Die Markierung

Die Markierung

Hardcover
3.812
Political CorrectnessGewaltfreiheitHoffnungÖffentliche Sicherheit

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Beschreibung

Was passiert, wenn Ideen zu Ideologien gerinnen? Poetisch, scharfsichtig und eindringlich erzählt Fríđa Ísberg von einer Gesellschaft, die per Gesetz Klarheit über Gut und Böse schaffen will.

Island in naher Zukunft. Um die öffentliche Sicherheit zu erhöhen, sind bestimmte Wohngebiete nur noch für sogenannte markierte Menschen zugänglich, deren moralische Vertrauenswürdigkeit durch einen Empathie-Test nachgewiesen wurde. Bei den anstehenden Wahlen wird sich entscheiden, ob die allgemeine Markierungspflicht gesetzlich verankert wird.
Ob die skeptische Lehrerin Vetur, der einflussreiche Psychologe Óli, die Geschäftsfrau Eyja oder der Schulabbrecher Tristan: Egal welchen Hintergrund sie mitbringen und egal, ob sie die gesellschaftlichen Veränderungen befürworten, hinnehmen oder aktiv gegen sie angehen – sie alle geraten in den Strudel der Verwerfungen einer Gesellschaft, deren neue Spielregeln explosive Folgen haben.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
288
Preis
23.70 €

Autorenbeschreibung

Fríða Ísberg, geboren 1992, ist eine isländische Lyrikerin und Prosaautorin. Ihre Lyrikbände und die Kurzgeschichtensammlung "Kláði" waren für alle wichtigen isländischen Literaturpreise nominiert, "Kláði" u.a. für den Literaturpreis des Nordischen Rates 2020. Für ihren ersten Roman "Die Markierung" erhielt Fríða Ísberg den Literaturpreis des isländischen Buchhandels sowie den Per-Olov-Enquist-Preis 2022.

Beiträge

4
Alle
3

Interessante Prämisse, aber mit Schwächen in der Umset

“Die Markierung” von Frída Ísberg besticht durch eine sehr interessante Grundannahme, die mich von Anfang an gefesselt hat. Die Autorin entwickelt eine faszinierende Ausgangssituation, die definitiv Potenzial hat. Leider wird die Umsetzung dem vielversprechenden Konzept nicht ganz gerecht. Die verschiedenen Handlungsstränge sind teilweise schwer zu verfolgen - man verliert schnell den Überblick und muss häufiger zurückblättern, um die Zusammenhänge zu verstehen. Besonders enttäuschend ist das Ende: Nach all den aufgebauten Spannungsbögen bleibt eine wirkliche Auflösung aus. Zu viele Fragen bleiben offen, was nicht im positiven Sinne zum Nachdenken anregt, sondern eher frustriert zurücklässt. Ein Buch mit einer starken Idee, das aber in der Ausführung seine Möglichkeiten nicht voll ausschöpft.​​​​​​​​​​​​​​​​

3.5

Sind wir Menschen messbar?

Welche psychologischen Werte machen einen guten Menschen aus und welche sind die schlechten Werte? Und was ist mit all den Menschen, die ihren Wert nicht messen lassen möchten oder den Menschen, die gegen ihre „negativen“ Werte ankämpfen, die belastet sind durch ihre eigene Lebensgeschichte, die kämpfen… und keine schlechten Menschen sind, außer in der Bewertung. Das Ende war für mich leider zu „aufgegeben“.

4

zeitlos und aktuell in einem

habe dieses buch in einem bücherfundus gesehen und einfach mal mitgenommen. wow! es hat mir gänsehaut bereitet, wie sehr es gerade in die politik, in die debatten und in die zeit passt. ich mag es generell, wenn bücher verschiedene perspektiven beleuchten. und vor allen dingen konnte ich beide verstehen. ich war selbst teil des dilemmas und meine meinung hat nach jedem kapitel stark geschwankt. ich habe leider wochen für das buch gebraucht und dadurch wurde es sehr zäh. ich war wohl nur in einer leseflaute, aber das schwere thema hat es mir nicht leicht gemacht. ich werde es irgendwann nochmal lesen und bin gespannt, ob es so aktuell bleibt.

4

Wenn's eine deutsche Autorin wäre, würde es wahrscheinlich sofort in das Buch-Repertoire des Deutsch Unterrichts in der Sek 2 aufgenommen werden. Hochaktuelles und kontroverses Thema - Ausgrenzung vieler Menschen, weil sie Kriterien nicht erfüllen zum Schutz der Allgemeinheit (wie z.B. zuletzt die Kontroverse, über Impfregister und ob nur geimpfte Menschen in Krankenhäusern arbeiten dürfen) Erzählerwechsel - jeder hat eine individuelle Stimme Schulbezug durch Vetur, die Lehrerin an einer Oberschule Struggle eines jungen Menschen, siehe Tristan Mich hat das Buch zum Nachdenken gebracht, aber auch etwas runter gezogen. Irgendwie endet es mit dem Gefühl, dass alles schon irgendwie gut für die Protagonisten wird, aber ein richtiges Happy End sucht man vergebens.

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