Ein Hof und elf Geschwister
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Ein einfühlsamer und spannender Ausschnitt gesellschaftlicher Entwicklung!
Ewald Frie beschreibt durch leitfadengestützte Interviews seiner elf Geschwister die deutschen gesellschaftlichen Veränderungen und wie sie das Leben seiner bäuerlichen Familie veränderten. Die Betrachtung startet in den 1920er Jahren und reicht anekdotisch bis zum Dreißigjährigen Krieg zurück. Zentral sind die Entwicklungen ab den 1940er Jahren. Frie kombiniert auf eine gelungene und reflektierte Art und Weise geschichtswissenschaftliche Methoden mit autobiografischer Authentizität. Chapeau! Das Buch lohnt zu lesen, egal wie stark der Bezug zur deutschen Landwirtschaft persönlich sein mag. Es gibt Einblicke in eine für manche weitgehend unbekannte Welt und zeigt auf, wie sehr sich innerhalb einer Familie Wahrnehmungen unterscheiden können.
Spannendes und informatives Sachbuch über den Wandel des bäuerlichen Lebens seit Beginn des 20. Jh.
Anhand seiner eigenen Familiengeschichte beschreibt der Autor wie sich das bäuerliche Leben auf einem Hof im Münsterland für ihn, seine 10 Geschwister und die Eltern im Laufe der Zeit gewandelt hat. Das Buch ist sehr informativ und umfangreich und umfasst sowohl die Arbeit auf dem Hof als auch die Hausarbeit, die Rolle von Mann und Frau, Religion und Bildung in der Familie. Es ist spannend zu lesen, wie sich das Leben für die einzelnen Familienmitglieder ändert und auch wie unterschiedlich ihre Ansichten und der Blick aufs Leben sind. Obwohl alle im gleichen Haushalt grosswerden, ist ihre Kindheit ganz verschieden. Während die älteren Geschwister z.B. noch ständig auf dem Hof arbeiten und ihr Leben sich fast komplett auf dem Hof in der Familie abspielt, orientieren sich die Jüngeren an der Dorfjugend, lernen bürgerliche Berufe und planen ein Leben jenseits des Hofs. Ein tolles Sachbuch. Flüssig geschrieben. Persönlich und spannend zu lesen.
Einblick in das Leben meines Vaters
Ich komme selbst aus dem katholischen Münsterland. Und auch mein Vater kommt vom Bauernhof. Er hat immer mal Sachen aus seiner Jugend erzählt die mir wie aus einer anderen Welt vorkommen. Vielleicht war es ja auch eine andere Welt? Dieses Sachbuch hat mir geholfen einen Einblick in das Bäuerliche Leben zu erhalten, dass wahrscheinlich auch mein Vater in seiner Kindheit und Jugend erlebt hat.
Was es heißt, in einer großen Bauernfamilie in Münsterland in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts aufzuwachsen, die Veränderungen in Gesellschaft und Landwirtschaft mitzubekommen und zugleich eine berufliche Perspektive zu finden, zeigt dieses zu Recht prämierte Sachbuch. Der Autor, ein Geschichtsprofessor in Tübingen, ist eines der elf Kinder . Lesenswert
Sehr interessant
Ich fand das Buch sehr interessant. Der Autor beschreibt sehr anschaulich, wie sich die Landwirtschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verändert hat. Waren die Bauern am Anfang noch wohlhabend und stolz auf ihre Arbeit, so galten die Höfe später als arm und die Kinder wurden wegen dem Geruch nach Vieh gemieden. Obwohl es um seine eigene Familie geht, ist das Buch relativ neutral geschrieben. Frie hat Interviews mit seinen Geschwistern geführt, um deren Sichtweise und Erinnerungen zu sammeln. Dabei stellt sich heraus, dass die älteren Geschwister eine ganz andere Kindheit erlebt haben, als die jüngeren. Frie ordnet die Geschehnisse, die er schildert, immer wieder in den historischen Kontext ein, wodurch sich das große Ganze erschließen lässt und manche Veränderungen besser verständlich sind.

Spannendes Buch aus einer gefühlt ewigen Vergangenheit
Ein Buch, dass in die Vergangenheit ruft und ein ganz anderes Bild zeigt. Man versteht das ländliche Leben und das letzte Jahrhundert um einiges besser. Wir können aus der alten Zeit lernen und können dankbar sein, was für einen Fortschritt wir heute haben. Gut und flüssig lesbar und sehr informativ.
Durchhalten, es wird ...!
Dieses Buch hat mir in der Lektüre einiges an Überwindung abverlangt, obwohl mich das Thema, der Wandel der Gesellschaft im Laufe des vergangenen Jahrhunderts, gleich angefixt hat. Ich hatte mir das persönlich Porträt einer bäuerlichen Familie vorgestellt, von welchem ausgehend der Autor den gesellschaftlichen Wandel persönlich und nahbar erzählt. Leider steht dieser Teil in Ewald Fries Buch oft eher im Hintergrund. Dennoch: Wer sich durch die Seiten um Seiten über Rinderzucht kämpft und dann "Die Jahre des Vaters" hinter sich lässt, der wird im zweiten Teil, den "Jahren der Mutter", belohnt, denn hier findet alles auf wundersame Weise zusammen. Am Ende wird es doch noch das Porträt einer vergangenen Zeit, ein klarer, unverstellter Blick auf das Leben der Eltern und der elf Kinder, die wiederum selbst verschiedenen Generationen angehören.
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Ein einfühlsamer und spannender Ausschnitt gesellschaftlicher Entwicklung!
Ewald Frie beschreibt durch leitfadengestützte Interviews seiner elf Geschwister die deutschen gesellschaftlichen Veränderungen und wie sie das Leben seiner bäuerlichen Familie veränderten. Die Betrachtung startet in den 1920er Jahren und reicht anekdotisch bis zum Dreißigjährigen Krieg zurück. Zentral sind die Entwicklungen ab den 1940er Jahren. Frie kombiniert auf eine gelungene und reflektierte Art und Weise geschichtswissenschaftliche Methoden mit autobiografischer Authentizität. Chapeau! Das Buch lohnt zu lesen, egal wie stark der Bezug zur deutschen Landwirtschaft persönlich sein mag. Es gibt Einblicke in eine für manche weitgehend unbekannte Welt und zeigt auf, wie sehr sich innerhalb einer Familie Wahrnehmungen unterscheiden können.
Spannendes und informatives Sachbuch über den Wandel des bäuerlichen Lebens seit Beginn des 20. Jh.
Anhand seiner eigenen Familiengeschichte beschreibt der Autor wie sich das bäuerliche Leben auf einem Hof im Münsterland für ihn, seine 10 Geschwister und die Eltern im Laufe der Zeit gewandelt hat. Das Buch ist sehr informativ und umfangreich und umfasst sowohl die Arbeit auf dem Hof als auch die Hausarbeit, die Rolle von Mann und Frau, Religion und Bildung in der Familie. Es ist spannend zu lesen, wie sich das Leben für die einzelnen Familienmitglieder ändert und auch wie unterschiedlich ihre Ansichten und der Blick aufs Leben sind. Obwohl alle im gleichen Haushalt grosswerden, ist ihre Kindheit ganz verschieden. Während die älteren Geschwister z.B. noch ständig auf dem Hof arbeiten und ihr Leben sich fast komplett auf dem Hof in der Familie abspielt, orientieren sich die Jüngeren an der Dorfjugend, lernen bürgerliche Berufe und planen ein Leben jenseits des Hofs. Ein tolles Sachbuch. Flüssig geschrieben. Persönlich und spannend zu lesen.
Einblick in das Leben meines Vaters
Ich komme selbst aus dem katholischen Münsterland. Und auch mein Vater kommt vom Bauernhof. Er hat immer mal Sachen aus seiner Jugend erzählt die mir wie aus einer anderen Welt vorkommen. Vielleicht war es ja auch eine andere Welt? Dieses Sachbuch hat mir geholfen einen Einblick in das Bäuerliche Leben zu erhalten, dass wahrscheinlich auch mein Vater in seiner Kindheit und Jugend erlebt hat.
Was es heißt, in einer großen Bauernfamilie in Münsterland in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts aufzuwachsen, die Veränderungen in Gesellschaft und Landwirtschaft mitzubekommen und zugleich eine berufliche Perspektive zu finden, zeigt dieses zu Recht prämierte Sachbuch. Der Autor, ein Geschichtsprofessor in Tübingen, ist eines der elf Kinder . Lesenswert
Sehr interessant
Ich fand das Buch sehr interessant. Der Autor beschreibt sehr anschaulich, wie sich die Landwirtschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verändert hat. Waren die Bauern am Anfang noch wohlhabend und stolz auf ihre Arbeit, so galten die Höfe später als arm und die Kinder wurden wegen dem Geruch nach Vieh gemieden. Obwohl es um seine eigene Familie geht, ist das Buch relativ neutral geschrieben. Frie hat Interviews mit seinen Geschwistern geführt, um deren Sichtweise und Erinnerungen zu sammeln. Dabei stellt sich heraus, dass die älteren Geschwister eine ganz andere Kindheit erlebt haben, als die jüngeren. Frie ordnet die Geschehnisse, die er schildert, immer wieder in den historischen Kontext ein, wodurch sich das große Ganze erschließen lässt und manche Veränderungen besser verständlich sind.

Spannendes Buch aus einer gefühlt ewigen Vergangenheit
Ein Buch, dass in die Vergangenheit ruft und ein ganz anderes Bild zeigt. Man versteht das ländliche Leben und das letzte Jahrhundert um einiges besser. Wir können aus der alten Zeit lernen und können dankbar sein, was für einen Fortschritt wir heute haben. Gut und flüssig lesbar und sehr informativ.
Durchhalten, es wird ...!
Dieses Buch hat mir in der Lektüre einiges an Überwindung abverlangt, obwohl mich das Thema, der Wandel der Gesellschaft im Laufe des vergangenen Jahrhunderts, gleich angefixt hat. Ich hatte mir das persönlich Porträt einer bäuerlichen Familie vorgestellt, von welchem ausgehend der Autor den gesellschaftlichen Wandel persönlich und nahbar erzählt. Leider steht dieser Teil in Ewald Fries Buch oft eher im Hintergrund. Dennoch: Wer sich durch die Seiten um Seiten über Rinderzucht kämpft und dann "Die Jahre des Vaters" hinter sich lässt, der wird im zweiten Teil, den "Jahren der Mutter", belohnt, denn hier findet alles auf wundersame Weise zusammen. Am Ende wird es doch noch das Porträt einer vergangenen Zeit, ein klarer, unverstellter Blick auf das Leben der Eltern und der elf Kinder, die wiederum selbst verschiedenen Generationen angehören.






















