Ein Jahr in der Natur

Ein Jahr in der Natur

Hardcover
4.49

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Beschreibung

Ein frühes Meisterwerk des Nature Writing, zauberhaft bebildert von Andrea Wan.

Ausgehend von ihrer siebenunddreißig Hektar großen Farm in Ohio, die Josephine Johnson und ihr Mann in Wildnis zurücküberführt haben, beobachtet sie Monat für Monat die sich verändernde Landschaft mit der Präzision einer Naturforscherin und der Sprache einer Dichterin. Die Pracht der Landschaft blitzt auf, der unaufhaltsame Zyklus von Wachstum und Vergänglichkeit, es wimmelt von kleinen und großen Lebewesen, die parallel zu den Menschen in und mit der Natur existieren. Es entsteht eine poetische wie lebendige Reflexion, die das Wunder und die Kraft der Natur genauso einfängt wie die Zeichen ihrer Zerstörung, ihre Schönheit und Sterblichkeit ebenso greifbar macht wie die mit ihr verbundene Hoffnung. Ursprünglich 1969 veröffentlicht, hat Josephine Jonson mit diesem Buch eine zeitlose wie brillante Chronik der Jahreszeiten geschaffen.

Das erfolgreichste Buch der Pulitzer-Preisträgerin Josephine Johnson, erstmals auf Deutsch – ein immerwährender Kalender über die Schönheit der Jahreszeiten in zwölf Monats-Kapiteln.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Ratgeber & Sachbücher
Sub-Genre
Natur
Format
Hardcover
Seitenzahl
276
Preis
28.80 €

Autorenbeschreibung

Josephine W. Johnson (1910–1990) erhielt für ihren Debütroman »Die November-Schwestern« mit 24 Jahren den Pulitzer-Preis und war die bis dahin jüngste Preisträgerin der prestigereichen Auszeichnung. Sie studierte an der Washington University und schrieb insgesamt elf Bücher, darunter den Bestseller „The Inland Island“ (1969). Aus heutiger Sicht kann sie als Feministin und Umweltschützerin gelten, die geprägt war durch eine Welt der Ungleichheit und Ausbeutung, auf die sie uns mit ihren Werken aufmerksam macht.

Beiträge

5
Alle
5

Sternebewertung fiktiv

Ein Buch, das leise spricht und doch so viel sagt. Josephine Johnsons Chronik über die Natur in Jahreszeiten erschien bereits 1969, ist nun endlich auf Deutsch verfügbar und wirkt in seiner Sprache, Beobachtungsgabe und Ruhe zeitlos. Schon das Design begeistert. Das Cover, die zarten Kapitelüberschriften nach Monaten und Jahreszeiten alles fügt sich zu einem ästhetisch durchdachten Werk. Die Autorin lebte auf einer Farm in Ohio und nimmt uns mit durch ein Jahr, in dem Mensch und Natur in feiner Balance stehen. Ich muss gestehen, Menschen mit grünem Daumen faszinieren mich, ich selbst besitze ihn nicht. Dennoch liebe ich Pflanzen, ihre Gerüche, Farben, ihr stilles Wachsen. Johnson fängt genau dieses Zusammenspiel von Werden und Vergehen ein. Monat für Monat beschreibt sie Pflanzen, Tiere, Wetter, Stimmungen und macht uns bewusst, wie sich das Leben in Kreisläufen bewegt. Heute, über fünfzig Jahre nach Erscheinen, liest sich das Werk fast prophetisch. Der ökologische Wandel schwingt in jeder Zeile mit. Besonders schön ist die abschließende Sammlung unter der Überschrift „Es rankt und raschelt“ eine Liste, ein kleines Archiv der Natur. Ein Buch zum Begleiten, Nachschlagen und Innehalten, ein literarisches Herbarium, das uns daran erinnert, wie eng wir mit der Natur verbunden sind.

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"Was können wir tun, um hier ein Naturschutzgebiet zu machen? ... "Zurücklehnen", sagt er, "und beobachten, wie die Ökologie sich entwickelt."" Josephine Johnson erhielt für ihren Debütroman "Die November-Schwestern" mit 24 Jahren den Pulitzerpreis und ist bis heute die jüngste Preisträgerin. Vor fast exakt 2 Jahren habe ich das Buch gelesen und es gehört seit dem zu meinen Lieblingsbüchern. "Ein Jahr in der Natur" schrieb sie mit 57 Jahren, so alt wie ich jetzt bin, erstmals veröffentlicht wurde es 1969. Sie lebte damals mit ihrem Mann auf einem gut 37 Hektar großem, bewaldeten Grundstück, welches sie der Natur zurückgeben wollte und dabei beobachtete. In dem Buch, welches Kritiker mit Thoreaus "Walden" vergleichen, begleiten wir sie ein Jahr lang im Kreislauf der Natur, aber auch des Lebens. Philosophisch beschreibt sie den Wandel der Natur mit ihren Lebewesen und trifftet dabei gedanklich auch immer wieder ins weltpolitische ab. Erschreckend aktuell sind diese Abschweifungen leider, in dem sie betrauert das die Söhne in sinnlose Kriege geschickt werden und Gott bittet das Töten zu beenden, aber Gott antwortet ihr: "Mächtiger und unbarmherziger Mensch, beende dein eigenes Töten." Aber die meisten Gedanken sind bei der Natur mit ihrer großen Schönheit und ihren wunderbaren Geschöpfen, auch wenn sie die Opossums hässlich findet😄 Und auch das mochte ich so sehr, es muss uns nicht alles gefallen, was da kreucht und fleucht, aber alles hat seine Daseinsberechtigung. Die Jahreszeiten mit ihren Monaten kommen und gehen, so wie auch unsere Lebensphasen ihre Jahreszeiten haben. Mein Sommer ist vorbei, ich bin im Herbst meines Lebens angekommen und ich mag den Herbst. "Gezeiten des Lebens und Gezeiten des Verfalls, und alle stiller als das Meer." Auch die Autorin ist in dieser Phase ihres Lebens, als sie das Buch schreibt. Sie teilt mit uns ihre Gedanken und Sorgen, die Veränderungen, die mit unserem Körper passieren. "Neue Gebrechen, neue Sorgen, neue Gedanken, neue Haltungen." Ich fühle das sehr, was sie beschreibt. Ganz detailgetreu- und verliebt, beschreibt sie kleine und große Tiere. Ihre Geburt, Verpuppung, Entfaltung und den Tod. Auch die der Pflanzen und Bäume. "Im ganzen Wald liegen tote Bäume in den Armen von Verwandten oder Fremden, die dabeistanden, als sie umfielen." Und wieder kommen mir die Soldaten in den Sinn... Ihr merkt schon, ich habe viel gekennzeichnet, viel angemarkert und viel mitgenommen aus diesem, auch noch wunderschön von Andrwa Wan illustriertem, Buch, welches ich sicherlich noch einmal lesen werde und von dem ich das Gefühl habe, ihm in meiner Rezension nicht gerecht geworden zu sein.

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»Ich habe mein Leben lang Liebe zum Land empfunden, und heute, da alles Leben ein Leben wider die Natur ist, wider das ganze Wesen des Menschen, ist da ein Gefühl von Dringlichkeit, ein Be-dürfnis, etwas aufzuzeichnen und in Ehren zu halten und diese Liebe zu teilen, bevor es zu spät ist. Die Zeit vergeht - meine und die des Landes.«

Ein Jahr. Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. Ein Jahr, vergeht schnell und während es verfliegt, man mit seinem eigenen Leben beschäftigt ist, bemerkt man den Wandel der Jahreszeiten, ganz zu schweigen von Flora und Fauna, kaum. Josephine Johnsons „Ein Jahr in der Natur“ bietet das genaue Gegenteil. Entschleunigung, keinen Stress, sondern das Leben im Moment, mit dem Fokus auf die Natur. Die Autorin erzählt mit sehr viel Liebe von einem 37 Hektar großen Garten, der ehemals eine Farm und zur Entstehungszeit des Buchs Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten war. Dabei ist sie nicht nur Beobachterin der Schönheit der Natur in Ohio und der noch so kleinsten Besonderheiten von Pflanzen und Tieren, sondern sie studiert diese gewissermaßen während des Zyklus’ eines Jahres. Doch über all der Schönheit steht eine eindringliche Warnung, genauer hinzuschauen und die Natur wieder schätzen zu lernen, denn wir zerstören sie Tag für Tag und ohne die Natur sind wir nichts. Dieses Buch wurde bereits 1969 veröffentlicht und doch liegt es jetzt erstmalig in deutscher Übersetzung von Bettina Abarbanell vor. Seitdem ist viel passiert. Die Umweltzerstörung und die Klimakatastrophe schreiten voran, einhergehend mit dem größten Artensterben unserer Geschichte und doch ist dieses Buch – trotz des großen zeitlichen Abstands – zeitlos. Diese leise, poetische Art des Erzählens, die jedes noch so kleine Detail in unserer wunderschönen Natur entdeckt, ist beeindruckend und entschleunigend. Die wunderschönen Illustrationen von Andrea Wan untermalen dies passend.

»Ich habe mein Leben lang Liebe zum Land empfunden, und heute, da alles Leben ein Leben wider die Natur ist, wider das ganze Wesen des Menschen, ist da ein Gefühl von Dringlichkeit, ein Be-dürfnis, etwas aufzuzeichnen und in Ehren zu halten und diese Liebe zu teilen, bevor es zu spät ist. Die Zeit vergeht - meine und die des Landes.«

Nature writing, wundervoll in Wort und Illustrationen ✨️ Ein liebenswerter Begleiter durchs Jahr ✨️

5

Ein wundervolles Buch über die Natur in Ohia. Josephine Johnson lebt mit ihrem Mann auf einer Ranch in Ohio und beobachtet dort die Natur und die Tiere Sie hat in Kapitel Jahreszeitlich die Entwicklung der Natur usw aufgeschrieben um zu beschreiben wie sich alles entwickelt. Man lernt dadurch so viel über Pflanzen, Tiere uvm, was man vorher so alles garnicht wusste stellenweise. Ich habe selber keinen grünen Daumen, aber bin sehr Natur bezogen, weshalb ich dieses Buch extrem geliebt habe zu lesen und es ist eins der Lieblingsbücher von mir in diesem Jahr Ich kann es nur empfehlen

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