, was für den einen oder anderen trocken wirken kann, dessen muss man sich bewusst sein. Es werden unterschiedliche Standpunkte beleuchtet, allerdings nehmen die Diskussionen teilweise wirklich ermüdende Ausmaße an und wiederholen sich vom Grundgedanken her auch, sodass man beim Lesen eher abschaltet. Auch gibt es einige endlos scheinende Monologe, die zudem sehr gestellt wirken und niemals so im Alltag gehalten werden würden. Auch da schaltete ich beim Lesen teilweise ab, weil es auch nicht immer ersichtlich war, was man nun damit überhaupt vermitteln wollte. Die Hauptcharaktere sind sympathisch und werden einem Stück für Stück nähergebracht, sodass immer einige Fragen offen bleiben und man am Ball bleibt. Häusliche Gewalt und das Akzeptieren der eigenen Sexualität spielen hier eine große Rolle, gerade beim ersten Thema hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Nach Schlüsselszenen, bei denen ich mir wirklich mehr Informationen gewünscht hätte, gab es häufig einen heftigen Bruch durch einen großen Zeitsprung und danach wurden diese wichtigen, einschneidenden Momente kaum noch erwähnt, wobei auch kaum Emotionen übermittelt werden und Fragen offen bleiben. Auch einige Charaktere werden durch diese Zeitsprünge einfach liegengelassen. Die Beziehung der beiden Hauptcharaktere fand ich schön ausgearbeitet und war durchaus mit Emotionen behaftet. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, ist es nach wie vor nicht leicht, öffentlich eine homosexuelle Beziehung zu führen, die Sorgen und Gedanken der Charaktere also auch heute noch mehr als aktuell. Den Begriff "Schnippi" bei der ersten Sexszene als Synonym für den Penis zu verwenden, fand ich allerdings mehr als unpassend und hat mich ziemlich irritiert. Auch wenn es aus der Sicht des Protagonisten geschrieben ist und die Aufklärung und die Wortwahl aufgrund des Schamgefühls damals anders war, lässt es das Ganze heute einfach lächerlich wirken und dementsprechend sollte man da doch einfach beim richtigen Begriff bleiben. Das Buch endet in einem Cliffhanger, der darauf schließen lässt, dass der zweite Teil sich mehr auf Selbstfindung und die Beziehung der Protagonisten konzentrieren wird. Ob ich an der Geschichte dranbleiben will, kann ich jetzt allerdings noch nicht entscheiden.

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