Die Zwölf: Wie nah man Mördern begegnet, ohne es zu merken

Die Zwölf: Wie nah man Mördern begegnet, ohne es zu merken

E-Book
4.48

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
E-Book
Seitenzahl
144
Preis
N/A

Beiträge

6
Alle
4

Man sagt, ein Mensch begegnet im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern, ohne es zu wissen oder zu ahnen. Gewusst hatte ich es bis zu diesem Buch nicht. Einem von diesem zwölf Mördern bin ich begegnet, er war in meinem ehemaligen Bekanntenkreis. Wie es im Buch beschrieben ist, weder angesehen noch angemerkt hatte es man ihm. Den zwölf Mördern begegnet man nicht im Dunkeln oder im Versteckten, nein es kann schlicht überall sein. Genau von solchen Begegnungen handelt es im Buch. Jedes Kapitel in „Die Zwölf“ handelt von solchen Begegnungen. Durchs ganze Buch begleiten wir Jonas, ist Jonas der Mörder oder ist es der Zeuge? „Die Zwölf“ ist alles aber kein klassischer Thriller, es zeigt wie nahe das Unverständliche teilweise ist. Es ist ein Buch das nicht eben mal schnell weggelesen ist, sondern es hallt nach. Es kommen während dem lesen Fragen auf hätte es durch eine andere Handlung nicht vielleicht doch vermieden werden können. Mir hat „Die Zwölf“ sehr gut gefallen und ich freue mich auf weiter Bücher von Elroy Grau. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für einen Thriller der etwas anderen Art.

4

Thriller mal anders 😱

"Die Zwölf" ist kein typischer spannungsgeladener Thriller, wie man es vielleicht kennt. Er ist ruhig, auf eine leise und geheimnisvolle Art. Der Schreibstil ist etwas ungewohnt, lässt sich aber dennoch flüssig lesen. Worum geht's? Man sagt, dass man im Laufe seines Lebens 12 Mördern begegnet. Nicht wo du vielleicht vermutest, sondern im ganz normalen Alltag. Im Zug, im Cafè oder im Wartezimmer. Allein die Vorstellung finde ich persönlich echt gruselig. In dem Buch geht es darüber, wie weit du gehen würdest um einen Mord eventuell zu verhindern. Greifst du ein, siehst du weg oder beobachtest du nur? Ein Buch, das nachhallt. Zeigen wir zu wenig Zivilcourage oder machen wir es den Mördern zu einfach? Kleiner Kritikpunkt von mir: Manche Kapitel hatten für mich ein etwas unklares "Ende" und haben mich mit einen Fragezeichen zurück gelassen. Dennoch eine klare Empfehlung von mir!

4

Spannend und anders

Die Zwölf – Wie man Mördern begegnet, ohne es zu merken von Elroy Grau ist kein Buch, das sich bequem lesen lässt – und genau darin liegt seine Stärke. Dieser Thriller verzichtet bewusst auf das, was man sonst aus dem Genre kennt: keine Ermittlungen, keine klaren Täterprofile, keine auflösende Gerechtigkeit. Stattdessen entfaltet sich eine stille, beinahe beklemmende Erzählung über Zufälle, Begegnungen und das erschreckend Normale im Bösen. Die Grundidee ist ebenso simpel wie verstörend: Jeder Mensch begegnet im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern – ohne es zu merken. Grau nimmt diesen Gedanken und spinnt daraus eine Reihe scheinbar belangloser Begegnungen, die sich im Nachhinein als alles andere als harmlos entpuppen. Gerade diese Alltäglichkeit macht das Buch so eindringlich. Es sind keine dunklen Gassen oder offensichtlichen Bedrohungen – es sind Wartezimmer, Parkbänke und Treppenhäuser. Orte, an denen wir uns sicher fühlen. Was das Buch besonders macht, ist seine Perspektive: Der Erzähler bleibt Beobachter. Und genau hier setzt die unterschwellige Kritik an – das Nichtstun, das Zögern, das Wegsehen. Grau führt eindringlich vor Augen, wie sehr Passivität Einfluss nehmen kann. Dass Verbrechen nicht nur durch Täter entstehen, sondern auch durch jene, die nichts tun. Stilistisch geht das Werk einen eigenen Weg. Es ist ruhig, fast entschleunigt erzählt und verlangt Geduld. Wer einen klassischen, spannungsgeladenen Thriller erwartet, könnte enttäuscht werden. Die Spannung entsteht nicht durch Action, sondern durch Erkenntnis – langsam, schleichend und nachhaltig. Für mich persönlich war dieses ungewöhnliche Konzept nicht durchgehend fesselnd. Dennoch bleibt ein Eindruck zurück, der nachwirkt. Gerade weil das Buch so anders ist, hebt es sich deutlich von typischen Genrevertretern ab. Fazit: Ein leiser, psychologischer Thriller, der weniger unterhält als vielmehr beunruhigt. Nicht für jeden Geschmack – aber für Leserinnen und Leser, die sich auf eine nachdenkliche, verstörende Erfahrung einlassen wollen, definitiv einen Blick wert.

4.5

Seid ihr bereit für eine Geschichte die nachwirkt? Die euch die Menschen in eurer Umgebung mit anderen Augen sehen lässt? Wollt ihr einen Thriller lesen, der anders ist, als die klassischen Geschichten in diesem Genre? Neugierig? Dann solltet ihr Jonas begleiten, den Protagonisten aus Die Zwölf. Das Buch besteht aus kurzen Kapiteln. Immer geht es um Jonas. In jeder Geschichte begegnet Jonas einem Menschen. Die Begegnungen wirken zufällig. Gespräche finden nur zaghaft statt. Jonas ist zurückhaltend. Beobachtet. Er nimmt vieles wahr. Aber würde er bei Bedarf auch handeln? Er erinnert sich, dass er in seiner Vergangenheit auch oft zu spät, oder gar nicht gehandelt hat. Was wäre, wenn man bei diesen zufälligen Begegnungen, im Bus, auf der Parkbank, im Treppenhaus einem Mörder begegnen würde? Oder einem späteren Opfer? Wer ist Täter? Wer Opfer? Und wer ist einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Während des Lesens der 12 Geschichten kommt man oft ins Grübeln. Man weiß nicht wem man trauen kann. Wer ist Jonas? Warum ist er immer an den Orten, an welchen sich Vorfälle ereignen? Ist er Täter, Beobachter,oder beides? Jonas war mir durch seine unscheinbare und extrem passive Art unheimlich, ehrlich gesagt auch unsympathisch, was hier sehr passend war, um den Spannungsbogen kontinuierlich steigen zu lassen. Der Schreibstil ist anders. Der Thrill kommt nicht durch Blutvergießen, sondern heimlich durch die Hintertür. Anfangs wirkt das Buch wie eine Aneinanderreihung von Begegnungen. Doch nach und nach ergibt es ein Ganzes. Man versucht Zusammenhänge zu sehen. Wenn ihr euch auf die Geschichte einlassen könnt, werdet ihr euch zukünftig in der Bahn oder im Wartezimmer insgeheim fragen, ob einer davon ein Mörder sein könnte. Denn die Frage ist, ab wann ist man ein Mörder? Ich habe das Buch am Stück gelesen. Ich mochte es, weil ich eine solche Geschichte noch nie gelesen habe.

Post image
4.5

Spannung, ein großes Fragezeichen beim Lesen und super Gesellschaftskritik.

Statistisch gesehen begegnet jeder Mensch in seinem Leben 12 Mördern. Doch was, wenn du diesen Mördern unwissentlich hilfst? Durch Wegschauen, durch Ignorieren, durch Egoismus? „Wiederkehrende Anwesenheit ist kein Zufall. Es ist ein Muster.“ Wir begleiten Jonas bei verschiedenen alltäglichen Situationen und Begegnungen. Und doch liegt etwas Unerklärliches in der Luft, denn viele seiner Mitmenschen überleben den Tag nicht, an dem sie Jonas begegnen. Doch woran liegt das? Dieses Buch hat mir mit seiner ruhigen und beharrlichen Erzählweise echte Gänsehaut-Momente beschert. Es ist kein lauter Thriller, sondern ein stilles, düsteres Werk, das zum Nachdenken anregt. Über eine Passage bin ich zwar gestolpert, da sie für mich am Ende nicht vollständig aufgelöst wurde, dennoch hat das meinen Lesegenuss kaum geschmälert. Alles in allem hält das Buch unserer Gesellschaft einen kritischen Spiegel vor und zeigt auf beklemmende Weise, wie Gleichgültigkeit und Egoismus unser tägliches Handeln beeinflussen. Ein grandioses Leseerlebnis und eine absolute Empfehlung für alle, die zur Abwechslung etwas Unblutiges und doch gleichzeitig Verstörendes lesen möchten. [Unbezahlte Werbung, Reziexemplar]

Spannung, ein großes Fragezeichen beim Lesen und super Gesellschaftskritik.
5

Rezension zu „Die Zwölf“ 🖤 „Die Zwölf“ hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre überzeugt. Das Buch ist ruhig geschrieben, erzeugt aber trotzdem permanent dieses unangenehme Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Genau das hat mich komplett gefesselt. Jonas als Protagonist fand ich unglaublich spannend, weil er so unauffällig wirkt und man ihn trotzdem nie ganz greifen kann. Besonders stark fand ich, wie alltägliche Orte wie ein Café, ein Waschsalon oder ein Fahrstuhl plötzlich beklemmend wurden. Spätestens ab den Ermittlungsakten hatte mich die Geschichte komplett. Vor allem die Frage, ob Wegsehen irgendwann zur Mitschuld wird, zieht sich durch das ganze Buch und bleibt auch nach dem Lesen im Kopf. Fazit Für mich ist „Die Zwölf“ ein ruhiger Psychothriller, der eher von Atmosphäre und Psychologie lebt als von Action. Gerade dadurch geht das Buch aber unglaublich unter die Haut und bleibt lange im Gedächtnis. 🖤

Beitrag erstellen