Die Allee der verbotenen Fragen

Die Allee der verbotenen Fragen

Hardcover
3.75
Wilhelm BirkholzAkeleiAkelei Elena BirkholzFamiliengeheimnis

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Beschreibung

Ihr Spiegelbild in einer Schaufensterscheibe öffnet Akelei die Augen: Sie ist nicht mehr das junge Mädchen, dem die ganze Welt offen steht, sondern eine pummelige, mittelalte Frau im pastellgrünen Mantel. Als Finn, ihre Sandkastenliebe, als Spiegelung in der Scheibe hinter ihr auftaucht, kann sie es nicht glauben. Denn auf mysteriöse Weise verschwand er vor 18 Jahren aus Akeleis Leben. Sie erkennt ihre letzte Chance – auf Abenteuer, auf Glück, auf Liebe – und folgt Finn, ohne nachzudenken. Ohne zu wissen, wohin. So geht sie auch einen Weg zurück: in ihre Kindheit, in die Erinnerung und in die Allee der verbotenen Fragen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
384
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

Antonia Michaelis begann bereits als Kind zu schreiben. Sieist eine renommierte Autorin von zahlreichen Büchern und Theaterstückenfür Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Antonia Michaelis hat mit ihrer Familie zwei Jahre aufMadagaskar gelebt und dort eine Schule für mittellose Kinder mitaufgebaut. Mittlerweile lebt sie in einem Dorf nahe der Insel Usedom.www.antonia-michaelis.de

Beiträge

1
Alle
3.5

„Ohne eigene Meinung war das Leben vermutlich leicht.“

Ich empfehle unbedingt, ein Buch von Antonia Michaelis zu lesen - aber vielleicht nicht dieses. Weg die Autorin kennt, bekommt hier eine typisch mystische Geschichte mit ihrer leicht verspielten Schreibweise, die die Realität und das Leben auf einzigartige Art einfängt. „Es kann gefährlich sein, Dinge zu finden, hatte ihr Vater gesagt. Manche verlorenen Dinge haben scharfe Kanten. Man kann sich an ihnen verletzen.“ Die Geschichte ist schön und tiefgründig. Es geht ums Verlieren, Finden und gefunden werden, über die eigene Meinung und die Gesellschaft. „Zuerst dachte sie, sie wäre in der verkehrten Straße. Die Kastanien waren noch da, aber das war auch alles. Es gab kein Kopfsteinpflaster mehr, Autos parkten in einer langen Reihe auf dem glatten Asphalt neben exakt gemauerten Bürgersteigen. Jemand hatte ein blau-weißes Einbahnstra-ßenschild aufgestellt. Die Häuser waren jetzt weiß und hellgelb gestrichen. Pastellgelb, dachte Akelei. Sie ging ein paar Schritte den neuen Bürgersteig entlang, zögernd, unsicher - dann erkannte sie die Fußspuren der Vergangenheit. Denn sie war da, die Vergangenheit, hinter dem neuen Putz, dem neuen Anstrich, den neuen Fensterläden, den neuen Zäu-nen. Den neuen Fassaden. Ja, dachte Akelei, die Kastanienallee bestand noch immer aus Fassaden. Ihre glücklichen Bewohner wollten noch immer nichts vom wirklichen Leben wissen.“ Leider hat das Buch für mich zwei größere Schwächen. Das Buch hat trotz seiner Kürze einige Längen, wo man sich etwas durchbeißen muss. Die größere Schwäche ist für mich das Ende. Es hat mir leider gar nicht gefallen. Aber dieses Buch hat genug emotionale Tiefe, sodass es das trotzdem aufwiegt und man nicht das Buch zuschlägt und sich darüber ärgert. Die Geschichte selbst ist hier das, worauf es ankommt und die Zwischentöne. Daher: ⭐️⭐️⭐️💫 Für Antonia Michaelis Leser gehört es sicher gelesen, für den Einstieg würde ich allerdings andere von ihr empfehlen: Das Friedhofskind Nashville Im Auge des Leuchturms November Solange die Nachtigall singt

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