Ein Monat auf dem Land

Ein Monat auf dem Land

Paperback
3.8117
FreundschaftWie Die Steeple Sinderby Wanderers Den Pokal HoltenKirchen Und KlösterKontemplation

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Beschreibung

Sommer 1920 im nordenglischen Oxgodby: Als auf dem Bahnhof ein Londoner aus dem Zug steigt, weiß gleich das ganze Dorf Bescheid: Er ist der Restaurator, der das mittelalterliche Wandgemälde in der örtlichen Kirche freilegen soll. Doch was steckt hinter der Fassade des stotternden und unter chronischen Gesichtszuckungen leidenden Mannes? Tom Birkin hat im Ersten Weltkrieg gekämpft, als traumatisierter Veteran wurde er von seiner Frau verlassen. Er hofft, in der Ruhe und Einfachheit Yorkshires zu gesunden. Und tatsächlich: Je näher er dem Meisterwerk hinter der Kirchendecke kommt, desto näher kommt er auch sich selbst. Und seinen Mitmenschen. Langsam gelingt es ihm, sich der Welt um sich herum zu öffnen, vielleicht sogar der Liebe. Der Monat auf dem Land ist ein Monat der Heilung. Was Birkin hier erlebt, wird er sein Leben lang mit sich tragen. J. L. Carr erzählt von einem Mann, der überlebt, und von der Rettung, die in uns wie in den anderen liegt. »Dieses Buch wird Leser finden, solange sich Menschen Geschichten über Liebe und Tod erzählen werden.« DENIS SCHECK, DRUCKFRISCH

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Paperback
Seitenzahl
158
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

J.L. CARR wurde 1912 in der Grafschaft Yorkshire geboren und starb 1994. Nachdem er jahrelang als Lehrer gearbeitet hatte, gründete er 1966 einen eigenen Verlag Quince Tree Press und verfasste acht Romane. ›Ein Monat auf dem Land‹ (DuMont 2016) war 1980 für den Booker-Preis nominiert. Bei DuMont erschienen außerdem ›Wie die Steeple Sinderby Wanderers den Pokal holten‹ (2017), ›Ein Tag im Sommer‹ (2018) und ›Die Lehren des Schuldirektors George Harpole‹ (2019).

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
N/A
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74%
100%
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96%
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Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
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N/A
100%
81%

Handlungsgeschwindigkeit

Schnell0%
Langsam100%
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Schreibstil

Einfach0%
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Mittel100%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Beiträge

16
Alle
5

Jahreshighlight

Manchmal begegnen uns Bücher, die trotz ihrer leisen Erzählweise eine unerwartete Tiefe entfalten und noch lange nach der Lektüre in uns nachklingen. "Ein Monat auf dem Land" von J.L. Carr ist ein solches Werk. Mit poetischer Sprache und feinem Gespür für menschliche Emotionen erzählt Carr eine Geschichte über Heilung, Erinnerung und die stille Schönheit des Lebens. Die Handlung spielt im Sommer des Jahres 1920. Der Kriegsveteran Tom Birkin kommt in das kleine Dorf Oxgodby, um ein mittelalterliches Wandgemälde in der örtlichen Kirche freizulegen. Während er Schicht für Schicht den verborgenen Kunstschatz enthüllt, beginnt er selbst eine langsame, seelische Erneuerung. Die Begegnungen mit den Dorfbewohnern, die ruhige Natur und die einfache Lebensweise geben ihm Kraft, die Schatten der Vergangenheit zu verarbeiten. Die Kirche als Ort der Bewahrung und Offenbarung ist ein zentrales Motiv in der Erzählung – nicht nur als Gebäude, sondern als Ort der Hoffnung und der Gemeinschaft. Die Kunstwerke vergangener Zeiten erzählen ihre eigene Geschichte und lassen uns über die Verbindung zwischen Glauben, Tradition und persönlicher Erfahrung nachdenken. Carrs Werk lädt dazu ein, die kleinen Dinge des Lebens bewusst wahrzunehmen und darin Trost zu finden. Es zeigt, dass Heilung oft in der Stille geschieht – in einem freundlichen Wort, einem Sonnenstrahl oder der geduldigen Arbeit am Sichtbarmachen von Vergessenem. Vielleicht erinnert es uns daran, wie wichtig es ist, mit offenen Augen und Herzen durch die Welt zu gehen. Ein Buch voller Anmut und leiser Kraft, das nicht nur Liebhaber der Literatur, sondern auch jene berühren wird, die den Wert von innerer Einkehr und Erneuerung schätzen.

4

Der Zeitraum findet nach dem 1. Weltkrieg statt (1920), weshalb man auch den Veteran Tom Birkin auf seiner kleinen „Reise“ im Dorf in Yorkshire verfolgt. Inhaltlich wird gut rübergebracht, auch die Kleinigkeiten im Leben zu schätzen (und anderes Tiefgründiges). Der Schreibstil ist einfach, dennoch fesselnd! Eine schöne gemütliche Geschichte.

4

Kurz, aber sehr friedlich und beschaulich. Etwas zum Wegdenken in feiner Sprache.

5

Dies Buch hat mein Herz erreicht

Ich habe dieses wunderbare Büchlein einerseits mit Wehmut, andererseits mit einem unausprechlichen, nachhaltigen Glücksgefühl gerade beendet. Es ist die Geschichte von dem Anfang 20-jährigen Restaurator Tom Birkin, der vom ersten Weltkrieg völlig traumatisiert in das kleine Städtchen Oxgodby kommt und durch die Freude an der Arbeit, Freundschaften und nicht zuletzt durch die Liebe, wieder zur Ruhe kommt und sich selber findet. Diese wundervolle Geschichte ist spannend, ruhig erzählt, voller sprachlicher Schätze, poetisch und kar. Ich habe als Leserin gerne an diesem Ort verweilt, hörte in Gedanken, Tom Birkin zu und schloss auch Freundschaft mit den wenigen Charakteren, die in Beziehung zum Hauptprotagonisten standen. Da ist der Pfarrer Keach und seine schöne Frau Alice. Die Familie Ellerbeck die Tom warmherzig in ihrem Kreis aufnimmt. Und Moon der Archäologe, der auch gebeutelt vom Krieg mit einem Geheimnis aufwartet. Sie alle habe ich in mein Herz geschlossen. Und auch wenn das Ende der Geschichte offen bleibt, weiß ich dass Tom Birkins Leben weiterhin glücklich verlaufen wird. Dieses Glücksgefühl und die gefundene Ruhe haben sich auf meinen Gemütszustand übertragen und ich weiß, dass dieses Buch nicht das Letzte sein wird, welches ich von J.L. Carr lesen werde.

4

ein kleinod

ein schmales buch, sicherlich gut an einem nachmittag zu lesen, etwa bei einem picknick am ende eines heißen sommers.. das habe ich nicht getan, dennoch wünsche ich nun ich hätte.. wehmütig und sehnsüchtig zu geklappt. schön war es.

4

Hätte ich mir dieses Glück bewahren können, wäre ich dort geblieben?

Ein Monat auf dem Land ist die kurzweilige Geschichte über den Kriegsrückkehrer Tom Birkin (kurz nach dem 1. Weltkrieg). Es spielt mit den Gegensätze der schönen Landschaft und der Tiefen Dunkelheit welche Birkin in Belgien erlebt hatte. Das Buch ist herzerwärmend und perfekt für einen Sommer-/ Herbsttag.

5

Eine Geschichte, die melancholisch stimmt, hat mir sehr gut gefallen.

2

Schöner Schreibstil, aber wenig Inhalt

Das Buch entschleunigt und der Autor schafft es, dass man sich in den Protagonisten hineinversetzen kann und die Geschichte durch seine Brille erlebt. Allerdings fehlt mir am Ende das Gefühl einer Erkenntnis / einer Wendung / eines Learning, was ich sonst am Ende von Romanen verspüre.

5

Eine schöne, kleine Geschichte, die dem Lesenden eine Episode aus einem anderen Leben vorführt. Schön geschrieben und eben mal an einem Nachmittag (im August) zu lesen

5

Eine ruhige kleine Geschichte für zwischendurch, die anregt, über das eigene hektische Leben nachzudenken und die kleinen Dinge zu schätzen lehrt

3

Ein ereignisloser Monat auf dem Land

Das war eine sehr ruhige Erzählung. Eigentlich mag ich ja dörfliche Erzählung, bei denen nicht so viel passiert, aber dieses Buch war selbst mir viel zu ruhig. Ich musste mich wirklich anstrengen, damit meine Gedanken nicht die ganze Zeit gekreist und abgeschweift sind. Ich mochte die Bewohner von Oxgodby sehr gerne. Es hätte nur wirklich etwas mehr passieren dürfen. So wurde selbst dieses kurze Buch an einigen Stellen etwas langatmig.

5

Eine tolle Entdeckung, ein wahrer Schatz!

Dieses Buch hat mich sowohl sprachlich als auch inhaltlich total begeistert! Yorkshire nach dem 1. Weltkrieg - auch die Zeit und das Setting sind absolut nach meinem Geschmack.

4.5

Ein lyrisch poetischer Fluss voll Melancholie und verpasster Gelegenheiten endlicher Momente.

4

Eine Studie über das Zusammenleben auf dem Land Das Buch: Sommer 1920. Tom Birkin reist nach Oxgodby, ein kleines Dörfchen in Yorkshire, um dort einen neuen Job anzutreten: er soll ein mittelalterliches Fresko in der Dorfkirche freilegen. Und so begegnet er den Kirchenmitgliedern und Dorfbewohnern. Er hilft bei der Ernte mit, unterstützt die Sonntagsschule, hält einen Gottesdienst, berät einen Orgelkauf und andere für ihn sonderbare Dinge. Und das alles, um den inneren Frieden nach den ersten Weltkriegserfahrungen wieder zu finden. Ob er nun Frieden in diesem Sommer auf dem Land findet? Lesen! Mein Fazit: J.L. Carr lässt Tom Birkin mit einer Leichtigkeit die Geschehnisse rund um Oxgodby erzählen. Schnell aber nicht ohne einer Brise Ironie kommt Tom Birkin daher. Und unser Protagonist erzählt ausführlich über die vielen Personen in diesem Örtchen. Einige haben es ihm besonders angetan. Da darf natürlich ein klein wenig Liebe und Freundschaft nicht fehlen. Denn nicht ohne Grund soll er das Fresko freilegen und sein Mitstreiter Moon ein Grab im Kirchgarten finden. Doch dieses Geheimnis geht durch die umliegenden Charaktere leider ein wenig unter. In diesem Buch stehen nun einmal die unterschiedlichen Charaktere im Ort im Vordergrund. Und alle begegnen Birkin mit einer anderen Sichtweise. Ob es nun eine kleine junge Verehrerin ist, der griesgrämige Pfarrer, die schöne Pfarrersfrau, der Bahnhofsverwalter. Und Birkin studiert diese Charaktere. Denn er weiß, dass er bei Beendigung der Malerarbeit in der Kirche den Ort verlassen wird. In der Hoffnung auf Frieden. Denn Frieden sucht Birkin überall. Der Krieg hinterließ Spuren bei ihm. Und die müssen nun heilen. Dafür lohnt sich ein Besuch in Oxgodby allemal. Denn dieser Ort steht für England. Genau so hätte ich es auch dargestellt. Trotzdem hat man das Gefühl, etwas zu verpassen. Man wird mit Tom Birkin nicht vollständig warm. Er bleibt auch für den Leser ein Einzelgänger. Da das Geheimnis um das verschollene Grab und dem Fresko doch eher nebenbei abgehandelt wird, bleibt es nur ein Erlebnisbericht vom Lande. Und dort ist scheinbar die Welt noch völlig in Ordnung. Es gibt geregelte Strukturen, doch Drama birgt nur dieses Geheimnis. Und das war wohl dann doch zu viel Theater für den Autor. Zusammenfassend ist es ein leichtes, leises Buch über das gute ländliche Leben. Auf viel Drama und Aktion darf man bei diesem Buch nicht erwarten. Und so ist es ein Buch für alle Liebhaber der stillen Bücher mit vielschichtigen Lebensläufen. https://booksoftination.wordpress.com/2016/12/07/j-l-carr-ein-monat-auf-dem-land/

4

A month in the country is a quick but challenging read I quite enjoyed. There isn't much of a plot, and it focuses more on quiet observation of the countryside and the people living there which I find creates a sense of comfort and melancholic longing for days long gone.

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