Ein Krokodil für Mma Ramotswe
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Buchinformationen
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Ich hatte vorher schon ein oder zwei andere Bände der Reihe gelesen, insofern fand ich es interessant jetzt wirklich mal von vorne anzufangen und zu erfahren, wie alles begann. Etwas überrascht hat mich, dass dieser Band eigentlich gar keine fortlaufende Handlung ist, sondern mehr eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten, die zwar aufeinander aufbauen, aber größtenteils eigenständig sind. Na ja, trotzdem nett zu lesen. Aufgefallen ist mir, dass es mich inzwischen stark irritiert, dass hier ein alter europäischer Mann aus Sicht einer nicht ganz so alten afrikanischen Frau schreibt. Er fängt zwar recht gut die Stimmung in Botswana ein (zumindest so wie man sie als Europäer erlebt), aber irgendwie schwingt immer so ein augenzwinkerndes „Ja, ja, so sind sie halt, die Afrikaner“ mit, was die Lesefreude etwas schmälert. Davon abgesehen, dass mich schon dieses „Afrika“ als monolithischer Block ziemlich stört. Botswana ist nunmal nicht gleich Nigeria ist nicht gleich Kenia…

Mit viel Charme und Ideenreichtum löst Mma Ramotswe ihre Detektivfälle in Botswana. Eine liebenswerte Detektivin, die einen das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringt.
"Ich sagte ihm, Zululand klinge gut, aber jeder Mensch hat eine Landkarte seiner Heimat im Herzen, und das Herz erlaubt nie, diese Landkarte zu vergessen." (Zitat) Ein Krokodil für Mma Ramotswe ist nicht nur ein Detektivroman, es ist auch eine Liebeserklärung an Botswana – das Land, die Menschen, und selbst die unerbittliche Kalahari. Während Mma Ramotswe ihre Fälle löst, erfahren wir mehr über sie und das Land, was für mich den besonderen Reiz dieses Romans ausmacht. Die Detektivfälle sind interessant, und die Art, wie Mma Ramotswe sie angeht, ist einfallsreich. Doch am liebsten mochte ich die Passagen, in denen man mehr über sie, ihr Leben und Botswana erfährt. Wer hier also einen klassischen Detektivroman erwartet, könnte enttäuscht werden. Mma Ramotswe hat ihre ganz eigene Art, Fälle zu lösen, und die hat oft wenig mit der typischen Detektivarbeit zu tun. Vielmehr begleiten wir eine Frau, die sich ihren Traum verwirklicht und dabei über das Leben und das Land, in dem sie lebt, nachdenkt. "Er war zweifellos einer der reichsten Männer im Land, wenn nicht der reichste überhaupt, aber bei den Botswana zählte dies wenig, denn er hatte nichts von seinem Geld in Vieh investiert, und Geld, das man nicht für Vieh ausgab, war schliesslich nichts anderes als 'Staub im Mund'." (Zitat) Das Buch liess mich in eine Welt eintauchen, die mir bisher kaum bekannt war. Es brachte mich zum Schmunzeln und manchmal auch zum Staunen. Wer gerne mehr über Botswana erfahren möchte und starke weibliche Charaktere schätzt, wird an Mma Ramotswe seine Freude haben.
Als das Buch erstmals auf Deutsch erschien, gab es einen kleinen Hype darum. Damals habe ich es verpasst, diesen Titel zu lesen, aber Jahre später habe ich es nun doch endlich geschafft. Auch kann ich verstehen, dass viele Leser so begeistert sind. Auch mich hat Mma Ramotswe berührt und für sich eingenommen. Alexander McCall Smith beschreibt das Leben in Botswana durch die Abenteuer der ersten weiblichen Detektivin im Lande, sodass ich einiges über ein mir zuvor praktisch unbekanntes Land erfahren habe. Der Autor selbst hat einiges an Erfahrung in Bezug auf Afrika und hat bereits viele Projekte dort ins Leben gerufen. Dennoch würde es mich auch Wunder nehmen, was die Leute in Botswana über die Bücher denken. Ich auf jeden Fall freue mich, dass ich noch weitere Geschichten mit Precious Ramotswe auf dem Reader habe. Die Frau ist grossartig!
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Ich hatte vorher schon ein oder zwei andere Bände der Reihe gelesen, insofern fand ich es interessant jetzt wirklich mal von vorne anzufangen und zu erfahren, wie alles begann. Etwas überrascht hat mich, dass dieser Band eigentlich gar keine fortlaufende Handlung ist, sondern mehr eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten, die zwar aufeinander aufbauen, aber größtenteils eigenständig sind. Na ja, trotzdem nett zu lesen. Aufgefallen ist mir, dass es mich inzwischen stark irritiert, dass hier ein alter europäischer Mann aus Sicht einer nicht ganz so alten afrikanischen Frau schreibt. Er fängt zwar recht gut die Stimmung in Botswana ein (zumindest so wie man sie als Europäer erlebt), aber irgendwie schwingt immer so ein augenzwinkerndes „Ja, ja, so sind sie halt, die Afrikaner“ mit, was die Lesefreude etwas schmälert. Davon abgesehen, dass mich schon dieses „Afrika“ als monolithischer Block ziemlich stört. Botswana ist nunmal nicht gleich Nigeria ist nicht gleich Kenia…

Mit viel Charme und Ideenreichtum löst Mma Ramotswe ihre Detektivfälle in Botswana. Eine liebenswerte Detektivin, die einen das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringt.
"Ich sagte ihm, Zululand klinge gut, aber jeder Mensch hat eine Landkarte seiner Heimat im Herzen, und das Herz erlaubt nie, diese Landkarte zu vergessen." (Zitat) Ein Krokodil für Mma Ramotswe ist nicht nur ein Detektivroman, es ist auch eine Liebeserklärung an Botswana – das Land, die Menschen, und selbst die unerbittliche Kalahari. Während Mma Ramotswe ihre Fälle löst, erfahren wir mehr über sie und das Land, was für mich den besonderen Reiz dieses Romans ausmacht. Die Detektivfälle sind interessant, und die Art, wie Mma Ramotswe sie angeht, ist einfallsreich. Doch am liebsten mochte ich die Passagen, in denen man mehr über sie, ihr Leben und Botswana erfährt. Wer hier also einen klassischen Detektivroman erwartet, könnte enttäuscht werden. Mma Ramotswe hat ihre ganz eigene Art, Fälle zu lösen, und die hat oft wenig mit der typischen Detektivarbeit zu tun. Vielmehr begleiten wir eine Frau, die sich ihren Traum verwirklicht und dabei über das Leben und das Land, in dem sie lebt, nachdenkt. "Er war zweifellos einer der reichsten Männer im Land, wenn nicht der reichste überhaupt, aber bei den Botswana zählte dies wenig, denn er hatte nichts von seinem Geld in Vieh investiert, und Geld, das man nicht für Vieh ausgab, war schliesslich nichts anderes als 'Staub im Mund'." (Zitat) Das Buch liess mich in eine Welt eintauchen, die mir bisher kaum bekannt war. Es brachte mich zum Schmunzeln und manchmal auch zum Staunen. Wer gerne mehr über Botswana erfahren möchte und starke weibliche Charaktere schätzt, wird an Mma Ramotswe seine Freude haben.
Als das Buch erstmals auf Deutsch erschien, gab es einen kleinen Hype darum. Damals habe ich es verpasst, diesen Titel zu lesen, aber Jahre später habe ich es nun doch endlich geschafft. Auch kann ich verstehen, dass viele Leser so begeistert sind. Auch mich hat Mma Ramotswe berührt und für sich eingenommen. Alexander McCall Smith beschreibt das Leben in Botswana durch die Abenteuer der ersten weiblichen Detektivin im Lande, sodass ich einiges über ein mir zuvor praktisch unbekanntes Land erfahren habe. Der Autor selbst hat einiges an Erfahrung in Bezug auf Afrika und hat bereits viele Projekte dort ins Leben gerufen. Dennoch würde es mich auch Wunder nehmen, was die Leute in Botswana über die Bücher denken. Ich auf jeden Fall freue mich, dass ich noch weitere Geschichten mit Precious Ramotswe auf dem Reader habe. Die Frau ist grossartig!








