Die einsame Bodybuilderin

Die einsame Bodybuilderin

Hardcover
3.623
SurrealismusSoftskullAbsurdKenzaburo Oe

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Beschreibung

»Das kraftvolle In-Erscheinung-Treten einer Künstlerin.« Kenzaburo Oe, japanischer Literaturnobelpreisträger

Eine Hausfrau wird zur Bodybuilderin, aber ihrem arbeitssüchtigen Ehemann fallen die neuen Muskeln nicht einmal auf. Eine Verkäuferin in einer Boutique wartet stundenlang auf eine Kundin, die sich in der Umkleide verschanzt hat und die vielleicht auch ein Alien ist. Eine junge Frau bemerkt, wie sich das Gesicht ihres frischgebackenen Ehemanns plötzlich beginnt, ihrem eigenen anzugleichen. In diesen 11 preisgekrönten Storys gewähren die Figuren einen Blick hinter die Kulissen ihrer scheinbar langweiligen Leben. Zum Vorschein kommt das Bizarre, das Groteske, das Fantastische, das Fremde. Und die - hinter all dem verborgen - Freiheit.

»Ich wünschte, ich könnte in Motoyas Buch leben. Ihre Wahrnehmung und ihre Weisheit lassen das alltägliche Leben magisch und aufregend erscheinen, und die merkwürdigsten Erfahrung fühlt sich plötzlich ganz vertraut an.« Etgar Keret

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Kurzgeschichten
Format
Hardcover
Seitenzahl
240
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

Yukiko Motoya, geboren 1979, ist Dramaturgin, Autorin und Regisseurin. Sie hat zahllose Literaturpreise gewonnen, darunter den Kenzaburo-Ōe-Preis und Japans wichtigsten Literaturpreis Akutagawa. Ihr Bücher wurden ins Französische, Norwegische, Spanische, Chinesische und Englische übersetzt. »Die einsame Bodybuilderin« ist ihr erstes Buch auf Deutsch.

Beiträge

4
Alle
4.5

Surreale Kurzgeschichten mit Realitätsbezug

Ich mochte die Kurzgeschichten sehr gerne, da sie zwar alle surrealer Natur sind, jedoch sehr viele davon einen Bezug zur Realität haben, den man versteht. Die Enden der Kurzgeschichten sind meist verständlich im Sinne von interpretierbar. Die Schriftstellerin übt mE Kritik an der typischen japanischen männlichen Gesellschaft, was sehr interessant war. Wer Murakami mag, findet hier bestimmt auch die eine oder andere gute Geschichte für sich. 🇯🇵

4

Eine Frau entschließt sich spontan, Bodybuilderin zu werden, doch auch nach Monaten intensiven Trainings bemerkt ihr Ehemann noch nicht einmal, wie sehr sie sich verändert hat. Eine Verkäuferin wartet schon seit Stunden vor einer Umkleidekabine auf ihre Kundin, die bereits alle Kleidungsstücke im Laden anprobiert hat. Warum kann sie einfach nicht das Richtige für sich finden? Ein Mann wird aus heiterem Himmel von seiner Freundin zu einem Duell herausgefordert. Auf dem Weg zum Duellplatz strömen von überall her weitere Paare herbei, die dasselbe vorhaben. Diese Szenarien beschreiben den Inhalt von nur drei Erzählungen von insgesamt elf, die in Yukiko Motoyas „Die einsame Bodybuilderin“ zu finden sind. Es ist das erste Werk der mehrfach preisgekrönten Autorin, welches ins Deutsche übertragen wurde – übrigens von Ursula Gräfe, die auch Haruki Murakami oder Hiromi Kawakami übersetzt. Das zentrale Element dieser Sammlung von Kurzgeschichten ist das Alltägliche, in das sich das Skurrile, Surreale, Bizarre einschleicht. Die Texte sind dabei oft dialoglastig, die Formulierungen klar und in kurzen Sätzen. Thematisch kreist Yukiko Motoya um Beziehungen, die Rolle der Frau in diesen bzw. der Gesellschaft im Allgemeinen, das Berufsleben sowie die Folgen all dieser Dinge: Überforderung, Depression, der Wunsch, auszubrechen bis hin zur völligen Entfremdung. Die Geschichten sind von unterschiedlicher Länge, mal nahezu fragmentarisch, mal sehr ausführlich. Mal ist die Handlung wirklich verstörend und bricht Tabus, mal geschieht kaum etwas. Grundsätzlich lese ich gerne Erzählungen, wobei natürlich immer die Tatsache bestehen bleibt, dass sie nur einen kleinen Ausschnitt präsentieren. Über viele Szenarien im Buch hätte ich gerne mehr gewusst, den Ausgangs- oder Endpunkt gekannt. Wenn man diese Situation jedoch einfach als gegeben hinnimmt, warten herrlich skurrile Erzählungen aus einer frischen, weiblichen Perspektive, die mir deutlich besser gefallen als diejenigen Murakamis, in denen er doch oft nur um sich selbst kreist. Meine Favoriten: „Die Hunde“ und „Was raschelt im Stroh?“

3

Yukiko Motoya wird mit dem jungen Haruki Murakami verglichen - natürlich bedient sich Motoya vieler surrealistischer Elemente, allerdings fehlt ihren Erzählungen diese ganz besondere Magie, die Murakami in seinen Werken erschafft. Motoya startet sehr stark mit der titelgebenden Story "Die einsame Bodybuilderin", danach driften die Kurzgeschichten für meinen Geschmack zu sehr ins Komische ab, sind für mich einfach zu schräg und lassen mich den Sinn darin nicht mehr erkennen. Vielen Dank an den aufbau Verlag für das via NetGalley zur Verfügung gestellte eBooK!

3

Ich fand leider zu wenig Kurzgeschichten in dem Buch ansprechend.

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